
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Holland); Livland, Finnland, Schweden, Nordspanien,
Italien, Dalmatien.
9. Ancylis partitana Chr . Bull. Soc. Nat. Moscou 1881, II p. 430.
Vorderflügel ziemlich gleichmäßig breit, Costa leicht gebogen, der Apex stark gekrümmt,
Saum steil, stark geschwungen. Hinterflügel gerundet trapezoid, Saum unter der Spitze seicht
eingezogen. Spannweite 14 mm. T a f . XVIII, F i g. 21 '
Der Thorax ist trüb rostrot, Kopf und Palpen sind blasser und gelblicher, das Abdomen ist
braun. Auf dem Vorderflügel steht von der Wurzel an bis über die Mitte des Dorsum reichend ein
großer stumpf dreieckiger Dorsalfleck von rotbrauner Farbe; sein costaler, der Costa paralleler
Rand liegt so nahe an letzterer, daß nur ein schmaler isabellfarbener Streifen übrig bleibt, der gegen
2/ 5 der Costa hin weiß abblaßt und als hell weißer Schrägstreif zum Dorsum zieht, den Dorsalfleck
saumwärts scharf begrenzend; gegen das Dorsum hin ist dieser schmale weiße Schrägstreif saumwärts
bleigrau angelegt und diese Färbung zieht sich noch eine kleine Strecke am Dorsum hin und
füllt von hier aus den großen eiförmigen Spiegelfleck aus, der dem Saum angeschmiegt costalwärts
abgerundet und auf seiner schrägen Basalseite fein weiß gerandet ist. Vor der Mitte der Costa entspringt
ein rotbraunes Schrägband, das an der feinen Spiegeleinfassung endet, mit seiner costalen
Ecke aber als feine dunkle Linie über den Spiegel hinweg zum Saum unter dem Apex zieht; über ihm
zieht eine feine helle und eine dunkle Linie parallel zum Saum. Drei scharfe praeapikale Häkchen
und der Apex selbst sind gelbrot, ihre Zwischenräume weiß, fein dunkel geteilt. Die Fransen sind
rötlichgelb, unter dem Apex weiß, fein braun geteilt, mit feiner schwärzlicher Basal- und bräunlicher
medialer Teilungslinie; Die Hinterflügel sind braun, ihre Fransen gelblich mit zarter bräunlichgrauer
Teilungslinie.
Hab. Amur;
10. Ancylis mitterbacheriana S c h i f f . Syst. Verz. p. 129; Hb. f. 192; Wi l k . p. 132;
He i n . p. 222; S n e 11. II, 1 p. 391; M e y r. p. 480; retusana W o o J f. 947; subuncana W o o d
f. 948; penJderiana T r. VIII p. 241; X, 3 p. 127; F R. t. 21, p. 37; D u p. IX t. 253 f. 5.
Vorderflügel saumwärts eher verschmälert als verbreitert, Costa in der ersten Hälfte leicht
gebogen, dann gerade, Apex kaum gebogen, scharf, Saum schräg geschwungen, Tornus flach; Hinterflügel
gerundet dreieckig, spitz, Saum unter der Spitze flach. Spannweite 17 mm. Taf. XVIIT,
F i g . 22 |
Der Thorax ist lebhaft braunrot, Kopf und Schulterdecken sind gelblicher rot, das Abdomen
ist braungrau. Die Vorderflügel sind in der Wurzelhälfte braungelb und gehen hinter der Mitte
allmählich in lebhaftes Rostgelb über; ein dunkel rostbrauner Dorsalfleck von der Wurzel bis-vor
die Mitte nimmt die Hälfte der Flügelbasis ein, ist costalwärts gegen die hellere Grundfarbe verwaschen,
saumwärts scharf durch eine fast senkrechte, etwas geschwungene weiße Linie abgegrenzt.
An der Costa stehen feine dunkelbraune Schrägstrichel; aus vieren in der Mitte der Costa entspringt
die dunkler rostrote Färbung der zweiten Flügelhälfte wie ein Schrägband, das am Spiegel, nahe
dem Saum senkrecht, etwas konkav abgeschnitten ist und sich von da wurzelwärts verbreitert, gegen
die helle Grundfarbe abgetönt. Der Spiegel ist klein, oval, erreicht den Tornus nicht; innerhalb
seiner hellen Umrahmung ist er ockergelb ausgefüllt. Über ihn hinweg zieht die Ecke des Schrägbandes
als schwärzliche Linie zum Saum, gefolgt von einer weiß glänzenden und einer noch feineren
rostbraunen, mit welcher sich die rostbraunen Schräghäkchen der Costa und die in den rein weißen
Zwischenräumen stehenden Teilungsstrichel vereinigen. Übrigens sind die Häkchen nur wenig
stärker als die Zwischenstrichel; der Apex ist rostbraun. Die Fransen sind an ihrer Basis fein hell,
sonst gelbbräunlich, nach außen wieder heller, unter dem Apex fein braun durchschnitten. Die Hinter-
flügel sind dunkel schwärzlichbraun, die Fransen gelblich, analwärts grauer, mit zarter bräunlichgrauer
Teilungslinie.
