
saumwärts gekrümmte braungraue Häkchen mit blaugrau ausgefüllten Zwischenräumen; sie ziehen
sich bis über die Flügelmitte costalwärts und stehen öfters durch feine graue Linien mit dem Costal-
fleck hinter der Mitte in undeutlicher Verbindung; dadurch wird eine unvollständige geschwungene
Schrägbinde gebildet, an deren basalem Rand häufig einige schwarze Fleckchen stehen. Zwischen.
dem Dorsalfleck und dem Tornus sind einige graue Wölkchen, ebensolche am Tornus selbst und hinter
der Knickungslinie. Der Saum ist, basalwärts unscharf begrenzt, dunkel schwarz oder grauschwarz
und aus ihm ziehen Anfänge von schwarzgrauen Linien, mit feinen Silberstreifchen dazwischen schräg
wurzelwärts gegen die Costa; nur die nahe der Spitze entspringenden, die mehr braun sind, erreichen
die Costa als Praeapikalhäkchen; die Flügelspitze selbst hat einige verwischte karmesinrote Fleckchen.
Die Fransen hinter der schwarzen Saumlinie sind dunkel schwarzbraun, bisweilen heller gescheckt
mit breiter dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind beim $ grau, beim $ blaßgrau bis weißlich,
am Saume dunkler; ihre Fransen sind grau mit verwaschener Teilungslinie. Das Abdomen ist
grauweiß.
Die Raupe ist rötlich, der Kopf ockergelb, das Nackenschild blasser gelblich. Sie lebt vom
September bis März, in zweiter Generation im Juni bis Anfang Juli in den Samenköpfen, resp. Blüten
von Carduus nutans, acanthoides, Centaurea jacea, Cirsium lanceolatum, Lappa tormentosa, Jurinea
Pollichii. Der Falter fliegt im Mai bis Juni und im Juli bis August.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Großbritannien), Südeuropa, Livland, Schweden;
Kleinasien, Transkaspien.
52. Phalonia hybridella Hb. Tin. f. 351; Snell. II, 1 p. 251; Meyr. p. 553; carduana Z. Isis
1847 p. 741; HS. IV p. 190; He in . p. 89; dissohUana HS. f. 83.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, besonders beim Costa schwach gebogen, Apex
gerundet, Saum mäßig schräg, schwach gebogen; Hinterflügel gerundet trapezoid, ziemlich breit,
unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 13—15 mm. T a f . XII, F i g. 55 $ (etwas zu gelblich).
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind weißlich, etwas ockergelblich, oder auch rötlich angeflogen,
besonders an der Costa; letztere trägt eine Anzahl schräger bräunlicher Strichei, von denen zwei
nahe der Wurzel durch gelbbräunliche Farbe zu einem größeren Fleckchen verbunden sind; ein ähnliches,
dunkler braunes Fleckchen steht hinter der Mitte der Costa, schräg saumwärts gerichtet;
ihm gegenüber etwas vor der Mitte des Dorsum steht ein bis zur Hälfte, manchmal etwas darüber
reichender breiterer rostbrauner Schrägfleck, der mindestens basalwärts, manchmal auch distal
schwarz oder dunkelgrau gesäumt und meist auch durch ein schwarzes Längsstrichel quer abgeschnitten
ist; öfters stehen zwischen ihm und dem Costalfleck noch einige graue Pünktchen, wodurch beide
fast Zusammenhängen können. Hinter dem Dorsalfleck stehen einige ihm parallele Dorsalstrichel und ein
winziges schwarzes Praetornalpünktchen; aus dem Tornus selbst erhebt sich ein brauner, oft wolkenartig
verwaschener Fleck schräg gegen die Querader hin gerichtet. Vor der Spitze stehen drei kräftige,
dreieckige dunkel braunrote Häkchen an der Costa, von denen ebensolche Schrägstreifen zum Saum
ziehen; der basalste von ihnen hat einige schwarze Strichei und zieht sich von der Mitte des Saumes
diesem entlang zum Tornus, mitunter in einige Fleckchen aufgelöst. Zwischen ihnen stehen blaugraue
Linien und Punkte, so daß Apex und Saum ziemlich dunkel erscheinen. Die Fransen sind bräunlich
gelb, grau gescheckt und haben eine feine dunkle Teilungslinie nahe ihrer Basis; die Hinterflügel
sind braungrau, beim heller, die Fransen blasser als der Grund, mit dunklerer Teilungslinie. Das
Abdomen ist weißgrau.
