
weißlich, reichlich bräunlich quergesprenkelt, besonders grob und dicht am Saum; die Fransen sind
weiß mit blasser bräunlicher Teilungslinie.
Hab. Sarepta.
Ich lasse nun die Arten folgen, für welche meiner Ansicht nach höchst unnötigerweise
die Gattung C h l i d o n i a aufgestellt worden ist, die allerdings nicht allgemein angenommen
wurde.
115. Phalonia hartmanniana CI. Icones t.4 f. 10; Hb. 146; Snell. II, 1 p. 238; baumanniana
Schiff. S. V. p. 126; Tr. VIII p. 113; Wood f. 1154; Dup. Noct. VI p. 425, t. 258 f. 5a, b; HS. IV
p. 184; Hein. p. 76; Meyr. p. 554.
V a r. subbaumanniana W ilk . Brit. Tortr. p. 290; Z. Stett. ent. Zeit. 1878 p. 102;
Meyr. p. 554.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa schwach gebogen, Apex ziemlich spitz gerundet,
Saum mäßig schräg, sanft gebogen. Hinterflügelsaum gerundet, unter der Spitze etwas eingezogen.
Spannweite 15—20 mm. T a f . XIII, F ig . 38—40 (J<J; 41, 42 v a r . s u b b a u m a n n i a n a
Kopf und Thorax sind lebhaft ockergelb bis ockerbräunlich, dunkler gemischt. Die Grundfarbe
der Vorderflügel ist besonders bei südlichen Stücken ein lebhaftes Ockergelb, sonst meist etwas
ins Grünliche oder Grünbräunliche fallend, mitunter auch mit etwas Braunrötlich gemischt. Ein
großes, meist spitzwinkelig durch eine glänzende Silberlinie abgeschlossenes Wurzelfeld ist besonders
an der Costa braunrötlich, mit noch dunkleren Costalstricheln und undeutlichen Querlinien. An der
Costa folgt dann eine hellere Stelle der Grundfarbe mit einigen bräunlichen Schrägstricheln, wieder
durch eine Silberlinie abgeschlossen und hierauf ein dunkel braunrotes Schrägband; es beginnt in
der Mitte der Costa mit einem viereckigen Schrägfleck, wird an der Radialis senkrecht, und wendet
sich an der Subdorsalis schräg wurzelwärts, um vor der Mitte des Dorsum auszumünden; es ist saumwärts
von einer Silberlinie begleitet und in der Regel in der Mittelzelle teilweise oder ganz durch helle
Grundfarbe unterbrochen; von der distalen Silberlinie zieht von der Querader aus eine ebensolche
auf der Knickungslinie zum Tornus; mitunter fehlt die Silberumgrenzung am costalen Teil der Binde.
An der Costa folgt hierauf eine helle Stelle der Grundfarbe, oft die hellste des ganzen Flügels, von
feinen Querlinien durchzogen, oder mit einigen Costalstricheln, mitunter aber auch rötlichbraun
angetuscht. Dann kommt vor der Spitze wieder ein verschieden großer braunroter Costalfleck, bald
breit viereckig, bald mehr dreieckig, mitunter mit einem hellen Costalhäkchen in der Mitte; auch
er ist wurzelwärts in der Regel von einer Silberlinie begrenzt, die sich geknickt zur Querader verlängern
kann, ebenso kann seine Saumseite silbern angelegt sein, und diese Linie zieht sich dann gegen den
Tornus hin, erlischt aber vorher. Am Tornus findet sich auch braunrote Färbung, manchmal nur
undeutlich verschwommen sich gegen die Querader hinziehend, oder in mehrere Flecke durch Silberlinien
geteilt; eine derselben kann vom Tornus bis zur proximalen Begrenzung des Praeapikalfleckes
ziehen. Die Saumlinie ist gleichfalls braunrot, und ihr entlang zieht eine Reihe kleiner Silberflecken,
mitunter zu einer Linie verschmolzen. Die Fransen sind entweder braunrot, oder hell und dunkel
gescheckt mit feiner brauner Teilungslinie. Die Hinterflügel sind meist dunkel braungrau, mitunter
aber auch blasser und dann scheinen zahlreiche dunkle Sprenkel durch. Die Fransen sind weiß mit
grauer Teilungslinie; das Abdomen ist graubraun.
