
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts deutlich verbreitert, dreieckig, Costa gebogen, Apex
ziemlich spitz, Saum schräg, leicht gebogen; Hinterflügel trapezoid, unter der Spitze stark eingezogen.
Spannweite 14—16 mm. T a f . XII, Fi g . 74 $ (zu blaß in der Grundfärbung).
Kopf und Thorax sind bräunlich oder graulich ockergelb, Stirn und Palpen heller; die Grundfarbe
der Vorderflügel ist bräunlich ockergelblich, glänzend, an der Wurzel und Costa etwas dunkler
ockerbräunlich überflogen; an der Costa stehen zahlreiche bräunliche Strichei, aus denen verschwommene
Querwellen, im Saumfelde zunächst dem Verlauf der Querbinde folgend, zum Dorsum, dann
schräg in den Saum ziehend entspringen. Die Schrägbinde ist schmal, steht etwa bei V3 des Dorsum
und biegt sich, nahe ihrer Basis saumwärts, endet aber als deutliche Binde schon in der Flügelmitte;
sie ist ockerbraun, basalwärts fein schwärzlich gerandet. Ganz schattenhaft setzt sie sich jedoch
noch weiter fort und steht unter scharfer Knickung mit einem bräunlich ausgefüllten Doppelhäkchen
in der Mitte der Costa in Verbindung; ein größeres dreieckiges Praetornalfleckchen ist dunkel, schwärzlich.
Zwischen Ader IIIX und I I I2 stehen einige schwärzliche Pünktchen hintereinander; die Saumlinie
zeigt oft dunklere Endpunkte der in sie mündenden Schräglinien, die Fransen sind bräunlich
ockergelb mit etwas dunkler bräunlicher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind ziemlich rein grau,
öfter mit durchscheinenden dunkleren Sprenkeln, ihre Fransen ockergelblich, mit etwas dunklerer
Teilungslinie. Das Abdomen ist braungrau.
Neuerdings sah ich Exemplare, bei denen der ganze Vorderflügel schön aschgrau, mit Silberglanz,
letzterer besonders gegen das Dorsum und im Saumfeld, bedeckt ist; daraus hebt sich die
abgekürzte Schrägbinde, ein sehr unbestimmter Querstreif hinter ihr, eine größere zum Tornus hin
ausgezogene Stelle hinter der Knickungslinie, und einige undeutliche Flecke vor dem Apex, sowie
an der Basis ockergelb, geradezu heller als der Grund erscheinend, ab. Die Ränder der Binde,
die Knickungslinie, eine unbestimmte Querlinie im Saumfeld und die Saumlinie sind fein schwärzlich
bestäubt; die schwarzen Pünktchen zwischen Ader I IIX und I II2 fehlen nicht. Die Hinterflügel
sind zart grau, basalwärts heller, die Fransen blaßgrau mit zarter Teilungslinie; der Kopf ist gelblichgrau,
der Thorax ockergelb, nach hinten grau, das Abdomen recht dunkel graubraun.
Die Raupe ist weißlich bis bräunlich, der Kopf und das Nackenschild braun, letzteres auch
schwarz, die Analklappe blaßbräunlich; sie lebt von Ende August an überwinternd, und wieder im
Juni in Blütenköpfen von Aster tripolium. Der Falter fliegt im Mai, dann im Juli.
Hab. Deutschland, England, Südfrankreich, Sizilien.
69. Phalonia rubricana Pey e rimho f Pet. Nouv. Ent. 1877 No. 164 p. 101; Mi l l . Ann. Sc.
Nat. Cannes 1879 p. 10 t. 6 f. 2.
Vorderflügel länglich, fast eiförmig durch die gebogene Costa, den gerundeten Apex und den
stark gebogenen Saum; Hinterflügel trapezoid. Spannweite 12—13 mm. T a f . XII, F i g . 78 $
(zu gelb, das Rot zu gelblich).
Die Grundfarbe der Vorderflügel ist ein etwas trübes Orangegelb, am Dorsum jederseits des
Schrägfleckes bleich weißlich; die Costa von der Basis an ist dunkler, schmutzig ziegelrot, ebenso,
noch etwas intensiver ist ein größerer, schräg viereckiger Costalfleck in der Mitte, der sich gegen die
Querader erstreckt, und dort mit einem ähnlichen Tomalfleck undeutlich in Verbindung steht. Ebenfalls
gegen die Querader neigt sich ein Dorsalfleck gleicher Färbung, vor der Mitte stehend, spitzt
sich zu und endet ohne die Querader erreicht zu haben. Von der Querader aus ist die Knickungslinie
nach dem Tomus hin trüber gelbrot bestäubt. Ein breiter gelbroter Praeapikalstreif zieht sich von
der Costa zum Saum über dem Tornus; vor und hinter ihm steht noch je ein feines Costalstrichel.
