
dahinter eine dunkelbraune feine Saumlinie. Einige schwarze Schrägstrichel an der Costa, mehrere
ganz feine schwarze Schuppenhöckerchen vor der Spitze und zwei größere in der Falte hinter der
ersten Silber binde vervollständigen die Zeichnung. Die Fransen sind vor einer feineren rotbraunen
Teilungslinie hell orangegelb, dahinter goldgelb, am Tornus grau. Die Hinterflügel sind dunkel
schwärzlichbraun, die Fransen heller bräunlich mit schwacher Teilungslinie. Kopf und Thorax sind
goldgelb, letzterer bräunlich gemischt, das Abdomen ist braungrau.
Hab. Ostsibirien (Südliches Ussurigebiet.)
B e i a l l e n f o l g e n d e n A r t e n d e r G a t t u n g m ü n d e t A d e r IV6
d e r V o r d e r f l ü g e l i n d e n S a um u n t e r d e r S p i t z e .
18. Tortrix bergmanniana L. Syst. Nat. ed. X p. 218; Hb. f. 340; T r. VIII p. 121; Wood
f. 1115; Dup . IX p. 114 tab. 241 f. 5; HS. IV p. 170; H e i n p. 48; Sn ei l . II, 1 p. 214; Meyr .
p. 536; r o s a n a H b . f. 137.
Die Vorderflügel breit, saumwärts nur wenig verbreitert, Costa sanft gebogen, Apex ziemlich
spitz, Saum steil, jedoch nicht ganz senkrecht, fast gerade, Tomus flach gerundet. Spannweite
12—15 mm. Taf . IX F i g. 5 £.
Die Vorderflügel sind zitronengelb, durch die fein rostbraunen Adern und gleichfarbige Querlinien
in der Saumhälfte etwas gegittert, im Basalteil mit einigen unregelmäßigen rostbraunen Linien
durchzogen; das Saumfeld ist außerdem, am stärksten über dem Tomus, fein roströtlich bestäubt;
die Costa ist fein dunkelbraun, ebenso die breite Saumknie, die den Tornus nicht erreicht und auf der
ein feiner Silberstrich in ihrer ganzen Länge liegt. Nahe bei der Basis entspringen aus der Costa
zwei wurzelwärts gerichtete dunkel braunrote Strichei, die sich vereinigen; ihr Zwischenraum ist
mit Silber ausgefüllt; dicht dahinter entspringt aus der Costa ein breiteres silbernes Schrägband,
das in der Flügelhälfte gebogen ist, so daß es senkrecht auf die Mitte des Dorsums ausläuft; an der
Costa ist es verbreitert, beiderseits dunkelbraun gesäumt und durch ein ebensolches Costalhäkchen
gegabelt. Hinter ihm steht in der Falte ein verschieden großes schwarzes Schüppenbüschel; und hinter
diesem erhebt sich vom Dorsum eine bleiche Silberlinie, ohne dunklen Saum bis über die Flügelmitte;
dann folgt etwas vor 2/ 3 der Costa wieder ein gebogenes, dunkelbraun gesäumtes Silberband, das in
in den Tomus mündet; zwischen ihm und dem Saumstreifen stehen kurze dunkelbraune Schrägstrichel
an der Costa, deren Zwischenräume auch fein silbern ausgefüllt sein können. Die Fransen sind goldgelb,
nach außen blaßgelb, am Tornus grau. Die Hinterflügel sind dunkelgrau, die Fransen heller,
mit dunklerer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind gelb, letzterer bräunlich gemischt, besonders
im Schopf, das Abdomen ist grau.
Die Raupe ist gelblich- oder grünlichweiß, Kopf und Nackenschild sind schwarz. Sie lebt
im Mai und Anfang Juni an Rosenarten, besonders wilden, auch Rhamnus cathartica, wo sie mehrere
Gipfelblätter zusammenspinnt und diese an eine Blütenknospe anheftet, die sie an- und ausfrißt.
Der Falter fliegt im Juni und Juli; überall häufig und oft störend durch den Raupenfraß.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Norditalien, Dalmatien; Nordamerika. (In, den Alpen bis
6500 Fuß Höhe.)
19. Tortrix conwayana F. Syst. Ent. p. 653 No. 45; Wo o d f. 1117; He i n . p. 49; S n e 11.
II, 1 p. 214; Meyr . p. 536; h o f m a n n s e g g a n a Hb. f. 150; T r. VIII p. 287; X, 3 p. 74;
Du p . IX p. 119 tab. 241 f. 7; Wo o d f. 1116 ( h o f f m a n s e g g i a n a ) ; s ub d u r a n t i a n a
Wo o d f. 1118 (Aberr.).
