
mit einer feinen silbernen Saumlinie, die auch den Apex und den Spitzenteil der Costa umfaßt. Die
Fransen sind eine Spur dunkler als der Saum, mit feiner, wenig dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel
sind heller braun, die Fransen blaß bräunlich, eine basale Teilungslinie ist schwach angedeutet.
Kopf und Thorax sind den Vorderflügeln, das Abdomen den Hinterflügeln gleich gefärbt.
Flugzeit im Juni.
Hab. Amur, Ussuri, Japan.
41. Cacoecia magnificana HS. Neue Schmett. p. 30 Fig. 150.
Wie die vorige gestaltet, Saum der Vorderflügel etwas'schräger. Spannweite 25 mm. Ta f . VIII
F i g . 13 %
Fast genau wie die vorige gefärbt, doch zeigt die Grundfarbe im Wurzel- und Mittelfeld der
Vorderflügel dunkelbraune Bestäubung. Auch die Zeichnungen der vorigen sind vorhanden, jedoch
alle beträchtlich breiter, nicht metallglänzend, sondern nur heller, ockergelblich, mit Seidenglanz;
die glänzende Saumlinie fehlt. Durch die Verbreiterung der glänzenden Streifen ist das Wurzelfeld
kleiner, das Mittelfeld schmäler, als bei lecheana und circumdusana. Die Fransen sind hinter einer
feinen bräunlichen Basallinie etwas trüber als der Saum. Abdomen und Hinterflügel sind dunkelbraun,
letztere mit weißen Fransen, die dicht an ihrer Basis eine breite bräunliche Teilungslinie haben.
Hab. Südostrußland (Sarepta).
42. Cacoecia erschoffi Chr . Horae Soc. Ent. Ross. XII, 1877 p. 290 tab. 8 f. 61.
Costa der Vorderflügel gerader als bei den vorhergehenden Arten, die Flügel schmäler, der Saum
sehr schräg, der Apex etwas schärfer. Spannweite 18—22 mm. T a f . VII F i g . 14, 15 (Typen).; 16.
Die Vorderflügel sind beim <$ dunkler, beim $ heller ockerbraun, am dunkelsten an der Grenze
des Wurzelfeldes, der distalen Grenze des Mittelfeldes und an der Spitze. Die etwas helleren Räume
dazwischen deuten die sehr verbreiterten und verwischten Zeichnungen der vorigen Arten an, in denen
Spuren von schwachem Metallglanz, jedoch mehr mit Messingglanz in der Anordnung wie bei Cac.
circumdusana und magnificana zu bemerken sind. Das Wurzelfeld ist mehr schräge, nicht gebogen
begrenzt. Alles ist sehr wenig abgehoben. Die Fransen sind wenig heller bräunlich als die Fläche, mit
kaum angedeuteter Teilungslinie. Die Hinterflügel sind braun, die Fransen rein weiß oder gelblichgrau
mit brauner Teilungslinie; Kopf und Thorax haben die Farbe der vorderen, das Abdomen ungefähr
die der hinteren Flügel.
Hierher ziehe ich auch das in Fig. 16 abgebildete $, aus der Sammlung des Herrn A. de Caradja,
obwohl der Saum der Vorderflügel etwas steiler ist. Hier haben die Vorderflügel mehr grünlichen
Seidenglanz an den helleren Stellen, während die dunkleren Stellen schärfer und mehr bindenartig
hervortreten, so ein gebogenes Grenzband eines Wurzelfeldes, der costale Anfang und das dorsale Ende
eines Schrägbandes, eine zweite Schrägbinde aus der Gegend des Praeapikalflecks gegen den Tornus
gerichtet und Verdunkelung in der Spitze, alles von der braunen Farbe der typischen Stücke. Ich
halte dieses Exemplar nur für eine Variante, bei der ursprüngliche Zeichnungsanlagen durch Aufhellung
resp. Verdunkelung und Verbreiterung etwas geändert sind. In der Natur erscheinen die Verschiedenheiten
nicht so auffallend, wie in der vergrößerten Abbildung. Alles übrige stimmt mit
Cac. erschoffi überein, auch die hellweißen Fransen der braunen Hinterflügel.
Als Flugzeit gibt Christoph den April und Mai an (11. und 15.); er fand den Falter auf der Oberseite
von Eichenblättem sitzend.
Hab. Nordostpersien; (Asterabad Chr.) Petrowsk am kasp. Meer (Caradja).
Folgende noch beschriebene Arten sind mir in natura unbekannt geblieben, so daß ich leider
keine Abbildung davon liefern konnte.
