
Mehrere Arten von Prionereis Wall, führt Wa l l a c e dagegen als Nachahmer von D Ä -A r t e n
a n . so gleicht besonders das Weibchen von Pr. Thcstylis Dbld. au f beiden Seiten der Deltas Bella-
U m H Darjeelm«) mlt ! ■ ■ gelbgefleckter Hinterflügelunterseite. Weiter gleicht P r Sita
Feld. (Ceylon) unten genau der gemeinen D. Eucharis Drm mit gelber, aussen von einer fieihe rother
Aussenrandnnge eingefasster Dnterseite der Hinterflügel. Weiter gleicht Pr. Cornelia Voll, (Borneo)
genau der D. Stngltapuru mit gelber U n te rs e iteS |r Hinterflügel, die in der dunklen Aussenrandseinfassung
weisse Randmonde trägt. s
Familie der Papilioniden.
Wegen genauerer Angaben über die Zeichnung der nachahmenden Arten von Cosmodesmus verweise
ich auf die erste Arbeit dieses Bandes, p. 3 6 - 3 7 ; hier genüge eine kurze' Aufzählung I MHi s i n a * »W c h l i e o . l i 6 h .D a n . i d o n . ‘ Arten von Hestia werden nur in I Idea
v HEHHOf i r°^T (Gosm') Hew- Arten von Ideopsis Horst, in Id. Doos Boisd. nur durch
( a ) ^ r * ! “ 6 Haan’ besondcrs im Weibchen, copirt, bei dem das gelbe Analauge undeutlich wird
So M U P i H B ™r; -»“ ««-.Arten beschränken sich au f solche der Untergattung Badena.
a f - ( ° 0 Macareus Feld. (Java, Nordindien Borneo) in beiden Geschlechtern der D m AqleaCr
so P. var.Stratocles Feld. « (Mindanao) der Dan. vitrina Feld., so P. ■ H H We stw. besonders
im Weibchen durch die verwaschen, rostbraune Farbe der Hinterflügel der Dan. Tytia L. (Sikkim) so I “ HhBB 1 B H H™-’ der -ö“«- b » « r » Or. (Celebes). Endlich erinnert P. Hfl Leucothoe Westw. (Nordindien) an braune Euploeen (Crastia sp.).
Zahlreicher und mannigfaltiger sind die Modelle , welchen vorerst die W e i b ch e n der nach-
ahmenden Rinnenfalter (Papilio s. str.) sich anpassten, wofür ich auf p. « ¿ p . p. verweise.
So erinnert das W e i b c h e n von P. Erechtheus Don. (Australien) oberflächlich an den kleineren
E h r ym s c r e s ^ a Aas von P . Gambrisius Cr. (Amboina) an Tenaris sp., disivon P. Ormenus Huer, und
■ H i WalL (Papua) an Tenans bioculatus Guer. resp. Papilio (Pharm.) Polydorus L , das von P. Tyäeus
Feld. (Batjan) an Ten. bioculatus Guer., das von P. Adrastus Feld. (B a iid a ^ v o n P. inopinatus B ü tl
(lim o rla u tj P. Ambrax Boisd. (Papua) wieder an Pap. (Ph.) Polydorus L. Dagegen ist i n b e i d e n
r e s ch 1 e c h t e r n P . Anactus Mac Ley der Eurycus cressida F. und P. Alcidinus Oberth. und P . Laqlaiaei
Dep. der Urannde Alcidis Orontes Feld. (Papua) ähnlich.
In einem anderen Gruppenoomple* erinnert das W e i b c h e n von P. Asealaphus Boisd. (Celebes)
an Ph. Polyphontes Boisd.,.das von P. Deiphobus L. (Amboina) an Ph. Polydorus L. Die Weibchenform
Bumanzovia Esch, des P. EmalMon Hb. (Philippinen) erinnert an Papilio^Pharm.) Phegeus-Hoaib die
z7 eI*e Porm Semperiana n. an P . (Ph.) Semperi Feld. Das Weibchen von P. Mavo Atk. (Andamanenl
»V ss^o. -gle icht P. (Ph .)B h o d ife r Butl., das von P. Lowii Druce ähnlichen Aristolochienfaltern, das von P Oeno-
ntcais Godt. (Timor) dem P . (Ph.) U r is Godt. Von den vielen Weibchenformen des P. Memnon s 1
entspricht Agenor dem. Ph. Zaleucus Hew. (Malacca), die var. E sp en Butl. dem Ph. Astorion Westw., die
var. Achates Cr dem Ph. Doubledayi Wall. (Nordindien), die var. Alcanor Cr. dem Ph. Aristoloekiae F
die var. Laomedon Cr. dem Ph. P n a p u s Boisd., die var. Erebina dem Ph. Erebus de Haan (Borneo) die
var. Anceus dem Ph. Sycorax Dist., endlich die var. Achatiades Esp. dem Ph. Com F . '
In einem dritten Gruppencomplexe erinnerten die mimetischen We i b c h e n von P. Pammm L
111 Tar- L- ™ P - CPI'-) Aristoloekiae F ., in var. Bomulus L. an P. (Ph.) Bector L .; die
Weibchen von P. Theseus Cr. in ihren verschiedenen mimetischen Formen an P. (Ph.) diphilus Esp.,
P. Antiphus F., P .L ir is Godflj die von P. Ledebourius Esch, an P. (Ph.) Polydorus L., P. Antiphus F. und
P . Polyphontes Boisd.
