
III. Gattung: Phiaris (Hb.) Ke n n .
Penbhina L e d. p. p.
Sericoris (T r.) H e i n. p. p.
Eucosma M e y r. p. p..
Olethreubes Rbl . p. p. Walsingbam.
Bezüglich des Namens dieser Gattung verweise ich auf Pag. 51, 52.
Das Hauptmerkmal der hierher zu rechnenden Arten ist der nach oben umgeklappte Dorsalrand
der Hinterflügel (Taf. II, Fig. 20). Der Saum ist an Ader ß etwas eingekerbt und der dorsal
von genannter Ader liegende Flügelteil, der einen verstärkten Rand besitzt, ist einfach nach oben
umgeschlagen. Ein Haarpinsel fehlt an den Hinterschienen, der Thorax ist ungeschopft. Die Äderung
der Vorderflügel zeigt nichts Besonderes, auf den Hinterflügeln entspringen die Adern I I und III,
dicht beisammen, aber getrennt und laufen eine Strecke weit parallel; III3 und IVj kommen aus
einem Punkt, IIIi an der Basis gebogen, ist diesem Punkt angenähert.
Der Dorsalumschlag der Hinterflügel ist am breitesten bei Phiaris arcudla C 1., und hier soll
er besonders bei den japanischen Vertretern der Art am größten sein; andere Arten der Gattung
haben die Auszeichnungen viel schwächer. Indessen zeigen alle ihre engere Zusammengehörigkeit
auch in der Flügelzeichnung, indem starke Bleilinien den Flügel quer durchziehen, entweder allein,
oder als Umrandung breiterer Binden.
Die hierher gehörigen Arten haben nur eine Generation und sind meist Bewohner nördlicher
Gegenden oder höherer Gebirge; nur Ph. arcudla ist ziemlich allgemein und weit verbreitet. Ihre
Biologie ist teilweise noch unaufgeklärt.
1. Phiaris arcuella C1. Icones t. 10 f. 8; Wi 1 k. 191; S n e 11. II, 1 p. 296; M e y r. p. 465;
Wl shm. Ann. & Mag. (7) IV p. 127; arcuana L. Faun. Suec. No. 1317; H b. f. 33; T r. VIII p. 166;
X, 3 p. 84; W o o d f. 973; D u p. IX t. 248 f. 6; H S. IV p. 250; He i n . p. 131.
Vorderflügel saumwärts. kaum verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex gerundet, Saum schräg,
gestreckt; Hinterflügel spitz, Saum gerundet, unter dem Apex flach eingezogen. Spannweite bis
19 mm. T a f . XVII, Fig. 52 $.
Kopf, Thorax und der größte Teil der Vorderflügel sind lebhaft orangerot, in seltenen Fällen
auch bräunlich verdunkelt; hinter der Mitte sind die Vorderflügel gelblich weiß aufgehellt; diese
Stelle ist durch eine aus dem Tornus aufsteigende Silberlinie, die sich bogenförmig bis hinter die
Mitte der Costa erstreckt, scharf abgegrenzt und in ihrem distälen Teil graubräunlich abschattiert;
sie enthält feine schwarze Längslinien, im dorsalen Abschnitt von ebensolchen Querlinien gekreuzt
und einen dicken schwarzen Längsfleck, in dem drei Silberfleckchen stehen. Hinter der genannten
Silberlinie stehen noch zwei gerade zugespitzte im Apikalfeld, ebenso wie die erstere auf ihrer basalen
Seite fein schwarz gerandet; vor der Mitte zieht eine starke, fast gerade Silberlinie, beiderseits schwarz
eingefaßt, quer über den Flügel und an der Basis finden sich drei längliche Silbertropfen, einer längs
gerichtet aus der Mitte der Wurzel, einer ebendaher gegen das Dorsum geneigt, ein dritter schräg
gerichtet, aus der Costa; auch in der Mitte der Costa hängt noch ein Silberhäkchen. Vor der Spitze
trägt die Costa einige schwarze Strichei mit hellgelblichen Zwischenräumen'. Die Fransen sind bleigrau
glänzend, ihre Basallinie ist schwarz. Die Hinterflügel sind dunkel schwarzbraun, die Fransen
gelblich mit schwarzbrauner Teilungslinie. Das Abdomen ist schwarzgrau, z. T. mit gelber Bestäubung.
