
Die Falter fliegen von Juni bis August.
Hab. Spanien, Südfrankreich, Dalmatien, Griechenland; Sarepta, Nordost-Kleinasien.
28. Euxanthis argentomixtana Stgr. Berl. ent. Zeit. 1870 p. 277.
Vorderflügel saumwärts kaum oder gar nicht verbreitert, Costa ziemlich gerade, Apex kurz,
fast winkelig gerundet, Saum mäßig schräg, gebogen. Saum der Hinterflügel flach gerundet, unter
der Spitze seicht abgeflacht. Spannweite 24—26 mm. Taf . XIV, F i g . 17, 18
Die Vorderflügel sind blaß zitronengelb bis hochgelb (in Fig. 17 etwas zu bräunlich), überall
mit ziemlich dicken und wenig regelmäßigen weißen Glanzlinien quer durchzogen; manchmal sind
sie im basalen Flügelteil weniger deutlich und im Saumteil mehr in Punkt- und Fleckchenreihen
aufgelöst; dazwischen finden sich besonders in der Nähe des Saumes auch Reihen kleinerer schwach
bräunlicher Wärzchen, von denen auch in der Nähe des Dorsum in der Flügelhälfte stehen können.
An der Costa stehen, oft kaum bemerkbar, bräunliche Strichei, ebenso in der Mitte des Dorsum, von
denen auch einige etwas länger sein können. Die Fransen sind gelblichweiß, eine Teilungslinie ist
kaum angedeutet. Die Hinterflügel sind bleich, weißlich, dunkler gesprenkelt, oder, bei dunkelgelberen
Stücken, mehr oder weniger braun, wobei die Sprenkel nur schwach durchscheinen; die
Fransen sind weißlich mit breiter, ;der Flügelfarbe entsprechender Teilungslinie. Kopf und Thorax
haben die Farbe der Vorderflügel, oder etwas trüber (in Fig. 17 zu braun); das Abdomen ist heller
bis dunkler graubraun.
Hab. Südrußland, Kleinasien.
29. Euxanthis perfusana Gn. Ind. p. 64; HS. IV p. 183; f. 247,248; Hein. p. 73; R ag. Ann.
Soc. Ent. France 1894 p. 190 t. 1 f. 4.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, Costa anfänglich gebogen, dann fast gerade,
Apex stumpf gerundet, Saum schräg, etwas gebogen. Saum der Hinterflügel gerundet, unter der
Spitze kaum eingezogen. Spannweite 18—22 mm. Taf . XIV, F i g . 19 (Vorderflügel nicht
weißglänzend genug, die bräunlichen Zeichnungen zu dunkel und zu scharf).
Die Vorderflügel sind stark perlmutterglänzend weiß mit bleichen ockerbräunlichen Quer-
linien reichlich bedeckt, die in der Mitte zu einer verschieden deutlichen Schrägbinde zusammenfließen,
welche vor der Mitte des Dorsum beginnt, bis hinter die Querader zieht, sich dann knickt
und mit zwei kräftigeren Costalstricheln in der Mitte der Costa in Verbindung steht; hinter ihr steht
am Dorsum noch ein breiterer Parallelstreifen; die Knickungslinie, selbst hell glänzend, ist saumwärts
ockerbräunlich angelegt und im Saumfeld bilden die Querlinien mit den fein ockerbräunlichen Adlern
eine Gitterung; vielfach aber verbinden sich Querlinien auch untereinander und zerreißen den hellen
Grund in lauter Fleckchen. Die Fransen sind trüb gelblich weiß, eine Teilungslinie ist sehr undeutlich.
Die Hinterflügel sind hell bräunlichgrau, die Fransen weißlich, nach außen grauer, vor der dunkler
grauen Teilungslinie schmal gelber. Kopf und Thorax sind ockergelblich, das Abdomen ist braungrau.
Der Falter fliegt im August.
Hab. österreichische Alpen, Schweiz, Serbien.
30. Euxanthis dictyodana Stgr. Horae Soc. ent. Ross. XV. 1879 p. 238; Rag. Ann. Soc. Ent.
France 1894 p. 188. Ab. ins ignatana Stgr. 1 c.
Vorderflügel saumwärts merklich verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex spitz gerundet,
Saum mäßig schräg, schwach gebogen. Hinterflügel rundlich trapezoid. Spannweite 17—25 mm.
Taf. XIV, Fi g . 20 (ein ungewöhnlich bleiches Stück mit unvollständiger Zeichnung).
