
ToHrieès, London 1859. (Ein ausfüirjickes Liteiatnrverzeiohnis wirci am Schlüsse gegeben werden
mit kurzer Charakteristik des Inknlt.es.)
Die genannten Werke sind für den Ausbau der Systematik der Tortriciden von. sehr ver,
sqbiedenem Werte, manche bedeuten F o r ts c h r itt andere sind ziemlich bedeutungslos oder verschlechtern
das zur,Zeit Bestehende. Die Gattungsdiagnosen fehlen z. T. ganz oder sind so oberflächlich,
daß nur dann mit den Namen etwas anzufangen ist, wenn die zu den betreffenden Gattungen
gestellten.Spezies zweifellos bekannte oder auch durch Abbildungen zu erkennende sind. Vielfach
aber werden ohne Angabe von Gründen neue. Gattungsnamen .eingeführt, alte Gattungen in zwei
oder mehrere zerspalten, wobei keine der neuen Gattungen den alten Namen behielt, sondern jede
einen neuen bekam;, andrerseits wurden Gattungen unter einen neuen Namen zusammengezogen
alles in buntem Durcheinander. Besonders gingen diè Engländer gern ihre eigenen Wege ohpé viel
Berücksichtigung dessen, was anderswo geschah. Allerdings kümmerte sich auch L e d e r e r nickt
sonderlich um die nichtdeutsche Literatur und Nomenklatur, sondern benützte die Bezeichnungen^
die sich unter den deutschen Sammlern im Lauf der Zeit mehr durch Tradition als durch Rücksicht
auf Literatur eingebürgert hatten.
Es wäre ein zu viel Raum und Mühe raubendes Unternehmen, all ^|se: alte verworrene Literatur
hier kritisch durchzuarbeiten; es ist dies ja seit L e d e r e r von verschiedener :S|S$ geschehen,
soweit es sich lohnte, und es ist nun soweit Klärung und Sicherheit geschaffen, als es die Kenntnis
der Eigentümlichkeiten der Wickler, wenigstens der im palaearktischen Gebiet bekannten, zülasst,
wobei den Rechten früherer Autoren Rechnung getragen wurde.
Die Einteilung L e d e r e r s ergibt sich am besten aus dem Bestimmungsschlüssel, den H '
ausgearbeitet hat, und der hier folgt, wobei nur die Benennung der Flügeladern so umgeändert Teti
wie sie in vorliegendem Werke gebraucht wird:
A. Hintere Mittelrippe de* Hinterflügel ohne alle Behaarung.
a. Vorderrand der Vorderflügel ausgeschnitten ............................................. Ehacodia (H.)
b. Vorderrand der Vorderflügel nicht ausgeschnitten.
a. Rippe IV, der Vorderflügel aus, oder noch vor der Mitte der hinteren
Mittelrippe aus dieser entspringend und fast horizontal verlaufend.
1. Hinterflügel am Innenrande mit sehr breiter, depressarienartiger
Be.irau.sung ....................................... ; ................................. ......... ZWs (Tr.)
. 2. Hinterflügelfransen mehr gleichmäßig lang.
. ■ -X Hinterflügelrippen wie gewöhnlich.
§ Zunge spiral.
, t Vorderflügel breit mit fast geradem Außenrande, Rippe I II2 ..
der Hinterflügel nahe an IXX3 entspringend.............. Tortrix (L.)
t t Vorderflügel gerundet, fast eiförmig.
* .ei? und. 9 an Flügelform gleich (ob auch bei Zdothenes?)
Fühler des d* mit starken pinselartigen Wimpern . . , Zdotherses (Led.) •
0 ® Fühler des Ö* mit feinen kurzen, gleichmäßigen Wimpern Sciaphila (Tr,),'
** ? mit lanzettförmigen Flügeln (Exapate-artigen)1) Sphaleiroptera(Gn.)
§ Zunge fehlend, sonst wie Sciaphila*) . . . ................... Doloploca (H.)
1) Die Gattung Exapate wird von Lederer zu den Tineiden gestellt.
2) Dies ist ein Irrtum; die Zunge ist zwar klein, aber.doch vorhanden.
•X x g l Hinterflügel wohl mit Rippe I I I2, aber II und IHj weit
von einander entspringend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Olindia (Gn.)
ß, Rippe IV2 der Yorderflügel entspringt erst nahe vor dem Ende der
Mittelzelle und ist abwärts gegen den Innenwinkel (Tornus) gekrümmt.
1. Vorderflügel ohne Haarpüsteln (doch oft mit erhobener metallischer
Beschuppung) . . . . . . . , . . . , . . . . . . . . , Gonchylis (Tr.)
2. Vorderflügel mit wolligen, stark erhobenen Pusteln .............. Phtheöchroa (Stph.)
B. Hintere Mittelrippe der Hinterflügel von der Basis an ein längeres oder
kürzeres Stück behaart.
a. Rippe IVx der Vorderflügel aus einem Punkt mit I II3, am Saume sich
dieser sehr nähernd, dabei ungemein bauchig; die übrigen Rippen wie
gewöhnlich ......................... .'............................. ........... Pygolopha (Led.)
b. Rippe I I I2 der Vorderflügel aus einem Punkt mit I II3, ihre Entfernung
von IIIx sehr g ro ß ..................................... .......................... ... Retinia (Gn.)
c. Rippe IV2 und I II2 wie gewöhnlich, I I5 und I I4 aber gestielt.
a. Rippe IVi und I II3 der Hinterflügel aus einem Punkt, I II2 aus
zwei Drittel der Querrippe ' Acroclitd (Led.)
ß. Rippe IVi und I II2 aus einem Punkt, I II3 aus IV4................ .. Rhopobota (Led.)
d. Rippe IV2 und I II2 der Vorderflügel wie gewöhnlich, I I 5 und I I4
gesondert.
a. Rippe I I 2 der Vorderflügel gegen IIj gekrümmt, mit dieser convergierend,.
Rippe IV4 und III3 der Hinterflügel weit gesondert-. Ldbesia (Gn.)
ß. Rippe I I 2 und II x der Vorderflügel gerade in den Vorderrand (Costa)
auslaufend, sich einander nicht nähernd; IVi und I II3 der Hinterflügel
(mit Ausnahme von Penthina euphorbiana) immer aus einem
Punkt, oder gestielt, selten fehlend.
1. Männchen mit einem Haarpinsel an den Hinterschienen.
X Hinterflügel des cd mit einem häutigen Lappen am Innenrande
........................................................................................Eccopsis (Zell.)
x x Hinterflügel des <d ohne solchen Lappen .......................... Penthina (Tr.)
2. Hinterbeine des cd ohne Auszeichnung.
X Hinterflügel des o* mit ausgeschnittenem Saume .......... Coptoloma (Led!)
X X Hinterflügel des cd' nicht ausgeschnitten.
§ Hinterflügel des cd mit einer wolligen Haarflocke an der
hinteren Mittelrippe ............................................................ Crocidosema (Zell.)
§§ Hinterflügel des cd mit einer muldenförmigen Vertiefung
am Innenrande ............. • Carpocapsa (Tr.)
§§§ Hinterflügel des cd ohne derlei Auszeichnungen.
f Rippe II und III x der Hinterflügel in beiden Geschlechtern
weit gesondert...............................................Dichrorampha (Gn.)
Zoologica. He ft 54. 5