
so ab wie bei voriger. Auch hier findet sich in letzterer bräunlichgelbe Einn»schwg und di^söbwarzen
Flecke darin sind gleichfalls vorhanden. Ebenso findet sich in der Mitte der Cogta das dunkel ausgefüllte
schräge Doppelstrichel, das gegen die Querader zieht, mehr oder weniger deutlich ausgeprägt.
Im Saumfeld endlich ist gar kein Unterschied: auch hier der praeapikale graubraune bis braungelb--
liche Schrägstreifen gegen die Mitte des Saumes und seine verschieden deutliche feine oder doppelte
Fortsetzung zum Tornus; vor diesem der vom Dorsum aufsteigende verschieden breite und deutliche
bräunliche Streifen zur Querader und eventuell über sie hinaus gegen die Costa, die rostrote Einmischung
an der Spitze und fleckig am Saum entlang; die Fransen sind auch hier weißlich, nach
außen bräunlich, öfters etwas gescheckt, am Tomus weiß, die Basallinie ist dunkel schwarzbraun
bis schwarz. Die Hinterflügel sind beim 5- weiß, an Spitze und Saum mehr oder weniger braun, und
hier auch gelegentlich dunkler gewölkt, beim $ einfarbig graubraun. Bei.der Var. potculana Mn.,
die eigentlich gar nicht abgegrenzt werden kann, sind die Vorderfliigel im allgemeinen mehr grau
bis braun gedeckt und die Hinterflügel auch beim <J braungrau (was z. B. für Fig. 35 stimmt, wo sie:
ziemlich reichlich gesprenkelt erscheinen). Kopf und Thorax sind schwarzbraun bis fast schwarz*
das Abdomen gleichfalls sehr dunkel. Der Falter fliegt von April bis in den Juni, wahrscheinlich
in zwei Generationen.
Hab. Nieder-Österreich, Kämthen, Ungarn, Dalmatien, Kleinasien; auch Spanien (Andalusien),
Italien, Sardinien.
9. Hysterosia inopiana Hw. Lep. Brit. p. 469; St eph. 111. IV, 192; Wood f. 1159; Sn eil.
II, 1 p. 241; Meyr. p. 559; cewirawaHS. IVp. 205; f. 373; id. Neue Schm. p. 5 f. 34; Hein. p. 38;
excentricana Erscli. Hör. Soc. ent. Ross. XII 1877 p. 391; Mem. Rom. II t. 16 f. 10.
Vorderfliigel saumwärts etwas verbreitert, Costa gebogen, Saum ziemlich steil, gebogen; Hinterflügel
rundlich trapezoid, Saum unter der Spitze eingezogen; Costalumschlag ziemlich stark. Spannweite
19—22 mm. T a f . XV, Bi g. 36 <?; 37 $ (Var.).
Kopf und Thorax sind schmutzig gelblichbraun, die Vorderflügel bleicher oder dunkler braungelblich
(ledergelb), , der Costalumschlag und die oft recht undeutlichen Zeichnungen sind dunkler
bräunlich; diese bestehen hauptsächlich aus feinen Costalstricheln und quer verlaufenden Wellenlinien,
welch letztere besonders im Saumfeld deutlicher sind, und hier, teilweise zusammentretend
oder sich gabelnd, gegen Tornus und Saum ziehen; letzterer wird dadurch schräg gestrichelt. An der
Querader steht meist ein deutlicher dunkler Punkt, und zuweilen ist auch ein bräunlicher Schrägschatten
aus dem Dorsum nahe der Wurzel vorhanden, der sehr geneigt und zugespitzt gegen die
Querader hinzielt. Die Fransen sind ledergelblich mit feiner Basal- und Teilungslinie, zuweilen undeutlich
gescheckt. Die Hinterflügel sind braungrau, verschieden dunkel, gegen die Spitze etwas quer-
gewellt; die Fransen gelblich mit braungrauer Teilungslinie; das Abdomen ist braungrau.
Unter der Bezeichnung var. obscurana (nom. i. 1.) erhielt ich von B a n g - H a a s weibliche
Stücke vom Amur, deren Kopf, Thorax und Vorderflügel dunkelbraun bis dunkelbraungrau sind
(Fig. 37 zu rotbraun), deren Zeichnung aber sonst ganz mit typischen Stücken stimmt. Auffallend
ist die etwas größere Länge und Stärke der Palpen und der Umstand, daß auf den Vorderflügeln
die Adern I II3 und IV1; auf den Hinterflügeln ebenfalls I I I3 und IV, kurz gestielt sind, während
letztere, bei der typischen Form aus einem Punkt kommen und erstere zwar nahe beisammen, aber
deutlich getrennt entspringen. Allerdings sah ich vom Amur auch Exemplare, die von den typischen
europäischen nicht zu unterscheiden sind, aber auffallend hell und zeichnungsarm erscheinen, bei
welchen Ader III3 und IVX der Vorderflügel aus einem Punkt kommen und eine kleine Strecke weit
unmittelbar aneinander liegen, so daß dadurch die Übergänge hergestellt wären, was das Geäder
betrifft. Auch bei einheimischen Stücken sah ich Varianten im Verlauf der genannten Adern, wenn
auch nicht in so großem Umfang. Einstweilen kann also die dunkle sibirische Form als Var. obscurana
bei dieser Spezies bleiben.
Die Raupe ist gelblich weiß, Kopf und Nackenschild sind braun; sie lebt überwinternd bis
Mai in Röhren an den Wurzeln von Artemisia campestris; der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Piemont, Kroatien, Sibirien; Japan, Nordamerika.
10. Hysterosia unionana Kenn. Iris XIII 1900 p. 135 t. 5 f. 11.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costalumschlag klein, Costa leicht gebogen, Saum
mäßig schräg, kaum gebogen; Hinterflügel breit, Saum bauchig gerundet, Apex ziemlich stumpf.
Spannweite 20 mm. T a f . XV, F i g . 38 <$ Ty p e .
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind schneeweiß, letztere an der Costa gegen die Spitze hin
kaum merklich gelblich angehaucht; ebenso bleich gelblich (in der Abbildung zu stark) ist eine
gebogene, kaum bemerkbare Querbinde vor der Mitte; auf ihrem distalen Rand stehen zwei, auf ihrem
proximalen drei perlmutterglänzende Schuppenwärzchen, und ein weiteres etwas mehr wurzelwärts
gerücktes unter der Radialis; hinter der tornalen Knickungslinie stehen gleichfalls zwei solche Wärzchen
und drei kleinere, in einem flachen Bogen übereinander vor dem Saume; hier kann man auch einen
gelblichen Schein bandartig von der Spitze gegen den Tornus ziehen sehen. Die Fransen sind gelblichweiß
mit ganz schwacher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß, weißlich, gegen die Spitze bräunlich,
stark bräunlich quergewellt. Die Fransen sind weiß mit kaum sichtbarer Teilungslinie, das Abdomen
ist bräunlich weiß.
Hab. Kaukasus im Juni bis Juli.