
der Âsccmidcs-Cohorte würden mit der Photiims-Gruppe (IY) beginnen, welcher sich die »nif-Mwa-Gruppe (||J
anschlösse, — und über die Ö m fc tam is -G ru p p e (VI) zur PMaecas-Gruppe (VII) und endlich durch die
Dankmiis-Gruppe zur Vertmimus- Gruppe (IX) und zur J.eueas-Gruppe (X) uberführen.
Besprechen wir Ton den A n p a s s u n g s f o rm e n an die Aristolochienfalter auch hier zuerst diejenigen,
welche sich, wie in der indisch-australischen Fauna, ausschliesslich aus den Arten der Untergattung
Papilio s. str. zusammensetzen.
Wir können alle amerikanischen R i n n e n f a l t S r auf zwei Hauptentwiokelungsreihen zurückführen,
deren eine , mit Z> «W -a rtig en , deren andere mit IM ao raife s-a rtig en Vorfahren beginnt. Schon in der
Damms-Gruppe treten uns bei dein bis Nordamerika reichmiden P. Tu rm s L . zwei Weibchenrassen entgegen,
deren ursprüngliche, im Norden des Verbreitungsgebietes: allein auftretende Form der des constant
bleibenden Männchens gleicht. Bei der abgeleiteteren südhoh.eÿ.Form des Weibchens, L ., ist
die gelbe Grundfarbe der Flügel und des Leibes durch eine schwärzliche Deckfarbe, welche vielleicht ursprünglich
erst unter dem Einfluss des wärmeren Klimas entstand, verdunkelt ';) u n d zugleich secundär auf
den Hinterflügeln ein metallischer Blausohimmer entwickelt. Daher erinnert diese düster gefärbte Weibchenform
etwas an den stahlblauen Ph. Phürnor L., und auch die leuchtend rothen Marginalmonde der Hinterflügelunterseite
erinnern an die auffälligen Tüpfel des ruhenden Modells, H dessen Verbreitung die der
mimetischen Form ziemlich genau zusammenfällt. Diese abweiohende Färbiing des P. Glanais L. überträgt
sieh, weiter ausgebildet, bei P. Troüus L. auf das männhc^e,Geschlecht;: so müssen, wir auch diesen
Rinnenfalter als unvollkommen ausgebildete Anpassungsform an Ph. Phiienor L. ansehen.
Reicher und ausgebildeter sind die Anpassungen unter den Rinnenfaltern des neotropischen Gebi/fes,
welche sich enger an die Damms-Gruppe anschliessen wenngleich auch h ie r, wie in der. australischen
Gambrisius-Gruppe etc,., der Aehnlichkeit mit den Modellen noch: durch die bedeutendere Grösse der an-
gepassten Formen Abbruch gethan wird.
So erinnert das im Allgemeinen düstere Weibchen des Vertreters der-AseZepios-Gruppe, welches
von H ü b n e r als P. Garamas aufgestellt war, durch den leuchtend blauen Schiller der spnst schwarzen,
rotbgetüpfelten Hinterflügel deutlich an den ebenfalls mesicanischen Ph. Photinus Dbld. Gehen wir hier
von der Zeichnung dés Männchens als der ursprünglichen Artzeichnung aus, so lässt die abweichende
Weibchenform neben den offenbaren Zeichen mimetischer Anpassung auf dCrt Hinterflügeloberseite noch
deutliche Reste marginaler Bindentüpfel auf den Vorderflügeln erkennen, welche das stark verdunkelte
Männchen nicht mehr besitzt. Somit müssen wir auch hier wie bei den Weibchen der-GomhrisiiiÄ-Gruppe
die Anpassungsform als Product der Umbildung einer auf die Vorfahren der Art rückgeschlagenen Form
ansehen. . , ,
In der Eurymandcr-Gruppe, welche sich nach C. und R. F e l d e r vor dev Ascl&pias-Gru^e durch
die gesägte Subcosta der Vorderflügel auszeichnet, finden wir bei zahlreichen Arten der Oteofas-Untergruppe,
die sich durch die Réduction des Hinterflügelschwanzes als abgeleitet erweist, eine in den Weibchen,
■ Aach in der JfaAran-Grnppo faden wir eine zuerst hei dem Weibehe,. (P. M Æ Ed»,) beginnende Verdfahelung
.der schwefelgelben Grundfarbe, welche sieh bei den abgeleiteteren Arten auch auf das männliche Geschlecht übertragt (P. Aste-
rhis US ohne sich jedoch zu mimetischer Anpassung zu entwickeln. .
2) Am rechten Flügel der auf p. 100 (I. Theil) gegebenen Tabelle sind durch ein Versehen verschiedene Gruppen aus-
gelassen worden und nachzutragen, so über der Palamedes-Gruppe die „»«fc-Gruppe“ und neben ihr die „Asclepias-.Gruppe ,
an welche sich in schräg.ansteigender Bette die -ßunjimmler-Gruppe“ und höher hinauf die „Zdjrrew-Bruppe anächliesst, •
besonders der kleineren Arten, stärker ausgebildete Anpassung an Aristolochienfalter der Pölyimms- und
Protodamas-Gruppe (Laerbias-Cohorte).
