
scliwarze Häkchen hat; darauf folgt ein dunkel ockergelbes Querband, welches von zwei fast parallelen,
ein wenig geschwungenen glänzenden Silberlinien eingefaßt ist; an der Costa sind drei dunkle
Pünktchen; hierauf folgt ein dunkel olivbraunes Querband, von schwarzen Wellenlinien durchzogen
und dann wiederum ein beiderseits silbern begrenztes ockergelbes Querband, ein wenig gebogen;
dann kommt abermals eine dunkle, schwarz gewellte Querbinde, die auf dem Tornus steht, gefolgt
von einem Silberstreif und dem trüb ockergelben Saum, mit hellgelber Abschlußlinie. Vor dem Apex
stehen drei ziemlich große, viereckige Costalfleckchen. Die Fransen sind olivbräunlich, glänzend,
mit schwarzer Teilungslinie, mitunter ganz schwach gescheckt. Die Hinterflügel sind braun,
die Fransen heller braun mit dunkler Teilungslinie.
Die Raupe ist unbekannt; der Falter fliegt im Juli und August.
Hab. Alpen (bis 8000 Fuß Höhe), Seealpen.
4. Phiaris metallicana H b . f. 68; T r. VIII p. 144; X, 3 p. 81; Z. Isis 1846 p. 226; H S.
IV p. 212; He i n . p. 119; M e y r. p. 467; cdternana Wilk. 269; B a r r . Monthly Mag. XXIII p. 2.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, wenn auch nur wenig, Costa mehr oder weniger
deutlich gebogen, Saum meist mäßig schräg, leicht gebogen; Hinterflügel etwas bauchig gerundet.
Apex ziemlich spitz, Saum darunter flach eingezogen. Spannweite 20—23 mm. T a f. XVII, F ig .
55 <£, 56 $ (Var.).
Die Färbung und Zeichnungsanlage der Vorderflügel ist ähnlich, wie bei der vorigen Art;
jedoch sind die dunklen Zeichnungen mehr braungrau, die hellen lichter ockergelb, und die Bleilinien,
welche grauer und etwas matter sind, reichen nicht alle ununterbrochen durch die ganze
Flügelbreite; die praeapikalen Costalhäkchen sind außerdem in der Regel kleiner, ihre hellen
Zwischenräume meist deutlich dunkel geteilt.
Das Wurzelfeld und die erste helle Binde entsprechen ziemlich derjenigen der vorigen Spezies;
die zweite helle Binde aber ist schräger, genau gegen den Tornus gerichtet; sie erreicht diesen aber
in der Regel nicht; die dorsalen Enden ihrer Silberumrahmung sind gleichsam abgerissen und ein
wenig weiter basalwärts gerückt, ihr Zwischenraum dunkel ausgefüllt. Der letzte, dem Saum parallele
Silberstreifen ist gegen den Tornus zugespitzt und erreicht ihn nicht ganz; der Saum ist nicht heller
als die vorhergehende dunkle Binde, die sich auch gegen den Tornus zuspitzt. Die Fransen sind
hell, weißlich, am Apex und gegen den Tornus grau; sie haben eine kräftige schwarze Teilungslinie
nahe ihrer Basis und eine zarte in ihrer Mitte. Die Hinterflügel sind dunkel grau, die Fransen weißlich,
an der Spitze und dorsalwärts grauer und haben eine dunkelgraue Teilungslinie.
Als Var. amurensis n. var. (Fig. 56) bezeichnet die Firma S t a u d i n g e r in ihren Katalogen
eine Form aus Sibirien, die allerdings einen unterscheidenden Namen verdient. Die sonst hellen
Binden der Vorderflügel haben hier die gleiche Färbung, wie die anderen Flügelteile, und zwar durchweg
ein reines gelbliches Olivbraun, ganz ohne dunklere Querwellen; nur im Mittelfeld und an Stelle
des Praetornalfleckes findet sich eine dichte und feine schwarze Querrieselung. Die Bleilinien sind
genau die gleichen, wie bei der Stammform, nur etwas bläulicher. Die Fransen sind von der Farbe
der Fläche; die Hinterflügel sind dunkelbraun, die Fransen heller braun mit dunkler Teilungslinie.
Die Costa der Vorderflügel ist ein wenig stärker gebogen als bei der Stammform gewöhnlich ist.
Kopf und Thorax sind wie die Vorderflügelbasis gefärbt, das Abdomen ist bräunlichgrau.
Die wenig bekannte Raupe wurde an Vaccinium myrtillus gefunden, lebt aber wohl auch von
anderen Pflanzen oder auch von welken Pflanzenteilen an der Erde. Der Falter fliegt im Juni und
Juli in lichten Wäldern um Heidelbeeren.
Hab. Deutschland, Jütland, Schottland,! Galizien, Kußland, Liv- und Estland, Skandinavien,
Sibirien bis Amurgebiet (Var. amurensis).
