
17. Polychrosis attributana Ke n n . Iris XIII p. 259.
Vorderflügel gleichmäßig breit, Costa gerade, Saum schräg, gebogen; Hinterflügel flach gerundet,
Saum unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 11—12 mm. Taf. XVIII F i g . 55 $. Type.
Kopf und Thorax sind fast ganz weiß, ein wenig gelblichgrau bestäubt, das Abdomen ist gelblichgrau.
Die Vorderflügel haben ein ziemlich großes gelbgrünlichgraues Wurzelfeld, an Costa und Dorsum
senkrecht abgeschnitten, an letzterem aber etwas saumwärts vorgerückt. Es enthält eine sehr feine
Querlinie. Die folgende Querbinde ist hell, fast weiß, schmal und wenigstens in der costalen Hälfte
fein dunkel geteilt. Dann kommt eine Querbinde von der Farbe des Wurzelfeldes, mit dem Basalrand,
der konkav ist, zur Mitte des Dorsum, mit dem Distalrand verwaschen bis zum Tornus reichend. Hinter
der Querader stehen einige schwärzliche Querstrichel. Auf das Schrägband folgt an der Costa ein
schwärzliches, scharfes Häkchen, dann ein schmäleres braungelbes, das sich in einen rundlichen,
unbestimmten Saumfleck verbreitert, dann nochmals zwei schwärzliche Häkchen, aus denen dunkle
Linien zum Saum unter dem Apex ziehen. Die Saumlinie ist dunkel gefleckt, die Fransen sind braungrau
mit dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind grau, die Fransen weißlich mit grauer
Teilungslinie.
Hab. Taurus.
18. Polychrosis quaggana Mn. Verh. zool.-bot. Ver. Wien 1855 p. 557.
Vorderflügel saumwärts verbreitert, Costa gerade, Apex gerundet, Saum schräg, etwas gebogen;
Hinterflügel flach gerundet, Saum unter der Spitze kaum eingezogen. Spannweite 14 mm. Taf . XVIII
F i g . 56 (Original.)
Kopf, Thorax und Abdomen sind fast gleichfarbig bräunlichgrau. Die helle Grundfarbe der
Vorderflügel ist gelblichweiß, gegen die Spitze hin reinweiß; sie ist aber im Saumteil nur als helle
•Umrahmung dunklerer Zeichnungen übrig. Das Wurzelfeld ist eigentlich ziemlich groß, aber im
Innern so aufgehellt, daß nur dicht an der Basis ein schmaler Teil braungrau bleibt und ein ebensolches
Abschlußband, dunkler schwärzlich gesäumt; in dem helleren Innern, am Dorsum gelblich, nach
der Costa hin grauer, ziehen einige feine graue Querlinien. Das auf das Wurzelfeld folgende helle
Querband der Grundfarbe ist gleichfalls costalwärts grau bestäubt und fein bräunlich geteilt. Etwas
vor der Mitte der Costa beginnt schmal ein braungraues Querband, basalwärts ganz gerade abgegrenzt,
saumwärts aber in der Mitte stark vorgezogen, so daß es eigentlich einen dreieckigen Fleck darstellt,.
der mit zwei Ecken an Costa und Dorsum ruht, seine dritte Ecke saumwärts vorstreckt. Dieser letzteren
kommt vom tornalen Teil des Saumes her ein ihm gleichfarbiger, schräg viereckiger Saumfleck
entgegen und bleibt nur durch eine feine weiße Linie von ihm getrennt. Beide dunkle Zeichnungen
schließen am Tornus einen rundlich dreieckigen Raum ein, der einen schräg gestellten bräunlich
grauen, aber blässeren Praetornalfleck und einen gleichfarbigen, ihn überlagernden Bogen enthält,
alles fein weißlich umrandet. An der Costa stehen drei große dunkle Praeapikalhäkchen und ein
rundlicher Apikalfleck; der Raum zwischen dunklem Schrägband und dem folgenden Costalhäkchen
ist bräunlichgrau verdunkelt und nur eine feine hellere Linie bleibt als Trennung; aus dem zweiten
praeapikalen hellen Zwischenraum zieht eine feine dunkle Linie schräg zum Saum. Die Fransen
sind bräunlichgrau, fein hell durchschnitten mit schwarzer punktierter Basallinie. Die Hinterflügel
sind graubraun, die Fransen weiß, mit braungrauer Teilungslinie.
