
der übrige Teil der Binde nur basalwärts gut dunkel begrenzt, saumwärts verbreitert und verwaschen,
gleichfalls mit dunkleren Querwellen; nach der Spitze zu steht eine Anzahl unscharfer dunkler
Costalhäkchen, unter dem Apex einige fast schwarze Punkte, die Saumlinie ist unscharf dunkel:
gefleckt. Die Brausen sind bleich ockergelblich mit brauner Teilungslinie, die gegen den Tomus hin
verblaßt. Die Hinterflügel sind zart bräunlichgrau, dicht mit bräunlichen Querwellen bedeckt,
die Fransen weißlich, mit. sehr zarter Teilungslinie. Der Kopf ist dunkelbraun, der Thorax weißlich-
grau, vorn bräunlicher, das Abdomen braungrau, der Analbusch ockerbraun.
Hab. Österreich-Ungarn, Kroatien, Südost-Rußland, Nordosten von Kleinasien. (Lokal
und selten.)
8. Tortrix rigana S o d o f s k y Bull. Soc. Nat. Moskou, 1829 p. 144 tab. .3 3; T r. X,
3 p. 134; HS. IV p. 197; He i n . p. 42; h o r r i d a n a Hb. f. 327; Du p . IX tab. 256
f. 2; mo d e s t a n a T r. VIII p. 182; Var. m o n t i c o l a n a F r e y Lep. der Schweiz p. 289.
Flügelschnitt stark abändemd, bald wie bei cinctana, doch die Costa meist gerader, bald mehr
gleichbreit bis zum Tomus, Spitze gerundet, Saum mehr oder weniger gebogen, aber auch, besonders
bei Höhenformen, mehr oder weniger stark geschwungen und dann viel schräger als gewöhnlich.
Spannweite 17—20 mm. T ä f. VIII F i g . 46—49
Gewöhnlich ist die Grundfarbe der Vorderflügel rein weiß, öfters mit einem mehr oder weniger
intensiven Anflug von Rosa, die Zeichnungen sind kräftig braun, gemischt mit schwarzen Punkten
aus aufgerichteten Schuppengrüppchen; bei der V a r. m o n t i c o l a n a F r e y sind auch die
hellen Stellen großenteils, manchmal ganz mit Braungrau oder Grünlichbraun überzogen, in welchem
Falle dann die Zeichnungen wenig oder kaum vom Grund abstechen (Fig. 48,49). Bei deutlicher Zeichnung
kann man unterscheiden ein braunes Wurzelfeld, dessen Randlinie s t a r k winkel i g s a umwä r t s
vorspringt, mit schwarzen Schuppenhöckerchen besetzt ist und das einige schwarze Costalstrichel
enthält; ein steiles braunes Querband von V, der Costa v o r den Fransenansatz am Dorsum ziehend,
ganz gestreckt oder leicht gebogen, basalseitig etwas konkav, vor der hinteren Mittelrippe wurzelwärts
zahnartig vorspringend, saumwärts nicht sehr scharf begrenzt; auch in ihm stehen -schwarze
Schuppenbüschelchen in mehreren unregelmäßigen Querreihen; drei feinere oder breitere Costalhäkchen
m ziemlich gleichen Abständen vor der Spitze; eine braune Verdunkelung des Saumes, aus zusammengeflossenen
Häkchen gebildet, auch noch verstärkt durch schwarze Schuppenbüschel; die Saumverdunkelung
kann bei sehr hellen Exemplaren (Fig. 46) auf eine braune Saumlinie reduziert sein.
Im Saümfeld stehen einige feine braune Linien, undeutlichere in dem hellen Raum zwischen Wurzelfeld
und Querbinde. Bei den dunkleren Stücken (var. monticolana Fig. 48, 49) ist zunächst die Querbinde
in der Mitte saumwärts ausgeflossen, die Costalhäkchen und die Saumverdunkelung sind breiter,
erstere ins Saumfeld ausgeflossen, auch sonst die hellen Stellen bräunlich bedeckt. Endlich können
alle Zeichnungen völlig verwaschen und zerflossen sein, so daß nur im Saumfeld ein Schein der hellen
Grundfarbe übrig bleibt. Die schwarzen Schuppenhöckerchen stehen an ihrem normalen Ort, bald
verstärkt und vermehrt, bald auch schwächer und geringer an Zahl. Die Fransen sind grau oder
braungrau, meist mit dunklerer Teilungslinie, am Tornus in der Regel heller. Die Hinterflügel sind
bräunlich oder braungrau, mit zahlreichen breiten aber zarteren dunkleren Querwellen, die Fransen
bleicher, analwärts weißlich, mit dunkler Teilungslinie. Kopf und Thorax sind ungefähr von der
Farbe der Vorderflügelbasis, Gesicht und Spitzen der Schulterdecken sind meist heller, weißlich oder
ockergelb; das Abdomen ist bräunlichgrau, der Analbusch des 3 heller.
