
drei schwarze Längsstriche; auf dem Tornus steht ein hoher-dreieckiger gelbbrauner Fleck, ebenfalls
mit schwarzen Längsstrichen, der gegen die Verbreiterung des Saumflecks hinzieht; zwischen
ihm. und dem Saumstreif ist der Grund blaugrau ausgefüllt. Die Fransen sind braungrau mit feiner
schwarzer Saumlinie. Die Hinterflügel sind braun, ihre Fransen weiß, an der Basis schmal gelb mit
brauner Teilungslinie.
Hab. Ussurigebiet.
5. Argyroploce acharis But l . Illustr. Lep. Het. III 1879 p. 80 t. 60 f. 9.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa stark gebogen, Apex stumpf gerundet, Saum
mäßig schräg, gebogen; Hinterflügel breit, rundlich trapezoid, Apex stumpf. Spannweite 20 bis
22 mm. T a f . XVI, F i g . 2 $.
Der Kopf ist bräunlichgelb, die Stirn und die Palpen sind weißlich, der Thorax ist gelblichgrau
mit bräunlicher Einmischung, das Abdomen grauer. Die Vorderflügel sind von der Wurzel bis zur
Mitte blaßgrau, gegen das Dorsum weißlich, dicht mit dunkelgrauen und bräunlichen Querwellen
bedeckt, die aus schrägen Costalstricheln entspringen, nach dem Dorsum hin teilweise stärker und
dunkler werden und auch braungelb abschattiert sein können; durch eine stärkere, mehrfach geschwungene
Querlinie bei V4 der Länge wird eine Art Wurzelfeld von der folgenden, etwas helleren
Partie abgegrenzt. In der Mitte der Costa sind die Zwischenräume einiger Schrägstrichel mehr gelbbraun
ausgefüllt und von ihnen aus zieht ein gelbbraunes Querband als Abschluß der Wurzelhälfte zum
Dorsum hinter dessen Mitte; sein distaler Rand folgt der Querader, dann eine kleine Strecke weit
der tornalen Knickungslinie, von der er fast senkrecht zum Dorsum abbiegt. Hinter der Querader
ist die hellste Stelle des Flügels, gelblichweiß mit einigen braunen Schüppchen darin; dahinter zieht
ein blaß aschgraues Band vom Dorsum aus, das aber die Costa nicht erreicht; der Saum dahinter ist breit
gelbbräunlich, sehr fein schwarz quergerieselt. Die Costa trägt hinter der Mitte auf gelblichweißem
Grund sehr schräge gelbbraune Häkchen und Strichei dazwischen, die von einer feinen blaugrauen
und darunter von einer schwarzen Linie, die aus dem Häkchen hinter der Mitte der Costa kommen,
begleitet zum Saum unter den Apex ziehen. Die Fransen sind gelblichgrau, am Tornus reiner gelblich,
mit grauer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind graubraun, nicht gerade dunkel, ihre Fransen weißlich
mit braungrauer Teilungslinie nahe ihrer Basis.
Hab. Amur; Korea, Japan.
6. Argyroploce semiassana Kenn. Iris XIII 1900 p. 246.
Vorderflügel breit, saumwärts noch etwas verbreitert, Costa gebogen, Saum sehr steil, gestreckt,
Apex stumpf gerundet; Hinterflügel rundlich trapezoid, Apex stumpf gerundet. Spannweite 23 bis
25 mm. Taf . XVI, Fi g . 3, 4 $$. T y p e n .
Diese Art variiert in der Färbung und Deutlichkeit der Zeichnung. Bei sehr dunklen Stücken
(Fig. 3) ist der Vorderflügel von der Wurzel bis zu % der Länge dunkelbraun mit fast schwarzen
feineren und dickeren, zum Teil in Stücke aufgelösten gebogenen Querlinien bedeckt, von denen
eine von V4 der Costa zu V3 des Dorsum am stärksten ist und ganz durchgeht; die Grenze des dunkeln
Flügelteils wird gebildet durch einen dicken schwarzen Schrägstrich in der Mitte der Costa bis zur
costalen Ecke der Mittelzelle, und eine schwarze Zackenlinie, die von da aus etwas gebogen zum
Dorsum vor den Tornus zieht; sie ist noch gesäumt von einem breiten, mattglänzenden dunkel blaugrauen
Streifen, der spitz vor dem Tornus endet; der übrige Teil des Flügels ist dunkel gelbbraun,
gegen Sauin und Tornus am dunkelsten, trägt einen vom Tornus aufsteigenden spiegelähnlichen
mattglänzenden dunkel blaugrauen Fleck bis zur Hälfte der Flügelbreite und kräftig geschwärzte
Aderstriche, die vor dem Saum in dicken*Punkten enden; der costale Teil ist abgegrenzt durch eine
dunkle Bleilinie, die aus dem ersten hellen Costalstrichel hinter der Mitte kommt, unter der Costa
entlang und am Saume etwas herunter läuft; die Costa über ihm trägt scharfe schwarze Strichei und
Häkchen, deren Zwischenräume hell weiß, fein schwarz geteilt sind.
