
seinem basalen Ende finden sich, wie als Andeutung des Anfanges eines Schrägbandes, zwei Paar
schwarze Schuppenbüschelchen, und als Abschluß desselben ein größerer tiefschwarzer Eieck, in
dem gleichfalls ein Schuppenhäufchen hegt. Im Wurzelfeld stehen kleine schwarze Pünktchen,
davon eine gebogene Reihe als Begrenzung eines sonst nicht ausgezeichneten Basalfeldes, die Saumlinie
trägt eine Reihe schwarzer Pünktchen und eine Parallelreihe steht davor. Die Fransen haben
die Farbe der Fläche und eine dunkler bräTinhche Teilungslinie. Kopf und Thorax ein wenig dunkler
als die Vfl.
Hinterflügel etwas spitzer als bei rufana, hinter dem Apex etwas eingezogen, gelbhchgraü,
spitzenwärts dunkler, an der Costa mit durchscheinenden Sprenkeln; Fransen gelblich, mit dunklerer
Teilungslinie, die analwärts verblaßt. Abdomen bräunlich, Analbusch ockergelb. Falter im August
von Hedemann gefangen.
Hab. Chabarowkoe (Sibirien).
27. Acalla lipsiana Schiff. Syst. Verz. 129; Tr. VIII, 270; X, 3, 137; Dup. IX, 264, 3;
HS. 8, 17, 18; IV p. 148; Hein. 18; Meyr. 523; sudoriana Hb. 283; Dup. IX, 243, f. 3.
c? meist größer als $ und im Flügelschnitt verschieden; beim c? ist der Saum der Vfl. sehr
schräg, gebogen, Apex stumpf, Costa fast gleichmäßig sanft gebogen; beim ? die Costa abgesehen
von der schwachen Biegung im Basalteil gerade, Saum steiler und sehr schwach geschwungen oder
gerade; dadurch sind die Vfl. des $ parallelrandig, die des $ saumwärts etwas verbreitert. Spannweite
des $ 18—20 mm, des $ bis 24 mm. Taf. V, Fig. 28—30.
Vfl. matt, mehlig beschuppt mit kleinen, meist schwärzlich angelegten Schuppenhäufchen,
z. T. zerstreut, z. T. in Schräglinien durch die Flügelmitte und im Saumfelde angeordnet. Färbung
heller oder dunkler aschgrau oder zart rötlichgrau, ganz einfarbig, oder in Flügelmitte und gegen
das Dorsum hin mit Rötlich gemischt; manchmal wird durch diese Einmischung die graue Färbung
auf den Costalteil beschränkt. Meistens 'ist von Zeichnung nichts deutlich zu erkennen, außer einem
hell weißlichen Fleckchen in der Flügelmitte, mit einem schwarzen Pünktchen darin. In anderen
Fällen macht sich andeutungsweise ein dunklerer Costalfleck vor dem Apex, oder die Andeutung
eines Schrägbandes von x/ 3 der Costa zum Fransenansatz am Dorsum, sowie eines zweiten Schrägbandes
als Basallinie eines Spitzendreieckes bemerkbar. Die Saumlinie kann gleichfalls dunkler
angelegt sein, aber alles sehr verwaschen. Fransen hellgrau bis bräunlichgrau, in ihrer Basalhälfte
auch rötlich, mit zwei verwaschenen Teilungslinien. Kopf und Thorax wie die Basis der Vfl. gefärbt.
Die Hfl. mit stumpf gerundetem Apex, hinter demselben kaum eingezogen, sind blaßgrau,
spitzenwärts etwas dunkler, zart gesprenkelt gegen den Apex hin. Fransen weißlich, mit zwei
Teilungslinien.
Die Raupe lebt im Juni und Juli an Vaccinium vitis idaea, Myrica gale, Betula, Pyrus malus
silv; der Falter vom August an, überwinternd; ruht am Tage an Stämmen.
Hab. Großbritannien, Zentraleuropa (ausschließlich der Niederlande), Westrußland, Livland,
Castilien, Norditalien. Wohl meist an sumpfigen Stellen.
28. Acalla schalleriana F. S. No. 1339; a. Forma typica Hb. 288. 289; Tr. VIII, 265; X,
3, 136; Wd. 1085; Dup. IX, 243; HS. IV p. 144; Wilk. 165; Hein. 19; Snell. II, 1, p. 188; Meyr.
524; labeculana Fr. 18, 3; latifascima Hw. No. 65; Wd. 1081 (aberratio)?
b. Forma comporana Hb. 284; Tr. VIII, 264; Dup. IX, 243, 7; HS. IV p. 145; Wilk. 166;
Hein. 24; costimaculana Wd. 1087.
