
1. Ancylis achatana F. Mant. p. 239; T r. VIII p. 171; X, 3 p. 125; D u p. Suppl. IV t. 64
f. 1 ; H S . IV p. 207; W i 1 k. 37; H e i n. p. 132; S n e 11. II, 1 p. 298; M e y r. p. 484; marmorana
H b . f. 25; Hw. p. 450; Wo o d f. 1025.
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa' leicht gebogen, Apex spitz, jedoch kaum
vorgezogen, Saum .ziemlich steil, leicht geschwungen; Hinterflügel trapezoid, Saum unter der Spitze
flach eingezogen. Spannweite 17—18 mm. Taf . XVIII, Fi g . 11 $,
Diese Art wurde bisher stets zur Gattung Argyroploce gerechnet und steht im Katalog von
Staudinger-Rebel noch dort; sie hat indessen alle Merkmale von Ancylis und erinnert nur in der
Zeichnung der Vorderflügel an manche Vertreter jener Gattung.
Kopf und Thorax sind graubraun, zuweilen mit graublauer Mischung, die Palpen sind gelblicher,
das Abdomen ist braungrau.
Die Vorderflügel sind aschgrau mit schwa.ch glänzenden Silberlinien; ein großes Wurzelfeld,
am Dorsum etwas länger als an der Costa, durch eine schwarzbraune Bogenlinie scharf abgegrenzt,
ist graubraun, von fünf bis sechs dunkeln Bogenlinien durchzogen. In dem folgenden grauen Grund
stehen drei schräge Costalstrichel; von dem mittleren zieht meist eine feine Linie zum Dorsum. In
der Mitte der Costa hängt ein breiterer dunkelbrauner Schrägfleck bis zur Hälfte der Flügelbreite
und vor dem Tornus steht ein großer rotbrauner dreieckiger Praetornalfleck, saumwärts schwarz
gerandet und dunkelbraun gewellt; seine Spitze geht saumwärts an dem genannten Costalfleck vorbei
und verlängert sich oft in eine Schräglinie zur Costa. Das dritte praeapikale dunkelbraune Costalhäkchen
verlängert sich in einen fast gerade gestreckten rotbraunen Schrägstreif, der in den Saum über dessen
Mitte zieht. Die beiden folgenden Costalhäkchen und der Apex selbst sind dunkel rotbraun, die
schmalen Zwischenräume gelblich, fein dunkelgrau geteilt; aus den Häkchen und den Zwischenlinien
vereinigt sich eine graue Linie schräg zum Saum unter der Spitze, von dem vorhergehenden
Saumstreifen durch eine feine helle Linie getrennt. Die bräunlichgraue, heller gesäumte Füllung
des hohen Spiegelflecks steht mit dem vierten, schmäleren Praeapikalhäkchen in Verbindung. Die
Saumlinie ist fein schwarz und erlischt gegen den Tornus. Die Fransen sind an ihrer Basis schmal
weißlich, nach außen braungrau mit zwei feinen Teilungslinien; der Saumfleck durchsetzt all diese
Linien und die Fransen dunkler, die helle Basallinie der Fransen durchschneidet letztere genau im
Apex. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau, die Fransen heller mit bräunlicher Teilungslinie.
Die Raupe ist braungrau mit schwarzen, weiß umrandeten Wärzchen, der Kopf schwarz mit
dunkelbraunen Flecken, Nackenschild schwarz, vorn heller, die Analklappe dunkelbraun; sie lebt
im April zwischen versponnenen Blättern von Prunus spinosa und domestica.
Der Falter fliegt im Mai und Juni.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Livland, Schweden; Kleinasien.
2. Ancylis sparulana S t d g r . Stett. ent. Zeit. 1859 p. 234; H S. neue Schmett. p. 15 f. 95.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, gestreckt oval mit stark vorgezogenem sichelförmig
gekrümmtem Apex, Saum darunter scharf eingeschnitten, dann zum flachen Tornus gerundet,
Costa gleichmäßig gebogen. Hinterflügel schmal und spitz, fast dreieckig, Saum flach gebogen.
Spannweite 15—16 mm. T a f. XVIII F i g . 12 $ (Or i g i n a l ) .