Bei der Var. subbaumanniana, die besonders von den Engländern als bona species betrachtet
wird, ist die Grundfarbe mehr olivgrünlich gedeckt, feinere Häkchen und Querlinien sind verwischt
oder fehlen, die übrigen Zeichnungen sind trüber braun; meist ist nur übrig eine costale braune Abgrenzung
des Wurzelfeldes, der costale und dorsale Teil der Querbinde, die stets ganz voneinander
getrennt sind durch einen Zwischenraum der Grundfarbe, und der Praeapikalfleck, der aber auch
auf ein oder zwei Häkchen reduziert sein kann. Die Silberbegrenzungen der Zeichnungen sind mitunter
in voller Ausbildung erhalten, manchmal fehlen sie ganz und dann ist der Dorsalschrägfleck
nur heller, glanzlos umsäumt. Am Tornus sind nur schwache oder keine Verdunkelungen. Es gibt
eine Menge Übergänge innerhalb dieser Varietät, wie auch zur Stammform. Die Fransen sind dunkler
olivbräunlich, die Hinterflügel gewöhnlich angesprenkelt.
Die Raupe ist blaß ockergelb, mit großen dunkleren Wärzchen, der Kopf hellbraun, das Nackenschild
gelbbräunlich, dunkler marmoriert. Sie lebt vom September bis April, und dann wieder im
Juni im Wurzelstock von Scabiosa ochroleuca und succisa. Der Falter fliegt im Mai bis Juni und von
Ende Juli bis Anfang September, ziemlich häufig.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Spanien, Norditalien, Dalmatien, Rumänien, Kleinasien,
Armenien; die Var. subbaumanniana mehr in England.
116. Phalonia excellentana Chr. Bull. Soc. Nat. Moscou 1881, 1 p. 74.
Vorderflügel breit, saumwärts kaum verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex stumpf, fast
rechtwinkelig, Saum steil, schwach gebogen; Hinterflügelsaum gerundet, unter der Spitze flach
eingezogen. Spannweite 22 mm. T a f. XIII, F ig . 43 $.
Kopf und Thorax sind braungelb, das Abdomen ist dunkelgrau. Die Vorderflügel sind intensiv
gelb, an der Wurzel bräunlich angeflogen, etwas dunkler braun ist die Costa eine kurze Strecke weit.
Hinter der Mitte der Costa steht ein großer kastanienbrauner Schrägfleck, der mit seiner distalen
Ecke bis zur Querader reicht und daselbst schwärzlich verdunkelt ist; mit ihm zusammen, nur durch
eine Silberlinie getrennt, bildet ein hoher kastanienbrauner, fein schwarz gerandeter, etwas vor der
Mitte des Dorsum stehender Schrägfleck ein geknicktes Band, das auf seiner basalen Seite in ganzer
Länge auf der Saumseite in der dorsalen Hälfte dick silbern umrahmt ist; die Adern in ihm sind schwarz
bestäubt. Von der Knickungsstelle des Bandes aus ist die Knickungslinie des Flügels zum Tornus
hin schwarz bestäubt und silbern belegt; diese Silberlinie wendet sich am Tornus wieder spitzen -
wärts bis zur Hälfte der Flügelbreite, biegt dann gegen die Costa hin etwas basalwärts um und knickt
sich vor der Costa plötzlich wurzelwärts als distale Begrenzung des Costalflecks. Der von dieser
Silberschlinge eingefaßte Raum ist gelbbraun, ebenso das Saumfeld, das nach den Fransen hin etwas
heller wird und eine Reihe kleiner silberner Saumpunkte trägt. Zwischen dem dunklen Costalfleck
und dem Saumfeld bleibt ein dreieckiger Fleck an der Costa gelb. Die Fransen sind gelb, am Tornus
bräunlich. Die Hinterflügel sind dunkel schwarzbraun, die Fransen weißlich mit brauner Teilungslinie.
Hab. Amur, Ussuri; Japan.
117. Phalonia jaculana Snell. Tidskr. f. Ent. XXVI 1883 p. 195 t. 11 f. 8.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa fast gerade, Apex spitz gerundet, Saum
schräg, kaum gebogen; Saum der Hinterflügel gerundet. Spannweite 21 mm. T a f . XIII, F i g. 44 <?.
Die Vorderflügel sind bräunlich aschgrau, fast ganz gleichmäßig, an dem basalen Teil der Costa
und am Saume am dunkelsten; man kann höchstens im Wurzelteil, vor dem Tornus und vor dem
Apex schattenhafte Andeutungen von Schrägstreifen bemerken, die aber ganz verwaschen sind.
Vor der Mitte des Dorsum steht ein großer kirschbrauner Schrägfleck, steiler als der Saum; er ist
vom Dorsum bis zur Falte gleich breit, dann schrägt sich sein basaler Rand ab, wodurch der Fleck
schmäler wird; er endet vor der Radialis quer abgestutzt; auf beiden Seiten ist er fein weißlich gesäumt.
Die Fransen sind wie die Flügelfläche mit dunkler grauer Teilungslinie. Die Hinterflügel