
e. Form autumnana Stph. 155; Wd. 1070; obsoletana Stph. 156; Wd. 1074. Einfarbig gelbgrau,
grünlichgrau, blaugrau bis braungrau und violettbräunlich, ohne die schwarze Strieme, die
aufgeworfenen Schuppenbüschel häufig schwärzlich bis schwarz (T a f. III, Fig. 39 u. 40. Hierher
kann auch F i g. 38. gerechnet werden (in Staud. Verkaufskatalog als Ab. pruinosana bezeichnet);
das Exemplar stammt von B o r k u m ; die kurze gedrungene Flügelform kommt gelegentlich
auch bei anderen Varr. vor. Fig. 41 entspricht ganz gut der opacana Hb. 334 und kann sowohl als
sehr dunkle Aberr. zur Form autumnana gezählt werden, als auch, wegen der Andeutung einer
strahligen Streifung der Vfl. und des hellen Thorax zur folgenden
f. Form aquüana Hb. 235; Froel. Diss. p. 22 No. 15; Tr. VIII. 252. Vfl. einfarbig dunkel
rotbraun mit hell weißlichem Kopf und Thorax; häufig sind sämtliche Adern fein hell angelegt.
(Taf. III, Fig. 42). •
g. Form alhistriana Hw. p. 412; Stph. 154; Wd. 1069. Wie die vorhergehende Form, ohne
oder mit hellem Aderverlauf, aber am Dorsalrand eine breitere hellgraue oder weiße Längsstrieme
(Taf. III, Fig . 43); Kopf und Thorax dunkel, Schulterdecken aber mitunter hell.
h. Form combustana Hb. 234; Stph. 155; Wd. 1068; cristana Froel. Diss. p. 21 No. 14; Costal-
teil des Vfl. dunkel schwarzbraun bis rotbraun, mit Andeutung des helleren Schrägbandes; aus
der Flügelbasis zur Mitte eine einfache oder doppelte dunkelrote bis braune Längsstrieme, die Rippen
im Saumfelde mehr oder weniger breit hell angelegt, dadurch strahlig gezeichnet, der Dorsalrand
breit bräunlichgelb; Kopf und Thorax hell oder dunkel. Taf . IV, Fig. 1.
i. Form radiana Hb. 177; Stph. 154; Wd. 1065; Dorsalteil des Vfl. dunkel rotbraun bis
schwarzbraun, mit hell angelegtem Aderverlauf, fächerartig gestreift, Costa breit hell, rötlichweiß
oder hell ockergelblich, mit nur schwach verdunkelten Andeutungen der in die Costa mündenden
Adern. Taf . IV., Fig. II. Scabrana H. S. 12 und ramostriana Stph. 154; Wd. 1066 sind Zwischenformen,
bei denen nicht die ganze Costa aufgehellt ist; hier zieht aus der Wurzel eine helle Längsstrieme
zu dem an der Costa gleichfalls hellen Schrägband der Stammform, und von diesem ein oder
mehrere aufgehellte Strahlen gegen die Flügelspitze.
k. Form divisana Hb. 198; Stph. 153; Wd. 1064; Costalhälfte des Vfl. weißlich bis ockergelblich,
gegen die Costa hin mitunter zart grau abschattiert; der breitere Dorsalteil von der Mitte der Wurzel
bis zur Spitze dunkel rotbraun bis schwärzlichbraun, nach demDorsum hin etwas heller; am dunkelsten,
mitunter fast schwarz ist die Grenzlinie beider Farbentöne, öfters striemenartig hervorgehoben.
Taf . IV, Fig. 3. Wird auch die Dorsalhälfte des Flügels hell und bleibt nur die dunkle Mittelstrieme
übrig, so ist das apiciana H. S. 7, während bei apidana Hb. 87 die Costalhälfte dunkler ist
als der Dorsalteil. Taf . IV, Fig. 4 entspricht der Var. von H. S.
1. Form mayrana Hb. 335; Vfl. einfarbig dunkel schwarzbraun mit einem breiten ockergelben,
schmal weißgesäumten oder auch ganz weißlichen Längsstreifen aus der Wurzel zur Spitze; saum-
wärts ist derselbe ein oder mehreremale stufig abgesetzt, oder er zerfasert sich in mehrere Strahlen.
Taf . IV, Fig. 5.
Diese Form kommt auch mit hellerer Grundfarbe, grau oder graubraun vor, wobei die normalen
Zeichnungen, dunkles Wurzelfeld, Schrägband, Costalfleck mehr oder weniger scharf hervortreten;
die Längsstrieme ist dann mehr rostrot, und die übrigen Zeichnungen braunrot in verschiedenen
Abtönungen, Taf . IV. Fig. 6 u. 7; diese Formen dürften der centrovittana Stph. 154; Wd. 1067
entsprechen. In F i g. 8 d e r T a f. IV sind dann die ganzen Vfl. wieder fast gleichmäßig dunkel,
die Längsstrieme aber noch sichtbar.
