
breit, gewölbt und fein quer gerieft; er enthält eine Reihe kaminförmig gestellter langer Haarschuppen,
ist im übrigen mit feinen, silberglänzenden Schüppchen aüstapeziert, infs|inem Grundgi
finden sich aufrecht stehende kurze wurstförmige Schuppengebilde; an seinem Rande trägt die
Flügelfläche längeren Schuppenbesatz. Palpen kurz, am Gesicht aufsteigend, Analbiisch sehr stark
und breit. Spannweite 24 mm. T a f. VI, Fi g . 40, 41 (Type).
Der Kopf, Thorax und der Analbüsch sind lebhaft bräunlichgelb ins Orange ziehend. Der
Costalumschlag und ein breiter Umfassungsstreifen der Flügelfläche, |j>wie der schmale Dorsalrand
nahe der Basis sind lebhaft rötlichgelb, an der Costa bräunlich gestrichelt; der übrige Vorderflügel
ist im allgemeinen schön rötlich violettbraun, über dem Tornus bräunlichgelb aufgehellt, von wo
sich ein gleichfalls hellerer, aber mehr fleischrötlicher Zipfel gegen die Costa hin erstreckt. Vom
distalen Ende des Costalumschlags zieht ein dunkel bleiglänzender Schrägstreifen bis zur Querader
und an die eben erwähnte hellere Stelle hin, ein ähnlicher, mehr silberglänzender Streifen entspringt
vor dem Apex und zieht eine Strecke am Saum herunter. Vor der Mitte des Dorsum s te h j
ein fein hell umrandeter dreieckiger Fleck von schwärzlichbrauner Farbet auf dessen Spitze ein
gleichgefärbtes und hell umrandetes kleines Fleckchen sitzt. Durch diese Zeichnungen wird das
Violettbraun eingeteilt in einen großen dorsalen Schrägfleck von der Baris auf steigend, S n die
Costa nicht erreichendes, saumwärts verwaschenes Schrägband, einen niedrigen Praeapikalfleck und
einen schrägen Saumfleck. Die Fransen sind hinter einer feinen hellen Saumlinie dunkelbraun,
am Tornus gelblich Die Hinterflügel sind graubräunlieh, gegen die Spitze hin rotgelb, ¿ie;
Fransen gelblich, am Apex rötlicher, mit bräunlicher Teilungslinie. Das Abdomen ist braungrau.
Höchst wahrscheinlich i s t das ? vom $ stark verschieden, wie bei den folgenden Arten.
Hab. Askold im Ussurigebiet.
6. Cacoecia priceana L. Syst. Nat. Ed. X p. 531 <?; T r. VIII p. 64, X, 3 p. 53; F. R.
p. 108 t. 43 f. 1; R a t z e b . Forst-Ins. p. 213 t. 13 f. 2 und t. 14 f. 6; HS. IV p. 157;
He i n . p. 32; Sn ei l , II, 1 p. 197; Me y r . p. 529; o p o r a n a H b. 112 (?); Tr. VIII p. 46;
Frr . t. 48 f. 1; Dup. IX p. 475 t. 261 f. 1; x y l o s t e a n a
Hb. 264 (c?); Froel. No. 39.
Größe und Figur des <$ wie bei voriger Art, Costa der
Vorderflügel etwas weniger geschwungen, der Costalumschlag,
von der Wurzel beginnend, schmäler und distalwärts mehr
zugespitzt, bis über V3 der Costa reichend; $ größer, Vorder-
flügel gestreckter, Saum steiler als beim d1, Tornus bauchiger.
Spannweite bis 24 mm, ? bis 28 mm. T a f . VI, Fig. 42,
43 (in Fig. 42 sind die Fransen des Vorderflügels gegen,
den Tornus hin etwas zu kurz ausgefallen). Beide abge-
Fig. 10.
Cac. piceana L.
bildeten Exemplare haben ungewöhnlich zerrissene Zeichnung; die normale Zeichnung im männlichen
und weiblichen Geschlecht zeigt die nebenstehende Textabbildung 10.
Beim 5 ist die Grundfarbe der Vorderflügel in der Regel schwärzlichgrau mit einem Stich
ins Violette, oder auch ins Bräunliche; die Zeichnungen darauf sind lebhaft rötlich kastanienbraun,
fern hell, oft weißlich, am Apex mitunter etwas breiter silberig eingefaßt. Man kann unterscheiden
einen aus der Wurzel des Dorsum schräg aufsteigenden gebogenen, costalwärts zugespitzten Fleck
als partielle Begrenzung eines Wurzelfeldes, das grau bis grünlichgrau ausgefüllt ist; eine bei Vi
der Costa, aber erst am Rande des Umschlags beginnende Schrägbinde, die gegen das Dorsum
nahe zum Tornus zieht, wurzelwärts ziemlich gerade begrenzt, saumwärts mit einigen vorspringenden
Zacken besetzt; einen niedrigen, länglichen Praeapikalfleck, den Apex selbst und einen
großen, unregelmäßigen Saumfleck, der mit dem Apex und der Costa durch feine Strichei in Verbindung
tritt. Bei dem abgebildeten Exemplar (Taf. VI, Fig. 42) ist die Schrägbinde zerrissen
und am Tornus bedeutend verschmälert, der Praeapikalfleck verwaschen, die Umsäumungen der
Zeichnungen nicht so hell, wie gewöhnlich; an der Costa vor dem Apex fehlt das silberige Weiß.
