
hinter der Mitte die helle Farbe auf beiden Seiten um einen großen dunkelrotbraunen Fleck, der nicht
scharf begrenzt ist, aber von dem dunkeln Vorderrandteil durch eine diesem angehörende Reihe
schwarzer Punkte dachförmig überdeckt wird. (Bei sponsana ragt der mehr dreieckige Fleck unmittelbar
vom Vorderrand bis an die Innenrandrippe.) Das Saumteil ist durch rotbraune unbestimmte
Querlinien verdunkelt. Die Mitte des Hinterrandes ist durch eine feine schwarze Linie begrenzt.
Fransen braun mit weißlicher Teilungslime. Hfl. licht graubraun, nach hinten dunkler gesprenkelt.
Ende Mai bei Wladiwostock in einigen <?<? und 3 ??.“
Das von mir abgebildete Exemplar .stimmt mit dieser Beschreibung sehr gut überein, nur ist
die dunkle Farbe nicht rotbraun, sondern eher graubraun, und es fehlt das Eindringen der hellen
Grundfarbe zwischen Costalfleck und distale Grenze des Anfanges der Schrägbinde. Da es sich jedoch
offenbar um überwinterte Tiere handelt, und auch bei dieser Spezies Variationen in der Färbung
anzunehmen sind, will das wenig besagen.
Hab. Amur, Ussuri, Korea.
15. Acalla undularía Wlshm. Ann. u. Mag. N. H. (7) V. p. 373; Kenn. Iris 1900, p. 209.
Eine sehr kleine Art von nur 12—14 mm Spannweite. Costa der Vfl. nur schwach gebogen,
Saum steil, schwach gebogen, Apex stumpf; Hfl. oval, unter dem Apex nicht eingezogen (wie bei
Ac. fimbriana). Scheint ziemlich variabel zu sein. Taf . IV, Fig. 48 u. 49.
Grundfarbe der Vfl. bräunlichgrau, mitunter etwas ins Grünliche ziehend, mit feinen, wenig
dunkleren Querwellenlinien, die an Costa und Dorsum deutlicher sind (Fig. 48). Ein Basalfeld ist
durch eine gebogene oder rechtwinkelig geknickte bandartige Linie von olivenbrauner Farbe abgegrenzt,
die sich am Dorsum verbreitert und in der einige Schuppenhöckerchen stehen; ein ebenso
gefärbtes Schrägband, saumwärts mit zwei Abstufungen, basalwärts von 3 Schuppenhöckern gesäumt,
zieht von y 3 der Costa zum Dorsum vor den Fransenansatz; an der Stelle des Costalfleckes hängen
an der Costa zwei ziemlich breite dunkle Häkchen und vor dem Apex entspringt eine feine dunkle
Linie, die sich alle drei gegen den Tomus zu vereinigen. Saumknie kräftig, dunkelbraun, Fransen
graubraun mit dunkler Teilungslinie nahe ihrer Basis. Bei dem anderen Exemplar, das mir vorlag
(Fig. 49), ist das Basalfeld und das Saumfeld mehr verdunkelt, so daß in letzterem die Bindenzeichnungen
weniger hervortreten, dafür ist der Raum zwischen Basalfeld und Schrägbinde ganz weiß
aufgehellt; Fransen heller, bräunhchgelb. Hfl. braungrau, gegen Apex und Saum dunkler. Fransen
mit breiter dunkelbrauner Teilungslinie nahe ihrer Basis. Kopf und Thorax grau mit brauner
Mischung.
Walsingham (1. c. p. 374) beschreibt eine Varietät unter dem Namen var. coprana Wlshm.,
bei der nicht der Raum zwischen Basalfeld und Schrägbinde, sondern das Basalfeld selbst samt den
Schulterdecken weiß ist.
Hab. Kleinasien (Zeitun, Haleb).
16. Acalla hispidana Chr. Bull. Soc. Nat. Mose. LVI (1881) I p. 61; Wlshm. Ann. & Mag.
N. H. (7) V p. 373. Taf . IV, Fig. 50—56. (Fig. 50 nach einem Originalexemplar Christophs
aus Staudingers Sammlung.)
Christoph sagt über diese Spezies folgendes: „Alis anticis albide-griseis, margine anteriore
infuscato, punctis, lineolis venisque nonnulla parte nigris maculisque magnis duabus lutescente-
fuscis. ^ r:In die Nähe von hastiana L. und dbietana Hb. Erstere hat aber eine glättere, letztere eine
rauhere Flügelfläche, als hispidana. Genaue Vergleichung untunlich wegen der vielen Varietäten
der hastiana und abietana.
