
Fleckchen zusammengeflossen und an dieses schließt sich unter fast rechtwinkeliger Knickung eine
allmählich breiter werdende olivbraune Schrägbinde an, die etwa auf der Mitte des Dorsum steht.
Ihr folgen zwei feine bräunliche Schattenlinien, das ganze Saumfeld hinter der Knickungslinie ist
olivbraun überschattet (in der Abbildung ist das Braun nicht grünlich genug), durchzogen von einer
feinen schwärzlichen Querlinie; zwischen drei dunklen Praeapikalhäkchen ist die Costa hell auf-
geblickt. Die Fransen haben die Farbe des Saumfeldes, mit feiner, dunkler Basal- und Teilungslinie.
Die Hinterflügel sind dunkelbraun, die Fransen hell weißlich, mit bräunlicher Teilungslinie. Kopf
und Thorax sind grau, dunkler bestäubt, das Abdomen ist graubraun.
Hab. Ferghana (Usgent).
56 .Phalonia rupicola Cu rt. Brit. Ent. XI t. 491; Woodf.1146; H e in . p. 84; -S n e ll.il,
1 p. 247; M e y r. p. 550; humidana HS. IV p. 188; f. 86, 87.
Vorderflügel breit und kurz, saumwärts nur schwach verbreitert, Costa ziemlich gebogen,
Apex stumpf, Saum steil, gebogen. Hinterflügel trapezoid. Spannweite 12—14 mm. T a f . XII,
F ig . 60 (J, 61 $ (Aberration).
Die Grundfarbe der Vorderflügel ist eigentlich bleich lehmgelb, kommt aber nur in einem
schmalen Streifen vor der Querbinde und hinter dieser an der Costa zur Geltung. Die Flügelbasis
und die Costa bis zur Mitte sind bräunlichgrau bestäubt; feine bräunliche Schrägstrichel finden sich
an der Costa und einige schattenhafte dunklere Querlinien im basalen Flügelteil. Eine breite rostbraune,
wenig schräge Querbinde zieht von der Mitte des Dorsum zur Mitte der Costa; ihre basale
Grenze ist leicht geschwungen, ihre distale an der costalen Ecke der Mittelzelle rechtwinkelig geknickt
und von hier aus zieht eine braune Linie wie ein Seitenast auf der Knickungslinie zum Tornus, wo
ein kleines dunkelbraunes Pünktchen steht. Die Binde ist gegen die Costa hin und in ihrem dorsalen
Teil basalwärts schwärzlich bestäubt, saumwärts von einer hellen Glanzlinie gesäumt. Der dreieckige
Raum am Dorsum zwischen Binde und Tornus ist rostbraun mit weißen Dorsalhäkchen. Das ganze
Saumfeld ist ebenfalls rostbraun (in der Abb. ist Binde und Saumfeld zu fleischfarben), am Saume
selbst stehen braungraue Punkte und an der Costa deutliche braungraue Häkchen; aus dem letzten
vor der Spitze zieht sich eine braungraue, fein heller und glänzend gesäumte Linie gebogen bis gegen
den Saum hinter dem Tornus. Zuweilen sind alle diese Zeichnungen mehr oder weniger undeutlich,
und die ganze zweite Flügelhälfte samt dem Querband rostbraun und grau gemischt übergossen.
Die Fransen sind bräunlichgelb mit feiner Teilungslinie. Die Hinterflügel sind braungrau, die Fransen
bräunlichweiß mit braungrauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind schmutzig braungrau, die Stirn
und Palpen, auch die Spitzen der Schulterdecken bleicher. Das Abdomen ist graubraun.
Eine wohl sicher hierhergehörige Aberration aus der Gegend von Kopenhagen (Fig. 61) ist
kräftig graubraun mit tief dunkelbraunen Zeichnungen, die jedoch stark zerrissen sind; das Wurzelfeld
ist ungewöhnlich scharf spitzwinkelig abgegrenzt, die Schrägbinde unter der Costa unterbrochen,
der Fleck vor dem Tornus deutlich heller umzogen, und auch im Saumteil heben sich die sonst wenig
abstechenden Zeichnungsanlagen tief dunkel heraus; alle helleren Zwischenräume der Grundfarbe
haben leichten Glanz; die Fransen sind dunkelbraun mit noch dunklerer Teilungslinie, die Hinterflügel
und ihre Fransen ebenfalls dunkler als gewöhnlich, Kopf und Thorax sind rötlichbraun, das
Abdomen graubraun.
Die Raupe ist schmutzig gelblichweiß, der Kopf braun, das Nackenschild gelblich. Sie lebt
vom September bis Mai im Stengel von Eupatorium cannabinum, Chrysocoma linosyris, Lycopus
europaeus; der Falter fliegt im Juni und Anfang Juli.
