
15 18 mm. Vorderflügel oblong, blaß rööicbbrami, graubraun oder dunkel graubraun,
dunkler gestachelt, Schuppenbiischelchen schwach, ein größeres in der Mitte der Zelle; Rand des
Basalfeldes dorsalwärts dunkler; ein großer dreieckigdr rotbrauner oder schwärzlich graubrauner
bleck an der Costa, (dessen) vorderer Rand tief rotbraun, manchmal mit Ausdehnung zu einer
Mittelbinde zum Dorsum. Hinterflügel blaß grau. Die Raupe ist grün weißlich, Dorsallinie grün
Kopf und Nackenschild blaß braun; sie lebt im Juni an Crataegus, Prunus spinosa, Rubus fruticbsui
etc. Der Schmetterling fliegt im Juli und August.
Hab. Mittel- und Nordwestengland (Norfolk, Hereford bis Pembrocke, Lankashire) bis Süd-
. Westschottland (Qydebucht) und Nordirland, lokal.
Nach der Beschreibung stehen die fraglichen Tiere offenbar der Acalla schaUeriana, oder auch
der Ac. vanegana, var. rmignana HS. recht nahe, und es handelt sich vielleicht um eine gelegentliche
berration derselben, was durch weitere Beobachtungen festgestellt werden muß.
30. Acalla coniariana Zell. Isis 1846 p. 263; HS. 387; Nolck. Fauna II, p. 350; Meyr. 524-
proteana HS. 29. 30; IV p. 144; Hein. 25; potentülana Cooke Monthl. Mag. VII p. 41 ■ Barr ib'
X p. 99. • / - ■ -- - 7 i- ’
Der Acalla schaOerima ungemein ähnlich in Flügelschnj^; Färbung und Zeichnung, wes-
S n e 11 e n Vlind. II, 1 p. 188 sie mit derselben vereinigt; ob dies richtig ist, kann nur durch
sorgfältige Züchtungen festgestellt werden. Der Saum der Vfl. ist weniger sta rk ' geschwungen,
öfters sogar gerade oder leicht gerundet. Meist viel kleiner, Spannweite 15—16 mm. T a f V
Fig. 35—37. 5
Grundfarbe der Vfl. noch wechselnder, als bei Ac. schaßeriama, von Aschgrau nach Gelblichgrau,
Ledergelb bis Gelblichbraun variierend mit leichtem Glanz, mit verschieden zahlreichen und
mein oder weniger deutlichen queren Wellenlinien von dunklerem Farbenton, besonders deutlich
im Saumfeld. Die grauen Exemplare zeigen die wenigsten Wellenlinien. Oft ist die Dorsalecke
eines Basalfeldes durch einen dunkelen Wisch angedeutet; ein Costalfleck, genau wie bei cclmlkriana
ist bei den grauen, mitunter auch bei den bräunlichen Exemplaren rostrot, bei den ledergelben
schwärzlich, gewöhnlich durch Eindringen der Grundfarbe deutlicher, in seine Bestandteile zerrissen.
Auch hier kann sich von ihm aus dunklere Färbung breit bändartig zum Tornus hinziehen. Es gibt
aber auch Stücke, bei denen vom Costalfleck außer etwas dunkleren Anfängen von Wellenlinien
nichts zu bemerken ist; am häufigsten kommt dies bei ledergelben oder ockergelben Exemplaren vor.
Saumlinie dunkel punktiert, Fransen bräunlichgrau, dunkelgrau öder gelblich, mit sehr schwachen
Tedungslimen. Hinterflügel grau, Fransen heller, gegen den Apex mitunter gelblich, mit deutlicher
leilungsbme. Kopf und Thorax wie die Basis der Vorderflügel; Abdomen grau.
Die Raupe (Sorh. Grabowiana, Allg. Z. f. Ent. VI (1901) p. 311) variiert stark, ist weißlichgrau
oder sammetschwarz, Kopf und Nackenschüd glänzend schwarz, oder grün mit hellbraunem Kopf,
am Bauche lichter grün, hat einen dunkelgrünen Seitenstreifen, den Nacken und die Afterklappe
hellgrün und solche Flecke auf dem Rücken jeden Ringes. Sie lebt von Mai bis Juni in einem zu
einer hohlen Wohnung“ versponnenen Blatte von Comarum palustre auch von Fragäria; die Verpuppung
erfolgt unter dem umgekippten Rande eines frischen Blattes. Falter von Ende Juni bis Ende
Juli; eine zweite Generation von Raupen lebt im August bis Anfang September, deren Falter im
September und Oktober erscheint. . Exemplare dieser II. Generation werden wohl überwintern.
Hab. Großbritannien, Belgien, Norddeutschland, Livland, an moorigen Stellen; lokal häufig..
