
Hab. Syrien (Libanon), Galilaea, Palästina.
41. Tortrix steineriana Hb. f. 170; HS. IV p. 163; VI p. 155; Fig. 57, 58; He i n . p. 47;
o h r y s i t a n a Hb. f. 317 (d).
Vorderflügel des g dreieckig, saumwärts verbreitert, Costa gleichmäßig schwach gebogen,
Apex ziemlich gerundet, Saum schräg, leicht gebogen, Hinterflügel breit, Saum etwas bauchig;
beim ? Vorderflügel schmal, gleichmäßig breit, Costa leicht geschwungen, Spitze scharf, Saum sehr
schräg, leicht geschwungen, ganz wie bei T. v i b u r n i a n a F. Auch die Hinterflügel'sind
schmäler und spitziger. Spannweite 20—23 mm. T a f. IX F i g. 41 g, 42 ¥■
Die Vorderflügel des g sind goldgelb mit starkem Seidenglanz, in der basalen Hälfte öfters
grüngrau oder olivgrün überdeckt; ein Wurzelfeld ist nur angedeutet durch eine Art Schrägband
von der Falte zu V3 des Dorsums, von rostbrauner Farbe, oder eine ganz rostbraune Stelle an der Basis
des Dorsums; eine dunkel rostbraune, an ihren Rändern unscharfe Schrägbinde entspringt vor .»/,
der Costa, wird allmählich etwas breiter und verläuft gestreckt zum Tornus; in der Mitte ihrer Distalseite
hat sie einen zahnartigen Vorsprung, durch den sie meist mit dem großen dreieckigen Praeapikalfleck
m Verbindung steht, der bis in die Spitze reicht; die Fransen ohne deutliche Teilungslinie sind
etwas blasser als die Fläche. Beim ¥ ist die Grundfarbe der Vorderflügel meist etwas dunkler, mehr
rötlichgelb, der Dorsalfleck an der Basis, die Schrägbinde und der Costalfleck deutlicher und schärfer
begrenzt, dunkel rotbraun; aus der Schrägbinde zieht mitunter vom Tomus aus ein brauner Streif
parallel dem Saum gegen die Spitze hin. Die Fransen haben eine deutliche bräunliche Teilungslinie,
sind vor dieser gelb, hinter ihr blasser. Die Hinterflügel sind heller oder dunkler braungrau, nach
der Spitze hin oft in weitem Umfang gelblich; die Fransen sind gelblich, beim g ohne deutliche
Teilungslinie, beim ¥ mit einer solchen. Der Kopf ist meist gelblicher als der Thorax, dieser von der
Farbe der Vorderflügelwurzel, das Abdomen ist gelblich braungrau, meist heller geringelt.
Die Raupe lebt im Mai und Juni an Veratrum album, Anemone hepatica, Dentaria bulbifera,
Luzula albida, Sanicula, Vaccinium myrtillus und uliginosum. Der Falter findet sich im Juli und
August an feuchten Stellen lichter Wälder, an Mooren; das ¥ fliegt sehr ungern.
Hab. Alpen, Westdeutschland, Frankreich (in Berggegenden), Gebirge Österreich-Ungarns,
Nordspanien. (In der Schweiz bis 7000 Fuß Höhe.)
42. Tortrix rogana Gn. Ind. p. 6; Rag . Ann. Soc. Ent. France 1894 p. 183; Iw S a n a
HS. IV p. 174; VI p. 156; f. 330; He i n . p. 46 (partim); s t e i n e r i a n a HS. f. 419; dohr-
n i a n a HS. VI p. 156.
Vorderflügel des $ nicht dreieckig, mehr rhombisch, saumwärts nicht verbreitert, Costa und
Dorsum an der Basis stark gebogen, weiterhin gerade, Apex rund, Saum schräg, gebogen; beim ¥
nicht ganz so schmal wie bei der vorigen, der Apex stumpfer, aber der Saum ebenso schräg, in der
Mitte leicht eingebogen. Spannweite 20—22 mm. T a f . IX Fi g . 43 g, 44 ¥, 45 <J.
