
ihre Fransen ähnlich wie die der Vorderflügel, nur bleicher. Das Abdomen ist bräunlichgrau, der
Analschopf weißlich.
Der Falter fliegt vom Februar bis April.
Hab. Spanien, Dalmatien.
100. Phalonia centaureana Stdgr. Horae Soc. ent. Ross. XV 1880 p. 246.
Vorderflügel saumwärts verbreitert, Costa ein wenig konkav, Apex stumpf gerundet, Saum
mäßig schräg, wenig gebogen; Hinterflügel rundlich trapezoid. Spannweite 13—14 mm. Taf . XIII,
F i g. 27 ? (etwas zu gelblich).
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind ganz blaß bräunlichweiß, bei frischen Stücken ins Rötliche
ziehend; im ersten Drittel der Costa stehen etwa vier kleine bräunliche Strichei, hinter der Mitte
zwei, deren Zwischenraum etwas bräunlichgrau ausgefüllt ist; das zweite derselben verlängert sich
zu einer feinen Linie, die sich wellig gebrochen vor der Querader zum Dorsum fortsetzt und auch
bindenartig breiter sein kann; in der Mitte des Dorsum stehen zwei ähnliche Strichei mit bräunlichgrau
ausgefülltem Zwischenraum, in der Falte durch ein bräunliches Längsstrichel abgeschlossen.
Bei gezüchteten Exemplaren ist der Dorsalfleck, wie auch der weiter saumwärts stehende Streif
wurzelwärts fein bleigrau begrenzt. Ein kleines Praeapikalstrichel setzt sich in eine zerrissene wolkige,
gegen den Tornus gerichtete bräunliche Verdunkelung fort. Die Saumlinie ist fein bräunlich, die
Fransen ein wenig dunkler als die Fläche. Die Hinterflügel sind grauweiß, die Fransen fast reinweiß
mit zart grauer Teilungslinie. Das Abdomen ist bräunlichweiß.
Weil das abgebildete und der Beschreibung zugrunde gelegte Stück, von S t a u d i n g e r
stammend, recht bleich und vor allem undeutlich gezeichnet ist, gebe ich noch die Originalbeschreibung
S t a u d i n g e r s nach ganz frischen, zum Teil gezogenen Exemplaren: Vorderflügel weiß, schwach
rötlich angeflogen, besonders die Fransen, ziemlich stark und intrikat gezeichnet. Auf der Mitte des
Innenrandes (Dorsum) sitzt eine unbestimmt begrenzte schräg nach außen ziehende gelbbraune
Quer binde, die der Vorderrand (Costa) nicht erreicht, dort aber meist durch einen dunkleren Fleck
angedeutet wird. Eine ähnlich gefärbte Halbbinde oder länglicher Fleck liegt vor dem Außenrande
(Saum) im Innenwinkel (Tornus). Beide Binden, namentlich die erste, werden nach innen (wurzelwärts)
durch einen mehr oder minder deutlichen dunkeln bleifarbenen Strich begrenzt. Die erste
Binde zeigt auch meist einen solchen feinen Längsstrich in der Falte, die äußere einen solchen nach
außen und oben. Dunkle Punkte finden sich auch am Vorderrand (Costa) und einzelne, sowie lichte
glänzende Stellen auf der ganzen Flügelfläche. Ein Stück zeigt die beiden Binden besonders stark
und auch einen bräunlichen Basalteil des Flügels. Die rötlichbraunen Fransen sind auch hier und da
dunkel untermischt und werden meist durch eine unterbrochene dunkle Limballinie begrenzt.
Hinterflügel schmutzig grauweiß —; die weißlichen Fransen führen meist eine dunklere Basallinie
(Teilungslinie).
Die Raupe lebt in Centaurea divergens, in deren Knospen Stgr. die Puppen fand.
Hab. Mazedonien, Sarepta (im Juli), Kleinasien (von Ende Mai bis Ende Juli, dann am
häufigsten).
101. Phalonia nigrociliana Kenn. Iris XII, 1899, p. 40 t. 1 f. 39.
Vorderflügel gestreckt, gleichmäßig breit, Costa im mittleren Teil etwas konkav, Apex gerundet,
Saum stark gebogen; Hinterflügel schmal, trapezoid. Spannweite 17mm. Taf. XIII, Fig. 28 $ Type.
