
XVIII. Gattung: Sphaeroeca Me y r .
Vorderflügel des $ mit einem Costalumschlag, unter dem ein Haarpinsel verborgen ist; Dorsum
der Hinterflügel ohne Auszeichnung, aber an der C o s t a h a b e n d i e H i n t e r f l ü g e l e i n e n
U m s c h l a g , w e l c h e r l a n g e H a a r s c h u p p e n b e d e c k t , ähnlich wie bei Thiodia.
Auf den Hinterflügeln entspringen die Adern I II3 und IVX auf gemeinsamem Stiel, I II2 nahe dabei,
II und I IIX dicht beisammen, aber getrennt. Zu dieser Gattung gehört eine einzige palaearktische Art:
1. Sphaeroeca obscurana S t e p h. Ulustr. IV p. 98 ; S t a i n t. Monthly Mag. XXIV p. 8;
Me y r . p. 490; rawlana H S. IV p. 241; f. 143; W c k e. Stett. ent. Zeit. 1862 p. 60; H e i n. p. 148;
K n a g g s Ann. for 1868 p. HO t. 1 f. 2; B a r r . Monthly Mag. X p. 38, 244; W a 11 g r. Tijdskr.
1890 p. 154; tomiana Z. Tijdskr. XI, 1868 p. 85; S n ei l . II, 1 p. 379.
Vorderflügel saumwärts verbreitert, Costa gerade (nicht so konkav wie auf der Abb.), gegen
die Spitze etwas gebogen, beim $ im ganzen leicht gebogen, Saum ziemlich steil, gestreckt; Hinterflügel
gleichmäßig gerundet, unter der Spitze etwas flacher. Spannweite 12—13 mm. T a f . XX
Fi g . 61 cJ. (Das Braun zu dunkel und zu einfarbig.)
Kopf und Thorax sind graubraun, letzterer dunkler gemischt, Gesicht und Palpen heller,
gelblichgrau; die Vorderflügel sind graubraun, im Wurzelfeld weißlich gewellt; letzteres ist lang
und stumpfwinkelig a'bgeschnitten, die Grenzlinie ist im dorsalen Teil dunkler und breiter. Hinter
dem Wurzelfeld steht am Dorsum ein großer viereckiger weißlicher Fleck mit einer starken mittleren
und zwei ganz schwachen Teilungslinien; eine feine helle Linie zieht hinter dem costalen Teil der
Begrenzung des Wurzelfeldes zu diesem Fleck und darauf folgt eine feine dunkle Schräglinie, hierauf
ein braunes Schrägband aus der Costa, wurzelwärts verwaschen, bis zur Mitte, von da zieht es senkrecht
zum Dorsum vor dem Tornus. Hinter diesem Teil liegt ein grau glänzender Fleck als basale
Begrenzung des Spiegels, der braun ausgefüllt, ohne Bezeichnung ist und hinten durch eine feine
schräg aus der Costa vor dem Apex kommende Bleilinie begrenzt wird; der Tornus ist durch eine
feine braune Bogenlinie überwölbt. In der zweiten Hälfte der Costa stehen drei gegen die Spitze
an Stärke zunehmende schwarzbraune Häkchen und der mehr rostbraune Apex; die Zwischenräume
sind weißlich, fein dunkel geteilt; aus dem ersten Häkchen zieht eine rostbraune Schräglinie zur
Mitte des Saumes, davor die distale bleiglänzende Spiegelgrenzlinie; aus dem dritten Praeapikal-
häkchen und seiner Umgebung entspringt die braune Füllung des Spiegels. Die Fransen sind an
ihrer Basis schmal, am Tornus durchweg weißlich, sonst dunkel graubraun. Die Hinterflügel sind
graubräunlich, die Fransen etwas blasser mit sehr feiner dunklerer Teilungslinie.
Der Falter fliegt im Juni; sehr lokal.
Hab. Norddeutschland, Niederösterreich; Nordengland, Spanien, Niederlande, Finland,
Norwegen, Lappland.
XIX. Gattung: Pygolopha Led.
Die Vorderflügel des <£ haben einen Costalumschlag; auf den Hinterflügeln ist keine besondere
Auszeichnung.
Beim c? mündet Ader IVX nicht in den Saum, sondern ist stark gebogen, mit ihrem distalen
Ende ganz an Ader I II3 angenähert und endet spitz in einiger Entfernung vom Saum; beim $
zieht die Ader in den Saum recht nahe bei III3, nachdem sie gleichfalls stark gebogen war.
(Taf. II, Fig. 5, 6.)
Beim $ ist das Ende des Abdomens mit ungewöhnlich langen Schuppen dicht besetzt, wodurch
ein dicker kugelförmiger Analbusch erzeugt wird, der bei keiner anderen palaearktischen Wicklergruppe
vorkommt. (Taf. II Fig. 7 und 8.) Zudem ist der Kopf des $ mit langen nach vorn
gerichteten Schuppen bedeckt, welche das Gesicht und die Palpen von oben her überragen,
während beim die Beschuppung kurz und normal ist. Auf den Hinterflügeln sind die Adern III3
und IVX, sowie II und IIIX gestielt, III2 entspringt in geringer Entfernung von dem Stiel der
Adern III3 und IVX.
Auch zu dieser eigentümlichen Gattung gehört eine einzige Art:
1. Pygolopha lugubrana T r. VIII p. 26; HS. IV p. 191; f. 274; trinacriana Led. Wien.
Monatsschr. 1859 p. 280 t. 2. f. 1, 2.
Vorderflügel beim $ schlank, beim $ breiter; Costa beim gerade, beim $ leicht gebogen;
Apex stumpf gerundet, Saum mäßig schräg, leicht gebogen oder gestreckt; Hinterflügel breit, stark
bauchig, beim mehr trapezoid, beim $ gerundet, Saum unter der Spitze flach eingezogen.
Spannweite 20—21 mm. T a f . XX Fi g . 62 d, 63 $. (Vorderflügel zu trüb, Zeichnungen zu
dunkelbraun.)
Der Thorax ist weiß, fein grau bestäubt und mit queren schwärzlichen Binden gemischt,
Schulterblätter weiß, vorn schwarz, mit schwarzen Fleckchen; der Kopf ist beim $ dunkelgrau
gepudert, beim $ hinten braun, die nach vorn gekämmten Haare sind weiß; das Abdomen ist graubraun,
der dicke Analbusch des $ schwärzlich, fein gepudert. Die Vorderflügel sind gelblichweiß,
längs der Costa zart bräunlich; nahe der Basis stehen einige graue und schwärzliche, öfters zerrissene
Querwellen; am Ende eines sonst nicht weiter ausgezeichneten Wurzelfeldes ein schwarzes Costal-.
ein ebensolches Dorsalstrichel und in der Mitte ein weiteres, auch in Punkte gespaltenes Querstrichel;
oft sind diese schwarzen Punkte das einzige, was von dieser Begrenzung übrig ist. Längs
der Costa stehen unscharfe schwärzliche Strichei, gegen die Spitze hin graue Häkchen und feine
Strichei dazwischen. In oder etwas hinter der Mitte der Costa ist oft ein Strichei stärker und länger,
und vor wie hinter diesem ziehen zart graue und blaß bräunliche Schattenfle bandartig quer über
den Flügel. Vor dem Tornus steht ein aus mehreren Stricheln zusammengesetzter, öfters bräunlich
ausgefüllter, mitunter aber auch undeutlicher Praetornalfleck, darüber eine blaß bräunliche Wolke.
Zoologie». S e it 64, 69