
aus, das dann ganz scharf abgegrenzt ist; in solchen Fällen sind in der Regel die Costalhäkchen
schwächer entwickelt, die grauen Wolken in den zwei distalen Dritteln des Flügels dagegen dunkler
und deutlicher, in ihren Umrissen schärfer; die Reihe schwarzer Punkte in der Spiegelstefle kann
stark reduziert sein, auch die Punkte am Praetornalfleck und in der Mitte; der rostbraune Saüm-
streif steht nicht immer mit einem Strichei der Costa in Verbindung. Natürlich gibt es eine Menge
von Abstufungen in all diesen Einzelheiten.'
Die Raupe ist rötlichbraun mit feinen schwarzen Punkten, der Kopf gelblich, Nackenschild
und Analklappe sind schwarz; sie lebt im Mai an Rosen, gemein. Der Falter fliegt im Juni bis
Anfang Juli.
Hab. Ganz Europa (ausgenommen der hohe Norden); Transkaspien,
9. Notocelia incarnatana H b . f. 191; HS. IV p. 232; He i n . p. 163; Me y r . p. 489;
amoenana H b . f. 248; T r. VIII p. 41; Du p . Suppl. IV t. 84 f. 3; Wi lk , p. 74; Sn ei l . II,
.1 p. 320, 2 p. 1077; Z. Stett. ent. Zeit. 1873 p. 130.
Vorderflügel saumwärts verbreitert, gestreckt, die Costa leicht gebogen, Saum ziemlich schräg,
kaum geschwungen, eher gestreckt oder leicht gebogen, Hinterflügel schmäler als bei den vorhergehenden,
Saum gleichmäßig gebogen, unter der Spitze kaum flacher. Spannweite 14^19 mm-
T a f . XX F i g . 58 ¿J, 59 ?. (Das Rot etwas zu intensiv, das Braun zu dunkel und kompakt.)
Kopf und Thorax sind graubraun, das Abdomen ist blasser und reiner grau. Die Vorderflügel
sind zart rötlichweiß, vor der Mitte und in der Spiegelgegend lebhafter rötlich. Ein Wurzelfeld,
kleiner als bei allen vorhergehenden ähnlichen Arten, ist bräunlich, grau gemischt, dunkel
gewellt und schwach gebogen abgegrenzt. Zuweilen ist auch die Costa bis zur Mitte grau angedunkelt.
Bei stark und vollkommen gezeichneten Stücken (z. B. Fig.. 49) zieht eine ziemlich breite braune,
fein dunkler gerieselte Schrägbinfle, vor der Mitte der Costa beginnend, ganz leicht geschwungen
zum Dorsum vor dem Tomus, und enthält hier in der Fälte einige.schwarze Punkte oder Strichei;
die helle Binde der Grundfarbe davor ist am Dorsum breiter als an der Costa, von einigen dunkleren
Schattenlinien durchzogen. Die dunkle Binde hat meist in ihrer Mitte saumwärts einen kleinen
gebogenen Auswuchs. Bei schwächer gezeichneten Exemplaren ist von der Schrägbinde, nur ein
gelbbrauner schmaler, hoch dreieckiger Praetornalfleck mit schwarzen Stricheln und Punkten an
seiner Spitze übrig, sowie einige bräunliche und graue Schattenflecke, welche die Richtung der Binde
andeuten, endlich zwei längere Costalstrichel mit grauer Füllung etwas vor der Mitte der Costa. In
der zweiten Hälfte der Costa stehen zwei bis drei braune, gegen die Spitze hin mehr rostbraune
Häkchen mit fein dunkel geteilten Zwischenräumen; an dem ersten und zweiten praeapikalen Häkchen
hängt ein großer gelbbrauner Fleck mit schwarzen Strichen oder Punkten, und dieser zieht sich rostrot
bis blutrot, zugespitzt am Saum hin gegen den Tomus; der Apex selbst ist braunrot bis blutrot,
darunter am Saum zwei weiße Punkte, zwischen die eine feine Silberlinie aus dem ersten praeapikalen
Zwischenraum zieht. Der Spiegelraum ist von einer oder mehreren rötlichen Linien aus der
Costa durchzogen, oder mit einer rötlichen Wolke teilweise gefüllt; er enthält oft, aber nicht immer,
eine Reihe schwarzer Pünktchen; zwei schwarze Pünktchen stehen auch gewöhnlich hinter der
Gegend der Querader. Die Fransen sind schwärzlichbraun, unter dem Apex heller durchschnitten
oder doch leicht gescheckt, gegen den Tomus hin rötlichweiß; sie haben eine schwarze Basal- und
eine schwächere Teilungslinie. Die Hinterflügel sind hell bräunlich oder bräunlichgrau, an Apex
und Saum oftmals hell punktiert, die Fransen blaß gelblichweiß, gegen die Spitze hin nach außen
bräunlich, mit brauner oder braungrauer Teilungslinie.