Die Raupe ist dunkel violettgrau, der Kopf hellbraun, Näckenschild fast schwarz, Analklappe
braun.. Sie lebt im April (wohl überwintert) am Boden unter abgefallenem Laub und nährt sich
dort von welken Blättern und absterbenden Pflanzenteilen. Der Falter fliegt von Ende Mai bis Juli,
stellenweise häufig.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Skandinavien, Kleinasien, Armenien, Daurien, Sibirien, Korea,
Japan.
2. Phiaris boisduvaliana Dup. IX p. 507 t. 262 f. 8; Z. Isis 1846 p. 226; H S. IV p. 250;
f. 344; He i n . p. 120.
Vorderflügel saumwärts ein wenig verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum mäßig schräg,
gebogen; Hinterflügel bauchiger als bei voriger Art, Apex weniger vorgezogen. Spannweite 15 bis
16 mm. T a f . XVII, F i g . 53
Die Vorderflügel sind grünlich ockergelb bis gelblich olivgrün, an der Basis und am Dorsum
etwas dunkler bestäubt; an der Costa stehen nahe der Wurzel einige schwarze Strichei und ein Bleifleckchen
; vor der Flügelmitte ziehen zwei starke bleigraue Glanzlinien parallel quer über den Flügel,
von denen die basale das Dorsum nicht immer erreicht; der Raum zwischen ihnen ist öfters etwas
heller, als die übrige Fläche und durch eine feine dunkle Linie geteilt; vor dem Tornus erhebt sich
vom Dorsum eine bleiglänzende Bogenlinie, die sich zur Flügelmitte biegt; der Raum zwischen ihr
und der vorhergehenden Glanzlinie ist von feinen schwarzen Längslinien, auch einigen Querlinien
durchzogen; in der costalen Flügelhälfte finden sich längere schwarze den Adern entsprechende
Längslinien, die aber den Saum nicht erreichen; aus der Mitte der Costa zieht eine Bleilinie schvrach
gebogen zum Tornus, zwaschen ihr und dem Apex entspringen noch zwei kürzere schräge Bleilinien.
Die Fransen sind wie die Fläche gefärbt mit einer grauen Basal- und Teilungslinie. Die Hinterflügel
sind dunkel schwarzbraun, die Fransen fast weiß mit brauner Teilungslinie. Kopf und
Thorax sind olivgrün, das Abdomen ist etwas grauer.
Die Raupe, von H e i n e m a n n an Pinus abies vermutet, lebt wahrscheinlich ähnlich wie
die vorige. Der Falter fliegt im Juni.
Hab. Norddeutschland, Westrußland, Lappland, Galizien.
3. Phiaris scoriana Gn. Ind. p. 24; metalliferana HS. IV p. 223; f. 204; He i n . p. 119;
metailicana Dup. IX t. 246 f. 6.
Vorderflügel ziemlich gleichmäßig breit, Costa fast gerade, Apex stumpf, Saum ziemlich steil,
gebogen; Hinterflügel breit, Saum stark gebogen, unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite
17:—18 mm. Ta f . XVII, F i g . 54.<?.
Kopf und Thorax sind dunkel olivbraun, ockergelb gemischt, besonders in den Spitzen der
Schulterdecken; das Abdomen ist kaum heller, der Analbusch des <•? ist ockergelb. Die Vorderflügel
haben ein dunkel olivbraunes, etwas ockergelb gemischtes Wurzelfeld, das an der Costa einige