
Mitte der Costa zieht ein schmales kastanienbraunes, dunkler gemischtes Band geschwungen in
die Spitze eines gleichfarbigen schrägen Praetornalflecks; vor letzterem stehen im violettbräunlichen
Grund verwaschene hellere Schräglinien, eine feine helle Linie begleitet auch den proximalen Rand
des Schrägbandes. In der zweiten Hälfte der Costa stehen feine braune Schrägstrichel in hell weißem,
etwas glänzendem Grund; aus dem zweiten auf das Schrägband folgenden zieht eine feine braune
Linie, die sich bald so verbreitert, daß sie das Saumfeld vom Apex bis zum Tornus mit gelbbrauner
Färbung erfüllt; es bleibt nur unmittelbar hinter dem Schrägband ein schmaler Streif der Grundfarbe,
in der noch ein schwach grauer Schatten liegt. Der Spiegel ist in der gelbbraunen Füllung
des Saumfeldes durch zwei parallele, leicht gebogene, senkrechte Silberlinien eingefaßt, und enthält
zwei schwarze Längsstriche; er ist schmal und vom Tornus ziemlich entfernt. Die Fransen sind
bräunlich, an ihrer Basis samt dem Saume dunkel bestäubt und noch mit feinen Staublinien versehen.
Die Hinterflügel sind blaß bräunlich, gegen Saum und Spitze etwas dunkler, die Fransen
bleich bräunlich, gegen den Tornus noch heller, mit zarter, bräunlicher Teilungslinie.
Der Falter fliegt im Juni.
Hab. Süd-Ural, Ostsibirien, Amurgegend.
82. Semasia messingiana F. R. p. 89 t. 40 f. 1; F r r. t. 324 f. 5; HS. IV p. 244; He in ,
p. 167; lignana S n ei l . Tijdskr. XXVI p. 205 t. 12 f. 5.
Vorderflügel lang und schmal, saumwärts schwach verbreitert, Costa gerade, vor dem Apex
etwas gebogen, Saum schräg, leicht geschwungen; Hinterflügel leicht gerundet, unter der Spitze
flach eingezogen. Spannweite 19 mm. T a f . XX Fi g . 21 <£. (Etwas zu bräunlich.)
Der Thorax ist graubräunlich, Kopf und Schulterdecken sind bleicher, gelblich, das Abdomen
ist bräunlichgrau. Die Vorderflügel sind bleich ockergelblich; auf Ader V und zuweilen auch am
Dorsum ist feine braune Bestäubung; aus der Wurzel zieht eine geschwungene braune Linie, am
Ende ein wenig costalwärts gebogen bis vor die Mitte, eine andere liegt unter der Costa. Etwa in
der Mitte der Costa steht ein dunkelbrauner Schrägschatten, saumwärts scharf, wurzelwärts verwaschen;
er reicht bis zur Flügelmitte, wo er sich zuspitzend verwaschen zum Tornus hin auszieht;
er ist gleichsam abgeschnitten durch eine Reihe brauner Strichei auf Ader IV2; in der zweiten Hälfte
der Costa steht ein schwacher bräunlicher Schrägschatten, dann zwei Paar dunkelbraune Häkchen,
deren Zwischenraum jedesmal heller braun ausgefüllt ist; der Apex selbst ist bis gegen die Mitte
des Saumes hin dunkelbraun; zwischen ihm und dem davorstehenden Häkchenpaar zieht ein bräunlicher
Schatten herunter zur Mitte des Saumes. Der Spiegelraum ist gegen die Costa abgegrenzt
durch eine braune Aderlinie, die sich hinter dem Spiegel herunterbiegt, dem Saum entlang zum Tornus,
und die den Spiegel auch saumwärts umgrenzt. Der so umfaßte Raum ist costalwärts leicht bräunlich,
gegen den Tornus hin wie die Grundfarbe und enthält zwei bräunliche Längslinien, auf denen bisweilen
noch schwarze Punkte stehen. Mitunter ziehen wurzel- und saumwärts auch matte Silberlinien
am Spiegel hin, auch die hellen Linien zwischen den Häkchen, besonders unmittelbar vor dem
Apex können leichten Silberglanz haben. Die Fransen sind hinter einer feinen braunen Basallinie
schmal gelblich, dann bräunlichgrau. Die Hinterflügel sind blaß braungrau, die Fransen fast weiß,
an ihrer Basis gelblich.
Die Raupe lebt von Ende September bis in den Mai in den Wurzeln von Artemisia campestris
und verpuppt sich in der Wohnung. Der Falter fliegt im August und September.
Hab. Nordeuropa, Ungarn, Galizien, Südostrußland, Ostsibirien; auch Andalusien wird
angegeben.