Die Vorderflügel sind (nach S t a u d i n g e r ) „strohgelb, etwa wie bei hamana, mit einem
leichten Stich ins Grünliche, besonders bei einigen zeichnungslosen Stücken“ ; jedenfalls aber wechselt
die Färbung bis zu weißlich; „sie sind auf ihrer ganzen Fläche dicht glänzend gegittert oder mit
glänzenden Flecken bestreut“. „Außerdem hat dictyodana eine braune kreuzförmige Zeichnung,
die der bei fulvana entspricht, nur nicht so braun ist, und auch selten ein zusammenhängendes Andreaskreuz
bildet“. Bei solcher Beschreibung kann man nur nicht wissen, was strohgelb ist, ob der glänzende
Grund oder die dunkleren Gitterstreifchen auf hellem glänzenden Grund. Das von S t a u d i n g e r
erhaltene Stück, das ich abgebildet habe, zeigt auf glänzendem, weißlichem Grund einmal alle Adern
fein bräunlich und ferner zahlreiche, etwas verwaschene bräunliche Querlinien, wodurch allerdings
eine Gitterung der Fläche und eine Zerreissung des Grundes in helle Fleckchen entsteht; am deutlichsten
sind die bräunlichen Querlinien im Saumfeld. Vor der Mitte des Dorsum fließen mehrere
dunklere bräunliche Streifchen bindenartig zusammen und neigen sich gegen die Querader hin; hinter
der Mitte der Costa finden sich zwei stärkere Costalstrichel mit bräunlicher Füllung, die sich gleichfalls
zur Querader erstrecken; von dieser aus ist die ganze tornale Knickungslinie breit bräunlich
verdunkelt, und vor der Spitze findet sich auch eine leichte Bräunung zwischen einigen Costalstricheln
(in der Abb. nicht ausgedrückt); wenn sich letztere gegen die Querader hin auszieht, so entsteht
dadurch mit den vorgenannten bräunlichen Zeichnungen das von S t g r . erwähnte Andreaskreuz,
das aber selten vollständig ausgebildet ist. Es gibt Exemplare, welche von diesen dunkleren Teilen
der „Kreuzzeichnung“ nur einige Andeutungen besitzen, oder denen sie ganz fehlen; diese bezeichnet
S t a u d i n g e r als Var. i n s i g n a t a n a . Diesen fehlt dann auch die dunklerfe Basallinie der
Fransen, welche die normal gezeichnete Form besitzt. Die Fransen sind nach S t a u d i n g e r
gelb, bei dem mir vorliegenden Stück fast weiß, am Tornus bräunlich durchschnitten. Die Hinterflügel
sind recht dunkel braungrau bis grauschwarz, mehr oder weniger deutlich dunkler gesprenkelt,
die Fransen weißlich mit breiter dunkler Teilungslinie. Kopf und Thorax haben die Farbe der Vorderflügelbasis,
das Abdomen ist grau.
Der Falter fliegt von Mitte Mai bis in den Juni.
Hab. Kleinasien, Kaukasus.
31. Euxanthis pallorana Led. Wien. Monatsschr. 1864 p. 171 t. 3 f. 11.
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa ziemlich gerade, Apex gerundet, Saum mäßig
schräg, gebogen. Hinterflügel trapezoid. Spannweite 25 mm. Taf. XIV, F i g. 21 <J T 3^ p e.
(Etwas zu bräunlich, die Glanzstellen sollten nicht metallisch, sondern perlmutterartig sein.)
Kopf und Thorax sind schmutzig gelbbräunlich; die Vorderflügel sind ziemlich intensiv ockergelb
oder dunkel strohgelb, an Costa, Dorsum und Saum schmal blasser; an der Costa stehen in der
basalen Hälfte einige feine braune Strichei, in der Mitte ein aus zwei Stricheln entspringender bräunlicher
Schrägfleck, der deutlich gerandet bis zur Querader zieht; der tornale Ast der Knickungslinie
ist von der Querader an eine Strecke weit grob braun bestäubt; vor der Spitze stehen noch vier
breitere bräunliche Costalfleckchen, aus deren Rändern kräftige helle Glanzlinien gebogen oder stumpf
gebrochen quer über den Flügel ziehen. Vor der Flügelmitte stehen über der Ader a zwei hell glänzend
umzogene braune Schuppenwärzchen hintereinander, deren Zwischenraum costalwärts bräunlich
ausgefüllt ist; außerdem ziehen auch hier einige helle Glanzlinien quer über die Fläche, ohne aber
Costa und Dorsum zu erreichen; einige Glanzstriche stehen noch vor dem Tornus am Dorsum. Die
Fransen sind ockergelb, nach außen blasser mit einer etwas fleckig verdickten bräunlichen Teilungslinie.
Die Hinterflügel sind dunkel braun, die Fransen weiß mit heller brauner breiter Teilungslinie.
Hab. Armenien, Syrien.
Zoologlca. Heit 54. § | .