Die Raupe ist gelblich- oder hell grünlichgrau, die Wärzchen sind weißlich, der Kopf ist hellbraun,
schwarz gestreift, das Nackenschild von Körperfarbe, seitlich mit je einem großen schwarzen
Punkt, zwei kleinen hinten und zwei noch kleineren vorn, die Analklappe gleichfalls wie der Körper
gefärbt, manchmal schwärzlich gepunktet. Sie lebt vom August an überwinternd in einem bauchig
zusämmengebogenen Blatt von Quercus. Der Falter fliegt im Mai bis in den Juni.
Hab. Mitteleuropa, Skandinavien, Italien, Dalmatien, Armenien.
11. Ancylis upupana T r. X, 3 p. 120; H S. IV p. 285; f. 205; W i 1 k. p. 134; H e i n. p. 222;
S h e l l . II, 1 p. 394; Me y r . p. 481; ustidana Tr. XIII p. 292.
Vorderflügel breit, saumwärts etwas verbreitert, Costa sanft gebogen, Apex scharf, aber nicht
hakenförmig, Saum steil geschwungen; Hinterflügel breit, Saum gleichmäßig gebogen, unter der
ziemlich stumpfen Spitze kaum eingezogen. Spannweite bis 20 mm T a f . XVIII, Fi g . 23 $.
Kopf und Palpen sind bräunlichgrau, der Thorax ist schwarzbraun, die Schulterdecken heller
gerandet, das Abdomen ist braungrau. Die Vorderflügel sind dunkel schwarzbraun, nur gegen den
Saum hin allmählich gelblich, die Zwischenräume der scharfen schwarzen Costalhäkchen, von
schwarzen Stricheln geteilt, sind goldgelb, gegen den Apex hin weiß. Auf dem dunkeln Grund
bemerkt man noch schwärzere sehr schräge Costalstrichel, in der Mitte der Costa einen breiteren
Schrägstreifen, mitunter undeutlich nach dem Dorsum hin bindenartig ausgegossen; er ist gefolgt
von einer hell silberglänzenden Linie, die etwas geschwungen gegen den Saum zieht, sich, aber vor
demselben am Saum herunter gegen den Tornus biegt, ohne diesen zu erreichen. Sie ist bis zur
Umbiegungsstelle von einer feinen schwarzen Linie begleitet, und ebenda von einer oder zwei
schwarzen Längslinien durchschnitten, welche bis zur Teilungslinie der Fransen ziehen; der Apex
ist in seiner costalen Hälfte schwarz. Die Fransen sind an ihrer Basis bräunlichgelb, nach außen
grau* glänzend mit einer tiefschwarzen Teilungslinie, welche in der Mitte des Saumes beginnt und
sich unter dem Apex zur Durchschneidung der Fransen abbiegt; außerdem sind noch zwei sehr feine
durchgehende Teilungslinien sichtbar. Die Hinterflügel sind graubraun, die Fransen hell, weißlich
mit kräftiger brauner Teilungslinie.
Die Raupe ist grünlichgrau oder schwärzlich, mit weißlichen Wärzchen, der Kopf hellbraun,
Nackenschild gelblich mit je einem großen schwarzen Punkt seitlich und zwei kleineren hinten, die
Analklappe ist von Körperfarbe, schwärzlich gepunktet. Sie lebt im Oktober zwischen zwei aufeinander
gehefteten Blättern von Ulmus und Betula. Der Falter fliegt im Mai; eine zweite Generation
ist wahrscheinlich.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme der Schweiz), Schweden; Gegend von Petersburg.
12. Ancylis laetana F. Syst. Ent. 1775 p. 649 No. 20; S n e 11. II, 1 p. 390; lactana F. Spie,
p. 281; M e y r. p. 481; harpana Hb. f. 77; S t e p h. Illustr. IV p. 114 t. 39 f. 1; Wo o d f. 961;
H e i n. p. 222; ramdna T r. VIII p. 235; X, 3 p. 125; D u p. IX t. 253 f. 2; ramella W i 1 k. p. 132.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex nicht gekrümmt,
scharf, Saum mäßig schräg‘geschwungen; Hinterfliigel nicht sehr breit, gerundet trapezoid, Apex
nicht vorgezogen und wenig spitz, Saum unter ihm nicht merklich eingezogen.- Spannweite 16 mm.
T a f . XVIII, F i g . 24