In der zweiten, sieh an die .IMirawfes-Oruppe anschliessenden Cohorte der Rinnenfalter treten
uns nur noch in der Z W G r u p p e in beiden Geschlecbtern gleichgefärbte und zugleich einen deutlichen
Hinterflügelschwanz führende kräftige und fluggewandte Arten entgegen, die sich bis Nordamerika verbreiten.
Während in der bis Mexico und. Cuba, nordwärts reichenden Ma d o r-Gruppe die führende Art selbst in
beiden Geschlechtern gleichgefärbt is t, tritt bei ehszelnen abgeleiteteren A rten , bei P. Oelatus « * J > *
Ihersites F ., P. Lycophrm Hb., wie in der T«ms-Untergruppe eine allmalige steigende Verdunkelung der
hellen Grundfarbe des Weibchens ein, ohne jedoch eine mimetische Anpassung- an lebende Formen der
Aristolochienfalter zu erreichen. Vielleicht ähnelten d ieÄ Weibchenformen ausgestorbenen Verbindungsgliedern
zwischen der jSawta -Cohorte und der ffwifchianus-Gruppe. In der durch die stark reducirten
Hinterflügelschwänze ausgezeichneten P«%öh<i#*tergrnppe tragen die Männchen ebenfalls noch das gelblic e
Kleid der Stammgruppen, während sich beS.den Weibchen’) ein auffallender Dimorphismus entwickelt, der,
wie in der ZWim-Untergruppe,. ursprünglich durch Verdunkelung der hellen Grundfarbe entsteht Aus
dieser — Färbung' ¿eben nun durch Umbildung die mimetischen Anpassungsformen hervor,
W h » bei der häufigeren Varietät, t t pimufÄiiS Cr. den metallgrünen Männchen der Protodamas-Gruppe
{Ph.' Be lm Cr. e tc .® in der rein brasilianischen Wcibcheuforni Mirogoos Cr. dagegen dem Weibchen
(Firnis Koll.) desselben Aristolöchienfalters: gleichen..
Näher an die Afenfor-Gruppe sehliessf sich die Torquatmus-Gruppe an , deren Weibchen nur in
seltenen Aüsnahmefällen bei P. torguatus Cr.ljj besonders auf den Vorderflügeln noch den Männchen gleicht,
während die Hinterflügel bereits in gewissem Grade der Eigenart der Modelle angepasst sind. Bei P Tor-
(¡mtihus Bsp. ähneln alle mir bekannten Weibchen Ä o r m und jjärbung der Flügel
kleineren Arten der Ag a vu s-Gruppe von Pharmtcophagus, besonders Ph. Agams F. und P h Bumthm.
Bei jBBWi Cr. dagegen treten meist Weibchenformen mit stärker «M unkelten Vorderflügeln und
rosenrother Binde der Hinterflügel auf. Mit der gesteigerten Anpassung an die -Modelle nämlich ml das
anscheinend häufigere weibliche Geschlecht der Acneas-Gruppe Jg verkümmern auch allmahg die Hrnter-
flügelschwänze.' Als besonders interessante Anpassungsformen erwähne ich noch ¿he weibl,iche
fldvits O b erft;'(R ara ), welche durch die schwärzlichen Vorderfiügel und die gebe^Binde der Hinterflug
dem Weibchen M Ph. B ö iva r Hew. ähnelt, das erweislich viel häufiger ist als ¿bis Männchen, und d e
var. Orchamus Boisd.. (Venezuela) mit weisslichem Vorderflügelspiegel, welche dem Weibchen des Ph. Ver-
immns Cr. angepasst ist. Entsprechend der in Mexico herrschenden Photons-Gruppe der Aristolochienfalter,
hat sich P. Tötus Godm. et Salv. im Weibchen diesen Modellen in gewisser Weise angepasst.
An ältere der Thoas-Gruppe näher stehende Formen schliesst sich die Caigmnabts- Gruppe an
deren führende Art im Weibchen dem P h . ? $% * # Godt. (Cuba) der p lew r -G ru p p e ähnelt, wahrend
dasselbe Geschlecht bei P. Pekms (Westindien) etwas an den Ph. GwMMhwims Feld, erinnert. Der
') Each A. Soitz dürften bei P. Pölycaon Cr. (im Norden des Verbriitingsgebietes?) noch dnrehans männchenfarbigc
Weibchen Vorkommen. (Stett. ent.
») Wi^mir Hen’ Ern h rto rfe r seinerzeit mittbeilte, lit anch bei Ph.,PHepm Boisd. iiEjTava das Weibchen viel
häufiger als das Männchen.