Die Raupe ist rötlichbräunlich, der Kopf hellbraun, das Nackenschild gelb, hinten schwarz
punktiert; sie lebt im August und September in den Samenköpfen von Picris hieracioides und den
Blüten von Crepis. Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Mittel- und Südosteuropa, Nordspanien, Livland, Kleinasien, Armenien.
53. Phalonia rufosignana K e n n . Iris XII, 1899 p. 21 t. 1 f. 19.
In Habitus und Flügelschnitt der vorigen gleichend, Apex vielleicht etwas stumpfer. Spannweite
15—17 mm. T a f . XII, F ig . 56 <2, 57 $ T y p e n .
Vielleicht handelt es sich bei dieser Form nur um eine Varietät der vorigen, die jedoch konstante
Unterschiede besitzt. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist nicht so rein weiß, oder gar rötlich, sondern
mehr schmutzig gelblichweiß, dazu noch durch bräunliche Querwellen im Wurzelteil und vor der
Knickungsstelle durchzogen. Die Costalhäkchen und Fleckchen sind wie bei. hybridella, auch der
Dorsalfleck ist rostbraun mit schwarzer Umrandung. Das Spitzen- und Saumfeld dagegen ist nie
so stark dunkel und keine Zeichnung daselbst rostbraun, sondern alle Häkchen, Linien und Strichei
sind blaß olivenbräunlich, ohne Einmischung von Schwarz und Graublau. Die Fransen sind nicht rötlich,
sondern braungelblich, bei einem $ dunkler gescheckt, bei den anderen einfarbig, mit feiner Saumund
Teilungslinie. Die Hinterflügel beim $ bräunlichgrau, beim bleichgrau, mitunter sehr zart
gesprenkelt, die Fransen bleicher bis gelblich, mit dunklerer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind
schmutzig ockergelblich bis gelblichgrau.
Hab. Spanien, Oberitalien.
54. Phalonia tauriana K e n n . Iris XII, 1899 p. 20 t. 1 f. 18.
Vorderflügel schon von gleich hinter der Basis an gleichmäßig breit, Costa ganz schwach
gebogen, Apex gerundet, Saum mäßig schräg, wenig gebogen; Hinterflügel rundlich trapezoid. Spannweite
15 mm. T a f . XII, F i g. 58 ? T y p e.
Die Vorderflügel sind im allgemeinen schmutzig gelbbraun; dieser Eindruck kommt zustande
durch zahlreiche sehr feine, etwas unregelmäßige gelbbraune Querlinien, die mit ebenso feinen helleren
etwas glänzenden abwechseln. Der Saum ist breit und verwaschen dunkel bleifarbig bestäubt, und
diese Partie ist durchzogen von einigen stärkeren bräunlichen und schwärzlichen Querlinien, die
aber über dem Tornus eine spiegelartige bleigraue Stelle freilassen. Vor der Mitte des Dorsum erhebt
sich ein großer, saumwärts geneigter Schrägfleck von dunkel braunroter Färbung, beiderseits dunkel
bleifarbig und schwarz gesäumt, der über der Flügelmitte erlischt und nur andeutungsweise mit
zwei bis drei Costalstricheln in Verbindung steht; endlich ist ein kleiner dreieckiger Praetornalfleck
von braungrauer Färbung vorhanden. Die Fransen sind gelbbräunlich, gegen den Tornus hin mehrfach
dunkler durchschnitten, mit zarter dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind hell braungrau,
ihre Fransen hell, bräunlich weiß mit braungrauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind bleich ockergelb,
letzteres etwas trüber, das Abdomen ist braungrau.
Hab. Krim.
55. Phalonia morosana K e n n . Iris XII 1899 p. 19 t. 1 f. 17.
Vorderflügel lang und schmal, saumwärts etwas verbreitert, Costa fast gerade, gegen den Apex
gebogen, dieser gerundet, Saum schräg, gebogen; Hinterflügel länglich eirund, Saum unter der Spitze
flach eingezogen. Spannweite 16 mm. T a f . XII, F ig . 59 $ T y p e .
Die Vorderflügel sind schmutzig gelblichweiß, an der Basis und in der basalen Hälfte der
Costa schwach olivbräunlich angehaucht. Hier stehen auch einige verwaschene olivbräunliche Strichei,
von denen zwei etwas zusammengeflossen sind; aus diesen zieht eine breitere, aber sehr schattenhafte
bräunliche Linie zum Dorsum. In der Mitte der Costa sind drei Costalhäkchen zu einem größeren