Costa der Vfl. an der Basis mehr oder weniger stark gebogen, weiterhin gerade oder schwach
concav, vor der Spitze wieder stärker gekrümmt, Saum recht schräg und deutlich geschwungen,
Apex dadurch vortretend, spitz. Eine gebogene Reihe kleiner Schuppenhöckerchen als Grenze
eines Basalfeldes, davon eines in der Falte meist ziemlich groß, eine Schrägreihe solcher Höckerchen
von V8 der Costa zu a/ 3 des Dorsums, davon eines in der Flügelmitte größer, dann noch einige Reihen
im Saumfeld; die Schuppenhöckerchen wenigstens teilweise dunkelbraun oder schwärzlich. Spannweite
16—20 mm. Taf . V, Fig. 31—34.
a. Forma typica; Taf. V, Fig. 31. Grundfarbe der Vfl. zart aschgrau, mit einem Stich ins
Gelbliche oder Bräunliche, gegen die Flügelbasis hin allmählich dunkler. Von y 3 der Costa zum
Dorsum vor den Fransenansatz zieht eine feine, nicht sehr scharfe hellere Linie, zwei noch verwaschenere
schräg durch das Saumfeld, auf ihrer Saumseite von Schuppenhöckerchen begleitet.
Zwischen der ersten Schräglinie und der Spitze, letztere nicht erreichend, liegt ein großer, lebhaft braunroter
Costalfleck, dreieckig gegen die Flügelmitte einspringend, wo er quer abgestutzt ist. Er ist
oft durch Einmischung eines helleren Rotgelb in den Anfang einer Schrägbinde und in einige Costalhäkchen
undeutlich geteilt. Manchmal liegt am Dorsalrand des sonst nicht ausgezeichneten Basalfeldes
eine fleckenartige Verdunkelung; die Saumlinie ist dunkelgrau gefleckt, die Fransen sind bräunlich
gelbgrau mit dunklerer Teilungslinie.
Ab. latifascicma Hw. Fig. 32, ist dadurch ausgezeichnet, daß das Wurzelfeld des Vfl. rotbraun
ausgefüllt und der Costalfleck in seiner ganzen Breite bis zum Tornus als breites Band ausgeflossen
erscheint, so daß nur ein kleines Spitzendreieck die graue Grundfarbe behält. Der Raum
zwischen Basalfeld und diesem Schrägband ist weiß auf gehellt, aber von dunkelgrauen Wellenlinien
verschieden reichlich durchzogen, auch mit starker schwärzlicher Mischung an der Grenze des Basalfeldes;
am Tornus stehen einige weißliche Fleckchen im rotbraunen Band. Der ursprüngliche Costalfleck
ist durch etwas dunklere Färbung immer noch sichtbar.
b. Forma comparana Hb. Fig. 33, 34. Grundfarbe der Vfl. lederbraun, mehr oder weniger
reichlich von dunkleren Querwellen durchzogen, der Costalfleck dunkel braunschwarz oder bläulichschwarz;
auch bei dieser Form kann das Basalfeld verschieden deutlich ausgeprägt resp. angedeutet
sein; auch gibt es Exemplare, bei denen sich vom Costalfleck aus eine breite dunkler braune Binde
zum Tornus zieht (Fig. 33), nur sah ich unter zahlreichen Stücken keines, wo die gleiche Intensität
erreicht wurde, wie bei ab. latifascima. Die Fransen sind hier mehr lederbraun. Hinterflügel bei
allen grau, etwas gesprenkelt; Fransen gelblichweiß mit dunklerer Teüungslinie. Kopf und Thorax
von der Farbe der Basis der Vorderflügel, Abdomen grau.
Die Raupe (Tr. X. 3. 136) ist weißlich bis grünlich, Kopf braungelb, Nackenschild schwach
bräunlich mit einem schwarzen Punkt jederseits. Sie lebt im Mai und Juni, dann wieder in II. Generation
im August zwischen den Blättern und versponnenen Blüten von Symphitum officinale, an
Vaccinium myrtillus, auch an Weidenarten. Der Falter der I. Generation fliegt im Juli, der der II.
Gen. vom September an, überwinternd.
Hab. Fast ganz Europa mit Ausnahme des Südens, geht hoch nach Norden und weit nach
Osten, auch in Nordamerika.
29. Acalla perplexana Barr. Monthl. Mag. XVII (1881) p. 265; Meyr. 524.
Die Berechtigung dieser Art ist noch recht zweifelhaft, wie M e y r i c k erwähnt; mir sind
bisher keine Vertreter zu Gesicht gekommen, weshalb ieh keine Abbildung geben konnte; ich gebe
eine Übersetzung der Meyrick’scheii Beschreibung;