
19. Phalonia incommodana Kenn. Iris XIII. (1900) p. 232.
Vorderflügel breit, saumwärts schwach verbreitert, Costa deutlich gebogen, Apex kurz
gerundet, Saum schräg, gebogen; Hinterflügel breit, Saum etwas bauchig gerundet, vor der Spitze
flach eingezogen. Spannweite 18 mm. Taf. XIII, P i g. 1 0 # Ty p e . (Vorderflügel zu gelblich,
die Zeichnungen im Saumfeld zu dunkel, im ganzen zu braun, Hinterflügel zu rötlich.)
Kopf und Thorax sind schmutzig bräunlichweiß; die Fläche der Vorderflügel ist matt, kreidigweiß,
die Basis ganz schwach bräuniichgrau angehaucht, besonders an der Costa; hier endet diese
dunklere Tönung etwa bei V{der Länge plötzlich; außerdem aber trägt die Costa eine ganze Anzahl
feiner dunkler Pünktchen bis zur Mitte; hier hängt ein größerer viereckiger Meck, dem von s/ 5 des
Dorsum her eine schmale bräunliche Schrägbinde entgegenkommt, die jedoch über der Mügelmitte
abgestutzt endet; vor dem Tornus steht ein dreieckiges ebenso bräunliches Fleckchen; das Saumfeld äh
durchzogen von einer viel blässeren,dennoch deutlichen bräunlichgrauen Schattenbinde, die aus zwei
verschmolzenen Costalhäkchen vor dem Apex breit beginnt, und dann raseh schmäler werdend
gebogen gegen den Tornus und den Saum hinter ihm zieht. Zwischen ihr und der Schrägbindc sind
noch einige bräunlichgraue Schattenfleckchen, die sich gegen ein Costalstrichel bei Vsder Costa
linienartig ausziehen. Unmittelbar vor dem Apex findet sich noch ein feines Strichei an der Costa.
Die Saumlinie ist fleckig bräuniichgrau. Die Fransen sind bräunlichweiß, distalwärts dunkler, mit
bräunlicher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bleich graubräunlich, saumwärts am dunkelsten,
ihre Fransen weiß mit bräunlichgrauer Teilungslinie. Köpf und Thorax sind bleich bräunlichweiß,
das Abdomen etwas dunkler, grauweiß.
Hab. Spanien (Murcia).
20. Phalonia moribundana S t gr. Stett. ent. Zeit. 1859 p. 230; Hör. Ent. R. XV p. 244.
Vorderflügel schmal, saumwärts kaum verbreitert, Costa sehr schwach gebogen, Spitze ziemlich
scharf, Saum schräg, schwach gebogen, Tornus flach. Hinterflügel ziemlich breit, trapezoid. Spannweite
11 16 mm. Taf. XII, F i g . 11 (im ganzen zu gelb und zu rauh).
Kopf und Thorax sind schmutzig graugelblich, ebenso der Totaleindruck der Vörderflügel;
diese sind eigentlich sehr bleich .gelblichweiß, aber so dicht von feinsten dunkleren Wellenlinien quer
durchzogen, daß sie jenen Eindruck machen. Die Wellenlinien entspringen aus feinsten dunkleren
Costalstricheln und endigen vielfach in ebensolchen Dorsalpünktchen und Saumfleckchen; sie laufen
nämlich im basalen Mügelteil ziemlich quer, im mittleren gebogen, im Saumfeld schräg gegen den
Saum hin und fließen hier zu einer Saumlinie zusammen, die aus lauter winzigen Halbmöndchen
besteht. Aus diesem Grund heben sich in dunkler brauner Färbung heraus ein breiteres Costalfleckchen
in der Mitte, ein ebensolches bei Vi und ein Doppelhäkchen vor der Spitze; ferner eine schmale Schrägbinde,
die auf dem Dorsum bei Vs senkrecht steht, auf Ader a aber sich saumwärts neigt und dem
Saume parallel bis über die Flügelmitte reicht, wo sie quer abgestutzt endigt; ferner ein recht dunkles
viereckiges Praetomalfleckchen und ein blässeres ihm aufsitzendes, das gegen das Praeapikalfleckchen
hinzielt. Die Fransen sind bleich, grünlichweiß mit sehr zarter Teilungslinie. Die Hinterflügel sind
bräunlichgrau, ihre Fransen weiß mit bräunlichgrauer Teilungslinie; das Abdomen ist dunkler
braungrau.
Der Falter wurde in Spanien im März, in Kleinasien Anfang Mai und Anfang Juni gefangen.
Hab. Spanien (Andalusien), Dalmatien, Macedonien, Kleinasien.
