
vom August an bis Ende Oktober in Blütenköpfchen von Knautia, auch von Scabiosa. Der Falter
fliegt im Juli.
Hab. England (Oxford, Insel Wight, Kent) lokal.
35. Phalonia osirinana Gn. Index p. 61; O b e r t h . Et. XII p. 43 t. 6 f. 26.
Vorderflügel schon von der Wurzel an breiter, saumwärts wenig verbreitert, Costa fast gerade
bis zum Apex, dieser gerundet, Saum mäßig schräg, erst gegen den Tornus gerundet; Hinterflügel
trapezoid, schmäler als bei voriger. Spannweite 14—16 mm, T a f . XII, F i g . 28 f. (Flügelspitze
zu scharf bräunlich abgesetzt.)
Kopf, Thorax und Wurzelhälfte der Vorderflügel sind bleich ockergelblich, letztere ganz an
der Basis und längs der Costa leicht gebräunt, das ganze Saumfeld ist rosenrot bis bräunlich rot, gegen
den Saum hin allmählich brauner werdend; längs der Costa stehen zart rötliche Strichei, die sich im
Saumfeld zu äußerst feinen Querlinien fortsetzen, ein Strichei vor dem Apex ist etwas kräftiger und
brauner. Vor der Mitte des Dorsum beginnt schmal, aber bald breiter werdend eine ganz gestreckte
hellbraune Schrägbinde, die costalwärts rötlich wird und o h n e j e d e K n i c k u n g hinter die
Mitte der Costa mündet, wo sie am breitesten ist; ein winziges Praetornalpünktchen ist braun. Die
Fransen sind dunkel gelbbraun, mit dunklerer Saum- und Teilungslinie. Die Hinterflüge] sind ziemlich
dunkel braungrau, am dunkelsten an der Spitze, ihre Fransen weiß mit blaß bräunlicher Teilungslinie.
Das Abdomen ist weißgrau.
Der Falter fliegt im Mai und wieder im Juli und August; die Raupe lebt demnach vom September
an überwinternd und in zweiter Generation im Juni.
Hab. Frankreich, Nordwestafrika, Steiermark.
36. Phalonia roseana Uw. Lep. Brit. p. 401; Steph. 111. IV p. 185 t. 35 f. 1; Wood f. 1142;
Hein. p. 82; Meyr. p. 551; rubdlanaiLb. f. 286, 287; dvpsaceana Dup. Suppl. IV t. 65 f. 6; Zel ler
Stett. ent. Zeit. 1849 p. 286; HS. IV p. 187 f. 76—78.
Vorderflügel schmal, saumwärts nicht verbreitert, Costa gerade, Apex spitz gerundet, Saum
schräg, leicht gebogen; Hinterflügel weniger ausgesprochen trapezoid, Saum gerundeter. Spannweite
1°—14 mm- Taf. XII, F ig . 29 2 (Vorderflügel zu gelb, besonders im Saumteil).
Kopf und Palpen sind weißlich, der Thorax ist ziemlich dunkel bräunlich; die Vorderflügel sind
schmutzig ockerbräunlich, oder mehr ockergelblich, an der Costa fein rötlich gestrichelt und im Saumfeld
mehr oder weniger stark rötlich bis braunrötlich quergerieselt, was mitunter zu gemeinsamem
braunrötlichem Ton zusammenfließt. Vor der Mitte des Dorsum steht eine braune, schwärzlich
bestäubte ziemlich schmale Schrägbinde, die aber costalwärts ganz allmählich erlischt und die Costa
nicht erreicht; ein kleines Praetornalfleckchen ist dunkelbraun. Die Fransen sind gelbbräunlich
bis ockergelb mit verwaschener Teilungslinie und öfters mit dunkler Saumlinie um den Apex herum.
Die Hinterflügel sind bränlichgrau, ihre Fransen etwas blasser mit bräunlichgrauer Teilungslinie.
Das Abdomen ist bräunlich.
Die Raupe ist blaßgrün mit schwarzem Kopf und Nackenschild (Meyrick); nach
Präparaten von D is q u é schmutzigbraun mit braunem'Kopf. Sie lebt vom September bis
Anfang Mai in den Samenköpfen von Dipsacus sylvestris, Blüten von Chrysocoma, Samenkapseln
von Antirrhinum. Der Falter fliegt von Anfang Mai bis Ende Juli, was auf zwei Generationen
schließen läßt.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Holland?), Finnland, Nordspanien, Italien (Alpen),
Taurus. (Stellenweise z. B. England gemein.)
