
schwarzen Linien umzogen und durchsetzt, in manchen Fällen aber nur angedeutet; über ihm sind
unbestimmte bräunlichgraue und aschgraue Schatten, die sich bisweilen zur Costa hinziehen; am
Saume entlang stehen schwarze, öfters in eine Linie zusammenfließende Punkte und eine Schrägreihe
sehr feiner schwarzer Pünktchen zieht etwa von der Mitte des Saumes gegen zwei Drittel der
Costa hin. Die Fransen sind schwärzlichgrau, mitunter etwas heller gescheckt, an Apex und Tornus
weißlich; sie haben undeutliche Teilungslinien. Die Hinterflügel sind schwärzlichgrau, die Fransen
fast weiß mit grauer Teilungslinie.
Die Raupe ist gelblichweiß, manchmal mit rötlichem Anflug, der Kopf blaßbraun, Nackenschild
und Analklappe sind fast von Körperfarbe, ersteres hat seitlich je einen schwarzen Punkt;
sie lebt im Juni an Rosa canina. Der Falter fliegt im April und Mai.
Hab. Südwesteuropa, England.
Ein Blick auf die beiden vorstehenden Arten genügt, um zu sehen, daß sie in keiner nahen
verwandtschaftlichen Beziehung stehen können und daß daher ihre Zusammenfassung in eine besondere
Gattung (Pamplusia) gegenüber vielen anderen Spezies ein Unsinn ist.
(e. Gypsonoma Meyr . Palpen aufsteigend, Saum der Vorderflügel geschwungen, Ader II
und IHi der Hinterflügel getrennt oder gestielt, Ader III3 und IVj gestielt.)
28. Semasia Simulantana S t d g r . Hör. Soc. Ent. Ross. XV, 1880 p. 261.
Costa fast gerade, Saum ziemlich steil, sehr schwach geschwungen; Hinterflügel schwach
trapezoid, Saum unter der Spitze flach. Spannweite 18 mm. Taf . XIX F i g . 41 $ O r i g i n a l .
(Ein wenig zu dunkel.)
Kopf und Thorax sind graubräunlich, das Abdomen etwas heller. Die Vorderflügel sind blaß
bräunlichweiß; ein Wurzelfeld, kaum dunkler, aber von einigen schwärzlichbraunen, zum Teil zerrissenen
Bogenlinien durchzogen, ist von einer rechtwinkelig gebrochenen schwärzlichen Wellenlinie abgegrenzt.
In der Mitte der Costa steht ein schwarzes Schrägstrichel, das sich zu einer etwas gebogenen blaßbraunen
Schrägbinde verbreitert, die saumwärts scharf begrenzt, basalwärts verwaschen ist und zum
Dorsum unmittelbar vor dem Tomus zieht. Ihr folgen vier schräge Costalhäkchen und der rundlich
ausgefüllte Apex von brauner Farbe; aus dem ersten hinter der Binde zieht eine Schattenlinie der
Binde parallel, und verbreitert sich in der Spiegelstelle über dem Tornus; aus dem folgenden zieht
ein scharfer bräunlicher Streif zum Saum über dessen Mitte und dann an ihm etwas herunter; er
ist begleitet von einer hellen, etwas glänzenden Linie zum Augenpunkt; die Zwischenräume zwischen
den letzten Häkchen sind fein dunkel geteilt. Die Fransen sind an ihrer Basis hell, nach außen braun,
gegen den Tornus hin blasser, mehrfach, besonders deutlich am Augenpunkt hell durchschnitten,
mit feiner brauner Ba-sallinie. Die Hinterflügel sind blaß bräunlichgrau, die Fransen bräunlichweiß
mit braungrauer Teilungslinie.
Hab. Kleinasien.
29. Semasia aceriana D u p. Suppl. IV t. 83 f. 12; Z. Isis 1846 p. 656; H S. IV p. 232; f. 350;
Wi lk . p. 123; He i n . p. 206; S n ei l . II, 1 p. 325; Meyr . p. 482.
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts ein wenig verbreitert, Costa zuerst schwach gebogen,
dann gerade, Saum steil, wenig geschwungen; Hinterflügel trapezoid, Saum unter der Spitze eingezogen.
Spannweite 14 mm. Taf . XIX Fi g . 42 $. (Etwas zu dunkel.)
