
36. Euxanthis fulvana F. E, p. 35, t. 20 f. 3*i t . X, 3 p. 66; HB. IV p. 176; Hein. p. 70.
Flügelschnitt wie vorher; Vorderfliigel relativ breit und kurz. Spannweite bis 27 mm. T a f. XIV
F i g . 27 ?.
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind lebhaft dottergelb, die Zeichnungen intensiv rotbraun,
teilweise mit metallischem Belag. Aus der Mitte der Costa zieht ein breiter Sbirägfleck zur Querader
und vereinigt sich hier durch eine dünnere Stelle mit einem ähnlichen Schrägfleck, der vom Tornus
her der Knickungslinie folgt; hinter der Querader ist eine weißliche Glanzstelle. Bei % der Costa
beginnt breit ein brauner Fleck; der sich bis zur Spitze dünner auszieht, und mitunter wurzelwärts
gegen die Querader ausfließt, wo er lose mit dem Schrägstreifen in Verbindung tritt; vor der Mitte
findet sich ein brauner Fleck nahe dem Dorsum, und auch dieser kann gegen die Querader hin verlängert
sein, so daß bei vollkommen ausgeprägter Zeichnung ein schräg liegendes Kreuz zustande
kommt. Vom Tornus steigt eine weiße Glanzlinie mit schwarzen Pünktchen zum Praeapikalfleck
auf, eine zweite mit ganz feinen schwarzen Pünktchen folgt dem Saume, dessen Grenzlinie fein braun
ist. Die Fransen sind bleifarbig bis veilbraun. Die Hinterflügel sind dupkel braungrau, ihre Fransen
gelblich mit bräunlicher Teilungslinie; das Abdomen ist graubraun.
Die Eaupe lebt im April überwintert in Scabiosa-Arten; der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Siidwest-Deutschland, Tirol, Ungarn.
37. Euxanthis magister Wlsghm. Ann. & Mag. Nat. Hist. (7 ser.) VI p. 443.
Vorderflügel saumwärts ein wenig verbreitert, Costa ganz sanft gebogen, Apex gerundet,
Saum schräg, gebogen; Hinterflügel rundlich trapezoid, Apex kaum vorgezogen. Spannweite 22,mm..
Taf . XIV, F i g. 28 i l T y p e,
Kopf und Thorax sind bräunlich ockergelb, die Palpen grau, außen braun. Die Vorderflügel
sind lebhaft dunkelgelb, mit einem Stich ins Bräunliche (in der Abbildung etwas zu trüb); ganz nahe
der Basis ist eine bräunliche cpiere gebogene Schattenlinie; vor -der Mitte des Dorsum sg&t ein großer
rostbrauner Fleck, bis zur Falte reichend und hier etwas schmäler; er ist beiderseits durch eine starke
Silberlinie begrenzt; die basale derselben setzt sich gebogen bis zur Costa fort, die sie bei % der Länge
erreicht; in der Mitte der Costa hängt ein ähnlicher rostbrauner Schrägfleck, wieder beiderseits von
einer Silberlinie begleitet, die sich über den Fleck dorsalwärts fortsetzen, zusammenfließen und
vor dem Tomus ins Dorsum münden. Hier bildet die Silberlinie die basale Begrenzung eines schmäleren,
aber hohen rostbraunen Tornalfleckes, der unter der Flügelhälfte abgeschnitten endet, zuweilen
aber auch gegen denCostalfleck hin strebt und mit ihm in einiger Verbindung steht; auch dieser Tornal-
fleck ist saumwärts von einer Silberlinie begrenzt, die fast gerade zur Costa zieht (bei % derselben).
Von hier bis zur Spitze ist die Costa durch einen großen rostbraunen Praeapikalfleck ausgezeichnet,
von dem aus eine feine Saumlinie bis zum Tomus zieht. Im Spitzen- und Saumteil steht eine ganze
Anzahl kleine Silberfleckchen durcheinander. Die Fransen sind bräunlichgelb mit rostbrauner Teilungslinie
nahe ihrer Basis. Die Hinterflügel sind nicht sehr dunkel graubraun, ihre Fransen fast weiß
mit breiter bräunlicher Teilungslinie. Das Abdomen ist recht dunkel braungrau. Der Falter wurde
im Juni gefangen.
Hab. Syrien (Haleb, Shar Devesy).
38. Euxanthis palpana Bag. Ann. Soc. Ent. Krane« I S'.t l p. 195,
Vorderflügel wie bei voriger; Saum der Hinterflügel aber rund gebogen, Apex spitz, vorgezogen.