Kopf und Palpen sind schmutzig weiß, der Thorax ist blaß ockerbräunlich, ebenso die Grundfarbe
der Vorderflügel mit einem Stich ins Grünliche. An der Costa stehen an der Wurzel drei graue
Strichei, darin etwa bei V* ein grau ausgefülltes Doppelhäkchen, dann wieder drei Punkte und hinter
der Mitte abermals ein größeres viereckiges Fleckchen. Vor der Spitze stehen zwei dunklere, schwärzliche
Häkchen, von denen sich ein schwärzlichbraunes Schattenband mit einigen schwarzen Punkten
bis zur Hälfte der Flügelbreite saumwärts erstreckt, zwischen diesen Häkchen und in der Spitze
selbst stehen verwaschene dunkel karmoisinrote Fleckchen und die Saumlinie ist wellig rötlichgrau
angelegt. In der Mitte des Dorsum steht ein bräunliches senkrechtes Strichei, vor und hinter ihm
ein paralleles dunkelgraues; zwischen ihm und dem Tornus findet sich noch ein bräunlicher und ein
grauer Schattenfleck, ein bräunlicher hinter der Knickungslinie. Die Fransen sind schwarzgrau,
in parallelen Linien schwarz bestäubt. Die Hinterflügel sind blaß bräunlich, gegen die Spitze hin
etwas dunkler, die Fransen bräunlichweiß mit bräunlicher Teilungslinie. Das Abdomen ist dunkler
bräunlich.
Hab. Spanien (Andalusien).
102. Phalonia salebrana Mann Wien. Monatsschr. 1862 p. 395 t. 3 f. 12; Stdgr. Horae Soc.
ent. Ross. XV. p. 249.
Vorderflügel fast gleichmäßig breit, erst saumwärts durch rundliches Vortreten des Tornus
verbreitert, Costa in der Mitte ein wenig konkav, Apex und Saum gerundet; Hinterflügel halbrund.
Spannweite 14 mm. Taf. XIII, F i g . 29 <$.
Die Vorderflügel sind bleich ockerbräunlich mit einem Stich ins Graugrünliche; der Wurzelteil
ist durch undeutliche graue Wolkenstreifchen unreiner, an der Costa stehen bis zur Mitte schwarze
Strichei, darunter bei 1/ i ein größeres Doppelstrichel und unmittelbar hinter der Mitte ein noch stärkeres,
dessen Zwischenraum grau ausgefüllt ist. In der Mitte des Dorsum steht ein großer schräg viereckiger
Fleck, allseitig schwarz gerandet, im Innern dunkelrot ausgefüllt; die basale schwarze Randlinie
ist grausilbern belegt; ein kleines Praetornalpünktchen ist schwarz; von ihm zieht eine grünbräunliche
keulenförmige Wolke hinter der Knickungslinie empor, aus einem ebenso gefärbten Praeapikal-
häkchen zieht ein einmal geknickter Streif zum Tornus; in der Flügelspitze und am Saum stehen
verwaschene dunklere Fleckchen. Die Saumlinie ist tief schwarz, die Fransen sind grünlichgrau,
dunkler gescheckt. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau, ihre Fransen weißlich mit breiter braun-
grauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind bleich, gelblichgrau, Stirn und Palpen weißlich, das
Abdomen ist bräunlichgrau.
Der Falter fliegt im Mai.
Hab. Ungarn, Castilien, Kleinasien (Brussa),
103. Phalonia farinosana HS. Neue Schmett. p. 30 f. 154.
Vorderflügel gleichmäßig breit, Costa fast gerade, Apex ziemlich spitz gerundet, Saum mäßig
schräg, gebogen;. Hinterflügelsaum gerundet, unter der Spitze kaum eingezogen. Spannweite 20 mm.
T a f . XIII, F i g . 30 <?.
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind ockerbräunlich, im Saumfeld am dunkelsten; die Costa
trägt in ganzer Länge dunkler bräunliche Schrägstrichel, gegen die Spitze hin mehr breitere Häkchen,
die sich saumwärts undeutlich verlängern; drei dieser Strichei vor der Mitte sind ein wenig größer
und ihrer Zwischenraum um eine Spur dunkler. Gegen diese strebt eine breite von 2/ 5 des Dorsum
entspringende dunkler braune Schrägbinde, die aber vor der vorderen Mittelader endet. Sie führt
an ihr Basis vier winzige Dorsalpünktchen und in ihrer Mitte vier in einen Rhombus gestellte glänzende
Wärzchen aus gewölbten Schuppen; ihr folgen zwei blässere Parallellinien und dann eine aus glänzenden
Wärzchen gebildete, saumwärts dunkler braun angelegte, die bis über die Flügelmitte reicht;