
Tornus und einigen Stellen dazwischen grau. Die Hinterflügel sind graubraun, die Fransen hellbräunlich
mit dunklerer Teilungslinie. Der Kopf ist olivbraun, der Thorax dunkler und heller
gemischt, das Abdomen braungrau.
Die Raupe lebt im April und Mai an Aconitum variegatum; nach anderen Angaben an Vac-
cinium vitis Idaea; der Falter fliegt im Juni und Juli und ist eine Gebirgs- resp. nordische Form.
Hab. Deutschland, Alpen (6000—7000 Fuß Höhe); Galizien, Westrußland, Skandinavien.
54. Argyroploce glaciana Ms c h l . Wien. ent. Monatsschr. 1860 p. 380, t. 10 f. 9; P a c k .
Faun. Labrador XI p. 57.
Vorderflügel saumwärts nur wenig verbreitert, Costa ganz schwach gebogen, Saum ziemlich
steil, gerade; Hinterflügel trapezoid, aber ziemlich schmal. Spannweite 18 rrim. Taf. XVII,
F i g . 11 d1 (Originalstück).
Diese Spezies gehört eigentlich nicht in das palaearktische Faunengebiet, da sie in Labrador
vorkommt; ich habe sie auf genommen wegen ihrer großen Ähnlichkeit (vielleicht Identität) mit
der folgenden sibirischen Art.
Das mir vorliegende Stück der M ö s c h 1 e r ’ sehen Sammlung ist an Kopf, Thorax und
Abdomen bräunlichgrau; ebenso, und zwar recht gleichmäßig gefärbt sind die dunkeln Stellen des
Vorderflügels, nämlich ein an Costa und Dorsum ziemlich gleichbreites, leicht gebogen begrenztes
Wurzelfeld und eine breite senkrechte Mittelbinde, die basalwärts fast gerade begrenzt ist, saumwärts
dagegen erst gegen die Querader etwas zurücktritt, dann schräg saumwärts bis Ader IV2 und
von da senkrecht zum Dorsum unmittelbar vor den Tornus zieht. Sie führt an der Costa in ihrer
Mitte ein schwärzliches Schräghäkchen und in der Zelle zwei dunkle Längsstriche. Von ihrem
distalen Rand zieht von Ader IV2 eine geschwungene braungraue Linie gegen den Saum unter den
Apex, den hellen Saumabschnitt des Flügels in einen costalen und einen tornalen Abschnitt zerlegend.
An der Costa stehen zwischen dunkler Mittelbinde und Apex etwa fünf feinere und stärkere
braungraue Schrägstrichel; der Apex selbst ist schwärzlich braungrau, und von ihm zieht ein schmaler
gleichfarbiger Schatten, schmäler werdend, am Saum entlang; aus dem Tornus erheben sich noch
zwei feine graue Strichei. Zwischen Basalfeld und Mittelbinde liegt eine gerade, ziemlich gleichmäßig
breite weiße Querbinde, mit einer feinen braungrauen Teilungslinie und auch das Saumdrittel ist
fast rein weiß in der Grundfarbe. Die Fransen sind bräunlichgrau, am Tornus etwas blasser, mit
Andeutung dunkler Durchschneidungen. Die Hinterflügel sind graubräunlich, die Fransen gelblicher,
heller, mit breiter braungrauer Teilungslinie.
Hab. Labrador.
55. Argyroploce enervana E r s c h. Hör. Soc. ent. XII, 1877 p. 341; Rom. Mem. II t. 16 f. 13.
Form der Vorderflügel wie bei voriger, Costa vielleicht etwas gebogener, Hinterflügel breiter,
Saum bauchiger, Spitze stumpfer. Spannweite 17 mm. Taf . XVII, Fig. 12 $ (Typ e).
Die Färbung dieser Art ist fast genau die gleiche, wie bei der vorhergehenden; das Weiß ist
nicht ganz so rein, das Bräunlichgrau etwas mehr ins Gelbliche ziehend. An Unterschieden können
folgende angegeben werden: die postbasale helle Querbinde ist nicht gerade, sondern zieht von der
Costa zuerst schräg saumwärts und erst von der Mittelfalte an senkrecht zum Dorsum; der distale
Rand der dunklen Mittelbinde ist etwas unscharf, zeigt am Querast eine helle Ausnagung und darunter
ein schwärzliches Strichei, entsprechend der Querader; die Costalstrichel in der zweiten Hälfte der
Costa stehen senkrechter, der Apex selbst ist nicht so dunkel, dafür aber ist der Saum sehr breit
verdunkelt und die Begrenzung dieser Verdunkelung gegen den hellen Grund ist ziemlich scharf;
der aus der distalen Grenze der dunkeln Mittelteile aus dem Dorsum aufsteigende bräunliche Strich
wendet geh nicht gegen den|||um, sondern steht seÄetSht, etwas gegeh den Querast hin gebogen.