37. Phaloniapurpuratana HS. IV p. 186; 1 81; Hein. p. 83. (Die Angabe bei Rebel Cat.
„ = ostrinana Gn. sec. Kenn.“ ist ein Irrtum.)
Vorderflügel gleich von der Wurzel an infolge starker Krümmung des Dorsum daselbst ziemlich
breit, saumwärts nicht verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex spitz gerundet, Saum schräg;
Hinterflügel schmal, trapezoid. Spannweite 14 mm. T a f . XII, F i g . 30 c? (das Rot sollte etwas
mehr blaurot sein).
Kopf und Thorax sind blaß ockergelb, letzterer vorn und auf den Schulterdecken karmoisinrot
angeflogen. Die Wurzelhälfte der Vorderflügel ist gleichfalls blaß ockergelb, der Saum dunkler gelb,
ins Orangefarbene ziehend. Die Costa ist von der Wurzel an eine Strecke weit schmal carmoisinrot,
ebenso eine sehr breite Schrägbinde, deren Basis die ganze zweite Hälfte des Dorsum einnimmt bis
gegen den Tornus hin und ein großer praeapikäler Fleck, der fast das ganze Saumfeld beansprucht
und nur zwei kleine Costalhäkchen und den dorsalen Teil der Knickungslinie, sowie einen schmalen
Saumstreif der Grundfarbe freiläßt. Der basale Rand der Schrägbinde ist fast gerade, der distale der
Knickungslinie des Flügels entsprechend stumpfwinkelig gebrochen; die Fransen sind orangegelb mit
feiner Teilungslinie nahe ihrer Basis; die Saumlinie ist ganz unbezeichnet. Die Hinterflügel sind
ziemlich dunkel grau, ihre Fransen weiß mit breiter, verwaschener grauer Teilungslinie; das Abdomen
ist heller grau.
Mit Phal. ostrinana Gn. kann diese Art nicht verwechselt werden; wohl aber kann man Zweifel
hegen, ob nicht die folgende Spezies Phal. roseofasciana Mn. hierher gerechnet werden muß, als hellere
Varietät; ohne anatomische Untersuchung möchte ich das nicht entscheiden.
Die Raupe lebt vom September bis Anfang Mai in den Samenköpfen von Dipsacus; der Falter
fliegt im Mai und Anfang Juni.
Hab. Andalusien, Südfrankreich, Süddeutschland, Österreich, Ungarn, Bithynien, Nordsyrien.
38. Phalonia roseofasciana Mn. Zool.-bot. Ver. 1855 p.554; S t gr. Hör. ent. Ross. XV p. 247.
Im Habitus kaum ein Unterschied gegenüber voriger; Costa vielleicht mehr gerade, Saum der
Vorderflügel ein wenig mehr gebogen, Apex stumpfer. Spannweite 12 mm. Taf. XI I , Fig. 51 $
(Binden zu lebhaft rot, Grundfarbe zu hellgelb).
Die Färbung und Zeichnung ist wie bei der vorigen Form; die Grundfarbe der Vorderflügel
vielleicht ein wenig mehr dottergelb, Wurzel der Costa, Mittelbinde und Praeapikalfleck sind viel
blasser, bräunlichrot, letzterer schwächer entwickelt und mehr auf Costa und Spitze beschränkt.
Einen Unterschied bilden feine Silberlinien, eine der Knickungslinie folgend, und einige schräge feine
Linien im Saumfeld. Die Fransen sind gelb mit feiner Teilungslinie, die Hinterflügel im Gegensatz
zu voriger Art bleich ockergelblich, die Fransen fast weiß; das Abdomen ist bräunlich.
Der Falter fliegt im Mai.
Hab. Südfrankreich, Corsica, Dalmatien, Bithynien, Nordsyrien; auch Wien wird angegeben.
39. Phalonia cremonana Rag . Ann. Soc. Ent. France 1894 p. 194.
Sehr klein, Vorderflügel schmal, eiförmig, Costa und Dorsum so gebogen, daß ein Tornus
gar nicht bemerkbar ist, Apex gerundet; das Dorsum geht in den sehr schrägen Saum über. Hinterflügel
relativ breit, annähernd trapezoid. Spannweite 10—11 mm. Taf. XII, Fi g . 32 $.
Kopf und Thorax sind dunkel lehmgelb, die Vorderflügel zitronengelb, an der Basis, längs der
Costa und am Dorsum schmal orangefarben, ebenso der Saum und der Spitzenteil; eine schmale,
gleichfalls orangefarbene, in der Mitte winkelig geknickte Schrägbinde mit unscharfen Rändern zieht
von der Mitte der Costa zum Dorsum vor dessen Mitte; an der Costa stehen in der Wurzelhälfte feine