
dunkelt und haben eine dunkle Teilungslinie. Die Hinterflügel sind dunkelbraun, ihre Fransen
gelbliehweiß, mit starker, dunkelbrauner Teilungslinie.
Hab. Ussurigebiet (Sutschan).
70. Argyroploce delitana S t g r. Hö r . Soc. Ent. 'Ross. XV, 1880 p. 250.
Vorderflügel breit, saumwärts nur schwach verbreitert, Costa in der ersten Hälfte gebogen,
weiterhin fast gerade; Saum mäßig schräg, gestreckt; Hinterflügel breit, trapezoid, Saum unter der
Spitze flach eingezogen. Spannweite 20 mm. T a f. XVII, Fi g . 32 $. (Original.)
Diese große Art gehört nicht in die Serie der Spezies, bei denen der Saumstreif in das dritte
praeeostale Häkchen zieht, und stünde besser in der Nähe von Arg. schaefferana HS.
Kopf und Thorax sind graubraun, die Spitzen der Schulterdecken gelblich, das Abdomen
ist gelblichgrau. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist rötlich ockergelb; an der Basis und dem Dorsum
entlang ist bräunlichgraue Bestäubung; ein Wurzelfeld ist nur angedeutet durch eine schwarzbraüne
Wellenlinie, vor der noch einige feinere, aus Costalstricheln kommende liegen. Eine dunkle Mittelbinde
ist nur in ihrem costaien und mittieren Teil ausgebildet: in der Mitte der Costa stehen zwei
kräftige schwarze Strichel fast senkrecht, deren Zwischenraum rotbraun ausgefüllt ist; die Füllung
bildet noch einen kleinen saumwärts vortretenden Wisch; nach hellerer Unterbrechung kommt der
ebenfalls rotbraune Mittelteil, saumwärts mit schwarzer Bestäubung, besonders auch auf den Adern;
er reicht bis zu Ader V und ist von hier aus durch zwei bräunliche Linien mit dem Dorsum verbunden.
In der vorhergehenden Binde der Grimdfarbe finden sich braungraue Querwellen, besonders reichlich
am Dorsum.. Ein rotbrauner, aus drei Wellenlinien sich zusammensetzender großer Praetornalfleck
zieht, indem er sich verschmälert, leicht gèbogen bis zu einem Costalhäkchen hinter der dunkeln
Querbinde; die folgenden Häkchen sind klein, unregelmäßig, dunkelbraun; zu zweien derselben vor
der Spitze zieht ein breiter rotbrauner Saumstreifen, der also senkrechter steht, als bei den zunächst
vorhergehenden Arten; die helle, bindenartige Grundfarbe davor ist fein dunkel geteilt; der Apex
ist schmal rotbraun. Die Fransen haben die Farbe der Fläche, an Apex, Tornus und einigen Stellen
am Saum leicht verdunkelt; ihre Teilungslinie ist rotbraun. Die Hinterflügel sind ziemlich hell,
gelblichbraun, die Fransen blaß, bräunlichgelb mit sehr feiner, wenig dunklerer Teilungslinie.
Hab. Pontus, Armenien im Juli.
71. Argyroploce capreolana H S . IV p. 209; f. 341, 342; He i n . p. 102.
Vorderflügel saumwärts nur wenig verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum mäßig schräg,
gebogen; Saum der Hinterflügel gleichmäßig gebogen, unter der Spitze kaum eingezogen. Spannweite
17 mm. T a f . XVII, Fi g . 33 <J.
Kopf, Thorax und Grundfarbe der Vorderflügel sind hell ockerbräunlich, letztere mit weißlichem
Glanz; die Vorderflügel sind bedeckt mit zarten, etwas dunkleren gebogenen Querlinien,
die in der Saumhälfte zusammen mit den etwas verdunkelten Adern eine leichte Gitterung hervorbringen;
eine etwas stärkere Bogenlinie in einiger Entfernung von der Flügelbasis deutet die Begrenzung
eines Wurzelfeldes an, das zuweilen etwas dunkler ist als der übrige Flügel. Etwas vor
der Mitte der Costa steht ein schwarzes Doppelhäkchen, schräg gerichtet, aus dem eine bräunliche
Verdunkelung quer über die Fläche zum Dorsum zieht; öfters erscheint dieselbe als deutliche braune
Querbinde, wenn auch nie scharf vom Grund abgehoben, am Dorsum bis gegen den Tornus aus-
gebreitet. Hinter dieser Querbinde folgen an der Costa ein feines und drei starke schwarze und
scharfe Schräghäkchen mit hell weißen, fein schwarz geteilten Zwischenräumen und dann die fein
dunkle Spitze selbst; aus dem dritten Praeapikalhäkchen zieht ein .schmaler Saumstreif, wenig
dunkler als der Grund, gebogen zum Saum über dem Tornus. Die Fransen sind bräunlichgrau, an
der Basis mehr gelblich, mit feiner brauner Teilungslinie. Die Hinterflügel sind braungrau, ihre
Fransen blasser mit dunkler Teilungslinie.