Die Fransen sind gleichmäßiger bräunlichgrau. Die Hinterflügel sind ebenso gefärbt, wie bei voriger
Art. Kopf, Thorax und Abdomen sind bräunlichgrau.
Die gegenüber der vorigen Art angegebenen Verschiedenheiten können sehr wohl im Bereich
der Variation Hegen; die geringe Zahl der zur Vergleichung zugängüchen Stücke und die Unmöglichkeit
einer Untersuchung der Begattungsorgane läßt eine Entscheidung, ob es sich um eine oder
zwei Spezies handelt, leider nicht zu.
Das Er s c h o f f s e h e Stück wurde am II. Juni erbeutet.
Hab. Sibirien (Kultik).
56. Argyroploce dissolutana S t a n g e Stett. ent. Zeit. 1886 p. 282; H e r i n g ibid 1891
p. 149; 1893 p. 86.
Voïflerflügel saumwärts nur wenig verbreitert, Costa gleichmäßig schwach gebogen, Apex
«turnpf gerundet, Saum mäßig schräg, leicht gebogen; Hinterflügel mäßig breit, trapezoid,' Saum
unter der Spitze flach eingézogën, Spannweite 1 ,^ 1 8 mm. Taf . XVII, Fig. 13 Ç (dunkles
Exemplar).
Diese Art ändert im Ton ihrer dunklen Zeichnungen stark ab, von Graubraun bis fast tinten-
schwarz; der Grund der Vorderflügel ist reinweiß und tritt in einer postbäsalen Querbinde und
einer postmedianen Schrägbinde, die in den. Tornus zieht, hervor, verschieden reichlich durchsetzt
durch bräunUche bis schwärzliche Wellenlinien, D u n k e l^ ein an 'Öbila und Dorsirm gleichbreites,
in der Mitte winkelig vorspringènfles Wurzelfeld; ferner eine medianettfrägbinde, m, der Mitte
der Costa aus einem breiteren versöhmolzenen Doppelhäkchen beginnend; ihr basaler Band ist fast
çfînkrecht, aber nicht gerade/ sondern wellig gebogen oder einigemal zackig vorspringend; der distale
Band läuft schräg zum Tornus und hat über und unter der Querader je einen zahnartigen Vorsprung,
wodurch ein helles Fleckchen des Grundes umfaßt wird. Hinter ihr folgen an der Costa noch drei
bald einfache, bald doppelte dunkle Häkchen, und ein' einfach||ius dem Apex; die heHen Zwischenräume
sind fein dunkel geteilt. Mit délit apikalen und den beiden vorhergehenden Häkchen steht
em großer dunkler Saumfleck in Verbindung, der fast den ganzen Spitzenteil bis gegen den Tornus
hm einmmmt; er zeigt helle Mischung, besonders einige Fleckchen am Saum, Und kann zumal
bei helleren Stücken aus mehreren parallelen Sf|rägstreifeü aus den einzelnen Häkchen zusammengesetzt
sein. Die Saumünie ist dunkel, bis schwarz, die Fransen dunkelbraun, gegen den Tornus
etwas heller. Die Hinterflügel sind braungrau bis dunkelbraun, die Fransen sind heller, gegen ihre
Basis hin gelbüch, mit kräftiger Teilungslinie. Kopf und Thorax sind verschieden dunkel graubraun,
schwärzlich gemischt, das Abdomen ist braungrau.
Die Baupe ist grünüch bräunüch, der Kopf hellbraun, das Nackenschildchen etwas bräun-
Hcher als der Körper, das Analschildchen ohne Auszeichnung. Sie lebt an Moos, besonders an
Stämmen von Nadelholz, im Mai; der Falter fliegt , im Juni bis Juli.
Hab. Nördliches Deutschland, Schlesien, Livland.
57. Argyroploce concretana Wck. Stett. ent. Zeit. 1862 p. 57; W a l l g r. Tidskr. 1889 p. 102.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, verhältnismäßig schmal, Costa gleich™ 5 Big sanft
gebogen, Saum ziemlich schräg, leicht gebogen, Apex spitzer als bei der vorigen; Hinterflügel halbkreisförmig,
Saum gleichmäßig gebogen, unter der Spitze flach eingezogen. ‘-Spannweite 15 mm
Taf . XVII, F i g . 14 Ç.