
aber deutlich dunkel, die Fransen sind wie die anstoßende Flügelfläche gefärbt. Die Hinterflügel
sind ziemlich dunkel braungrau, ihre Fransen blasser mit breiter dunklerer Teilungslinie. Das
Abdomen ist graubraun mit helleren Segmenteinschnitten.
Die Raupe lebt im März (sicherlich überwintert) in Blüten von Anthemis maritima und jungen
Trieben von Artemisia. Der Falter fliegt im Mai und Juni.
Hab. Spanien (Andalusien), Dalmatien (nach Mann).
27. Phalonia ciliella Hb. Tin. f. 180; Hein. p. 81; Sn eil. II, 1 p, 246 (partim); Meyr. p.
551; rubdlana H b. Tortr. f. 285; T r. VIII p. 279; X, 3 p. 143; D u p. IX tab. 258 f. 2; H S. p. 487;
ruficiliana Hw. p. 402; suhroseana Wi lk. 309.
Vorderflügel sehr schmal, saumwärts ganz wenig verbreitert, Costa eine Spur gebogen, Apex
spitz, Saum sehr schräg, Tornus ganz flach; Hinterflügel ziemlich schmal, trapezoid. Spannweite
I I—14 mm. Taf. XII, F i g. 19 $ kleines Exemplar. (Spitze der Vorderfläche zu stumpf, Kolorit zu braun.)
Die Vorderflügel sind weißlich-grau bis gelblichgrau, bisweilen auch mit rosenrötlichem
Schein, besonders gegen die Costa und den Saum hin; an der Basis ist die Färbung dunkler, allmählich
verblassend, an der Costa stehen zwischen Mitte und Saum einige feine dunklere Strichei, von denen
mitunter schräge verschwommene Linien wellig gegen den Saum ziehen; manchmal fließen diese auch
zu einem allgemeinen Schatten vor dem Saume zusammen, dann kann das ganze Saumfeld grau,
oder bräunlich, oder auch rötlich verdunkelt sein. Aus der Mitte des Dorsum erhebt sich eine relativ
breite, etwas saumwärts gebogene Schrägbinde von bräunlichgrauer, brauner oder auch braunrötlicher
Färbung (je nach der Grundfarbe), die unter der Costa meist verlischt, oder aber schattenhaft mit
zwei in der Mitte der Costa stehenden Häkchen unter einem stumpfen Winkel in Verbindung steht.
Um die Schrägbinde herum ist der Grund meist weißlich und schwach glänzend aufgehellt; ein winziges,
manchmal auch größeres dreieckiges Praetornalfleckchen von dunkler Farbe, und ein bräunlicher
Schrägschatten zwischen diesem und der Schrägbinde stehen noch am Dorsum. Eine feine dunklere
Saumlinie ist meist deutlich, die Fransen sind zart blaßgrau bis bräuniichgrau, oder auch rötlichgrau
mit sehr zarter Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau mit weißlichen Fransen, die eine
graue Teilungslinie besitzen. Kopf und Thorax sind von der Färbung der Vorderflügelbasis, das
Abdomen ist hellgrau. S n e l l e n 1. c. vermischt mit Ph. cilieUa noch andere Arten, wenigstens
Ph. epüinana Z.
Eine von Fuchs als var. tectana bezeichnete Form aus Solothurn zeichnet sich durch eine fast
gleichmäßige grünlichgraue Deckung der Vorderflügel aus, von der sich die Querbinde nur schattenhaft
etwas dunkler abhebt; die Fransen sind gelblich braungrau.
Die Raupe ist schmutzigweißlich, der Kopf braun oder schwarz, das Nackenschild schwarz
oder auch von Körperfarbe. Sie lebt von September an überwinternd, dann in zweiter Generation
im Juni bis Juli in den Fruchtkapseln resp. Samen vonLinaria vulgaris, Inula oflicinalis, Chrysocoma
linosyris, Primula veris, farinosa, Bellis perennis, Gentiana verna, Antirhinum. Der Falter fliegt
im Mai und im August.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Südfrankreich, Lappland. (In der Schweiz bis 6000 Fuß Höhe.)
28. Phalonia epilinana Z. Stett. ent.Zeit. 1849 p.285; Dup. Sup.IV tab. 65f. 5; HS. IV p. 187
f. 79, 80; Hein. p. 82.
Costa der Vorderflügel gerade, Apex spitz, Saum schräg, jedoch weniger, als bei der vorigen,
Tornus weniger flach, Flügel saumwärts etwas mehr verbreitert; Hinterflügel unter der Spitze stärker
eingezogen. Spannweite 14—16 mm. T a f . XII, Fi g . 20 $ (zu konstrastreich).
