
des Dorsum bis zum Tornus; an der Costa entspringt sie aus einem breiten dunkelbraun ausgefüllten
schwarzen Doppelhäkchen und dem darauf folgenden, deren Zwischenraum schwärzlichgrau ausgefüllt
ist; sie ist kastanienbraun mit dunkelgrauer Mischung, enthält am Querast ein hell weißes
Fleckchen, vor und hinter diesem einen tief schwarzen Fleck; auch der in die Binde einbezogene
Praetornalfleck ist schwarz umrandet. Vor dem Apikalhäkchen stehen noch zwei kräftige schwarze
Costalhäkchen, die hellen Zwischenräume sind fein dunkel geteilt; aus ihnen entspringt ein kräftiger,
kastanienbrauner Saumstreifen, der über dem Tornus in den Saum zieht und schwarze Rippenstriche
enthält; aus dem Apikalhäkchen zieht eine Verdunkelung zur Stelle des Augenpunktes; die Zwischenräume
dieser letzten Zeichnungen sind blaugrau bestäubt, und über der Mitte ist auch das dunkele
Querband mit der Spitzenzeichnung durch dunkle Adern und blaugraue Bestäubung verbunden,
aus der noch ein strichartiger Wisch in das helle Feld über dem Tornus hineinragt. Die Fransen
sind braun, an Stelle der Augenpunkte und am Tornus heller durchschnitten und haben eine schwarze
Teilungslinie nahe ihrer Basis. Die Hinterflügel sind ziemlich blaß, bräunlichgrau, die Fransen
weißlich mit breiter, nicht sehr dunkler Teilungslinie. Kopf und Thorax sind dunkelbraun mit
hellerer Mischung, das Abdomen ist braungrau.
Hab. Insel Oesel (Rigaer Meerbusen).
60. Argyroploce norciana H S. IV p. 236; He i n . p. 112.
Vorderflügel schmal, gleichmäßig breit, Costa nach der Basis gerade, Apex stumpf gerundet,
Saum mäßig schräg, leicht gebogen; Hinterflügel halbrund, Saum unter der Spitze kaum eingezogen.
Spannweite 15—16 mm. T a f . XVII, Fi g . 18 $.
Kopf und Thorax sind dunkelbraun, das Abdomen ist braungrau. Die Vorderflügel sind auf
hell weißem, sehr zart grau oder gelblichgrau getöntem Grunde scharf und klar dunkelbraun gezeichnet.
Dunkelbraun ist ein ziemlich großes, scharf stumpfwinkelig abgeschnittenes Wurzelfeld,
in dem man einige noch dunklere Bogenlinien bemerken kann; ferner die Mittelbinde, die in der
Mitte der Costa sehr schmal mit einem viereckigen Fleckchen beginnt, welches bis zur Subcostalis
reicht; letztere bildet als weiße Linie oft eine feine Trennung vom übrigen Teil der Binde; diese
verbreitert sich in einer Stufe basalwärts und in zwei Stufen saumwärts bis zu Ader 5, worauf sie
senkrecht zum Dorsum, resp. Tornus zieht; am Dorsum ist sie zuweilen etwas bleigrau gemischt.
An dem Apical- und dem vorhergehenden größeren Costalhäkchen hängt ein scharf umschriebener
dunkelbrauner, saumwärts grau gemischter, basalwärts schwarz gesäumter großer Fleck, der einen
guten Teil des Spitzendrittels einnimmt und am Saum bis gegen den Tornus herunterzieht. An der
Costa stehen sowohl vor als hinter der Mittelbinde dunkle Häkchen und feine Strichei dazwischen,
auch das Dorsum ist besonders in der postbasalen hellen Binde grau gestrichelt. Die Fransen
sind dunkel graubraun mit schwarzer Teilungslinie, am Tornus schmal weiß durchschnitten.
Die Hinterflügel sind ziemlich dunkel braun, die Fransen bräunlich mit schwarzbrauner
Teilungslinie.
Hab. Alpen, Norwegen.
61. Argyroploce tiedemanniana Z. Arch. f. vaterl. Inter. (2) 1845 p. 530; Isis 1846 p. 233;
HS. IV p. 217; f. 355; He i n . p. 130.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts nur wenig verbreitert, Costa fast gerade, Saum schräg,
wenig gebogen; Hinterflügel trapezoid, Saum nicht bauchig, unter der Spitze flach. Spannweite
bis 17 mm. T a f . XVII, F i g . 19 <$. (Die Abbildung ist schlecht ausgefallen: die Vorderflügel
sind zu kurz und stumpf geraten, die goldoraugefarbene Einmischung kommt nicht zum Ausdruck,
V -IJ.MU1UUO UHU ZJOlOllUUilg
genau darstellt. Textfigur 29.
