
Die Haupe ist gelblich oder bräunlichweiß, der Kopf hellbraun, das Nackenschild bräunlich
mit dunkleren Pünktchen, die Analklappe braungrau. Sie lebt im April bis Mai in einem röhrenförmigen
Gespinst zwischen den Nadeln von Juniperus. Der Kalter erscheint Ende Mai bis in den Juli.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Kärnten, Dalmatien (in der Schweiz bis über 7200 Kuß Höhe
gehend nach Frey); Nordamerika.
5. Phalonia roridana Mn. Zool.-bot. Ter. 1867 p. 847.
Der vorigen in Kärbung und Zeichnung zum Verwechseln gleich; nach dem Originalexemplar
von Ma n n sind alle Klügel verhältnismäßig schmäler und länger, die Spitze der vorderen recht scharf,
der Saum schräger, besonders auch die Hinterflügel sind schmäler, ihr Saum nicht so bauchig gerundet.
Spannweite 15 mm. T a f . XI, K i g. 51 $. (Leider recht unscharf ausgefallen.)
' Ob es sich bei dieser Korm um eine besondere Spezies handelt, wage ich auf das einzige
Stück hin, das ich in Händen hatte, nicht zu entscheiden, zumal es ein ? war, bei denen öfter die
Klügel schmäler sind als bei den dd- Jn der Zeichnung könnte man nur darin einen Unterschied
sehen, daß der rote Streifen vor dem Saume hier viel breiter ist und sich dicht der Saumlinie anschmiegt
und zugespitzt bis zum Tomus reicht. Es sind aber bei dem abgebildeten Exemplar alle roten Zeichnungen
kräftiger und ein wenig b j||ter, was sehr wohl im Bereiche der Variation liegen kann. Hier
kann erst die Untersuchung der männlichen Begattungsöigune und ein Vergleich mit solchen von
Ph. ridüana Sicherheit verschaffen.
Hab. österreichische Alpen, Tirol.
6. Phalonia decimana Schiff. S. V. p. 317; Hb. f. 145; Tr. VIII p. 112; X, 3 p. 73; Dup.
IX tab. 263 f. 7; HS, IV p. 181; Hein. p. 77 aledla var. Snell. II, 1 p. 239.
Vom Habitus der Ph. aledla, doch alle Klügel breiter, Apex und Saum der vorderen stark
gerundet. Spannweite.lS mm. T a f . XI, K i g. 52 ^B(Das Braun der Vorderflügel ist viel zu blaß
und verwaschen geworden.)
Die Grundfarbe der Vorderflügel ist goldgelb, am Dorsum blasser; aber die orangebraunen
Bandzeichnungen sind so ausgedehnt und ineinander geflossen, daß von der Grundfarbe nur ein vier,
eckiger Kleck in der Mitte der Costa, ein bimförmiger vor der Spitze und zwei größere dreieckige Stellen
am Dorsum, einer bei der Wurzel, einer hinter der Mitte übrig bleiben. Immerhin kann man eine;
goldbraune Schrägbinde deutlich erkennen, die zwischen den beiden hellen Stellen am Dorsum aufsteigt
und an dem gelben Kleck in der Mitte der'Costa endigt. Vor letzterem ist das Braun der Costa
auch viereckig verdunkelt. Die genannte Schrägbinde ist auf ihrer basalen Seite mit einer feinen
Bleilinie gesäumt, die Knickungslinie des Kliigels ist dick bleiglänzend bezeichnet-und ebenso einige
zerstreute Pünktchen und Strichei im Saufpfcld. Die Kransen sind gelblich, am Tomus mehr braun
mit dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind kräftig braun, ihre Kransen heller mit schwacher
Teilungslime nahe ihrer Basis. Auch das Abdomen ist braun. Der Kalter fliegt im Juni, Juli und August.
Hab. Alpen (bis über 7000 Kuß Höhe), Piemont, Krankreich, Nord-Spanien, Elsaß, Schlesische
Gebirge, Galizien.
7. Phalonia kuhlweiniana K. E. p. 39 tab. 22 f. 3; HS. IV p. 184; Hein. p. 76; triangnlam
Tr. X, 3 p. 73; tergcma Ev. Kauna Volgo-Ural. p. 498.
■ Costa gleichmäßig sanft gebogen, Apex fast rechtwinkelig, Saum steil, wenig gebogen, Tomus
gut hervortretend; Hinterflügel trapezoid mit gut vorgezogener Spitze. Palpen lang, gerade vorgestreckt.
Spannweite.20 mm. Taf. XI, Kig. 53R (In den Karben zu matt.)