Die Vorderflügel sind bleich lehmgelb, etwas grau überlagert, mitunter gegen Costa und Flügelraum
hin schwach rötlichbraun angehaucht. Längs der Costa stehen zahlreiche, sehr feine Strichei,
vor dem Apex einige dunklere Häkchen, aus deren Zusammenfließen ein dunklerer Schatten entsteht,
der sich am Saume entlang zum Tornus zieht; vor dem Tornus steht ein kleines dreieckiges dunkles
Fleckchen. Die Schrägbinde ist schmal, dunkler braungrau und beginnt am Dorsum schon bei Vs,
liegt dem Saume parallel und geht in der Regel, wenn auch von der Flügelmitte an blasser, durch bis
zur Mitte der Costa, wo sie etwas verbreitert in drei zusammengeflossenen Costalstricheln endet.
Der Flügel ist ohne Glanz und die Binde nicht oder nur sehr schmal heller gerandet. Die Fransen
sind blaß lehmgelb, mit dunkler Teilungslinie, die Saumlinie selbst ist unbezeichnet. Die Hinterflügel
sind bräunlichgrau, die Fransen heller, etwas gelblich mit dunkler Teilungslinie. Kopf und
Thorax sind wie die Basis der Vorderflügel gefärbt, die Palpen sind seitlich bräunlich, das Abdomen
ist grau.
Die Baupe lebt Ton Ende August an in den Samenkapseln von Linum Usitatissimum und den
Köpfen von Solidago; sie überwintert; eine zweite Generation lebt im Juni bis Juli. Der Falter fliegt
im Mai bis Juni, dann wieder im Juli und August.
Hab. Deutschland, Belgien, Kärnten, Mittelitalien, Galizien, Bußland, Kaukasus.
.29. Phalonia undulatana Kenn. Iris XII (1899); p. 28 tab. 1 f. 26.
Vorderflügel breiter als bei den beiden vorhergehenden Arten, saumwärts deutlich verbreitert,
Costa ganz schwach gebogen, Saum weniger schräg, leicht gebogen. Hinterflügel mit mehr gerundetem
Saume, mehr halbrund. Spannweite 13 mm. T a f. XII, F i g. 21 -¿¡ Type (Vorderflügel zu: eintönig,
Schrägbinde zu schwarz).
Die Vprderflügel sind schmutzig, bräunlichgelb, blUch, der ToliSleindruck erscheint jedoch
dunkler durch zahlreiche, besonders in der Saumhälfte stärkere parallele, rötlichbraune Wellenlinien,
die quer über den Flügel ziehen; sie entspringen aus schwach angedeuteten Costalhäkchen, die auch
die: Costa dunkler erscheinen lassen, Auf Vt dés Dorsum steht ein schmaler braungrauer Schräg-
sBreif, der aber nur bis zur Flügelmitte reicht, und vor dem Tornus ein kleines, dreiéSkiges Fleckchen.
Die Saumlinie ist sehr fein, die Fransen sind bräunlichgelb, hinter einer feinen Teilungslinie so dunkel
braungrau wie der Schrägstreif. Die Hinterflügel sind zart grau, die Fransen weißgrau mit grauer
Teilungslinie. Kopf und Palpen sind gelblichweiß, der Thorax »Ist schmutzig bräunlichgrau, ins
Gelbliche ziehend, das Abdomen ist bräunlich.
Hab. Dalmatien (Zara).
30, Phalonia apricana Kenn. Iris XII (1899); p. 27 tab. 1 f. 24.
In der Färbung der vorigen recht ähnlich, jedoch größer,* die Vorderflügel saumwärts etwas
verbreitert, im allgemeinen ziemlich breit, die Costa gerade, Apex gerundet, Saum mäßig schräg,
deutlich gebogen; Hinterflügel mit gerundetem Saum, unter der Spitze leicht oingezogen. Spannweite
18- 19 mm. T ä f. XII, F i g . 22 ¿ T y p e . (Schrägbinde zu schwarz, Flügelfläche zu einfarbig
und leer.)
Kopf, Palpen und Thorax sind bräunlich ockergelb, ebenso die Grundfarbe der Vorderflügel;
diese sind jedoch gegen die Flügelwurzel hin und in der basalen Hälfte der Costa schmutzig bräunlich-
grau angehaucht ; in der Saumhälfte des Flügels ziehen aus feinen, teilweise karminrot angelassenen
Costalhäkchen zahlreiche bräunlichgelbe Wellenlinien parallel dem Saume, also gebogen und geschwungen
bis zum Dorsum; vor dem Tornus steht ein bräunliches dreieckiges Dorsalfleckchen und
vor der Mitte eine ziemlich breite gelblich braune, jedoch nicht sehr dunkle Schrägbinde, die an der
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