Palpen dick mit Schuppen bedeckt, weiß oder gelbgrau. Fühler rötlichgelb, dunkelbraun
geringelt. Kopf und Rückenschild braun oder grau. Hinterleib gelblichgrau. Beine grau mit
dunkelbrauner Beimischung. Tarsen oben dunkelbraun, am Ende gelblich weiß. Vorderflügel
8—11 mm lang, weißgrau, bei manchen Exemplaren rötlichgrau mit schwärzlich-braunen ziemlich
unbestimmten Schattierungen. Einzelne schwarze Striche und Punkte und teilweise die Rippen
sind schwarz; dazwischen liegen drei große hell graubraune, unbestimmt abgegrenzte fleckartige
Schattierungen. (Bei abietana sind größere braune Vorderrandflecken in regelmäßigen Abständen.)
Außerdem lassen sich mehrere quer gestellte dunkle Strichelchen von auf gerichteten Schuppen
erkennen, die jedoch nie zusammenhängende Reihen bilden, wie bei abietana. Es läßt sich hienach
eine von der Wurzel nach der Spitze reichende, beiderseits abzweigende und in den Verzweigungen
braun ausgefüllte Längsstrieme erkennen. Hfl. hellgrau gewässert, am Vorderrande durch bräunliche
Querstrichel der Unterseite und nach dem Hinterrande verdunkelt. Fransen grau, am Grunde
gelblich mit dunklerer Teilungslinie. Auf den Vorderflügeln ist die dicke Teilungslinie der Fransen
unterbrochen und erscheint also die untere Fransenhälfte gefleckt. Unten sind die Vfl. in der Mitte
schwärzlichgrau, an den Rändern gelblich, mit unregelmäßig verteilten Querstricheln, Hfl. gelblich
weißgrau und auch an den Rändern mit braunen Stricheln.
Ende April bis über Mitte Mai aus niederem Gebüsch gescheucht in den Wäldern von Raddefka,
Nikolsk und Wladiwostok.“
Da es sich hier offenbar um überwinterte, z. T. etwas abgeflogene Exemplare handeln dürfte, bei
denen auch von den Schuppenbüscheln mancherlei verloren gegangen sein mag, auch wohl, wie bei
fast allen Acallo,rt&Ji, allerlei Varianten vorhanden sein werden, so wird man annehmen können,
'daß vorstehende Beschreibung nicht die Eigentümlichkeiten der ganzen Spezies erschöpft. Als
charakteristisch sind wohl die schwarzen Längsstriche und teilweise schwarzen Rippenzeichnungen
zu betrachten. Bei dem zweifellos hierhergehörigen Exemplar, das in Fig. 51 dargestellt ist, tritt
etwas deutlichere Zeichnung hervor: ein dunkleres, schräg begrenztes Basalfeld, eine von 1/ 2 der
Costa entspringende Schrägbinde, von der Flügelmitte an dorsalwärts verbreitert und saumwärts
verwaschen und ein aus etwa 4 dunkleren Costalhäkchen entspringender verwaschener Costalfleck,
der sich bräunlich ins Saumfeld gegen den Tornus hin erstreckt. Die Reste davon sind die 3 graubraunen,
unbestimmt abgegrenzten fleckartigen Schattierungen in Christophs Beschreibung. Zwar
ist der Saum der Vfl. hier steiler, die Costalbeschuppung in der Mitte plötzlich kürzer und die Hfl.
dunkler; aber solche Verschiedenheiten finden sich auch bei anderen Arten. Das Exemplar stammt
von Baranowskoe (aus Staudingers Sammlung).
Nun hatte ich aus der Sammlung des Großfürsten N i k o l a i Mi c h a i l o w i t s c h , jetzt
in dem zool. Museum der P e t e r s b u r g e r A k a d e m i e befindlich, eine Anzahl Exemplare
in Händen, die ebenfalls von Baranowskoe stammen (von Hedemann gesammelt), eines auch aus
Staudingers Sammlung, wie Fig. 51 von Dörr gesammelt, die ich ebenfalls hierher stellen möchte.
Einige davon sind in Fig. 52—55 abgebildet. (Leider fehlt eine Angabe über Fangzeit.) Fig. 52
stimmt sehx gut mit 51 überein, nur ist der Vfl. einfarbig hell bräunlichgrau mit einer Anzahl dunklerer
Schräglinien, die aus Costalhäkchen entspringen, von denen die im Spitzendrittel genau mit denen
des vorhergehenden Exemplars übereinstimmen, während die übrigen Reste des Basalfeldes und
der Schrägbinde sind. Deutlich heben sich von diesem Grunde eine tiefschwarze geschwungene
Längslinie aus der Basis zur Flügelmitte und einige schwarz angelegte Rippenteile von da nach der
Spitze resp. Costa hin ab. Die Büschel aufgeworfener Schuppen sind dieselben, wie bei Fig. 50 und 51,
Zoologica. H e ft 54. H