21. Phalonia smeathmanniana F. Spie. p. 278; Tr. VIII p. 274; Wo o d f. 1151; Du p .
Noct. VI p. 413 tab. 258 f. 3; HS. IV p. 185; Hein. p. 80; Snell. II, 1 p. 244; Meyr. p. 548;
fdbriciana Hb. f. 149; Hw. p. 401.
Vorderflügel schmal, saumwärts nur eine Spur verbreitert, Costa fast gerade, Apex ziemlich
spitz, Saum schräg, sehr schwach gebogen; Hinterflügel ziemlich schmal mit fast gleichmäßig gerundetem
Säum, unter der Spitze wenig eingezogen. Spannweite 16—20 mm. Taf. XII, Fi g . 12
kleineres Exemplar. (Grundfarbe zu bräunlich, Zeichnungen nicht roströtlich genug, Hinterflügel
zu braun.)
Kopf, Thorax und die Vorderflügel sind blaß strohgelb, die Zeichnung weiß glänzend umrandet;
die Wurzel, zumal an der Costa ist ein wenig bräunlicher; von 1/ 3 des Dorsum erhebt sich eine schmale
rostbraune Schrägbinde, dem Saume parallel ziehend und endet über der Flügelhälfte; ihr entspricht
an der Costa ein blasser bräunliches viereckiges Fleckchen; ein zweites ähnliches steht etwas vor
der Spitze und ein kleineres Häkchen unmittelbar vor dieser; am Dorsum vor dem Tornus sitzt ein ziemlich
dunkel rostbraunes, annähernd dreieckiges Fleckchen, das sich, unterbrochen durch die Knickungslinie,
die auch weiß glänzend ist, als abgekürzte Binde dem Saume parallel auch bis zur Hälfte der
Flügelbreite fortsetzt. Zwischen beiden Binden und am Saume ist die Grundfarbe am dunkelsten
gelblich. Die Fransen sind gelblichweiß mit strohgelber Teilungslinie. Die Hinterflügel sind dunkel
bräunlichgrau, die Fransen weiß, am Grunde schmal gelblich, die graue Teilungslinie ist kräftig.
Das Abdomen ist grau.
Die Raupe ist schmutzigbraun, der Kopf schwarz, das Nackenschild braun, schwarz marmoriert,
die"*Analklappe braun. Sie lebt vom September bis April, in zweiter Generation im Juni
und Juli im Blütenstand und zwischen den Samen von Achillea millefolium, Anthemis cotula, Centaurea
nigra, Lactuca sativa und anderen Compositen, und verpuppt sich daselbst in einem
schlauchförmigen Gespinst. Der Falter fliegt von Anfang Mai bis Ende August, wobei beide
Generationen ineinander übergehen.
Hab. Mittel- und Nordeuröpa, Südfrankreich, Italien, Dalmatien, Bithynien; Nordamerika
bis Labrador.
22. Phalonia dolosana Kenn. Iris XIII (1900) p. 234.
Vom Habitus der vorigen, Apex der Vorderflügel jedoch gerundeter, Hinterflügel trapezoid.
Spannweite 14 mm. T a f . XII, F i g . 13 $ Type. (Viel zu gelb und zu bunt.)
Kopf und Thorax sind trüb ockergelblich, Stirn und Palpen weißlich, das Abdomen ist grau
mit gelblichem Analbusch. Die Vorderflügel sind trüb, aber blaß ockerbräunlich (oder schmutzig
ockergelblich) an der Costa blasser, die Zeichnungen perlmutterglänzend weißlich umrahmt, auch
die Knickungslinie hell glänzend. Die Flügelbasis zeigt ein ockerbräunliches, gerundet endigendes
Wurzelfeld, an der Costa mit feinen schwärzlichen Stricheln bis zur Mitte. Durch eine schmale perlmutterglänzende
Linie davon getrennt steht etwa in der Mitte des Dorsum ein breiter goldbrauner
Schrägstreif, dem Saume parallel gerichtet, basalwärts grob schwarz bestäubt, der verblassend gegen
die Costa zieht und unter Bildung eines stumpfen Winkels mit einem schmäleren schwärzlichbraunen
Costalfleckchen in der Mitte der Flügellänge undeutlich in Verbindung steht. Vor der Spitze stehen
noch zwei schwärzlichbraune Costalfleckchen und ein kleineres am Apex selbst. Aus dem ersten zieht
ein ockerbräunlicher Strich gegen die Mitte des Saumes; ein etwas breiterer zieht aus dem Tornus,
gegen die Querader geneigt, costalwärts; auch der Raum zwischen Tornalfleck und Schrägbinde ist
noch ockerbräunlich gewölkt, und die Saumlinie ist ebenso gefleckt. Die Fransen sind gelblichweiß
mit kräftiger grauer, grobstaubiger Teilungslinie nahe ihrer Basis, gegen den Tornus hin mehrmals