83. Semasia obliquana E v . Fauna Volgo-Ural. p. 528.
Vorderflügel schmal, saumwärts kaum verbreitert, Costa gerade, hinter der Mitte sogar flach
konkav, Apex gerundet, Saum ungemein1 schräg, leicht gebogen, Tornus flach; Hinterflügel schmal,
Saum flach gebogen, unter dem scharfen Apex gerade. Palpen lang. Spannweite 17 mm. Taf. XX
F i g . 22 0 r i g i n a 1.
^ Der Kopf mit den Palpen ist weiß, der Thorax weiß, seitlich und in der Mitte graugrün längsgestreift,
das Abdomen ist weißlich. Die Vorderflügel sind rein weiß; aus, der'Wurzel zieht an der
Costa, in der Mitte und am Dorsum je. eine kurze grünlichgraue Strieme; bei ffi des Dorsum steht
ein hoher, allmählich verschmälerter, scharf olivbrauner Schrägstreif, dem Saume annähernd parallel
gerichtet, der bis gegen die Querader hin reicht. Über seinem Ende sieht in der Mitte der CiSsta
em viereckiger blaß graugrünlicher Fleck und weiterhin bis zum Apex noch etwa vier gleichfarbige
Häkchen, das letzte im Apex selbst; am Saum herunter zieht eine feine graugrünliche Linie und
davor stehen mehrere graugrünliche LängswisShe, wie ein zerrissenes; dem Saum parallellaufendes
Schrägband, ein gl|iihfarbiger viereckiger Fleck steht am; Dorsum vor dem Tomus. Die Fransen
sind weiß, nach außen leicht gebräunt, mit scharfer brauner Teiiuhgslinie nahe der Basis. Die Hinterflügel
sind ganz blaß, schmutzig weißlich, mit einem von der Unterseite durchscheinenden dunkleren
Streifen vor dem Apex, eine Strecke am Sauitfl entlang; die Fransen sind lang, weißi mit zartgrauer
Teilungslinie.
Hab|||üdostrußland (Sarepta|gH||
84. Semasia arabescana Ev. Fauna Volgo-Ural. p. 528; HS. IV p. 245; f. 358.
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts kaum verbreitert, Costa fast gerade, Saum mäßig
schräg, ganz schwach gebogen; Hinterflügel etwas bauchig gerundet, unter der Spi|§j flach. Spannweite
18—19 mm. T a f . XX F i g . 23"ffc(Der Grund soll-weiß sein.)
Kopf und:Thorax sind weiß, letzterer mit grünlichgrauem LängsStreif, Abdomen weißgrau.
I l i l f Grundfarbe der Vorderflügel ist weiß, die dunkeln Zeichnungen sind kräftig olivgrün. An der
Wurzel steht unter der Costa ein kurzer Längsstrich,' am Dorsum ein Schrägstrich bis zur Falte;
bei ■/, des Dorsum « lä n g e re r und breiterer Schrägstreif, der bis über die M it» reicht, ihm gegenüber
an der Costa ein kleiner Schrägwisch. Bei & derßbsta hängt ein gegen den Tornus zielender Schrägstreif,
der aber an der Spiegelstelle scharf abgeschnitten endet ; vor dem Tornus liegt ein halbeiförmiger
großer Fleck und ihm sitzt ein in den Spiegelraum reichender schmaler Schrägfleck auf. Bei y3 der "
Costa entspringt wieder ein Schrägstreif, dem vorigen parallel; er teilt sich in einen Ast, der in den
Apex zieht, und einen anderen, der gegen die Mitte des Saumes und dann an diesem herunter zum
Tornus läuft. An der Costa vor der Spitze steht noch ein klein® Fleck, ebenso zwei am Saum unter
der Spitze. Zwischen allen diesen Zeichnungen ist der weiße Grund bald schmäler, bald breiter zart
bräunlich geteilt, so daß die weiße Grundfarbe als Umsäumung aller dunkeln Figuren erscheint'
Die Fransen sind weiß mit olivgrüner Teflungslinie nahe ihrer Basis. Die Hinterflügel sind weißlich,
die Fransen reinweiß mit feiner graulicher Teilungslinie.
Hab. Ural, Sarepta, Armenien.
85. Semasia labyrinthicana Chr . Hör. Soc. Ent. Ross. IX, 1872, p. 17 t. 1 f. 14.
Vorderflügel breit,:' saumwärts kaum verbreitert, Costa gerade; sogar etwas konkav, Apex
spitz, Saum mäßig schräg, geschwungen; Hinterflügel breit, Saum stark gerundet, unter dem Apex
flach. Spannweite 25 mm. T a f . XX F i g . 2 4 .^ SD e r helle Grund zu dunkel.ffi
Kopf und Thorax sind blaß bräunlich, das Abdomen ist etwas grauer. Die Grundfarbe der