
durch graue Bestäubung gescheckt. Die Hinterflügel sind bleich graubräunlich, durchscheinend,
ihre Fransen weißlich mit breiter, zart grauer Teilungslinie.
Der Falter fliegt im Juli.
Hab. Taurus (Zeitun).
23. Phalonia heydeniana HS. IV p. 187; f. 369; VI p. 157 (partim); Corr. 1863 p. 1 1 1;
Wlshm. Monthly Mag. 1893 p. 226.
Vorderflügel schmal, saumwärts etwas verbreitert, Costa im basalen Teil leicht gebogen,
weiterhin gerade, Apex ziemlich spitz, Saum sehr schräg, nicht gebogen, Tornus gerundet; Hinterflügel
trapezoid, ihr Saum unter der Spitze nicht, eingezogen, letztere ziemlich stumpf. Spannweite
15—16 mm. Taf. XII, F i g . 14 (Grund der Flügel zu rauh, Spitze zu rund, Costalhäkchen vor
der Spitze zu blaß, Schrägbinde zu dunkel).
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind zart bräunlichgrau, letztere matt und fast überall fein
schwärzlich bepudert; gegen die Wurzel hin ist die Färbung allmählich etwas verdunkelt. Von V3
des Dorsum zieht eine schmale, in der Falte ein wenig saumwärts verbreiterte Schrägbinde von brauner
Farbe, steiler als der Saum, gegen ein in der Mitte der Costa stehendes breiteres Fleckchen von gleicher
Färbung, hängt mit ihm aber nur schmal zusammen; hinter der etwas aufgehellten Knickungslinie
liegt eine in der Form ihr genau angeschmiegte blasser braune Winkelbinde, an der Costa finden sich
drei größere dunkelbraune Praeapikalhäkchen, ein weiteres fast genau in der Spitze und zwischen
ihnen je ein feines Strichei. Die Saumlinie ist fein, aber scharf dunkelbraun, die Fransen sind wie
die Flügelfläche, leicht dunkler gescheckt. Die Hinterflügel sind zart grau, ihre Fransen weiß mit
grauer Teilungslinie. Das Abdomen ist dunkler grau.
Die Raupe lebt im Mai und Juni in den Blütenköpfen von Anthemis cotula, nach K a l t e n b
a c h auch in Endtrieben von Artemisia campestris (?). Der Falter fliegt im Juli und August.
Hab. Südfrankreich, Mittelitalien, Süd-Tirol, Istrien; soll auch bei Wien Vorkommen.
24. Phalonia moguntiana Rössl. Wiener Monatsschr. 1864 p. 131; Verz. d. Schm. v.
Nassau p. 193.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa sehr schwach gebogen, Saum mäßig schräg,
sanft gebogen; Hinterflügel trapezoid, unter der Spitze nicht eingezogen. Spannweite 13—14 mm.
Taf. XII, F i g . 15 ? (Zeichnungen der Vorderflügel zu hart und dunkel).
Kopf, Thorax und die Vorderflügel sind blaß bräunlich, ein kleines, querabgestutztes Wurzelfeld
etwas dunkler; ander Costa stehen reichlich kleine dunkle Strichei; etwas vor der Mitte des Dorsum
entspringt eine nicht sehr schmale und ziemlich steileSchrägbinde von dunklerem Braun, die überall gleich
breit vor die Mitte der Costa zieht; hinter der Querader verläuft ein brauner bindenartiger Querstreif
im Sinne der Knickungslinie, jedoch schwächer gebogen, von der Costa zum Tornus; vor letzterem steht
ein schwarzes Fleckchen und zwischen den beiden Binden ein bräunlicher Schrägschatten dem Saume
parallel gerichtet. Die Adern im Saumfeld sind durch braune Striche bezeichnet, einige große,
praeapikale Costalhäkchen sind dunkler braun. Die Saumlinie ist fein, gescheckt, die Fransen bräunlich
mit zarter Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß grau, saumwärts am hellsten, die Fransen
weiß mit verwaschener, grauer Teilungslinie.
Das Abdomen ist hellgrau.
Die Raupe lebt im Mai und Juni in den End trieben von Artemisia campestris; der Falter
fliegt im Juli und August.
Hab. Westliches Mitteldeutschland.
25. Phalonia implicitana Wocke in HS. VI p. 157 (Berichtigung Wockes zu heydeniana
HS.); Meyr. p. 551; heydeniana Hein. p. 83; Wlsghm. Monthly Mag. 1891 p. 1; anthemidana Wilk.