Die Raupe soll in der Wurzel von Hieracium umbellatum von Juli bis Oktober leben und dort
überwintern; der Falter fliegt im Juni.
Hab. östliches Mitteldeutschland, Bayern, Österreich, Mähren, Tirol, Dalmatien, Ungarn,
Livland.
72. Argyroploce fraudulentana Ke n n . Iris XIII p. 256.
Vorderflügel schmal, saumwärts ganz wenig verbreitert, Apex ziemlich spitz, Saum schräg,
gebogen; Hinterflügel trapezoid, Saum unter der Spitze ziemlich eingezogen. Spannweite 15 mm.
T a f . XVII, F i g . 34 T y p e .
Die Grundfarbe der Vorderflügel ist bleich ockergelb; die basale Hälfte des Flügels ist von
dunkler gelblichbraunen Querwellen reichlich durchzogen, bleibt aber dennoch recht hell; in einiger
Entfernung von der Wurzel verbinden sich drei dieser Linien zu .einer gebogenen Querbinde als
Abschluß eines Wurzelfeldes; in der Mitte der Costa beginnt ein dunkleres, gelbbraunes Querband,
das ganz gerade zum Dorsum zieht und hier mit einem etwas intensiver gelbbraunen, hoch dreieckigen
Praetornalfleck zusammenfließt; auf der Saumseite des Querbandes streben einige linienartige
Auswüchse parallel mit dem Praetornalfleck costalwärts; drei schwarze und scharfe Schräghäkchen
mit hellen, feingeteilten Zwischenräumen stehen vor dem gleichfalls dunklen Apex; aus
dem dritten vor dem Apex zieht ein gelbbrauner Saumstreifen, dessen basaler Rand fast gerade,
dessen distaler einmal stumpfwinkelig gebrochen ist, durchsetzt von einigen dunklen Querlinien.
Aus dem 2. und 1. Häkchen ziehen Schräglinien zur Stelle des Augenpunktes. Die hellen Zwischenräume
im Saumfeld sind etwas bleifarben verdunkelt. Die Fransen sind hell gelblich mit dunkler
Teilungslinie. Die Hinterflügel sind braungrau, ihre Fransen hell gelblichweiß mit braungrauer
Teilungslinie. Der Kopf und der Thorax sind gelblich braungrau, Stirn und Palpen heller, gelblich,
das Abdomen ist braungrau.
Hab. Amur.
73. Argyroploce illepidana Ke n n . Iris XIII p. 253.
Vorderflügel schmal, saumwärts verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum schräg, gebogen;
Hinterflügel ziemlich breit, trapezoid, unter der Spitze nicht eingezogen. Spannweite 16—17 mm.
T a f . XVII, F i g . 35 <£ Ty p e .
Die Vorderflügel haben ein wohlausgeprägtes bräunlichgraues, an der Costa mehr schwarz-
graues Wurzelfeld, das von zwei dunkleren Bogenlinien durchzogen und durch eine stärkere dunkle
Bogenlinie so abgegrenzt ist, daß es am Dorsum etwas kürzer ist als an der Costa. Der ganze folgende
Raum ist rostfarben, saumwärts in Ockergelblich übergehend, längs der Costa grau bestäubt. Eine
Mittelbinde ist nur angedeutet durch einen breiten, viereckigen, schwarzbraunen Fleck in der Mitte
der Costa und zwei von dessen Ecken ausgehende dunkler rostfarbige fast gerade Querlinien, die
zum Dorsum ziehen; ihr Zwischenraum ist ein wenig dunkler als der übrige Grund; eine dritte,
kürzere Bogenlinie zieht von demselben Costalfleck zur Gegend der Querader, ein helles Fleckchen
nicht ganz umschließend. Darauf folgt aus dem dritten praeapikalen Costalhäkchen entspringend
ein brauner, nur wenig geschwungener Saumstreif, auf diesen ein dunkelgrauer Bleistreifen und
diesem eine schwarze Linie zur Stelle des Augenpunktes; in der Flügelspitze steht noch ein kurzes,
schwarzes Schrägstrichel; die Räume dazwischen sind blaugrau ausgefüllt, so daß die ganze Flügel-
Zoologica. Heft 54, 5 3