
brauner Teilungslmie. Die Hinterflügel sind graubraun, die Fransen ockergelb, mit brauner Teilungs-
lmie dicht an ihrer Basis. Kopf und Thorax sind bleichgelb, letztere bräunlich gemischt, das Ab-
domen ist braun.
Hab. Ostküste Sibiriens (Wladiwostok).
21. Tortrix loefflingiana L. Syst. Nat. ed. X p. 217; D u p. IX p. 112 tab. 241 f. 4; W o c d
f. I U I ; HS. IV p. 170; He i n , p , 48; S n e 11. II, 1 p. 213; Meyr . p. 537; p l u m b a n a Hb.
f. 54; T r. VIII p. 118; Du p . IX p. 110 tab. 241 f. 3; W o o d f. 1110; met y p a n a Hb. f. 190.
Vorderflügel saumwärts wenig .manchmal gär nicht verbreitert, Costa gleichmäßig gebogen,
Apex sehr spitz, Saum sehr schräg, leicht geschwungen. Spannweite 14—18 mm. T a f. IX F i g. 8
c? 9 Ç (Forma ectypana Hb.).
DieseArt kommt in zwei Abänderungen vor, von denen man die eine als F o r m a p l u m b a n a
Hb., die andere als F o rm a e c t y p a n a Wo. bezeichnen kann. Bei beiden sind die Vdrflerflügel
heller oder dunkler ockergelb bis hellgelb, mehr oder weniger reichlich fein braun quergerieselt, besonders
im Saumfeld. Bei der Form p l u m b a n a zieht nahe der Wurzel aus der Costa eine rostbraune
Schräglinie, die das Dofsum nicht erreicht ; bei Vs der Costa entspringt eine breite braune Schräglinie,
oft zwei Doppellinien mit dunkel ausgefülltem Zwischenraum, die in der Falte stumpf gebrochen
zum Dorsum vor dessen Mitte zieht, dorsalwärts meist stumpf bleigrau angelegt; bei 2/ 3 der Costa
entspringen wieder zwei dunkelbraune Schräglinien, die zuerst saumwärts ziehen, dann aber gegen
den Tomus gewendet, in diesen münden; ihr Zwischenraum ist rostbraun bis dunkelbraun a.usgefüllt
und in der Flügelmitte wurzelwärts gegen die ersten Schräglinien ausgegossenf ,aus dieser Verbrïtte-
rung entspringt ein weiterer bandartiger Streifen brauner Färbung,zum Dörsum vor dem Tornus, meist
stumpf bleifarbig gemischt; auch noch spitzenwärts kann aus der Costa ein blässerer Streifen kommen,
der sich mit dem breiten braunen Band vereinigt. Der Raum zwischen erstem und zweitem Querstreif
ist im Dorsalteil des Flügels mehr oder weniger vollständig mit rostfarbiger Bestäubung erfüllt.
Bei der Form e c t y p a n a H b. ist von alldiesen dunklen Zeichnungen nur der Anfang der stärkeren
Doppellinien in dem costalen Flügelteil übrig, und die feine Querrieselung. Übrigens’ gibt eh eine
Menge Zwischenstufen zwischen beiden Extremen.
Die Saumlinie ist stets fein rostbraun, ebenso die basale Hälfte der Fransen, die distal blaß
ockergelb sind. Die Hinterflügel sind dunkelgrau, die Fransen blasser mit dunklerer Teilungslinies
Kopf und Thorax sind ockergelb, das Abdomen graui
Die Raupe ist blaßgrün bis bräunlichgrün, Wärzchen, Kopf und Nackenschild sind schwarz.
Sie lebt im Mai und Juni in einer Blattrolle auf Quercus. Der Schmetterling fliegt von Ende Juni
bis in den August in beiden Formen durcheinander um Eichen, stellenweise recht häufig.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Livland, Schweden; Kaukasus; Kleinasien.
22. Tortrix viridana L. Syst. Nat. ed. X p. 203; H b. f, 166; T r. VIII p. 96; D u p. IX p. 98
tab. 240 f. 3; W o o d f. 844; R t zb. Forstinsekten p. 232 tab. 14 f. 18; HS. IV p. 172; H e i n. p. 44;
S n ei l . II, 1 p. 208; Me yr . p. 537; s u t t n e r i a n a S c h i f f . Syst. Verz. p. 127 (Aberr.).
Costa der Vorderflügel weniger gebogen, Apex stumpfer, Saum steiler, als bei voriger, leicht
geschwungen oder gerade. Spannweite 18—23 mm. Taf. IX F i g . 10 g, 11 ¥ (Ab. suttneriana,
Schiff.).
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind zart apfelgrün, letztere reichlich dunkler grün gegittert,
die Costa ist fein ockergelb, die Fransen an der Basis grün, sonst weiß. Die Hinterflügel sind grau,
gegen die Spitze zuweilen grünlich angetuscht, daselbst mit dunkleren Sprenkeln; das Abdomen ist
grau, zuweilen grünlich angehaucht. Bei der selten vorkommenden A b e r r . s u t t n e r i a n a sind
Kopf, Thorax und Vorderflügel grünlichgelb, zuweilen noch gelber als in Fig. 11.