43. Cacoecia testaceana E v . Fauna lep. Volgo-Uralensis p. 486.
(Ich gebe die Diagnose wie der Autor in lateinischer Sprache, die weitere Beschreibung in
deutscher Übersetzung;)
„Alae anticae rubiginoso-ferrugineae, litura media et costali obscunoribus adumbratae, fusco-
ferrugineo reticulatae, ciliis subconcoloribus; — posticae fuscentes, apice ferrugineae.
Halb so groß als die vorhergehende (ameriana = podana Sc.), aber ihr sehr ähnlich; unterscheidet
sich durch den Mangel des Schattens oder Fleckes vor dem Saume und durch die (der Fläche)
gleichfarbigen Fransen. Das $ fast ohne alle Verdunkelungen: die Vorderflügel rostfarben, braungegittert,
oft mit basaler, medianer und apikaler Schräglinie, die nach außen gelbrot (rufae), und mehr
oder weniger deutlich sind. Häufig im Kasan’schen und Orenburg’schen Kreis; fliegt im Juli und
August.“
Die Beschreibung würde recht gut auf C a c. d e c r e t a n a T r. passen, wenn nicht die Größenangabe
,,dimidio minor (amerianae)“ auf eine beträchtlich kleinere Form hinwiese. C. decretana
ist ja wohl meist kleiner als podana, aber doch nicht um so viel, es müßte denn gerade dort eine ungewöhnlich
kleine Lokalform Vorkommen.
44. Cacoecia asiatica Wl s hm. (Archips asiaticus) Asiatic Tortricidae, Ann. & Mag. Nat.
Hist. (7. s.) V. 1908 p. 380.
(Übersetzung): ,.Fühler rauchgrau. Palpen kurz, dem Gesicht dicht anliegend; graulich rostfarben.
Kopf und Thorax rauchgrau. Vorderflügel beim <$ mit etwas breiterem und stärker entwickeltem
Costalumschlag als bei der europäischen Cac. p o d a n a Sc., fahl rötlich, mit einem
dreieckigen Streif von der Basis des Dorsums schräg auswärts gerichtet und endigend in einem Fleck
schwärzlicher Schuppen am oberen Rand der Falte, während die Basis des Dreiecks in eine vorspringende
Franse an der Biegung entwickelt ist. Ein großer Costalfleck von dunklerer Schattierung als die Grundfarbe,
mit einem etwas purpurnen Hauch, breitet sich bis unter die Falte aus, beinahe das ganze Mitteldrittel
des Flügels bedeckend, sein innerer Rand schmal blaß gesäumt am Apex (der etwas stärker vorgezogen
ist, als bei podana), wobei die Costa vor ihm stark eingedrückt ist; ein Streifen schwarzer
Schuppen zieht abwärts längs dem oberen Drittel des Saumes, und innerhalb von ihm ist eine zweite
Gruppe ähnlicher Schuppen, vermischt mit einer lohfarbenen Schattierung, die längs der unteren
Hälfte des Saumes zum Tornus fortgesetzt ist; die Fransen sind fahlrötlich, am Apex mit schwarzen
Enden, blasser am Tornus. Die Unterseite ist bräunlich rostfarben, am Costalumschlag mit einer
graulichen Schattierung längs des Dorsums, das Spitzendrittel des Flügels lebhaft orangegelb, ohne
Gitterung. Beim $ ist die Costa in ihrer distalen Hälfte tief eingedrückt, der Saum stark eingebuchtet
unter dem vorgezogenen Apex; lohfarben mit kräftigem Wein- oder Purpuranhauch, mit drei oder
mehr schrägen Querlinien, die beiden ersten entspringen von der Costa vor deren Mitte, die erste
glatt konvex, die zweite ziemlich gestreckt bis zur Falte, dann rückwärts zum Dorsum gewendet;
eine andere vor dem Apex erreicht den Saum oberhalb des Tornus; ein länglicher rostfarbiger Costalfleck
liegt längs der eingesunkenen Stelle der Costa, ein purpurbrauner Fleck am Dorsum innerhalb
der ersten Querlinie, und ein Apikalstreif von schwarzen und rostfarbenen Schuppen gemischt aus dem
Apex reicht halbwegs herab zum Saum; die Fransen sind lohfarben, schwärzlich am Apex, unter diesem
mit Rostrot angelegt, bleicher am Tornus. Unterseite bleich ockergelb, im Spitzendrittel mit lebhaftem
Orangegelb übergossen, ohne Gitterung. Flügelspannung S 20—$ 26 mm. H i n t e r f l ü g e l