
Abdomen ist gelbbraun. Die Vorderflügel sind in ihrer basalen Hälfte bleich graugelblich (blaß lehm-
farben), in der Saumhälfte graurötlich und hier von zerrissenen feinen rötlichen Querlinien, aus rötlichen
Costalstricheln kommend, durchzogen. An der Grenze beider Farbentöne zieht eine verwaschene
schwärzlichgraue Schrägbinde über den Flügel, etwas vor der Mitte der Costa beginnend und vor dem
Tornus endigend; sie ist in der Mitte unterbrochen und über und unter dieser Lücke etwas verbreitert
und am dunkelsten. Die Fransen sind dunlder rosarot mit noch dunklerer Basallinie. Die Hinterflügel
sind bräunlichgrau, die Fransen hell, gelblichweiß mit ganz schwacher Teilungslinie.
Hab. Alexandergebirg.
5. Semasia purparissatana Ke n n . Iris XIII p. 252.
Vorderflügel wie bei voriger, Costa ein wenig gebogen; Saum der Hinterflügel stark gerundet,
unter der Spitze wenig eingezogen. Spannweite 17 mm. T a f . XIX Fig . 2 Ty p e . (Die hellen
Teile etwas zu intensiv.)
Kopf und Thorax sind hell gelblichgrau, das Abdomen ist kaum gelblicher (in der Abb. zu
braun). Die Vorderflügel sind in der Wurzelhälfte hell bräunlichgrau mit feineren und stärkeren
bräunlichen Wellenlinien, die aus schrägen Costalstricheln kommen; nahe der Wurzel steht am Dorsum
ein hoher, spitzer dunkelbrauner Fleck, der über die Hälfte der Flügelbreite reicht. Aus der Mitte
der Costa entspringt ein dunkelbraunes Schrägband, das an der Costa dreieckig verbreitert, am Querast
etwas geknickt ist und von da schmal in den Tomus zieht. Das Saumfeld ist rosarot, gegen den Tornus
bräunlichgrau abgetönt mit einem großen rundlichen, etwas stumpfeckigen dunkelbraunen Saumfleck,
der dem Saum vom Tornus bis gegen die Spitze anliegt, mit der Costa nicht in Verbindung steht.
Hier stehen etwa drei kleine, aber scharfe dunkelbraune Schräghäkchen mit fein geteilten hellen
Zwischenräumen; aus den letzten ziehen feine Linien in den Saum unter die Spitze. Die Fransen
sind braungrau mit feiner dunkler Teilungslinie. Die Hinterflügel sind ziemlich rein hellbraun, die
Fransen weißlich (im Bild zu dunkel) mit feiner brauner Teilungslinie.
Hab. Ussurigebiet (Sutschan).
(C. Enarmonia H b. Ader II und IIL der Hinterflügel getrennt, III3 und IVX gestielt; Saum
der Vorderflügel gestreckt -p- jedoch auch etwas gebogen oder geschwungen —; Thorax glatt oder
mit Schopf.)
6. Semasia profundana F. Mant. 229; T r. VIII p. 192; F. R. p. 168 t. 62 f. 1 ; D u p. IX
t. 253 f. 7; H S. IV p. 207; Wilk. p. 184; He i n . p. 104; S n e 11. II, 1 p. 276; Me y r . p. 465;
porphyrana Hb. f. 26; Wood. f. 880; Dup. IX. t. 264 f. 9; wdlensiana Hb. f. 237; Wood,
f. 882; Dup . IX t. 255 f. 5; alphonsiana Dup. IX t. 239 f. 9; niibilana Dup . IX t. 255 f. 4.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa ziemlich gebogen, Saum steil, etwas gebogen;
Hinterflügel mit gerundetem Saume, unter der Spitze flach. Thorax mit kleinem Schopf. Spannweite
bis 21 mm. T a f. XIX F i g. 3, 4 $£, 5 <?, 6 $. (In allen Fig. sind die helleren Partien zu dunkel
ausgefallen, dadurch zu große Eintönigkeit.)