Die Raupe ist grün, Wärzchen und Kopf sind schwarzbraun, Nackenschild ist grünlich, hinten
mit schwarzen Punkten; sie lebt im Mai an fast allem Laubholz, auch Sambucus und Lonicera, hauptsächlich
aber an Quercus, in Blattrollen. Der Falter fliegt im Juni bis in den August; meist gemein.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Ostseeprovinzen, Finnland, Skandinavien; Kleinasien.
23. Tortrix pronubana Hb. Fig. 121 Tr. VIII p. 72; HS. IV p. 159; f. 55, 56 ?, f.
167—170 c?; He i n . p. 37; Mi l l . Ic. tab. 46 f. 1—3.; a m b u s t a n a Hb. f. 332, 333 £; Dup .
IX tab. 261 f. 5; h e r m i n e a n a Dup . IX tab. 240 f. 5 a, b f,
Die Form der Vorderflügel variabel, beim <$ meist kürzer als beim $, Costa anfangs gebogen,
später gerade, Spitze stumpf, Saum wenig schräg, fast gestreckt; beim $, aber auch mitunter beim
Costa geschwungen, der Flügel saumwärts etwas verschmälert, Saum steil und leicht geschwungen.
Spannweite 16—20 mm. T a f. IX F i g . 12, 13 &J, 14 $.
Auch die Färbung und Zeichnung ist wechselnd, doch ist die Art leicht an der lebhaft orangegelben
bis orangebraunen Farbe der Hinterflügel zu erkennen. Beim $ sind die Vorderflügel dunkel
ockergelb, durch Orangebraun bis dunkel kastanienbraun mit sehr verschieden deutlicher Zeichnung.
Normal ist (Fig. 13) ein schräg abgeschnittenes, nicht oder nur wenig dunkleres Basalfeld, eine braune
Schrägbinde, die vor y 2 der Costa beginnt und leicht geschwungen zum Dorsum vor den Tomus zieht,
ein mehr oder weniger ausgebildeter Praeapikalfleck, oft nur aus einigen dunkeln Häkchen bestehend,
dessen Braun aber auch über die ganze Flügelspitze und den Saum zum Tornus hin ausgegossen sein
kann; dazu zarte Schräglinien im Saumfeld von der Costa zum Tornus. Diese Zeichnungen können
auch zerrissener, oder verschwommen sein, bis man, besonders bei den sehr dunkeln Stücken (Fig. 12)
nur noch einige schwarzbraune Querlinien vor V2 der Costa und weiter distalwärts, die letzten dem
Saum parallel, bemerken kann. Die erste davon zeigt öfters aufgerichtete Schuppen, die weiß aufgeblickt
sind. Die Fransen sind orangegelb bis braun, am Tomus mehr grau. Die Hinterflügel sind
orangebraun, heller oder dunkler, gegen den Saum hin stets dunkelbraun; ihre Fransen sind heller
bis dunkler gelb mit brauner Teilungslinie. Unter den gibt es Stücke, die den helleren ähnlich
gefärbt sind, jedoch mit undeutlicher oder zerrissener Zeichnung; öfters sind die Vorderflügel graubraun
mit violettem Schein, mit scharfen, zum Teil unterbrochenen Querlinien, im Saumfeld mit
Gitterung von dunkelbrauner Farbe; die Schrägbinde besteht aus unregelmäßig ineinanderlaufenden
schwarzbraunen Stücken von Querlinien, die durch zwei Schräglinien einigermaßen eingerahmt sind;
aus der Gegend des Praeapikalfleckes zieht eine rotbraune stärkere Schräglinie zum Tomus. Die
Fransen sind um die Spitze dunkelbraun, nach dem Tornus hin gelblichgrau. Die Hinterflügel haben
einen viel schmäleren schwarzbraunen Saum, der zuweilen nur auf eine dunkle Saumlinie reduziert ist.
Kopf und Thorax ist stets mit der Wurzel des Vorderflügels übereinstimmend gefärbt, das Abdomen
ist braungelb bis graugelb.
Die Raupe ist graubraun oder dunkelgrün, seitlich heller, mit hellen Wärzchen, der
Kopf dunkelbraun, Nackenschild ockerbraun, hinten schwarz gestrichelt. Sie lebt polyphag,
an Aristolochia, Thymus vulgaris, Rhus, Pistacia lentiscus, Schoten von Robinia pseuda-
cacia, Daphne enidium, Nepetha calamintha und cataria, Asphodelus, Arbutus unedo, Rosmarinus,
in zwei Generationen, die erste im Juni, die zweite im Oktober als Raupe überwinternd. Der Falter
fliegt von März bis Mai und Juni, dann wieder im Juli bis in den September, ohne scharfe Grenze