
12. Phalonia deutschiana Zet t . Ins. Lapp. p. 981; Wooke S te tt ent. Zeit. 1862 p. 48,1864 p.
204; Wallgr. Tidskr. 1889 p. 21; lutvleiUana HS. neue Schmett. p. 6 f. 36; La h a rp e Tortr. No. 83;
chalcana Pack. Lep. Fauna of Labrador p. 56.
Vorderflügel saumwärts nur wenig verbreitert, Costa sehr schwach gebogen, Apex gerundet,
Saum schräg; Hinterflügd ziemlich breit, Spitze wenig vorgezogen; Palpen den Kopf um dessen
Länge überragend. Spannweite, bis 22 mm. T a f . XII, Fi g . 1
Diese Art ähnelt in der Färbung und Zeichnung den dunkleren Stücken der vorigen. Die Vorderflügel
sind im allgemeinen schmutzig grünlichockergelb mit heller und dunkler rotbraunen Zeichnungen,
die von weißlichen Glanzlinien eingefaßt sind; Die Wurzel belbsfc Ist rötlichbraun, ah der
Costa weiterhin, als am Dorsum; vor der Mitte des Dorsum erhebt sich auf breiter Basis eine dunkel
rotbraune Schrägbinde, die über der Ader a eingeschnürt ist, sieh dann wieder verbreitert und einen
zahnartigen Fortsatz gegen die Querader besitzt; sie steht weiterhin in direkter Verbindung mit
einem viereckigen Costalfleck von etwas lichterem Braun. In dem Winkel, den dieser Fleck mit dem
Zahnfortsatz der Binde bildet, steht ein schwarzes Fleckchen; am Tomus steht ein hoher, im allgemeinen
dreieckiger, dunkel braunroter, schwarz gemischter Fleck, der sich stufenweise verschmälert
und bis zur Hälfte der Flügelbreite reicht. Saumwärts von ihm zieht aus zwei braunen Costalhäkchen
vor dem Apex ein bräunlicher Schatten bandartig und einmal leicht geknickt zum Saum hinter dem
Tomus; ein.etwas helleres, gelbliches Band zieht zwischen der Schrägbinde und dem Tomalfleck
geschwungen zur Costa. Der Saum selbst ist leicht verdunkelt. Die zwischen diesen Zeichnungen übrig
bleibenden Umsäumungslinien sind hell, glänzend. Die Fransen sind blaßl ockerbräunlieh, dunkler
gescheckt, mit dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß bräunlichgrau Und deutlich dunkler
gesprenkelt, die Fransen sind weißlich, analwärt® mehr grau mit kräftiger dunkelgrauer Teilungslinie
Kopf und Thorax sind braun und weißlich gemischt, die Palpen weißlich, das Abdomen grau.
Die Art ist eine nordische und Hochgebirgsform. Hab. Norwegen, Lappland, Hoejaipen von
Südtirol und Südschweiz (bis 7000 Fuß), in letzteren Gegenden selten; Labrador.
13. Phalonia kindermanniana Tr. VIII p. 276; X, 3 p. 141; F. B. p. 18 tab. 12 f. 1; Dup.
IX tab. 268 f. 4; HS. IV p. 184; f. 68; Hein. p. 80; Wal lgr. Tidskr. 1889 p. 25.
Vorderflügel gleichmäßig breit, Costa ganz schwach gebogen, Apex ziemlich spitz,
Saum schräg, leicht gebogen; Hinterflügel schmal, Spitze gerundet, Saum wenig eingezogen.
Spannweite 13*—14 mm. T a f . XII, F i g . 2, (In den Einzelheiten recht unscharf, auch
zu gelb.)
Kopf, Palpen und Thorax sind bleich grünlichgelb bis ockergelb; die Vorderflügel von gleicher,
etwas dunklerer Färbung mit weißlichen Glanzlinien und dunkelbraunen Zeichnungen. Zunächst ist
die Costa von der Basis bis zur Mitte schmal braun mit einigen Stricheln; in der Mitte der Costa
steht ein viereckiger brauner Fleck, der sich etwas blasser bis gegen die Flügelmitte erstreckt und mit
einer dunkelbraunen Schrägbinde in Verbindung steht, die sich wurzelwärts vor die Mitte des Dorsum
erstreckt, beiderseits hellglänzend gesäumt; in der Mitte zwischen diesem Costalfleck und der Spitze
hängt ein zweiter brauner Fleck, der in die Grundfarbe abblassend sich in dieser bindenartig zum
Saume hinter dem Tornus zieht, und von einem dunkelbraunen Längsstrich durchschnitten ist; vor
dem Apex steht noch ein blässeres Costalhäkchen; vor dem Tornus steht auf dem Dorsum ein dunkelbraunes
dreieckiges Fleckchen. Zwischen den beiden Costalflecken ist eine breitere hellglänzende
Stelle mit zartem gelblichem Teilungshäkchen, von der sich Glanzlinien über die Querader und die
Knickungsstelle zum Tomus erstrecken. Die Saumlmie ist deutlich, die Fransen von der Farbe der
Fläche mit dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind grau mit weißlichen Fransen, die eine
graue, analwärts sehr breite Teilungslinie: haben. Das Abdomen ist grau.