Kopf mit den Palpen und der Thorax sind goldbraun; ebenso die Wurzel der Vorderflügel
gefolgt von einem weißlichen Querstreifen; in der Mitte der Costa beginnt ein breites dunkelbraunes
Querband, das zweimal schwach wellig gebogen in gleicher Breite zur Mitte des Dorsum zieht und
an der Querader einen schmalen Ast längs der Knickungslinie gegen den Tornus sendet, vor dem er
spitz endet. Vor dem Apex hängt an der Costa noch ein breiter dunkelbrauner Meck, der sich zuspitzend
bis zum Tomus zieht; zwischen ihm und der Saumlinie bleibt ein weißlicher schmaler Raum
übrig, in welchem den Adern entsprechend braune Meckchen stehen. Alle übrigen Stellen sind gelblichweiß,
schwach glänzend, vor dem Tornus zwischen den Ästen des Mittelbandes steht am Dorsum
ein größerer gelbbräunlicher Meck von dreieckiger Gestalt. Die Saumlinie und die ihr dicht folgende
Teilungslinie der Fransen sind braun, die Fransen selbst braungelblich, am Tornus weißlich. Die
braune Mittelbinde ist in ihrem dorsalen Teil jederseits fein schwarz gesäumt, ihr Seitenast ist mit dem
braunen Saumfleck durch zwei schwarze Strichei verbunden. Die Hinterflügel sind dunkel schwarzbraun,
die Fransen weiß mit dunkelbrauner Teilungslinie; das Abdomen ist heller braungrau. Der
Falter fliegt im Mai bis Ende Juli, vielleicht in zwei Generationen.
Hab. Deutschland, Ungarn, Bulgarien, Finnland, Livland, West- und Südostrußland.
8. Phalonia vulneratana Z e tt. Ins. Lappon. p. 979; Wocke Stett. ent. Zeit. 1864 p. 204;
Wal lgr . Tidskr. 1889 p. 21.
Var. e x s u la n a Led. Zool.-bot. Ver. 1855 p. 117, tab. 2 f. 5.
Von der Form der Phal. aledla, aber bedeutend größer, die Palpen lang, vorgestreckt. Spannweite
22—26 mm. Taf . XI, F i g . 54 <$, 55 $, 56 (var. exsidana). (In Fig. 54 und 56 sind die
Zeichnungen zu rot, in Fig. 55 sind die helleren Stellen zu wenig gelblich; alle Figuren zu verwischt
in den feineren Einzelheiten.)
Bei dem mir vorliegenden d ist die Grundfärbung der Vorderflügel ein blasses Rötlichweiß,
stellenweise etwas wolkig getrübt; das Wurzelfeld ist leicht bräunlich überhaucht, die Hauptzeichnungen
sind von einem kräftigen Rotbraun oder Kirschbraun, aber nicht so karmoisinrot wie in der
Reproduktion. Von dieser Farbe sind folgende Stellen: Eine Strecke der Costa von der Wurzel an
bis zu V4; zwei darauffolgende feine Strichei; ein breiter Fleck in der Mitte der Costa, der bis zur
Subcostalis reicht, als Anfang einer unterbrochenen Querbinde; ein aus drei Adernenden vor der
Spitze entspringender großer Fleck, der sich bindenartig, aber allmählich zugespitzt etwas geschwungen
bis zum Tornus erstreckt; ferner ein kleines Fleckchen an der Costa zwischen diesem Saumfleck und
dem mittleren Costalfleck, einige Strichei am Saume. Ferner am Dorsum ein großer hoch viereckiger
Fleck vor der Mitte, der aus mehreren Stricheln zusammenfließt und den dorsalen Teil einer Querbinde
repräsentiert, endlich ein niedrigerer Fleck, abermals aus 3 Stricheln zusammengeflossen zwischen
jenem und dem Tornus. An der Queradnr stehen einige zusammengeflossene schwarze Punkte und
in der hellen Stelle dahinter zieht eine dunklere, bräunliche Schattenlinie aus dem kleinen Costal-
fleckchen zum Tornus. So bleibt vom hellen Grund recht viel übrig. Bei dem $ dagegen sind die
dunklen Zeichnungen viel ausgedehnter, mehr zusammengeflossen, decken dadurch die Flügelfläche
mehr, und auch der übrigbleibende Grund ist durch gelbbraune Beschuppung stark verdunkelt, so
daß nur an der Costa einige weißliche Stellen bleiben, und die unmittelbare Umgrenzung der dunklen
Zeichnungen schmal hell übrig gelassen wird. Alle Zeichnungen sind hier dunkel olivbraun, ohne jeden
Stich ins Rötliche, doch wird das kaum immer so sein, sondern es werden wohl Zwischenformen
in allen Abstufungen Vorkommen. Vor allem ist der mittlere Costalfleck sehr groß und reicht weiter
in die Flügelfläche hinein und ihm kommen die zu einem sehr großen Fleck zusammengeschmolzenen
beiden Dorsalflecke so entgegen, daß eine an der Costa schmälere, am Dorsum sehr breite Querbinde