
Vorderflügel saumwärts nur wenig verbreitert, Costa leicht, an der Spitze stärket gebogen,
Apex spitz, gebogen, Saum ziemlich steil, geschwungen, Tornus gerundet; Hinterflügel ziemlich
schmal, trapezoid, spitz, Saum unter dem Apex schräg, leicht eingezogen. Spannweite bis 14 mm.
T a f . XVIII, Fi g . 14
Kopf und Thorax sind ockergelblich, das Abdomen ist braungrau. Die Vorderflügel sind in
der basalen Hälfte lebhaft ockergelb mit Ausnahme eines großen, dunkel braunroten Dorsalfleckes,
der an der Wurzel schmal beginnt, sich allmählich bimförmig verbreitert und in der halben Flügellänge
fast senkrecht abgeschnitten ist, so daß von der hellen Farbe hinter ihm nur ein schmaler Streif
noch zum Dorsum herabzieht. Von der Mitte an bis zum Saum ist der Flügel zimmtbraun mit vier
Paar hell weißen, kurzen und fast senkrechten Stricheln an der Costa; aus dem Strichei unmittelbar
hinter der Mitte der Costa zieht eine helle Silberlinie schräg gegen den Saum und biegt vor ihm fast
rechtwinklig um und endet im Tornus; auf ihrer basalen Seite ist die zimmtbraune Färbung, zumal
von der Costa bis zur Mitte am dunkelsten und hier stehen auch oft, ebenso vor dem Saum einige
schwarze Längsstrichel. Die Fransen sind ockergelb, ohne Basallinie, und mit einer kaum sichtbaren
medialen Teilungslinie, unter dem Apex fein dunkel durchschnitten. Die Hinterflügel sind graubraun,
die Fransen heller mit dunkler Teilungslinie.
Die Raupe ist hell grünlichgrau mit undeutlichen lichten Punkten, der Kopf hellbraun,
Nackenschild kaum von der Körperfarbe verschieden, an den Seiten mit je einem schwarzen Punkt,
die Analklappe grünlichbraun, undeutlich. Sie lebt im Juni und wieder im Oktober in einem hohl
zusammengehefteten Blatt von Vicia, Orobus, Lathyrus; der Falter fliegt im April bis Mai und im
Juni bis Juli.
Hab. Europa, Kaukasus; Kleinasien.
5. Ancylis paludana B a r r . Monthly Mag. VIII (1871) p. 134; K n a g g s Ent. Annual
for 1872 p. 120 t. 1 f. 5; Meyr . p. 478.
Vorderflügel gestreckter, als bei voriger, Costa ganz flach gebogen, Apex scharf vorstehend,
wenig gebogen, Saum etwas schräger geschwungen; Hinterflügel wie bei voriger. Spannweite 13 mm.
Taf . XVIII, Fi g . 15 (J.
Kopf und Thorax sind ganz bleich gelblich, das Abdomen ist braungrau. Die Vorderflügel
sind bleich strohgelb; ein großer Dorsalfleck, von der Flügelbasis aus in flach konkavem Bogen bis
über die Flügelhälfte aufsteigend, dort quer abgestutzt und dann zuerst senkrecht, hierauf schräg
zu V3 des Dorsum abfallend, ist kastanienbraun, in seinem oberen Teil schwärzlich. Vor der Mitte
der Costa entspringt ein breiterer kastanienbrauner Schrägstreif, der zugespitzt zum Saum unter
dem Apex zieht; unter ihm liegen noch zwei von der Flügelmitte saumwärts ziehende braune Längswische,
die sich verbreiternd nur bis zur basalen Umrandung des Spiegelflecks reichen und hier mit
dem Schrägstreif zusammenfließen. Drei recht schräge, kräftige Costalhäkchen mit einfachen oder
geteilten hellen Zwischenräumen, zum Saum unter dem Apex hin verlängert und letzteres selbst
sind kastanienbraun. Die Spiegelstelle ist hoch, dem Saum entsprechend gebogen, graubräunlich
ausgefüllt und auf ihrer Basalseite durch eine helle Schräglinie abgegrenzt. Die Fransen sind strohgelb,
ohne Teilungslinie, unter dem Apex fein dunkel durchschnitten. Die Hinterflügel sind grau,
ihre Fransen bleich gelblich, ohne deutliche Teilungslinie.
Die Raupe wird an Lathyrus vermutet; der Falter fliegt im Juni und im August.
Hab. England. (Me y r i c k gibt auch Deutschland an.)
6. Ancylis myrtillana Tr. VIII p. 245; D u p. IX t. 253 f. 4; H S. IV p. 286; f. 316; W i 1 k.
p. 138; H e i n p. 226; Me y r p. 479; lydlcma Cu r t . Brit. Ent. VIII t. 376; Wo o d f. 952;
derasana Wo o d f. 960; dentana L a h. Tortr. No. 305.