Die Raupe ist grüngraü, Kopf und Nackenschild sinifeelergelb. Sie lebt im Mai und Juni,
dann imzweitar Generation vom September an, wohl überwinternd, am Boden in einem röhrenförmigen
Gespinst-an Anemone pulsatillai Der Falter fliegt im April Und Mai, dann wieder im Juli bis in den
Augüst, ziemlich lokal.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Großbritannien und Holland); Südeuropa; Livland,
iiisöhweden; Sibirien. .Die Var. monticolona Frey in den höheren Alpengebieten, Wallis.
9. Tortrix rhodophana H S. IV p. 234; Fig. 368; Led. Wien. Monatsschr. 1863 p. 44
tab. 1 f. 10; Wl s hm. Monthly Mag; 1900 p. 152.
L o r d W a l s i n g h a m 1. e. stehlt diese Art zur Epiblemidengättung P y g o l o p h a .
Ich habe «tt dem allerdings einzigen $4<jUfe mir zur Verfügung stand, nichts von den Eigentümlichkeiten
dieser Gattung, vvedor den CostalumSehlag, noch die Behaarung der hinteren Mittelader auf
den Hmterflugeln, ®ch auch den betreffenden Aderverlauf bemerken können, und muß daher das,
was ich für «chese Spezies halte, hierherstellen, wie es bisher immer geschah.
Costa der Vorderflügel ganz sanft gebogen, etwas stärker gegen den Apex hin, dieser gerundet,
Saum schräg, leicht gebogen; die Flügel saumwärts etwas verbreitert ; Hinterflügel mit gerundetem
Saum, unter der Spitze nicht deutlich eingezogen. Spannweite 14—18 mm. Taf . VIII F ig. 50 $.
Die Vorderflügel sind blaß graurötlich; ein kleines Basalfeld mit einigen schwärzlichen Stricheln
ist ziemlich dunkelbraun: seine Grenzlinie bildet einen stumpfen Winkel mit dem Scheitel in der
Falte und zieht von der Costa aus senkrecht; an der Mitte der Costa beginnt bräunlich ein aus drei
Costalstrieheln zusammengesetztes Schrägband, das sich auf der vorderen Mittelader senkrecht
zum Dorsum wendet, wobei seine distale Begrenzung den Fransenansatz am'ifemus trifft. Dieser
dorsale Teil ist breiter als der costale und schwärzlich verdunkelt mit drei Reihen scjrwarzer Schuppenbüschelchen;
im Saumfeld finden sich einige kleinere dunlMfchuppenhöckerchen. Der ganze Saum
ist verwaschen schwärzlich verdunkelt, und die Fransen sind fast schwarz. Längs der Costa stehen
undeutliche braune Häkchen, darunter ein größeres zwischen Schrägbinde upd Apex; aus einigen
ziehen undeutliche dunklere Linien zum Dorsum. Die Hinterflügel sind bräunlich, am: dunkelsten
an der Spitze, basal- und analwärts äüfgehellt mit zahlreichen zarten bräunlichen Querwellen; die
Fransen Sind blasser mit zarter Teilungslinie. Der Kopf mit den Palpen ist schwärzlich, der Thorax
braun, die Schulterdeckern an ihren Spitzen etwas heller, das Abdomen bräunliehgrau, nach hinten
samt dem Analbusch mehr gelblich.
Hiermit stimmt die Originalbeschreibung und die Abbildung von H e r r i c h - S c h ä f f e r
völlig überein: „Albido-rosea, basi, fascia media et limbo cum ciliis nigricante. Der Simplana am
nächsten, die Mittelbinde nicht unterbrochen, an der schmaleren Vorderrandshälfte hellbraun, an
der breiteren bis gegen den Afterwinkel ausgedehnten Innenrandshälfte schwärzlich. Gegen die
Spitze keine so deutlichen Doppelhaken, der Saum breiter schwarz. — Kopf und Palpen schwärzlich.“
Der Falter fliegt im April und Mai, ist überall, wo er vorkommt, vereinzelt und selten;
K r ü p e r fand ihn „nicht selten“ auf dem mazedonischen Olymp. (Stgr. Hör. Soc. Ent. Ross.
XV. 1879.)
Hab. Südeuropa (mit Ausnahme von Spanien und Portugal), Nordwesten von Kleinasien
(Brussa).
10. Tortrix adulterinana Ke n n . Iris XIII, 1900 p. 221.
Form der Vorderflügel wie bei cinctana auch ähnlich rhodophana. Spannweite 15 mm.
T a f . VIII Fi g . 51 $ (Typ)e.