
Querlinien durchzogen; es ist am Dorsum länger als an der Costa; der darauffolgende Raum stellt
oft eine fast weiße, nur in der Mitte verdunkelte breite Querbinde dar, mit einigen dunkeln Costäl-
häkchen und verwaschenen Querlinien; indessen kann sich die Verdunkelung auch so ausdehnen,
daß sich dieser Raum kaum noch vom Wurzelfeld und der Abschlußbinde abhebt; letztere ist ziemlich
schmal, von Costa bis Dorsum gleichmäßig breit, steht senkrecht und ist braun bis schwärzlich;
auf ihrer distalen Seite hat sie über der Querader einen, oft durch einen schwarzen Punkt abgeschlossenen
Vorsprung und einen zweiten kleineren darunter, wodurch eine kleine helle Bucht des Saumfeldes
umfaßt wird; zuweilen vereinigen sich beide Vorsprünge und schließen dann einen kleinen hellen
Fleck ein; hinter der Binde erhebt sich vor dem Tornus ein schmaler höherer brauner Streif, manchmal
undeutlich, mitunter auch als ziemlich hohe Linie, davor kann auch noch ein schwarzes Fleckchen
stehen. Das Saumfeld ist schmutzig weiß; an der Costa stehen etwa vier meist recht unscharfe Häkchen;
nur aus den beiden vor der Spitze zieht eine Schräglinie zum Saum; sie ist, wie die Flügelspitze selbst,
dunkelbraun, zuweilen aber auch rostrot (phlomidana) und zieht sich auch etwas am Saum herunter;
auf diesem steht noch ein schmaler brauner oder auch grauer Saumstreif, der die Costa nicht erreicht,
oft aber schwarze Aderstrichel enthält; die Tornusgegend bleibt ganz hell oder nur andeutungsweise
grau bewölkt. Die Fransen sind graubraun, oft etwas gescheckt, mit fein dunkler Basallinie, am
Tornus breit weiß. Die Hinterflügel sind beim d schmutzig weißlich, am Saum bräunlich bis grau,
zuweilen aber auch im ganzen grauer, beim 2 bräunlichgrau, die Fransen weißlich bis bräunlichgrau.
Das Abdomen ist hellgrau.
Die Raupe lebt auf Phlomis.
Hab. Sizilien, Dalmatien, Griechenland, Kleinasien, Ferghana.
28. Argyroploce lapideana HS. IV p. 231; f. 246; Wal l gr. Tidskr. 1889 p. 58; digitalitana
M ü h 1 i g Stett. ent. Zeit. 1863 p. 72.
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa schwach gebogen, Saum steil, schwach
gebogen, Hinterflügel breit, Saum unter der Spitze eingezogen. Spannweite 16—18 mm. Taf.
XVI, F i g . 32 ?.
Kopf und Thorax sind blauschwarz; das Wurzelfeld der Vorderflügel ist gleichfalls dunkel
schwärzlichblau, von schwarzen Querlinien durchzogen und durch eine gebrochene schwarze dickere
Linie abgeschlossen; das folgende Querfeld ist an Costa und Dorsum etwas gelblich aufgehellt, sonst
dunkel blaugrau mit zerrissenen schwarzen Querwellen; die Abschlußbinde ist zerrissen schwarz,
die Zwischenräume dunkel blaugrau ausgefüllt, nach dem Dorsum hin mehr in Linien zerspalten;
sie macht in der Mitte eine Biegung saumwärts; vor dem Tornus steht ein hoher brauner Dorsalfleck,
deutlich isoliert mit schwarzen Längsstrichen. Das Saumfeld ist schmutzig fleischrötlich, an der
Costa am hellsten; hier stehen schräge bräunliche Strichei mit ganz feinen dazwischen; die letzten
vor der Spitze sind schwärzlich und verlängern sich zu schwärzlichen Linien nach dem Saum,
wodurch die Flügelspitze ziemlich verdunkelt wird; darunter steht ein brauner Saumstreif mit schwärzlichen
Aderstrichen, der breit dem Saume bis über dem Tornus aufsitzt und undeutlich bis zum dritten
Costalstrichel zieht; zwischen ihm und der Querbinde liegt noch eine blaugraue Verdunkelung in der
Flügelhälfte, die sich blasser gegen den Tornus erstreckt. Die Fransen sind fleischrötlich, an der Spitze
und über dem Tornus breit, dazwischen einige Mal schmal dunkel durchschnitten, mit kräftiger
dunkler Basal- und feinerer Teilungslinie. Abdomen und Hinterflügel sind sehr dunkel braun, die
Fransen bräunlich gelb, nach dem Tornus hin grau mit dunkelbrauner Teilungslinie..
Die Raupe ist gelblichweiß mit dunkleren Wärzchen, Kopf und Nackenschild sind braun;
sie lebt vom Herbst bis Ende April in Stengel und Wurzel von Digitalis ambigua. Der Falter
fliegt im Mai und Juni.