309; Dur r a n t , Monthly Mag. 1893 p. 203.
Oft mit Ph. heydeniana verwechselt; Vorderflügel stumpfer, relativ breiter, Apex gerundeter,
Saum weniger schräg; Hinterflügel breit trapezoid, Saum im mittleren Drittel stark bauchig. Spannweite
14—15 mm. Taf. XII, Fi g . 16. (zu hell, die Binde zu abstechend dunkelbraun).
Die Vorderflügel sind von graubräunlicher Grundfarbe mit einem Stich ins Rötliche, von der
Mitte ab bis zum Saume fein bräunlich gegittert durch unregelmäßige Querwellenlinien und die feinen
Adern; mitunter fließen auch einige Querwellen etwas fleckig zusammen; gegen die Basis hin, besonders
daselbst an der Costa ist der Flügel am dunkelsten; in der Mitte der Costa steht ein kleines, dunkelbraunes
Fleckchen, das sich schattenhaft gegen die Querader auszieht, vor der Spitze finden sich drei
bis vier dunkle Häkchen; vor der Mitte des Dorsum erhebt sich eine ziemlich steile Schrägbinde
von graubrauner, etwas ins Olivbraune gehender Farbe; sie ist bis zur Falte ziemlich breit, wird
daselbst plötzlich um die Hälfte schmäler, indem ihr distaler Rand um eine Stufe wurzelwärts rückt
und zieht etwas verloschen zu dem mittleren Costalfleck, oder endet ohne ihn zu erreichen. Ein
Praetornalfleckchen ist nur schwach bräunlich angedeutet. Die Saumlinie ist scharf dunkelbraun,
aber feiner als bei heydeniana, die Fransen sind graubräunlich, schwach gescheckt, besonders gegen
den Tornus hin. Die Hinterflügel sind hellgrau, d e u t l i c h d u n k l e r g e s p r e n k e l t , die
Fransen weißlich mit graubräunlicher, kräftiger Teilungslinie. Kopf und Thorax sind von der Farbe
der Vorderflügelwurzel, das Abdomen ist grau.
Die Raupe ist blaßgelb, der Kopf hellbraun, das Nackenschild gelb, hinten mit zwei schwarzen
Flecken. Sie lebt vom September bis zum Frühling, in zweiter Generation im Juni und Anfang Juli
in Blüten, Samen und Stengel von Matricaria, Anthemis, Solidago, Achillea, Chrysocoma, Gnaphalium,
Tanacetum. Nach M e y r i n k sollen in England außer der überwinternden Herbstgeneration noch
zwei Sommergenerationen von Raupen einander folgen, eine im Juni, die andere im August. Der
Falter fliegt im April und Mai, dann im Juli und August; nach M e y r i c k im Mai, im Juli und im
September.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Holland, Rußland und der Schweiz); Galizien,
Dalmatien.
26. Phalonia contractana Z. Isis 1847 p. 744.
Vorderflügel breit, saumwärts kaum verbreitert, Costa fast gerade, Apex ziemlich spitz, Saum
nicht sehr schräg, leicht gebogen. Hinterflügel trapezoid, jedoch der Saum nicht so bauchig, wie bei
voriger. Spannweite 14 mm. Taf. X I I , Fig. 17. (Kontrast zwischen Flügelfläche und Zeichnung
zu stark).
Kopf und Thorax sind ockergelb, etwas ins Bräunliche ziehend, die Palpen heller; die Vorderflügel
sind blaß ockerbräunlich, die Costa an der Basis bis zu 1/,J ihrer Länge ockerbraun, ein entsprechendes
Wurzelfeld blasser; vor der Mitte steht eine in gleicher Breite durchlaufende steile Schrägbinde
von ockerbrauner Färbung, an der Costa ein wenig geknickt und hier am dunkelsten, in der
Falte mit Andeutung eines saumwärts gerichteten Zahnes; braun sind ferner ein kleines dreieckiges
Praetornalfleckchen und ein Praeapikalhäkchen, an dem mit dünner Linie ein unregelmäßiger brauner
Fleck vor dem Saume hängt, der wieder mit einer Linie mit dem Tornus verbunden ist; zwischen ihm
und dem Apex stehen noch einige blässere feine Costalstrichel, die zum Saume ziehen; am hellsten,
weißlich ist die Flügelfläche an der Costa und um die Schrägbinde herum. Die Saumlinie ist zart,