Kopf und Thorax sind graubraun, das Abdomen ist wenig heller, grauer. Die Vorderflügel
sind in ihrer costalen Hälfte von der Wurzel bis zur Mitte graubraun, nicht sehr dunkel, mit schrägen
dunkleren Costalstricheln; die dorsale Hälfte bis zur Mitte des Dorsum dunkel schwärzlich kirsch-
braun, dort scharf abgeschnitten durch eine fast rein weiße Stelle, sonst gegen den Costalteil hin
verwaschen. Aus der Mitte der Coista entspringt ein breiter, dunkel kirschroter Schrägstreif der
gegen die EinknickungssteÜe des Saumes zielt, aber in halber Entfernung spitzwinkelig zurück-
gebogen -ist und an dem erwähnten hellen Dorsalfleck etwa auf Ader IV endet; er schneidet gegen
Saum und Tornus eine große aschgraue, saumwärts dunkler schattierte Spiegelstelle ab. Sein costaler
Ast wird begleitet von einer heben Schräglinie, die in den oberen Teil des Spiegelflecks mündet, und
diese wiederum ist gefelgt von einer kirschbraunen Schräglinie, die unter dem Apex in den Saum
zieht, und m welche die praeäpikalen Schrägstrichel und Häkchen der Costa einmünden; das erste
praeapikale dunkle Häkchen iife groß, fast schwarz, der vorgezogene Apex selbst kirschrot der
Zwischenraum rein weiß, von einer dunkeln Linie geteilt, die in die Einbuchtung des Saumes rieht.
Die Fransen sind hell bräunhchweiß, nach außen braungrau abgetönt, ohne erkennbare Basal- oder
Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlich, die Fransen heller mit dunklerer Teilungslinie.
Hab. Andalusien, Aragonien, Portugal.
3. Ancylis derasana H b . f. 206; T r. VIII p. 244; Dup . IX t. 263 f. 3; H S. IV p. 285-
W i 1 k. p. 1401, 1 f. 9; H e i n . p. 227; S n e i l . II, 1 p. 392, Mey r . p . 478; unmläna Wo o d f . 9S0.
Vt • i ■ I ■ -rflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa gebogen, Dorsum gerade, Apex scharf, nicht
sichelförmig gebogen, Saun, ziemlich steil, geschwungen, Tornus gerundet', Hinterflügel halbrund,
Saum unter der Spitz,, kaum merklich eingezögen. Spannweite 18 mm. Taf. XVIII, Fi g . 13 5!
Kopf und Thorax sind gelblichgrau; wenn sic gelegentlich dunkler sind, bleiben die Sehulter-
d j|ie n hell; das Abdomen ist etwas grauer. Die Vorderflügel sind längs der Costa bis zur Mitte zart
lsabellgelblich, und von hier zieht ein ebenso gefärbter, wurzelwärts hell glänzend weiß aufgeblickter
- flchrägstreifen gegen den Tomus; er ist in seiner Mitte und am Dorsum verschieden stark schwarz
bestäubt. Der durch diese helle Färbung am Dorsum eingeschlossene Teil ist dunkel kirschbraun;
über Ader IV schwärzlich. Sem costaler Band steigt von der Wurzel an in drei schrägen Stufen an,
und fällt saumwärts in zwei gerundeten Stufen zum Dorsum ab. Der Spiegelfleck ist braungrau
ausgefullt,, am Tomus ' zugespitzt und steigt bimförmig verbreitert am Saume hinauf; auf seiner
h R Ä 11 nnd basalen Seite ist er durch eine glänzend weiße Linie eingefaßt. Von der Mitte der Costa
zieht eine kirschrote Schrägbinde, sich verbreiternd an diese Umsäumung des Spiegels, gefegt von
einer feinen hellen und einer schwarzen Schräglinie, die gerade in den Saum unter dem Apex ziehen
Die folgenden praeapikalen Häkchen und Strichei, rotbraun und schwarz mit hellweißen schmalen
Zwischenräumen, ziehen alle zusammen zur nämlichen Stelle des Saumes; der Apex selbst: (genau
genommen die den Apex umgebenden Fransen) sind kirschbraun. Die Fransen sind hell, bräunlich-
gelb, unter dem Apex scharf weiß und hier von einer feinengjliwarzen Linie durchschnitten; sie
haben'eine schwarze basale und eine blaßgraue mediale Teilungslinie. Die Hinterflügel sind graubraun,
die Fransen weißlich mit grauer Teilungslinie.
Die Raupe ist grünlichgrau mit verschieden deutlichen lichten Punkten; der Kopf ist hellbraun,
gewöhnlich etwas -schwärzlich gefleckt, das NackenSchildchen • ungefähr von Körperfarbe
seitlich mit je einem schwarzen Punkt, auch'Öfters zwei kleineren am Hinterrand, die Analklapp^
ist bräunlich. Sie lebt im Juni und im Oktober an Rubus, Rhamnus frangula, auch Comus, Prunus,
Vaccinium. Der Falter fliegt im Juli und AugUst, in der Frühlingsgeneration im Mai.
Hab. Mitteleuropa, Nordspanien, Italien, Dalmatien; Bithynien.
4. Ancylis lundana F. Gen. Ins. p. 294; Don. Nat. Hist. XI t. 374 f. 1 ; Wo o d f. 951;
W 11 k. p. 138; M e y r. p. 478; cofylcma H b. Vög. u. Schmett. f. 63; H b. f. 53; badicma Dup. IX
t. 263 f. 3; T r. VTII p. 243, H Sy IV p. 285; He i n . p. 225; S n ei l . II, 1 p. 393.