Diese Axt wurde bisher allgemein zu Argyroploce gerechnet; es fehlen ihr aber die Merkmale
dieser Gattung. Die Exemplare variieren stark in ihrer Allgemeinfärbung und Deutlichkeit der
Zeichnungen, während die Form der letzteren recht konstant ist. In den meisten Fällen, die man also als
normale betrachten kann (Fig. 3 und 4), ist die Grundfarbe blaß gelblichbraun; ein Wurzelfeld, entweder
gar nicht oder nur wenig dunkler, ist durch eine dunkelbraune bis schwarze Schräglinie, die
in der Falte einen kleinen Knick saumwärts macht, abgegrenzt und von dunkler braunen Wellenlinien
ziemlich reichlich durchzogen; sowohl die Grenzlinien als auch die stärkeren der Wellenlinien sind
oftmals dorsalwärts verbreitert und fließen hier zu einer schwarzbraunen bis schwarzen Verdunkelung
unregelmäßig zusammen; unter allen Umständen besteht diese Verdunkelung am Dorsalteil der
Abgrenzungslinie. Auf das Wurzelfeld folgt eine helle Querbinde der Grundfarbe, in der Mitte ein
wenig eingeengt, am Dorsum mitunter etwas heller, oder aber in ihrer Dorsalhälfte ganz weiß aufgehellt;
sie ist am Dorsum saumwärts nicht scharf begrenzt, sondern verbreitert sich hier unbestimmt
in die folgende dunkle Schrägbinde hinein; sie ist von schwächeren und stärkeren grauen und bräunlichen
Wellenlinien durchzogen, von denen jedoch der weiße Teil frei bleibt. Auf die hellere Binde
folgt etwas vor der Mitte der Costa bis zum Tornus eine dunkle Schrägbinde von kastanienbrauner
Färbung, in der Mitte nach beiden Seiten etwas verbreitert, im dorsalen Teil nur in ihrem distalen
Rand zum Tornus durchlaufend; sie ist an der Costa, unter dieser und in der Mitte mehr oder weniger
schwarz bestäubt und auch ihre Ränder sind fein schwarz gesäumt mit Ausnahme des Dorsalabschnitts,
wo die helle Binde unscharf in sie eindringt. In der hellen Grundfarbe des Saumteils stehen ein feineres
und drei große scharfe schwarzbraune Costalhäkchen mit hell gelblichweißen, fein geteilten Zwischenräumen,
deren Teilungslinien sich meist zu einem gelbbraunen Längsstreifen unter der Costa zur
Spitze hin zusammenschließen; diese selbst ist schwarzbraun. Ohne Verbindung mit diesen Häkchen,
oder auch mit einem derselben, zuweilen auch mit dem Apikalfleck verbunden, findet sich ein großer
kastanienbrauner Saumfleck, der gegen den Saum über dem Tornus hin heller wird und nur eine
schmale Linie am Saum vom Apex her hell läßt. Zwischen ihm und der Schrägbinde zieht ein bleigrauer
Schattenstreifen von der Costa zum Tornus, beiderseits fein hell gesäumt.
Zuweilen ist die Grundfarbe mehr grau (Fig. 5 zu braun), das Wurzelfeld ist nur am Dorsum
deutlich dunkel abgegrenzt, die helle Querbinde bis auf schmale weißliche Säume bleigrau ausgefüllt, ihr
in die braune Schrägbinde vortretender Dorsalteil scharf umgrenzt, die Schrägbinde selbst sehr dunkel
und überall scharf; der ihr folgenden Grund des Saumfeldes ist bis zum Saumfleck hell weiß, sanft
in Grau abgetönt. In anderen Fällen wiederum (Fig. 6) ist der ganze Grund mehr oder weniger violettgrau
verdunkelt, nur die Zwischenräume der Costalhäckchen und die Tarnusgegend bleiben hell,
erster gelblich, letztere weißlich. Zwischen all diesen Formen gibt es alle möglichen Abstufungen.
Die Fransen sind stets dunkel braungrau, reichlich heller durchschnitten, mit einer stärkeren
und mehreren feinen dunkleren Teilungslinien. Die Hinterflügel sind dunkelbraun, wurzelwärts etwas
heller, ihre Fransen bräunlich (in den Abb. zu dunkel) mit dunklerer Teilungslinie. Kopf und Thorax
sind gelblichbraun, graubraun, grau, je nach der Allgemeinfärbung der Vorderflügel, das Abdomen
ist heller oder dunkler bräunlichgrau.
Die Raupe ist trübgrün mit mehr oder weniger deutlichen dunkeln Punkten, Kopf und Nacken-
schild sind blaßgelblich oder gelblichgrün, die Analklappe ist von Körperfarbe. Sie lebt im Mai an
Laubholz, besonders Eichen. Der Falter fliegt im Juni und Juli, stellenweise häufig.
Hab. Mitteleuropa, Livland, Skandinavien, Nordspanien, Sardinien, Mittel- und Oberitalien;
Armenien.
7. Semasia austerana Ke n n .
Vorderflügel saumwärts verbreitert, dreieckig, Costa fast gerade, nur basalwärts Schwach
gebogen; Apex gerundet, Saum schräg, gestreckt; Hinterflügel gerundet trapezoid, Saum unter
dem Apex gerade. Spannweite 17 mm. T a f . XIX F i g . 7 T y p e . (Grund längs der Costa
und im Saumteil müßte heller, grauer sein!)
Kopf und Thorax sind braun, das Abdomen ist gelblichbraun, auf dem Rücken dunkler. Die
Vorderflügel sind längs der Costa und im Saumfeld ziemlich hell bräunlichgrau, gegen Dorsum und