In einem vierten Gruppencomplex schwanzloser Arten sind vorerst die W e i b c h e n denen von
Danaiden ähnlich. So erinnert das We i b c h e n von P . Castor Westw. an Danaus Limniace Cr., dagegen
ist in b e i d e n G e s c h l e c h t e r n P. Dravidarum Wood.-Mas. demselben Danaus, P . dissimilis L. dem
Dan. Melissa Cr., P. Panope L. der Euploea Core L . 1), P . Hewitsonii Westw. (Borneo) der Eupl. Mene-
triesii Feld., P . Slateri Hew; (Java) der Eupl. Linnaei Moore, P . Astina Horsf. (Java) einer Crastia sp.
P . Camus Westw. (Malacca etc.) der Eupl. Bhadamantus F. ähnlich. Die Varietäten von P . P a r a d o x u s ^ n Tirrai*
Zinck.a) gleichen oft den entsprechenden Geschlechtern brauner oder blauer Euploeen, und P . Epycides Flg‘ **■
Hew. (Sikkim) erinnert wieder in beiden Geschlechtern an h e l leDanaus-Arten, P . Veiovis Hew. (Celebes) f c gI* ^ I 11,
an Dan. Ismare Cr., P . Agestor Gray (Sikkim) auffallend an Dan. Tytius L.
Familie der Chalcosiiden.
Da die häufigsten und grössten Formen dieser unseren Zygaenen verwandten Familie oft eine
metallisch blaue oder grüne, mit Roth gemischte, auffällige Färbung besitzen, wird es wahrscheinlich,
dass Chalcosiiden in gewissem Grade vor Angriffen insectenfressender Vögel geschützt sein d ü rften 3),
zumal ihr Flug im Allgemeinen sehr langsam und schwerfällig und ihr Fang sehr leicht ist. So sind es
vielleicht nur ursprünglich seltener werdende Formen gewesen, welche gewissen Modellen ihrer Heimath
schon durch den Einfluss gleicher Localbedingungen etwas ähnlich geworden waren, und von deren
Variationen nun unter dem Einfluss der Naturauslese die am meisten dem Modell angepassten sich erhielten
und als vortheilhaft vererbten.
Eine Chalcosia (Coll. Staudinger) mit unten gelben Hinterflügeln gleicht Delias Themis Hew. $ ■
(Timor); eine Art aus der Minahassa gleicht der Eupl. Eupator Hew., einer-schwarzen Form mit weissen
Submarginaltüpfeln auf beiden Flügeln. — Die bekannte Cyclosia Midamus Boisd. (Sikkim) erinnert besonders
in dem Weibchen an dasselbe Geschlecht der Eupl. Linnaei Moore, doch ist die Aehnlichkeit nur
unbedeutend.
Höher steigt die Anpassung an Euploeen in der danach benannten Gattung Mimeuploea Butl.
So ähnelt M. Bhadamante Butl. (Malacca) der gleich benannten Euploeen-Art, und zwar besonders den
Weibchen mit stärker verdunkelten Hinterflügeln, und eine andere Art derselben Gattung erinnert an die
dunkle Eupl. Menetriesii Feld. (Malacca). Formen wie die Arten von Gynantocera führen uns zur merkwürdigen
Gattung Epicopeia Westw* ü b e r, welche nur aus mimetischen Formen zu bestehen scheint, die
sich an schwarzweissrothe Aristolochienfalter (Pharmacophagus) ‘) anpassten.
. ’) Fach A. S e itz , Die Schmetterlingswelt des Monte Corcovado fStett. entomol. Zeit., 1889, p. 97). lässt
P. -Panope, wie dies ähnlich von P. Paracloxus berichtet wird, sich bei einiger Vorsicht von den Bliithen wegnehmen.
ff Vergl. die Abbildungen von H ew itso n in Proo.'Zool. Soc., Lond., 1859, Taf. 66—67.
3) In der That verbreitete eine frisch gefangene Chalcos. papilionaris Dru., die ich bei Bangkok fing, beim Druck
auf den Thorax einen geradezu unangenehmen Duft; an Lebenszähigkeit übertraf das gespiesste Thier sogar alle mir
bekannten Schmetterlinge.
•J:) Vielleicht lebt sogar die Raupe an Aristölochien.