Hab. Deutschland, Schweiz, Schlesien, Ungarn, Serbien, Frankreich, Schweden; Bithynien.
29. Argyroploce oblongana Hw. Lep. Brit. p. 433 No. 123 $; Wood f. 893; Rag. Ann.
Soc. Ent. France 1894 p. 201; M e y r. p. 463; marginana H w. 1. c. p. 433 No. 124 d; Wo o d f. 892;
He i n . p. 109; B a r r . Monthly Mag. IX p. 126, 177; sellana G n. Ind. p. 19; HS. IV p. 230; f. 183;
He i n . p. 110; S n e 11 II, 1 p. 278; M e y r. p. 463.
Aberr. adelana Rb l . Zool.-bot. Ver. 1892 p. 526.
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, mitunter auch kaum merkbar, Costa sehr flach
gebogen, Apex stumpf, Saum mäßig schräg, schwach gebogen; Saum der Hinterflügel ziemlich flach
gerundet, unter der Spitze'kaum eingezogen. Spannweite 14—18 mm. Taf. XVI, Fig. 33, 34 $$.
Kopf und Thorax sind braun, letzterer mit hellerer Mischung; auf den Vorderflügeln ist ein
Wurzelfeld rostbraun mehr oder weniger stark mit dunklem Blaugrau gemischt; zuweilen ist es ganz
einheitlich, von dunkeln Querlinien durchzogen und deutlich durch eine leicht gebogene Linie abgegrenzt,
gleich weit an Costa und Dorsum reichend; in anderen Fällen ist es costalwärts bis zu bräunlich
fleischfarben aufgehellt, am Dorsum recht dunkel blaugrau und durch eine unregelmäßig zerrissene
oder in Flecke zerteilte schwarze Linie ungenügend abgeschlossen; der darauffolgende ziemlich
breite Querraum ist in vielen Fällen eine hell fleischrötliche gleichbreite Querbinde, an der Costa
mit rostbraunen Häkchen und Stricheln, in der Mitte blaugrau verdunkelt, am Dorsum mit blässerem
Grau gemischt und von Querlinien durchzogen; bei anderen Stücken ist er über der Falte so
dunkel blaugrau ausgefüllt, daß nur ein schmaler Fleck an der Costa und der dorsale Teil hell bleiben,
letzterer aber auch mit Blaugrau erfüllt; die Abschlußbinde des dunklen Flügelteils ist ziemlich
schmal, kastanienbraun, an der Costa, in der Falte und über der Subdorsalis oft kräftig geschwärzt;
sie zieht ganz quer von der Mitte der Costa hinter die Mitte des Dorsum; ihr distaler Rand faßt mit
zwei zahnartigen Auswüchsen ein helles Fleckchen ein (in Fig. 33 leider nicht ausgeprägt), welches
noch dadurch mehr abgeschlossen wird, daß der eigentlichen Querbinde eine verwaschene blaugraue
und bräunliche Bestäubung anliegt, die ihre Grenze nach dem Saumfeld unscharf erscheinen läßt.
Das Saumfeld selbst ist bräunlich fleischrötlich; an der Costa stehen drei stumpfe rostbraune Häkchen
und die Spitze selbst ist schmal rostbraun; aus dem Häkchen vor der Spitze zieht eine rostbraune
Schräglinie in den Saum, der auch bis gegen den Tornus etwas braungrau angelegt sein kann; ein
nicht immer gut ausgeprägter Saumstreifen ist bräunlich bis blaugrau mit undeutlichen Aderstrichen;
er erreicht die Costa nicht und zuweilen sind an seiner Stelle nur einige Pünktchen; solche stehen
auch oft im basalen Teil des Saumfeldes in der Mitte, vor dem Tornus steht auf dem Dorsum ein
verschieden scharf umrandeter bräunlichgrauer Schrägfleck , zuweilen mit schwarzen Stricheln, ein
wellig saumwärts geneigt und dahinter über dem Tornus ein bräunlicher Schatten. Die Fransen
sind am Tornus rötlichweiß, sonst dunkel graubraun mit feiner schwarzer Basallinie. Die Hinterflügel
sind ziemlich dunkel braungrau, beim d meistens, jedoch nicht immer, weißlich und nur am
Saume dunkel; die Fransen sind bräunlichweiß (in den Abbildungen viel zu gelb) mit braungrauer
Teilungslinie; das Abdomen ist braungrau.
Als Aberr. adelana bezeichnet R e b e l sehr stark verdunkelte Stücke, deren Vorderflügel
fast einfarbig braun erscheinen; bei Exemplaren, die ich sah, waren Wurzelfeld, Querbinde und die
Zeichnungen des Saumfeldes auf braunem Grund in tief dunkelbrauner, fast schwärzlicher Farbe
deutlich in typischer Anordnung und Form zu erkennen; von Weißlich oder fleischrötlicher Färbung
Zoologica. Heft m. 49