— Die Saumlinie ist durch eine Reihe verschwommener Punkte bezeichnet, der Costalumschlag
ist trüb braun. Die Fransen sind heller braun, distalwärts gelblichgrau. Die Hinterflügel sind
dunkel graubraun, spitzenwärts etwas kupferig schimmernd, die Fransen ein wenig heller mit
dunklerer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind kastanienbraun, das Abdomen ist graubraun
mit wenig hellerem Analbusch.
Beim ? ist die Grundfarbe der Vorderflügel heller, gelblichbraun, die Zeichnungen zerrissener
und weniger dunkel als beim $ und nicht so scharf hell umrandet. Das oft undeutlich
abgegrenzte Wurzelfeld ist von mehreren braunen Querwellen durchzogen, die Schrägbinde verblaßt
meistens gegen das Dorsum hin und zeigt gleichfalls Wellenlinien, der Saumfleck ist oft wie
beim <J, mitunter aber auch in einige quere Linien aufgelöst, der Praeapikalfleck ist gewöhnlich
gegen die Flügelfläche hin verwaschen, oft ganz undeutlich. Die Fransen sind an der Spitze
dunkelbraun, gegen den Tornus hin heller. Die Hinterflügel sind lebhaft orangerötlich, nur
gegen den Köper hin grauer, die Fransen blasser rötlichgelb mit feiner dunklerer Teilungslinie, gegen
den Tornus hin grauer.
Die Raupe ist schmutziggrün, der Kopf schwarz oder rotbraun, das Nackenschild rotbraun,
schwarz gerandet, die Analklappe bräunlich. Sie lebt von Mitte April an, im Mai und Juni
an versponnenen jungen Trieben von Pinus silvestris, auch Pinus abies, picea, Larix, Juniperus;
nach H a r t m a n n auch an Rubus fruticosus, nach anderen Autoren auch an Acer, Fraxinus,
Carpinus. Letztere Angaben werden indessen von S o r h a g e n neuerdings als irrig bezeichnet
(„Grabowina“). Die Verpuppung erfolgt zwischen versponnenen Nadeln, oder auch im Mark der
Triebe. Der Falter fliegt von Ende Juni bis Anfang August, meist mehr vereinzelt.
Hab. Mitteleuropa, Skandinavien, Ostseeprovinzen bis Nordasien (vielleicht auch bis Japan),
Norditalien, Sardinien.
7. Cacoecia podana Sc op. Ent. Carn. p. 232; He i n . p. 32; Sn ei l . II, 1. p. 197;
Me y r . p. 530; p y r a s t r a n a H b . 124; % cong e u e r a n a Hb. 295; T r. VIII p. 48; Dup.
IX p. 56, tab. 238 f. 2; ameriana T r. VIII p. 49; X, 3, p. 155; F. R. p. 110 tab. 43 f. 2;
tab. 44 f. 1; D up. IX, p. 59, tab. 238 f. 3; HS. IV p. 156. fidvana Wi lk . p. 60 tab. I f. 4;
oporona F. S. Ent. p. 651 (?); F r o e l . Enn. No. 42; W d. 860 (?) rosana Stph. 111. IV, 75; W d.
861 (<?).
Die Verschiedenheit im Flügelschnitt der beiden Geschlechter ist die nämliche, wie bei der
vorigen Art, nur ist bei <$ und ? die Costa der Vorderflügel deutlicher geschwungen und der Apex
stärker vorgezogen, der Saum dadurch bauchiger geschwungen. Der Costalumschlag der Vorderflügel
des $ ist etwas kürzer, als bei voriger. Spannweite 19—26 mm. T a f . VI, F i g . 44, 45.
; ■ > Die Vorderflügel des $ sind lebhaft hell kastanienbraun, fast ganz ohne Querwellen, die
dunkelbraune Schrägbinde beginnt schmal an der Costa am Ende des Umschlags und verbreitert
sich bald stark gegen Dorsum und Tornus; sie ist basal wärts scharf und nicht ganz gerade begrenzt,
fein hell gesäumt, saumwärts undeutlicher und enthält bisweilen in der Gegend der Querader