Die Vorderflügel des g sind stark glänzend, grünlich messinggelb bis olivgrün und olivbräun-
lich, ganz ungezeichnet oder mit etwa 6—7 unregelmäßigen, gebogenen Querreihen bleigrauer, matt
metallisch glänzender Fleckchen, die verschieden groß und deutlich sein können; auch bräunliche
Schuppen können eingemischt sein. Beim ¥ sind sie in der Regel mehr ins Braungraue ziehend,
oft reichlich mit braunen Schüppchen bestreut und gewöhnlich mit einem, besonders am Dorsum
deutlicheren rotbraunen Wurzelfeld, einer ebensolchen Schrägbinde und Praeapikalfleck gezeichnet;
der Saum ist bisweilen grauer bestäubt. Die Fransen sind hell gelblich bis braungelblich, meist ohne
deutliche Teilungslinie. Die Hinterflügel sind einfarbig, heller oder dunkler grau bis bräunlichgrau,
ihre Fransen weißlich mit grauer Teilungslinie. Kopf und Thorax haben die Farbe des vorderen,
das Abdomen die der hinteren Flügel, der Analbusch des ist gelblich. Es hat bei der Variation
dieser Art in der Färbung der Vorderflügel, besonders beim keinen Sinn, die von H S. als
d ohr n i an a (1. c.) beschriebene Form als besondere Varietät beizubehalten; er beschreibt den
als einfarbig messinggelb auf den Vorderflügeln, bisweilen an der Dorsalhälfte unbestimmt rostrot
gemischt, die Hinterflügel einfarbig grau, die mit Bleiflecken gezierte Form bezeichnet er als
l u s ana, und es wäre richtiger, diese als besondere Var. l u s an a HS. aufzuführen.
Die Raupe lebt im Mai und Juni, wie angegeben wird an Vacciniumarten, vermutlich aber auch
wie vorige an anderen Moorpflanzen, der Falter findet sich vom Juni bis in den August, besonders
an feuchten und moorigen Stellen gebirgiger Gegenden.
Hab. Alpen (bis 7000 Fuß Höhe), Schlesien, Harz, Ungarn, Ural (Krasnoufimsk).
43. Tortrix aerosana L e d. Verh. der zool.-bot. Ges. Wien 1853 p. 383 tab. 7 f. 1.
Flügelschnitt der vorigen Art; Spannweite 26 mm. Taf . IX F ig . 46 $.
Die Vorderflügel sind mattglänzend ockergelblich, aber mit Ausnahme der Costalpartie vor der
Spitze graugrün angeflogen. Durch eine gestreckte, dunkel kirschrote Schräglinie von der Costa
zu 2/s des Dorsums, die basalwärts verwaschen ist, wird ein Wurzelfeld abgegrenzt, in welchem sich
noch etwas kirschrote Mischung findet; etwas vor der Mitte der Costa entspringt ein dunkel kirschrotes,
gleichbreites Schrägband, das genau in den Tornus zieht; ein gleichgefärbter dreieckiger Praeapikalfleck
reicht bis zur Spitze. Alles dies und die übrige Flügelfläche ist überzogen von zahlreichen
breiten bläulich silberglänzenden queren Bogenlinien, die zum Teil, besonders im Saumfeld, in Fleckenreihen
aufgelöst sein können; in einer vor dem Praeapikalfleck entspringenden stehen nahe der Costa
einige schwarze Pünktchen. Die Saumlinie ist fein braun, die Fransen sind bleich ockergelb, mit feiner
bräunlicher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind zart bräunlichgrau, ihre Fransen weißlich, mit grauer
Teilungslinie. Kopf und Thorax sind braun, das Abdomen ist heller, braungrau.
Hab. Altai, Ussurigebiet.
44. Tortrix rolandriana L. Syst. Nat. ed. X No. 532; H b. 174; T r. VIII p. 107; Dup. IX
tab. 241 f. 1 ; HS. IV p. 171; f. 43, 44; He i n . p. 48.
Costa der Vorderflügel in der ersten Hälfte gebogen, dann gerade, Saum mäßig schräg, ungebogen,
Flügel fast gleichmäßig breit. Spannweite bis 23 mm. Taf . IX F ig . 47 $.
Die Vorderflügel sind klarer oder trüber gelb, von ockergelb bis goldgelb, gegen die Costa und
Basis meist düsterer. Von der Basis der Costa bis x/a derselben entspringen 4—5 sehr schräge rötelrote
Streifen, die starken, violetten Glanz haben, jeder basalwärts scharf, saumwärts etwas verwaschen,
die zum Dorsum und Saum ziehen; sie sind bisweilen in Fleckenreihen aufgelöst; vom Spitzendrittel
der Costa entspringen gleichfarbige, aber mehr quer ziehende, meist in Flecken zerrissene Linien in
den Saum; zwei von ihnen, an Stelle eines Praeapikalfleckes, laufen zusammen. Die Fransen sind
gelblich oder mehr grau, mit starkem Glanz und kaum sichtbarer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind
grau, die Fransen weiß mit grauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind wie die Vorderflügel, das
Abdomen ist wie die hinteren gefärbt.
Die Raupe lebt im Mai an Veratrum album, wohl auch an anderen Moorpflanzen. Der Falter
fliegt im Juni und Juli auf moorigen Plätzen mit viel Pflanzenwuchs.
Hab. Nordeuropa, Alpen, Ural.
45. Tortrix rusticana H b . f. 102 (<£); T r. VIII p. 95; X, 3 p. 69; F. v. R. p. 14tab. 10
f. 2 a, b; Dup. IX p. 104 tab. 240 f. 7; HS. IV p. 173; H e i n. p. 47; S n e 11. II, 1 p. 211; M e y r.