31. Acalla aspersana Hb. 259; Wilk. 177; Hein. 24; Snell. Vlind. II, 1 p. 183; Meyr. 526.
adspersana Dup. IV, 61, 5; HS. 406; IV, p. 146; Tr. X, 3, 262 (ferrugana var.); subtripunctana
Stph. 111. IV, 162; Wd. 1092..
Costa der Vfl. an der Basis schwach gebogen, weiterhin ziemlich gerade, Saum schräg, deutlich
geschwungen, Apex vorragend; übrigens variiert der Flügelschnitt etwas sowohl individuell, als auch
nach dem Geschlecht. Schuppenhöckerchen sehr schwach, ein größeres in der Flügelmitte. Spannweite
12—16 mm. Taf. V, Fig. 38, 39.
Diese Art steht der nächsten, Ac. ferrugana Tr. ungemein nahe, ist jedoch meiner Erfahrung
nach ziemlich sicher zu unterscheiden 1. durch die starke dunkle Saumlinie der Vfl., die bei ferrugana
recht selten so ausgeprägt ist, 2. durch den dunkeln Kopf, der stets schwärzlichbraun ist, während er
bei ferrugana die gleiche Färbung wie der Thorax und die Basis der Vfl. besitzt.
Die Grundfarbe der Vfl. ist ein mehr oder weniger lebhaftes bräunliches Gelb, bald mehr nach
Goldbraun, bald mehr nach Rötlichbraun neigend, ziemlich glänzend. Die Flügelfläche ist sehr verschieden
reichlich von bräunlichen bis schwärzlichen Querwellen durchzogen, manchmal so stark,
daß der Flügel dicht gegittert erscheint, da auch noch die Rippen dunkler angelegt sein können.
Durch Verbreiterung solcher Querwellen und Verdunkelung des Grundes dazwischen tritt gewöhnlich
ein Basalfeld mit geknicktem Rande und ein großer Costalfleck deutlicher hervor; letzterer reicht
von 2/ 5 der Costa bis zur Spitze, ist basalwärts scharf begrenzt, saumwärts dagegen meist verwaschen;
er setzt sich zusammen aus dem Anfang eines Schrägbandes, aus 3 bis 4 verdickten Anfängen von
Schrägwellen gebildet, und aus den dunkel angelegten Enden der Rippen, die vor dem Apex in die
.Costa münden; diese beiden Teile convergieren gegen die Flügelmitte, wo gewöhnlich ein helleres
bis weißliches Fleckchen steht. Der Costalrand .dazwischen ist mehr oder weniger aufgehellt. Besitzt
die Flügelfläche wenig Wellenlinien, so treten diese Zeichnungen schärfer hervor. Die Saumlinie ist
stets dunkelbraun, die Fransen gelblich- bis rötlichgrau, mit Teilungslinie nahe ihrer Basis. Hfl.
gelblich bis rein grau, gegen den Apex dunkler, daselbst manchmal zart gesprenkelt; die Fransen
bleich mit dunklerer Teilungslinie.
Die Raupe ist weißgrau bis grünlichgrau (nach Meyrick grün), Kopf honiggelb. Sie lebt von
Ende Mai bis in den Juli zwischen versponnenen Blättern von Spiraea ulmaria, Comarum palustre,
Potentilla recta und argentea, Alchemilla vulgaris, Poterium, vielleicht auch an Pyrus malus silv.,
und verpuppt sich in der Wohnung. Der Falter vom August an, teilweise überwinternd.
Hab. Großbritannien, Shetlandsinseln, Zentraleuropa, Dalmatien, Schweden, Ostseeprovinzen.
32. Acalla ferrugana Tr. VIII, 263; X, 3, 136; F. R. p. 40 t. 23—25; Dup. IX, 243, 4; HS.
407; IV, p. 146; Wilk. 178; Hein. 25; Snell. II, 1, p. 184; Meyr. 525; gnomana Wd. 1093; bifidana
Wd. 1095.
a. var. tripunctana Hb. 129; Wd. 1094; Dup. IX, 243 f. 2; brachiana Frr. 18, I, p. 33;
Tr. X, 3, 262;
b. var. sdasana HS. 370; IV, p. 147; Hein. 27.
c. ab. rubidana HS. 228; IV, p. 146.
Flügelschnitt der vorhergehenden Art, Saum der Vfl. gewöhnlich steiler und schwächer geschwungen,
Apex meist etwas stumpfer. Grundfarbe der Vfl. stark abändernd von kräftigem Ockergelb
einerseits nach rotbraun bis dunkelbraun, andrerseits in bleichgelblich bis fast weißlich übergehend,
mit zarten dunkleren Querwellen verschieden stark überzogen, die jedoch auch fast ganz fehlen können;
Schuppenbiischelchen fein und unbedeutend. Spannweite 14—18 mm. Taf. V, Fig. 40—50.