Die Baupe ist schmutzig graubraun, Dorsal- und Subdorsallinien sind breit dunkler, der Kopf
ist schwarz, das Nackensehild blaßbraun, fein dunkel gerandot, die Analklappe braun. Sie lebt vom
September an überwinternd bis Mai, in zweiter Generation im Juni bis Anfang Juli in den Endtrieben
resp. zwischen den Blüten von Artemisia campcstris, Pyrethrum corymbosum, Chrysanthemum.
Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Deutschland, -Schweiz, Österreich-Ungarn, Skandinavien, Nördwest- und Südostrußland;
Nordamerika.
14. Phalonia richteriana F. B. p, «Mab. 40 f. 3; Frr. IV pffift^b. 324 f. 3; HS. IV p. 188;
Hein. p. 81.
Vorderflügel schmal, saumwärts kaum verbreitert, Costa fast garadfl, Apex ziemlich spitz,
Saum schräg, kaum gebogen; Hinterflügel trapezoid, vor der Spitze stark eingezogen, Saum bauchig.
Spannweite 16 mm. T a f. XII, F i g. 3 u n d 4 $$. (Fig. 3 ist im allgemeinen zu gelb, Fig. 4 zu
braun und schwärzlich, alle beide zu rauh und unscharf.)
1%'e Art kommt in zwei Farbenversohiedenheiten vor, einmal mit ^ferb rau n e r Zeichnung
auf rötliehwiüleih,: Grund und zweitens mit bräunlichgrauen Zeichnungen auf mehr grauweißem
Grund. Die Basis der Vörderflügel ist ein Stück weit, manchmal nur mehr, an der Ä t a , dunkel, dann
folgt, unscharf abgegrenzt, eine helle Stelle des Grundes. Darin steht, vor der Mitte des Dorsum
entspringend, eine ziemlich schmale dunkle Schrägbinde, entweder deutlich durchlaufend bis hinter
die Mitte der Costa (Fig. 3) oder an der vordereü|Mittelader((Sndigend S d geknickt mit einem viereckigen
Fleckchen in der Mitte der Costa undeutlich zusammenhängend; eine Verdunkelung, die
mitunter bindenartig ausgeprägt ist, zieht von dieser Kniekungsstelle der Binde aus schräg zum
Tornus, wodurch am Dorsum ein Dreieck der Grund färbe, eingesehlossen wird, in welchem einige
dunklere Wölkchen; und Fleckehen sich befinden. Am Dorsum vor dem Tomus, auch innerhalb dieser
hellen Stelle, findet Sich stets ein kleiner dunkler dreieckiger Fleck. Eine große verdunkelte Praeapikal-
stelle, unregelmäßig aus mehreren Costalhäkchen zusammengeftosseiläieht in unregelmäßiger Form
wolkenartig durch das Saumfeld gegen den Tomus und gibt Schrägstrichel Zum Saum in dessen
ganzer Länge ab. In der Gegend der Querader findet sich schwärzliche Bestäubung und längs der
Costa stehen zahlreiche feine Schrägstrichel oder auch Häkchen. Die. hellen linienaTtigen Stellen der
Grundfarbe, welche die dunkeln Zeichnungen unmittelbar begrenzen, sind etwas glänzend. Die
Saumlinie ist fein dunkel, die Fransen heller, etwa wie die Grundfarbe. de« Hügels mit feiner
Teilungslinie. Die. Hinterflügel sind bräunhehgrau, die Fransen weiß mit grauer Teilungslinie.
Kopf und Thorax haben die Farbe der jeweiligen Zeichnungenj|r Vorderflügel, das Abdomen.ist grau.
Die Baupe ist blaß grünlichweiß mit hellbraunem Kopf. Sie lebt vöm Herbst bis zum Frühling,
in zweiter Generation im Mai im Wurzelhals und in der Wurzel von Artemisia eampestris. Der
Falter fliegt im April und Juni auf dürrem Sandboden, wo die Nahrungspflanze der Baupe wächst.
Hab. Schlesien, Norddeutschland, Galizien, Westrußland, Livland, Finnland — überall nur
stellenweise.
15. Phalonia olindiana Snell. Tijdskr. f. Ent. XXVI (1883) p. 194 tab. 11 f. 7.
Vorderflügel breiter als bei voriger, Apex runder, Saum etwas steiler, Hinterflügel schmäler,
trapezoid, Saum vor der Spitze kaum eingezogen. Spannweite 18 mm. Taf. XII, F i g. 5 $ (Originalexemplar
von H e d e m a n n).
Zoologica. Heft 54. 02