5. Phiaris nebulosana Z e 11. Ins. Lapp. p. 985; Wo c t e Jahrb. Soli’.es. Ges. 1880 p. 203 ff;
S p a r r e - I J h n e ' i d e r Tidskr. 1883 p. 86; Wa l l g r . Tidskr. 1889 p. 203; schoenenhana
G n. Ind. p. 24.
vrriquanu H S. VI p. 160; f. 424; 426, W o o k e ■ Stett. ent; Zeit. 1862 p. 56; He i n. p. 117;
Z.'Statt, ent. Zeit. 1878 p. 105; W o o k e Jahrb. SchleSI Ges.U.880 p. 203; Meyr . p. 467;
sudetana 8 t a n d f. Stett. ent. Zeit. 1846 p. 386; Bresl. Zeit, 1849 t. 2 f. 4; H e i n. p. 117;
W o c k e Jahrb. Schlea. Ges. J8S0 p. 203;; sudäiama H S. IV p. 211; t. 272;
porpkynma Lah . Tortr. f t - 142; He i n . p. 118; ferruginea T n g s t r . Cat. p, 361;
W o c k e Jahrb. Schles. Ges. 1880 p. 203.
Vorderflügel ausgesprochen dreieokig, gestreckt,, saumwarts verbreitert, Costa gerade oder
kaum gebogen, Saum schräg, gestreckt, Apex ziemlich spitz gerundet;;, Hinterflügel nicht sehr breit,
Saum flach gerundet, nicht bauchig, unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 16 19 mm.
Taf. XVII, F i g . 57 S, 58 S, 59 S, Taf. XVIII, F i g . 1 2
Alle oben zitierten Formen (mit Ausnahme vielleicht von porphyrana Lah. ) gehören zweifellos
zu einer Spezies,- die aber ebenso (Scher von Ph. metallicana H b. verschieden ist. Während letztere
fast gar nicht variiert, und besonders, ihre Metallinieh immer den gleichen Verlauf haben, ändert
nebulosana Sowohl in Färbung als auch in der Zeichnung so sehr ab, daß man kaum mehrere übereinstimmende
Stücke unter einer beträchtlichen Anzahl findet; auch seheint nebutosam der Örtlichkeit,
insbesondere der Höhenlage nach in LokälraSsen zerspalten zü sein. Indessen sind; ahe die verschiedenen
Formen derart durch Übergänge verbunden, daß man bei einigermaßen reichhaltigem
Material eine ununterbrochene Reihe hersteilen kann. Daher ist auch die Aufstellung von Varietäten
mit Namen ziemlich wertlos, da man viele Stücke; ebensogut zu der einen, wie der anderen steilen
könnte, eine Abgrenzung durch charakteristische Merkmale eben nicht möglich ish , '
Bei sehr scharf gezeichneten Stücken, wie Fig. 57, treten die dunkeln und hellen Zeichnungen,
durch Bleilinien getrennt, äußerst schroff hervor: die>hel»ckergelbe postbasale und die postmediale
Querbinde sind nicht gerade, sondern unregelmäßig zackig; die erste entspringt aus zwei, die andere
aus drei weißlichen einfachen Costalhäkchen, zwischen denen einfache dunkle Häkchen stehen;
(beide Binden werden nach dem Dorsum zu schmäler und die zweite weicht daselbst plötzlich basalwärts
zurück, so daß ein dunkler Praetornalfleck entsteht, hinter dem wieder ein ockergelber Fleck
am Tornus vorhanden ist; dieser steht aber öfter mit der hellen Binde auch in Verbindung, welche
dann über dem Praetornalfleck gegabelt ist. Hinter der hellen postmedialen Binde liegt nochmals
eine dunkle, die aus zwei praeapikalen großen dunkeln Häkchen und der dunkeln Spitze entspringt
und sich mit dem Saum über dein Tornus vereinigt, wodurch noch eine helle Stelle am Saum eingeschlossen
wird. Die dunkeln Zeichnungen, ein zackig abgeschlossenes-; Basalleld, eine zackige
Mittelbinde, die zuletzt genannte Binde im Saumfeld sowie der Praetornalfleck wechseln in der
Färbung von dunkel schwarzbraun bis gelblich olivenbräunlich oder olivengrünlich. Die Silberlinien,
welche die hellen und dunkeln Zeichnungen als Trennungslinien begleiten, sind bald hell weiß
glänzend, bald trüber grau; meist zusammenhängend und kräftig, mitunter aber auch unterbrochen
und in Fleckenreihen aufgelöst. Die Fransen sind hell bräunlichweiß, an der Flügelspitze und gegen
den Tornus hin graubraun, auch sonst noch mitunter fein dunkel durchschnitten; sie haben eine
dunkle Teilungslinie.