Kopf und Thorax sind orangegelb, schwärz gemischt, die-Schulterdecken orangegelb, das
Abdomen dunkel' schwärzMbraua,, der Anaibusch des ;f gelblich. Auf den Vorderflügeln ist die
stark glänzende, hellweiße Grundfarbe beschränkt «uf zwej schmale Querbinden, von denen die
erste von dqriC^ta vör die Mitte des Dorsums S h t | ; * g durch eine feiü6‘'sbhwarze'Linie nochmals
geteilt, enthält in der Falte Oft noch einige schwarze Pünktchen und häufig
daselb|J:gelbe Bestäubung; die zweite, ebenfalls meist fein dunkel geteilt, zieht
von Vr|ier Cbstä zum Tornus, ist aber ¡gewöhnlich hÖheripder tiefer schmal dunkel
Unterbrochen; mitunter passen die beiden Teile nicht genau aufeinander; indem der
eostale Teil senkrechter zieht und der tornale mehr saumwärts gerückt ist. Alle
übrigen Teile des Fluges, das Basalfeld, die sehr Breite Mittelbinde und das Saum- Fig. .
drittel sind dunkel Jpoldgelb oder gelborangefarben und sehr stark durch quer wer- Argyroploce
laufende's'chwarze Wellenlinien gedeckt, die mit den gleichfalls'schwarzen Ädern ein tied^nmnia. z ¿ 8
d i c l ||| (Sitterwerk bilden; dazu kommen in der stark ..verdunkelten Mittelbind^fi
noch dunkel graublaue Metallfleeker. und eine solche Punktlinie aus einem gelben praeapikalen
Doppelhäkchen; ein gleichfalls gelbes Häkchen hängt an der Oosta vor jenem und ein Doppelhäkchen
in der costalen Basis der Querbinde, Die Fransen sind bleigrau, an der Stelle der beiden
Augenpunkte heller durchschnitten,, ebenso am Tornus' heller und haben eine feine schwarze
Teilungslime nahe an ihrer Basis. Die Hinterflügel sind dunkelbraun; die Fransen gelblich, gegen
-ISpitze und Tornus grau, mit dunkelbrauner Teilüngslmife -<i
Die Banne ist scb.wärzlichbraun,cKcpf und Nackenschild sind.schwarzbraun, fast Schwarz;
«je lebt im Juni im unteren Stengelteil von EquisetmiiJ der Falter fliegt-im Juli und August.
Hab. Nordost■Dcutschlaml, Livland, Finnland, Schweden.
62. Argyroploce expeditana S n e fif Tijdskr. Ent. XXVI, 1882 p. 198 i ;:12 f. 1.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, (losia gleichmäßig schwach gebogen* ■ Saum
ziemlich schräg, kaum gebogen; Hinterflügel- mit stark;bauchig gezogenem Saum; unter der Spitze-
flach eingezogen. Spannweite. 18 mm. Taf . XVII, Fig. 20 d* •
' Die in den schmalen Binden zutage tretende Grundfarbe : der Vörderflügel ist fäsS:Sein'weiß
und ziemlich glanzlos; da« dunkeln. Zeichnungen sind gelblich graubraun, scharf umrissen und nur
sparsam mit ein wenig dunkleren Linien durchzogen. Das dunkle Wurzelfeld ist groß, am Dorsum
breiter als an der Costa; hier tr itt es schräg saumwärts ,^ör bis zur vorderen Mittelader und von- hier
mit einigen kleinen Biegungen senkrecht zum Dorsum. Die darauf folgende- weiße Binde ist Schmal,
an der Costa dem Zurück treten des Basalfeldes entsprechend etwas breiter, enthält hier zwei dunkle
Costaipünktchen und weiterhin eine feine bräunliohe^eilüngslinie,. Die braune Mittelbinde beginnt
schmal etwas vor der Mitte der Costa', verbreitert sich dann durch zü-ra saumwärts vortretende
stumpfe Zacken und endet wiederum verschmälert in der Mitfeibs Dorsum. Vor dem Tornüs 'Steht
ein höherer brauner Fleck, und ein brauner Saümstreif beginnt am Saum über dem Tomus, verbreitert
sich hinter der Querader zu einem rundlichen Fleck und steht mit dem zweiten, zuweilen
auch hoch mit dem dritten dunklen Costalhäkchen in Verbindung; aus, dem ersten Costalhäkchen
zieht eine braune Linie zur Stelle des Augenpunktes, die Flügelspitze selbst ist gleichfalls braune
die weißen Zwischenräume der Costalhäkchen sind fein dunkel geteilt. Zuweilen steht der dunkle
Praetornalfleck in Verbindung mit dem, Saumstreifen, SO. daß von der postmedianen hellen, tornal,
Zoologien. Heft 54. 52