Hab. Andalusien, Corsica, Sardinien, Sizilien, Dalmatien; Kleinasien.
19. Polychrosis einerariae No Ick. Stett. ent. Zeit. 1882 p. 183; Ra g. Ann. Soc. Ent.
France 1894 p. 211; quaggana Mil l . (non Mn.) Icon. III t. 152 f. 4—7.
Vorderflügel von der Wurzel an schon breiter, wenig oder nicht saumwärts verbreitert. Costa
ziemlich gerade, Saum schräg, gebogen; Hinterflügel gleichmäßig flach gerundet, Saum unter der Spitze
kaum eingezogen. Spannweite 16 mm. Taf. XVIII Fi g . 57 $ Ty p e .
Kopf und Thorax sind bräunlichweiß, das Abdomen ist etwas grauer. Die Vorderflügel sind
eigentlich weiß, längs der Costa zart aschgrau, aber so mit feinen aschgrauen Querlinien bedeckt,
daß der Gesamteindruck dadurch hellgrau wird. Die Wurzel selbst ist in geringem Umfang bräunlich, ^
und da, wo sonst das Wurzelfeld endigt, findet sich ein schmales, stumpf geknicktes grünlichbraunes
Querband. Ein ähnliches, ein wenig breiter, zieht vor der Mitte der Costa aus dieser schräg bis über
die Flügelhälfte und tritt vor seinem Ende saumwärts in stumpfem Zahn vor; von ihm durch hellen
Grund getrennt, aber als Fortsetzung erscheinend, steht am Dorsum ein schmaler Praetornalfleck
von gleicher Farbe, costal und saumwärts von Weiß umgeben, wie auch das Schrägband über und
um seinen Vorsprung weiß gesäumt ist. Spitzenwärts über dem Praetornalfleck liegt ein fünfeckiger
Saumfleck gleicher Färbung ohne Zusammenhang mit der Costa, nur mit einer Ecke dem Saum
anliegend. Vier kräftige Praeapikalhäkchen von grünlichgrauer Färbung vervollständigen die Zeichnung.
Die Fransen sind grau, tornalwärts weißlich mit feiner Teilungslinie und schwarz punktierter
Saumlinie. Die Hinterflügel sind hell bräunlichgrau, die Fransen weiß mit grauer Teilungslinie.
Hab. Südfrankreich.
20. Polychrosis helychrysana Rag. Bull Soc. Ent. France 1879 p. 132; No. Ick. Stett.
ent; Zeit. 1882 p. 183.
Vorderflügel wie bei voriger geformt, Saum jedoch schräger, gestreckt; Hinterflügel spitz,
Saum flach gerundet, unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 14 mm. T a f . XVIII F i g. 58 <?.
Der Kopf mit den Palpen ist weiß, der Thorax bräunlich aschgrau, das Abdomen grau. Die
Vorderflügel sind in ganzer Länge aschgrau gedeckt, nur zwischen den Praeapikalhäkchen, am Saum
unter dem Apex und am Tornus weiß. Dabei ziehen über den Flügel zahlreiche stumpfwinkelig gebogene
feine graue Wellenlinien, deren Zwischenräume gegen das Dorsum hin etwas aufgehellt sind.
Von dunkleren Zeichnungen sind nur vorhanden ein bräunlicher Fleck in der Flügelmitte (das Ende
der Schrägbinde der vorigen Art), ein etwas dunkler grauer schräger Praetornalfleck, zwei dunkler
graue Praeapikal- und ein Apikalhäkchen, aus denen Linien in den Saum ziehen, und endlich die Andeutung
eines Saumfleckes, der etwas höher am Saum hängt, als bei voriger Art. Die Fransen sind
bräunlichgrau, basalwärts weißlich, mit zusammenhängender schwarzer Basallinie. Die Hinterflügel
sind graübräunlich, wurzelwärts heller, die Fransen weiß mit dunkler basaler und ganz feiner distaler
Teilungslinie.
Hab. Südfrankreich, Portugal.
Uber Polychrosis isochroa M e y r. Monthly Mag. 1891 p. 12. g | Hab. Nordafrika — wird
am Ende des Werkes das darüber in der Literatur Vorhandene angeführt werden. In Natura ist mir
die Art unbekannt geblieben.