Palpen ungewöhnlich lang, den Kopf mehr als um dessen doppelte Länge überragend. Spannweite
21—25 mm. T a i XIV, F i g . 29 .7. -30 g; ■'
Der Kopf und die Palpen sind ockergelb bis ockerbraun, grau gemischt, die Palpen außen
dunkler. Die Vorderflügel sind blasser bis dunkler gelb mit rostbraunen Zeichnungen und glänzenden
Silberlinien; beide scheinen nach den mir vorliegenden Stücken recht variabel sein zu können. Relativ
einfach gezeichnet ist das abgebildete $ (Fig. 30); auf fast dottergelbem Grund stehen an der Costa
breite, nach der Spitze zu immer größere dunkelbraune Häkchen mit weißlichen Zwischenräumen;
aus einem derselben vor der Mitte setzt sich ein geschwungener rostroter (fast ziegelroter) Querstreif
bis zum Dorsum fort, beiderseits durch je drei dicke blausilberne Punkte gesäumt; ein ganz
ähnlicher rostroter Querstreif zieht, in der Mitte eingeengt, von s/ 5 der Costa zum Dorsum vor den
Tornus, im costalen Teil durch blausilberne Linien, dorsalwärts mehr durch solche Flecke gesäumt.
Im Saumteil zeigen sich noch einige feine bleiche, nicht metallische, Glanzlinien, die Saumlinie ist
rostbraun gefleckt.
Bei dem in der Grundfarbe viel bleicheren $ ist die Zeichnung zerrissener und dadurch verworrener.
Hier sind die Costalhäkchen im basalen Teil mehr dunkle Strichei an der etwas gebräunten Costa;
an Stelle des ersten Querbandes findet sich hier nur der costale Teil, aber fester mit der Costa verbunden,
von zwei weißgrauen zusammenhängenden Silberlinien gesäumt. Die zweite Querbinde ist
in der Mitte unterbrochen und jeder Teil für sich von Silberlinien umzogen; zwischen beiden Querbändern
ist hier noch ein Paar Costalhäkchen zu zwei, etwas zusammenfließenden Schrägstreifen,
wieder mit Silberrandung ausgezogen, die aber die Hälfte der Flügelbreite nicht erreichen. Am Dorsum
steht auch eine Anzahl rotbrauner Häkchen; die braunen Saumflecke über dem Tornus sind sehr
groß und fließen schräg gegen die Costalhäkchen hin aus, wodurch im Saumfeld wenig von der gelben
Grundfarbe übrig bleibt; die dazwischenliegenden hellen Schräglinien sind hier silbern. Alle Zeichnungen
sind brauner als bei dem beschriebenen $.
Die Fransen sind in beiden Fällen bräunlich, etwas gelblich gescheckt, mit feiner dunkelbrauner
Teilungslinie nahe ihrer Basis. Das Abdomen ist bei dem von mir gesehenen $ dunkel schwarzbraun
mit gelblichem Analbusch, beim £ graugelblich. Die Hinterflügel bei beiden sehr dunkel,
bräunlich schwarzgrau mit Spuren von helleren Sprenkeln, die Fransen nur wenig heller, an der
Basis schmal bleicher.
Hab. Kleinasien (Taurus, Anatolien).
39. Euxanthis ochromixtana nov. sp.
Yorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa fast gerade, Apex gerundet, Saum mäßig
schräg, gestreckt; Saum der Hinterflügel gerundet, Apex spitz, nicht vorgezogen. Spannweite 20 mm.
Taf. XIII, F i g . 31 $.
Diese mir vor Jahren von Herrn v. C a r a d j a zugesandte Spezies hat einen bleich ockerbräunlichen
Kopf und Thorax. Der Grund der Vorderflügel ist sehr bleich gelblichweiß, glänzend,
kommt aber nur noch an einigen Stellen und Linien klar zum Vorschein. Ein kleines stumpfwinkelig
abgegrenztes Basalfeldchen ist rostbräunlich; es besteht aus zwei parallelen braunen Querlinien
mit etwas blässerer Füllung dazwischen; ihm folgt eine breite, bandförmige Stelle der hellen Grundfarbe,
nur durch einen bräunlichen Querschatten geteilt; an der Costa sitzen scharfe, dunkelbraune
Häkchen. Hinter der Mitte der Costa ist ein braun ausgefülltes Doppelstrichel als größerer Fleck,
von dem aus sich ein gelblichgrauer Schatten etwas schräg bis zum Dorsum vor den Tornus zieht;
vor ihm steht auf dem Dorsum ein breites hellbraunes Querband, das aber nur bis zur Radialis reicht;
es ist von dem genannten Schattenband durch eine Glanzlinie getrennt, in welcher zwei kleine braune
Schuppenwärzchen übereinander stehen; auch distalwärts ist das Schattenband fein glänzend ge