Die Raupe ist rötlichbraun mit nur bei Vergrößerung sichtbaren Punkten, der Kopf ist gelblichbraun,
hinten fein schwarz gesäumt, Nackenschild und Analklappe sind schwarz; sie lebt im Mai
bis J in ia n Rosa spinósissima, wohl auch an anderen Arten. Der Falter fliegt im Juli und August.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Finland, Livland; Kleinasien, Transkaspien; Südsibirien.
10 .Notocelia tetragonana S t e p h . Illustr.IVp. 96; Wood f. 910; Wi l k . p. 99; S t a i n t .
Man. IIp . 212;Nolck. Fauna IIp. 430; Meyr . p. i89;luctuoscma HS. IV p. 242; He i n . p. 154.
Vorderflügel ziemlich breit, Saumwärts verbreitert, Costa wenig gebogen, Saum steil, fast
senkrecht, gestreckt oder leicht geschwungen, Tornus kurz gerundet; Hinterflügel breit, Saum stark
gerundet,.unter der Spitze flach. Spannweite bis 16 mm. T a f, XX Fi g . 60
Kopf und Thorax sind graubraun, Stirn und Palpen bleich gelblich, das Abdomen ist dunkler
braungrau. Die Vorderflügel sind graugelblichbräun, von der Wurzel bis hinter die Mitte mit ziemlich
breiten, etwas verwaschenen dunkeln Querlinien bedeckt; im Saumfeld, besonders gegen die Spitze
und am Saum ist der dunkle Grund mit goldgelben oder goldbraunen Schuppen untermischt. Etwa
an der Mitte des. Dorsum steht ein dreieckiger rein weißer Fleck mit einem braunen Häkchen an
seiner Basis, höher als breit, mit der Spitze bis in oder etwas über die Mitte der Flügelbreite ragend.
In der Mitte der Costa steht ein dunklerer Schrägstreif, an den sich hinter dem hellen Dörsalfleck
noch einige dunklere Wische anschließen, ohne daß eine vom Grund sich besonders abhebende Schrägbinde
dadurch zustande kommt. Dann folgen an der Costa noch drei dunkel braune Schräghäkchen,
deren schmale Zwischenräume gelblich und fein dunkel geteilt sind; der Apex selbst ist gleichfalls
braun; aus dem Zwischenraum davor zieht eine kurze helle Bogenlinie in den Saum unter die Spitze;
aus dem vorhergehenden eine blaugrau glänzende Linie zur Mitte Saumes); aus dem vierten praeapikalen
Zwischenraum kommt eine breite blaugraue Bleilinie, zuerst schräg, dann senkrecht vor
_dem Spiegel herunter gegen den Tornus, öfters mit noch einem Bleifleckchen davor; eine kurze senkrechte
dünnere Bleilinie findet sich hinter dem Spiegel und ein Fleckchen unter ihm am Tornus.
Das Innere des schmalen Spiegels ist ockergelb, mit drei kurzen dicken Querstrichen oder Punkten.
Die Fransen sind hinter einer feinen dunkelbraunen Basallinie schmal hell, dann braungrau, ganz
einfarbig. Die Hinterflügel sind braun, die Fransen blaß, bräunlichweiß, nach außen etwas bräunlicher,
mit kräftiger, brauner Teilungslinie.
Die Raupe lebt im Mai bis Juni an Rosen; der Falter fliegt im Juli; lokal.
Hab. Deutschland, Wiener Gegend, Schweiz, England, Piemont, Galizien, Livland.