Hab. Mittel- und Südeuropa (mit Ausnahme von Zentralspanien, Portugal und Mittelitalien);
Livland. •
57. Phalonia flammeolana T n g s tr . Bidr. 161; Wallgr. Tidskr. 1889 p. 26.
Flügelschnitt wie bei voriger, Apex der Vorderflügel vielleicht noch stumpfer gerundet. Spannweite
14 mm. T a f . XII, F i g . 64 $. (Grund zu einfarbig bräunlich, Binde und Saumfeld nicht
gelbbraun genug.)
Das mir vorliegende, abgebildete Exemplar stammt aus der Sammlung des Baron Nolcken,
jetzt im Rigaschen Museum, wahrscheinlich von T e n g s t r ö m selbst. Ich möchte es jetzt, nachdem
ich die dunkle Aberration von Phal. rwpicola kennen gelernt habe und eine größere Zahl zweifelloser
Stücke dieser Art vergleichen konnte, für eine blässere, verwaschen gezeichnete Varietät genannter
Spezies halten; Flügelform und Zeichnungsanlage stimmt genau. Die Grundfarbe der Vorderflügel
ist ockergelblich mit schwachem Glanz, gegen die Basis und die Costa von der Wurzel an bräunlicher
angeflogen mit Spuren von Querlinien; die Schrägbinde steht mit der Costa nur durch etwa 4 bis
5 Strichel in Verbindung, gibt denselben dünnen Ast vor der Knickungslinie zum Tornus ab, das
ganze Saumfeld ist gleichmäßig bräunlich verdunkelt, mit Spuren dunklerer Bogenlinien und einigen
dunkleren Häkchen vor der Spitze an der Costa; die Fransen sind bräunlich, gegen den Tornus grauer.
Die Hinterflügel sind bräunlichgrau mit helleren Fransen und dunklerer Teilungslinie. Kopf und
Thorax sind schmutzig ockerbräunlich, das Abdomen bräunlichgrau. Der Falter fliegt im Juli.
Hab. Finnland.
58. Phalonia phaleratana HS. IV p. 189; f. 84, 85; Korrespondenzbl. 1863 p. 112; H e in .p .83.
Vorderflügel saumwärts verbreitert, Costa schwach gebogen, Apex spitzer, Saum schräg,
leicht gebogen; Hinterflügel trapezoid, Apex ziemlich spitz, vorgezogen. Spannweite 13—15 mm.
T a f. XII, F i g . 62 $. (Binde und Saumfeld zu schwärzlich, nicht rostfarben genug.)
Der Kopf und Thorax sind trüb lehmgelb, die Vorderflügel bleich ockergelblich mit etwas
Glanz, stark bräunlich bedeckt mit rostbrauner Schrägbinde und Saumfeld. Die Costa von der Basis
bis zur Mitte und der Wurzelteil des Flügels sind leicht bräunlich angehaucht, an der Costa stehen
einige größere verwaschene bräunliche Fleckchen, aus denen schattenhafte Querlinien zum Dorsum
ziehen. Die Schrägbinde beginnt schmal vor der Mitte des Dorsum, zieht recht schräg, dem Saume
parallel und etwas breiter werdend bis zur Subcostalis und von da stumpfwinkelig gebrochen h i n t e r
die Mitte der Costa; sie ist beiderseits schmal von der hellen Grundfarbe gesäumt, auch die Knickungslinie
ist hell; hinter dieser ist das Saumfeld fast gleichmäßig rostbraun, mit einem Stich ins Rötliche
übergossen und darin kann man noch zwei dunklere größere Praeapikalhäkchen, einige von ihnen
ausgehende Schräglinien zum Saume und einen wolkenartigen Fleck hinter der Knickungslinie
erkennen; vor dem Tornus stehen einige winzige Pünktchen am Dorsum und ein der Schrägbinde
paralleler bräunlicher Schatten. Die Fransen haben die Farbe des Saumfeldes mit zarter dunklerer
Saum- und Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau, gegen die Wurzel bleicher, die Fransen
bräunlichweiß mit braungrauer Teilungslinie. Das Abdomen ist braungrau.
Die Raupe lebt vom September an überwinternd bis Ende April im Fruchtboden von Chrysocoma
linosyris, im Stengel von Eupatorium cannabinum, auch in Blütenständen von Solidago. Der
Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Deutschland, Alpen, Südfrankreich.
59. Phalonia carpophilana S t gr. Stett. ent. Zeit. 1859 p. 228; Kenn. Iris XII, 1899, p. 20.
Vorderflügel etwas breiter als bei voriger, saumwärts nur eine Spur verbreitert, Costa bis gegen
Zoologica. H e f t 54. 35