Bei helleren Exemplaren ist der Grund in der Wurzelgegend, von der Mitte der Costa und gegen
das Dorsum hin zwischen den dunklen Querlinien, resp. Costalstricheln weißlich aufgehellt, in der
Mitte mit Blaugrau untermischt, und einzelne Querlinien, besonders die stärkere bei x/4 ist gelbbraun;
auch gegen das Ende des dunklen Flügelteils ist sehr breit Gelbbraun als unregelmäßige Abschluß-
binde vorhanden, untermischt mit Blaugrau und einigen schwarzen Fleckchen in der Flügelmitte;
das ganze Saumfeld ist weißlich aufgehellt, nur von der Spitze her zieht sich eine bräunliche Verdunkelung
herein; die blaugrauen Querstreifen vor und an dem Tornus sind nur schwach angedeutet,
die Costalhäkchen mehr braun, ihre Zwischenräume gelblicher; die schwarzen Aderlinien sind wenigstens
gegen die Spitze hin vorhanden.
Die Fransen sind dunkler bis blasser graubraun, am Tornus heller mit feiner dunkler Basallinie.
Die Hinterflügel sind ziemlich dunkel braun, die Fransen blasser bis weißlich, mit brauner Teilungslinie.
Kopf und Thorax sind der Basis der Hinterflügel entsprechend dunkelbraun bis gelbbraun, in letzterem
Falle ist der Halskragen brauner, der Thoraxschopf dunkelbraun. Das Abdomen ist braungrau.
Zwischen den oben geschilderten Färbungen gibt es natürlich Übergänge.
Hab. Amur- und Ussurigebiet.
7. Argyroploce inundana Schiff. S. V.p. 132; F.Mant.p.225; Hb. f.60; Tr.X,3 p.92; HS.IV
p. 227; Hein. p. 105.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, im ganzen gebogen, dadurch daß Costa und Dorsum
in gleichem Sinne gebogen sind, Apex stumpf, gerundet , Saum steil, gestreckt (in der Abbildung zu
gebogen); Hinterflügel breit, stumpf trapezoid, Apex gerundet. Spannweite 20—22 mm. Taf. XVI,
F i g. 5 ?.
Kopf und Thorax sind dunkelgrau, letzterer und die Schulterdecken weißlich gemischt; die
Vorderflügel sind weißlich grau, aber so dicht von dunkelgrauen und schwärzlichen Querwellen durchzogen,
daß der Gesamteindruck ein eisengrauer ist; besonders der Dorsälteil der Wurzelpartie ist
recht dunkel, sowie ein Schrägband, das vor der Mitte der Costa beginnt, an der Querader durch einen
kleinen hell weißen Fleck ausgenagt ist, in derselben Höhe wurzelwärts mit einem schwarzen Längsstrich
vortritt und dann breiter zum Dorsum vor den Tornus zieht; es ist auch mit helleren Wellenlinien
gemischt und zeigt noch mehrere schwarze Längsstriche; endlich ist dunkelgrau ein Saumstreif,
der zu der Costa zieht und schwarze Aderstriche enthält; die Costa trägt zahlreiche Schrägstrichel
und Häkchen, deren Zwischenräume jedoch nicht besonders aufgehellt sind. Die Fransen sind
hell- und dunkelgrau gescheckt mit fein schwarzer Basallinie. Das Abdomen und die Hinterflügel
sind ziemlich dunkel braun, die Fransen bräunlichweiß, an Apex und Dorsum etwas dunkler, mit
brauner Teilungslinie.
Die Raupe lebt an Populus tremula im Mai und Juni; der Falter fliegt im Juni und Juli; nach
R ö ß l e r auch in erster Generation Ende April und Anfang Mai.
Hab. Deutschland, Böhmen, Schweiz, Galizien, Livland, Finnland, Schweden, Ural.
8. Argyroploce setnifasciana Hw.Lep.Brit.p.431; Curt. Brit.Ent. XII p.571; Wood f. 885;
Hein. p. 105; Snell. II, 1 p. 265; Mey r. p. 461; acutana F r r. t. 342 f. 1 ; Tr. X, 3 p. 68; Dup. IV
t. 64 f. 2; HS. IV p. 227; f. 179, 180; dutana Dup. Noct. VI p. 530 t. 264 f. 1.