Kopf und Thorax sind rostbraun bis dunkelbraun, das Abdomen ist grau. Die Vorderflügel
sind sehr bleich bräunlichweiß; ein Wurzelfeld, dessen Rand in der Falte ganz stumpf gebrochen ist,
ist dunkel rostbraun, von schwärzlichen gebrochenen Linien reichlich durchzogen. Etwas vor der
Mitte der Costa entspringt aus einem bräunlichen Häkchen ein blaßbräunliches Schrägband, eigentlich
mehr eine basalwärts verwaschen bräunlich angelegte Linie, die erst schräg, dann gebogen zu einem
kleinen bräunlichen dreieckigen Praetornalfleck zieht; der Raum vorher, am Dorsum am hellsten,
trägt hier schwärzliche Dorsalpunkte und an der Costa feine dunkle Strichei, an denen unregelmäßige
graue Schatten hängen. Hinter der Mitte der Costa stehen zuerst sehr feine braune Schrägstrichel,
dann diei dunkler braune scharfe Schräghäkchen mit fein dunkel geteilten Zwischenräumen; aus
dem dritten Häkchen vor dem Apex zieht eine braune Schräglinie zur Mitte des Saumes und dann
an ihm herunter gegen den Tornus; aus den folgenden ziehen kurze Schräglinien zum Saum unter
der Spitze. Der große Spiegelraum ist hell, enthält mehrere feine schwarze Längsstrichel übereinander
und ist beiderseits glänzend, aber nicht metallisch, eingefaßt. Der Apex ist fein braun, dunkler
gekernt, die Saumlinie dunkelbraun, fein. Die Fransen sind schwärzlich, gegen den Tornus weißlich,
mit feiner dunkler Teilungslinie. Die Hinterflügel sind hell bräunlichgrau, die Fransen gleichfarbig,
analwärts weiß, mit zwei verwaschenen Teilungslinien.
Die Raupe ist bräunlich, Kopf und Nackenschild sind dunkelbraun bis schwarzbraun, die Analklappe
ist wenig ausgezeichnet, von Körperfarbe. Sie lebt im Mai und Juni in jungen Zweigen von
Populus, wo sie sich durch hervortretende Kothäufchen bemerklich macht. Der Falter fliegt im
Juni und Juli.
Hab. Mitteleuropa, Spanien, Sardinien, Norwegen.
30. Semasia incarnana H w. Lep. Brit. p. 435; Wo o d f. 966; S n e 11. II, 1 p. 325;
dealbana F r o e l . En. Tortr. No. 107; T r. X, 3 p. 153; F. R. p. 37 t. 22 f. 1; H S. IV p. 232;
Wi lk . p. 120; H e i n. p. 207; M e y r. p. 481; minorana T r. VIII p. 48; D u p. IX t. 265 f. 7.
Ab. alnetana G n. Ind. p. 20; Wo o d f. 1782; S t a i n t. Man. II p. 219; reconditana H S.
f. 417; obscurefasoiana He i n . Bresl. ent. Zeit. 1854 p. 1; Schmett. p. 207.
Vorderflügel breiter oder schmäler, saumwärts kaum verbreitert, Costa abgesehen von der
Basis gerade, Saum mäßig schräg, geschwungen; Hinterflügel schmal, mehr oder weniger deutlich
trapezoid. Spannweite bis 14 mm. T a f . XIX Fig. 43 $, 44 $ und 45 ? (Ab. alnetana).
Bei der Normalform ist die Grundfarbe der Vorderflügel rein weiß, höchstens in der Falte
etwas rötlich angehaucht. Ein Wurzelfeld, an der Costa schräg, am Dorsum senkrecht abgegrenzt,
ist blaugrau, mit schwarzen, oft zerrissenen Querlinien. Etwas vor der Mitte der Costa steht ein kräftiger
schwarzer Schrägstrich bis gegen die Querader, an dieser meist zwei schwarze Punkte hintereinander;
der Schrägstrich ist beiderseits von zartem Aschgrau umgeben und die gleiche Farbe zieht
sich in zarten, unbestimmten Wolken, von hellem Weiß durchsetzt, bogenförmig bis zum Tornus,
vor dem einige schwarze Punkte stehen; das Ganze repräsentiert eine in Schatten zerfallene Schrägbinde.
Ihr folgen an der Costa drei scharfe dunkelbraune Häkchen und die mehr rotbraune Spitze;
die Zwischenräume sind fein dunkel geteilt und die drei letzten Teilungsstrichel vereinigen sich zu
einer grauen Schräglinie in den Saum unter dem Apex; aus dem ersten postmedialen Häkchen entspringt
eine sich verbreiternde graue Schattenlinie zur Mitte des Saumes; ein von ihr abzweigender
Ast tritt gebogen durch den Spiegelraum gegen den Tornus, beiderseits hell glänzend gesäumt. Die
Fransen sind dunkel schwarzgrau mit feiner Basal- und verwaschener dunklerer Teilungslinie, gegen
den Tornus hin weiß. Die Hinterflügel sind braun, die Fransen nur wenig heller, an der Basis schmal hell.
Oftmals (Fig. 44) ist nun der helle Grund mehr oder weniger stark blaugrau verdunkelt, manchmal
am Dorsum hinter dem Wurzelfeld noch etwas aufgehellt; dann sind Wurzelfeld, Schrägbinde
und der Gabelstreif in Saum und Tornus sowie die Costalhäkchen recht dunkel kastanien- bis schwarz