Form der Vorderflügel wie bei voriger,! Costa gegen den Apex bin und dieser selbst etwas mehr
gebogen; Sauni ein wenig schräger geschwungen; Hinterfliigel trapezoid. Spannweite 16 mm T a f
XVIII F i g . 16 "
Der Kopf ist rötlichgelb, der Thorax trüb graugelblich, das Abdomen bräunlichgrau. Die
Grundfarbe der Vorderflügel ist graugelblich, saumwärts etwas dunkler bräunlichgrau. Von der
Wurzel an bis zur Mitte stellen an der Costa bräunlichgraue Sehrägstrichel, deren letztes sich zu
einer Bogenlinie bis zum Dorsum auszieht. Ein großer, schwarzbrauner Dorsalfleck, bis zur Mitte
des Dorsum reichend und hier fast senkrecht abgeschnitten, verbreitert sich allmählich und trägt
noch einen querabgestutzten Aufsatz. In der Mitte der Costa beginnt mit einem starken schwarzen
Doppelhäkchen ei«e nußbraune oder olivbraüne. Schrägbinde, deren basale Seite gestreckt verläuft.
Während die distale, schwarz gesäumt und mehrere schwarze Längsstrichel enthaltend über der
Flügelhälfte saumwärts spitz vortritt und dann 's-iormig geschwungen zum Tornus zieht. Dem
zulet^ genannten Teil folgt eine helle geschwungene Linie; den braungrauen Spiegelfleck basal
begrenzend. An der Spitzenhälfte dei Costa stehen drei kräftige und scharfe schwarzbraune Schräghäkchen,
aus deren gelblichen Zwischenräumen wie aus ihnen selber braungraue Schräglinien zu
dem Vorsprung der Mittelbinde und in den Spiegel ziehen; die letzte Schräglinie zieht in den Saum
unter dem Apex, der selbst, in seinen costalen Fransen braun ist. Die Fransen sind gelblich, von
der Spitze bis Zur Hälfte des Saumes zieht eine starke .dunkelbraune basale Teilungslinie, eine nur
angedeutete zweite geht bis zum Tornus durch; unter der Spitze sind die Fransen fein dunkel durchschnitten.
Die Hinterflügel sind braungrau, ihre Fransen gelblich mit schwacher Teilungslinie.
Die Raupe ist fahl grünlich-gelblich, mit kaum sichtbaren lichten Punkten, der Kopf hellbraun,
Nacken- und Analschildchen sind von Körperfarbe, ersteres jederseits mit einem kleinen
schwarzen Punkt; sie lebt im Juni bis Juli, dann wieder im Oktober an Vaccinium. Der Falter fliegt
riim April bis Ende Mai und im Juli bis August.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Piemont.
7. Ancylis siculana H b. f. 79; ,T r, VIII p. 233; X, 3 p. 126; D u p. IX t. 252 f. 6; Wo o d
f. 954; HS. IV p. 287; Me y r . p. 479; a'piceUa He i n . p. 224; S n ei l . II, 1 p. 391.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts etwas verbreitert, Costa gleichmäßig gebogen, Apex vorgezogen,
Saum geschwungen, schräg, Tornus flach gerundet; Hinterflügel schmal, dreieckig mit
vorgezogener Spitze. Spannweite 17 mm. Taf . XVIII, Fi g , 17 ?.
Kopf und Thorax sind gelblichgrau, ersterer etwas heller, das Abdomen ist bräunlichgrau.
Die Vorderflügel sind von der Wurzel bis zur Spitze nicht gerade scharf geteilt in eine costale hell
bräunlichgelbe und eine dorsale mehr braungraue Hälfte. In letzterer zieht aus der Wurzel ein
schwarzbrauner Längsstrahl, allmählich in den Grund übergehend bis gegen die halbe Flügellänge,
auch der Dorsalrand selbst ist bis dahin etwas geschwärzt (das sind die Reste eines Dorsalfleckesfi
ein weiterer dunkler Längsstrahl im mittleren Drittel der Flügellänge hegt etwas höher und ist
zuweilen fern bis zum Saum unter der Spitze verlängert; zwischen ihm und der Spiegelstelle kann
nochmals ein kleinerer dunkler Längsfleck sein. Der Spiegelfleck selbst ist öfters basalwärts hell
gerandet und enthält etwa drei in einer dem Saum parallelen Richtung übereinander stehende schwärzliche
Fleckchen. An der Costa stehen in ganzer Länge feine dunklere Schrägstrichel, die in der
apikalen Hälfte zu größeren Häkchen werden können mit hellen, fein geteilten Zwischenräumen;