Vorderflügel ausgesprochen dreieckig, saumwärts stark verbreitert, Costa ganz schwach gebogen,
Apex spitz, Saum lang, sehr schräg, fast gerade gestreckt. Spannweite 11—14 mm. Taf .
IX F i g . 6. $.
Die Vorderflügel sind lebhaft gelb, stellenweise mit rostrot gemischt, in der Saumhälfte rostrot
bis schwarzbraun, mehr oder weniger stark verdunkelt, mit metallisch bleiglänzenden Punkten und
Linien; in der Mitte des Dorsums steht immer ein unregelmäßig viereckiger, blaßgelber Fleck. Ein
•kleines Wurzelfeld wird abgeschlossen durch eine gebogene Bleilinie, die beiderseits fein braun gesäumt
ist; sowohl basal- wie distalwärts von ihr findet sich rostrote Bestäubung; letztere setzt sich in der
Flügelmitte unregelmäßig in die dunklere Bestäubung des Saumfeldes fort und trennt den hellen Dorsalfleck
von einer reicher gelben Stelle an der Costa, in welcher sich gewöhnlich noch ein kleines weißlich-
gelbes Fleckchen findet. Die dunkle Saumhälfte ist rötlich, braun und schwärzlich gemischt, zeigt
einige gelbe Costalhäkchen, am Saum entlang Bleipunkte und eine mehrfach unterbrochene Bogenlinie
mit Metallglanz von 2/ 3 der Costa zum Tornus; auch bei dem hellen Dorsalfleck stehen noch
Bleifleckchen. Die Metallflecke und Linien sind sehr verschieden deutlich und können fast ganz
fehlen. Die Fransen sind gelblich, nach außen weißlich, am Tomus schmal grau. Die Hinterflügel
sind dunkel schwarzgrau, die Fransen bräunlich bis bräunlichweiß. Kopf und Thorax sind blaßgelb,
das Abdomen ist grau.
Die Raupe ist gelblich, mit bräunlichgelbem Kopf und Nackenschild; sie lebt im September
und Oktober in Früchten von Ligustrum, Berberis, Fraxinus; erwachsen läßt sie sich zur Erde herab
und verpuppt sich in einem Gespinst; die Puppe überwintert, der Falter erscheint im Mai und Juni.
Stellenweise häufig, anderswo wieder seltener.
Hab. Ganz Europa, abgesehen vom hohen Norden, Kleinasien.
20. Tortrix aeratana n. sp.
Von der vorigen verschieden durch die gestreckteren Vorderflügel, die nicht dreieckig, sondern
mehr trapezoid sind; die Costa ist fast gerade, das Dorsum an der Basis stark gebogen, weiterhin
gerade, der Flügel saumwärts nur wenig verbreitert, der Apex stumpfer, der Saum kürzer, weniger
schräg, gestreckt; die Hinterflügel mit runderem Apex, gleichmäßig gebogenem Saum; die Palpen
länger und stärker beschuppt als bei voriger. Spannweite 14 mm. Taf. IX F i g. 7 ? (Type).
In Färbung und Zeichnung der vorigen Art nahestehend. Die Vorderflügel sind blaßgelb
von Grundfarbe, saumwärts dunkelgelb; gleich nach der Basis ist die Grundfarbe in ganzer Flügelbreite
olivenbraun verdunkelt; diese Farbe zieht in der Flügelmitte saumwärts, breitet sich hinter
der Flügelhälfte zu einer Art olivenbrauner Quer binde aus, die an Costa und Dorsum am dunkelsten
ist, zieht abermals in der Mitte weiter, um sich am Saum wieder auszubreiten. So bleibt von der
hellen Grundfarbe übrig: die schmale Flügelbasis und ein feiner Streifen an der Wurzel des Dorsums,
ein länglich viereckiger Fleck an der Costa und ein schmälerer, aber höherer am Dorsum vor der
Mitte, ein undeutlicher dunkler gelber Fleck vor dem A.?« x und ein kleinerer am Tornus. Nahe der
Basis geht eine breitere Silberlinie, dunkler gesäumt, schräg von Costa zum Dorsum, gleich hinter ihr
eine feine-, schrägere von Costa zu dem hellen Dorsalfleck; dieser und der helle Costalfleck sind saumwärts
auch silberglänzend gesäumt. Bei 2/ 3 der Costa, hinter der braunen Querbinde steht wieder
ein Silberfleck, der Anfang einer unterbrochenen Querlinie, deren übrige Teile als Silberfleckchen
vor dem. hellen Tornusfleck und am Dorsum stehen. Am Tornus selbst, vor und hinter dem gelben
Fleck stehen noch je ein Silberfleekchen und drei weitere in der Flügelspitze. Die Saumlinie ist nicht
metallfleckig. Vor der Spitze stehen zwei braune Costalhäkchen. Die Fransen sind gelb mit rost