Zwischen diesen Costalstricheln entspringen trüb bleiglänzende Schräglinien, die nach dem Tornus
und Saum ziehen und das Spitzenfeld verdüstern, wodurch die roten Zeichnungen trotz der Intensität
ihrer Farbe nicht scharf hervortreten. Die Fransen sind bräunlichgelb mit scharf dunkelbrauner
Teilungslinie. Die Hinterflügel sind ziemlich dunkelbraun, basalwärts heller, die Fransen bleicher
braungrau mit verwaschener Teilungslinie. Der Kopf ist orangefarben, der Thorax trüb gelbbraun,
das Abdomen mehr graubraun.
Hab. Südfrankreich, Piemont, Nordspanien.
70. Phalonia infanfana Kenn. Iris XII, 1899 p. 25 t. 1 f. 22.
Vorderflügel schmal, saumwärts kaum verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex gerundet,
Saum ziemlich schräg, gebogen; Hinterflügel trapezoid. Spannweite I I 1/* mm. T a f . XII,
Fi g . 79 $ Type.
Kopf und Thorax sind bleich ockergelblich, Thorax etwas grauer angeflogen; die Grundfarbe
der Vorderflügel ist blaß gelblich, gegen die Wurzel ein wenig intensiver ockergelblich mit Andeutung
eines gebrochenen Querbandes; an der Costa stehen äußerst feine dunkle Pünktchen; hinter der Mitte
der Costa beginnt mit drei durch graue Färbung verbundenen dunkelgrauen Häkchen eine breite
Querbinde, die sich in der Flügelmitte spaltet und einen gelbbraunen, basalwärts schwärzlich
gerandeten Ast wurzelwärts zu 2/ 5 des Dorsum, einen zweiten von dunkelgrauer Farbe vor der Knickungslinie
gegen den Tornus sendet; in dem weißlichen Zwischenraum stehen einige winzige dunkle
Dorsalpünktchen. Die Knickungslinie ist glänzend weiß, das ganze Saumfeld ist orangefarben, gegen
die Costa hin grau gemischt, mit einigen dunkelgrauen Costalhäkchen, die sich bogenartig dem Saum
folgend gegen den Tornus ausziehen, aber vorher erlöschen. Die Fransen sind lebhaft orangegelb,
gegen den Tornus weißlich, mit dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlichweiß, gegen
den Apex hin etwas dunkler bräunlich; ihre Fransen sind sehr hell gelblichweiß mit zarter Teilungslinie;
das Abdomen ist bräunlichgelb, blaß.
Hab. unbekannt.
71. Phalonia mussehliana Tr. X, 3 p. 141; Dup. IV t. 62 f. 10; HS. IV p. 188; f. 88—90;
Hein. p. 85; Meyr. p. 550.
Vorderflügel sehr schmal, saumwärts kaum verbreitert, fast gestreckt ellipsoid; Costa leicht
gebogen, Apex spitz gerundet, Saum sehr schräg, gebogen. Tornus ganz flach; Hinterflügel breiter,
trapezoid. Spannweite 11—13 mm. Taf. XII, F i g . 80 (Zeichnungen zu gelb.)
Kopf und Thorax sind schmutzig gelblichweiß bis weißlichgrau, die Vorderflügel haben eine
gelblichweiße, etwas trübe Grundfarbe mit starkem Glanz, die Zeichnungen sind ockerbraun, meist
etwas verwaschen begrenzt. Blasser ockerbräunlich ist die Basis der Costa und ein dorsaler Schrägwisch
nahe der Wurzel. Etwas dunkler ein in der Mitte der Costa stehender breiter Fleck, der sich
zur Querader erstreckt und von da als Binde unter scharfer Knickung wurzelwärts zum Dorsum
vor dessen Mitte verläuft; ein zweiter, mehr schwärzlich bestäubter Ast zieht von der Knickungsstelle
zum Tornus; in dem durch die beiden Äste eingefaßten hellen Dorsalraum steht ein höherer brauner
Fleck; die Knickungslinie ist von der Querader an auch costalwärts etwas graubraun bestäubt, die
Adern im Saumfeld sind fein dunkler, ein verwischter ockerbrauner Praeapikalfleck verlängert sich
bogenförmig gegen den Tornus. Unmittelbar vor der Spitze kann noch ein undeutlicheres bräunliches
Häkchen stehen. Die Saumlinie ist schwach verdunkelt, die Fransen sind blaß gelblichbraun mit
feiner Teilungslinie. Die Hinterflügel sind grau, die Fransen etwas heller mit dunklerer Teilungslinie.
Das Abdomen ist grau.
Zoologloa. Heit 54. 3 6