Noch mehr Varietäten mit besonderem Namen aufzuführen erscheint zur Zeit ganz zwecklos,
da man noch Dutzende erfinden könnte, die dann wieder nicht ausreichen.
Die Fransen der Vfl. sind sehr lang, meist von der Färbung der anstoßenden Flügelfläche,
bei hell aufgeblicktem Saumfeld häufig dunkler braungrau bis dunkelbraun, dem Farbenton der
Zeichnungen entsprechend, nahe ihrer Wurzel mit einer oder zwei helleren Teilungslinien. Die
Hinterflügel heller oder dunkler bräunlichgrau, gewöhnlich dunkler gesprenkelt, manchmal auch
ohne Sprenkel, die besonders am Analsaum sehr langen Fransen etwas heller, meist auch mit zwei
zarten Teilungslinien.
Die Raupe (Tr. X. 3. 130) ist blaßgrün, Kopf und manchmal auch das Nackenschild gelbbraun
bis dunkelbraun oder selbst schwarz. Sie lebt in zusammengerollten Blättern, besonders an
den Zweigspitzen verschiedener Weidenarten, auch auf Populus im Mai; der Schmetterling daraus
erscheint im Juni; eine 2. Generation von Raupen im Juli und August, deren Falter von September
an den Herbst über fliegen und teilweise überwintern; die 2. Generation viel zahlreicher als die erste.
Weit verbreitet und stellenweise häufig in ganz Europa, außer Süditalien und Griechenland, durch
Sibirien; auch in Nordamerika.
7. Acalla abietana Hb. 275 u. 276; Tr. X, 3, 131; F. R. p. 69 tab. 34 u. 35, 1; H. S.
IV. p. 150, VI; p. 156; Hein. 15;
Vom Habitus der A. cristana, die Costa der Vfl. jedoch an der Basis weniger stark gebogen,
bei -frischen Exemplaren durch abstehende Beschuppung rauh, der Saum so schräg, wie bei A.
hastiana, teilweise noch schräger. Die Beschuppung der Vfl. ist mehlig und rauh durch zahlreiche
Büschel aufgeworfener Schuppen, die teils unregelmäßig auf der Fläche, besonders von der Mitte
an saumwärts zerstreut sind, teils in der Wurzelhälfte in Bogen- und Schrägreihen stehen. Eine
geknickte oder gebogene Reihe begrenzt ein kleines Wurzelfeld, kleiner als bei hastiana, eine Schrägreihe
zieht von x/ 4 der Costa gegen den Fransenansatz am Dorsum. Thorax nur mit schwachem
Kamm oder glatt. Spannweite bis 26 mm. Taf . IV, Fig. 9—14.
Färbung der Vfl. dunkelbraun, „pechbraun“ manchmal ins Grünliche spielend und sehr häufig
ganz ohne Zeichnung, höchstens gegen die Flügelspitze hin wird durch dunklere Bestäubung der Rippenenden
die Costa leicht gescheckt samt ihren Fransen (Fig. 9. 10). Bei deutlichster Zeichnung wird der
Raum zwischen den Schuppenreihen in der Wurzelhälfte bindenartig heller bis ganz weiß, und diese
Binde kann sich am Dorsalrand saumwärts verbreitern und unregelmäßige gleichfarbige Fleckenzeichnungen
im Saumfeld, besonders in der Nähe des Tornus bedingen (wie etwa bei A. maccana
Taf. IV., Fig. 19). Oder von der. Schrägbinde sind nur einzelne Stücke ausgeprägt, am Dorsalrand
(Fig. 11) oder am Costalrand (Fig. 12). Andere Exemplare haben eine bleichgelbliche Strieme längs des
Dorsalrandes (Fig. 13); wieder bei anderen ist das Basalfeld des Flügels abstechend gefärbt, ockergelb
(Fig. 14) bis lebhaft rostrot. Alle diese Verschiedenheiten können mit verschieden deutlicher
Bindenzeichnung und heller Mischung des Saumfeldes, oder bei einfarbiger Flügelfläche Vorkommen.
R e b e 1 (Cat. 1901) nennt die Form mit heller Dorsalstrieme ab. lutiplaga; ob die von ihm
nach dem Vorgänge früherer Autoren zitierten Abb. confixana Hb. 277 und opacana Hb. 334 hierher
gehören, erscheint mir fraglich. Ich habe sie bei Ac. hastiana herangezogen, wie dies auch S n e 11 e n
(Vlind. Nederl. II. p. 177) tut. F. R. 1. c. bringt Abb. von verschiedenen Varr. Fransen bei allen
Varr. von der Farbe der angrenzenden Fläche, mit dunklerer Basal- und Teilungslinie. Hinterflügel
stets hell bräunlichgrau, saumwärts mitunter etwas dunkler, mit gleichfarbigen Fransen mit verschieden
deutlicher Teilungslinie.
Zoologien. H e ft 54. ' : ■' .