
Tornüs rötlichgrau, gegen, die Wurzel hin allmählich dunkler schwärzlichbraun. Ein Saumfeld ist
nur von der Costa aus durch einen breiteren dunkelbraunen Schrägstreif bis zur Falte angedeutet;
ihm gehen zwei ähnliche dunkle Parallelstreifen voraus ; der ganze Dorsalteil ist fein braun gerieselt, die
Mitte des Flügels bis zum dunklen Schrägband schwärzlichbraun verdunkelt, an der Costà stehen
sehr schräge Strichei bis zur verdunkelten Mitte deutlich. An der Mitte der Costa beginnt schmal
ein dunkelbraunes Schrägband, dessen basale Grenze zur Falte hin schräg wurzelwärts vortritt, um
dann wieder schräg saumwärts ins Dorsum zu ziehen; sein distaler Rand hat an der Querader eine
kleine Einbuchtung und wird gegen den Tornus hin unscharf. An der Costa stehen feine dunkle Striche
ziemlich senkrecht; am Saum über dem Tornus steht ein dunkelbrauner Saumfleck, schräg auf schmalem
Stiel, gegen die Costa hin stumpf viereckig anschwellend; der Raum über dem Tornus ist spiegelartig
hell, von feinen Linien durchzogen; vor dem Apex zieht eine dunkle Linie in den Saum. Die Fransen
sind braungrau mit feiner dunkler Saum- und Teilungslinie. Die Hinterflügel sind hell braun (im Bild
zu dunkel) mit ganz blassen Fransen, die eine feine, etwas dunklere Teilungslinie haben.
Hab. unbekannt. (Aus der Sammlung von Staudinger.)
8. Semasia rufimitrana HS. IV p. 220; f. 139; He i n . p. 212; J u d . - N i t s c h e II
p . 1031 t. 8 f. 13; Meyr . p . 474.
Vorderflügel gleichmäßig breit, Costa gerade, nur an der Wurzel etwas gebogen, Saum mäßig
schräg, leicht gebogen; Hinterflügel ziemlich schmal, spitz, Saum gebogen, unter dem Apex gerade.
Spannweite 12 mm. T a f . XTX Fi g . 8 (Die hellen Stellen etwas zu dunkel und zu braun.)
Kopf und Thorax sind rostgelb (in der Abb. zu braun und zu dunkel), das Abdomen ist grau.
Die Vorderflügel haben ein dunkelbraunes, gegen die Basis mitunter grau gemischtes Wurzelfeld,
welches durch eine von der Costa und eine vom Dorsum kommende schwarze Schräglinie, die beide
unter rechtem Winkel zusammenstoßen, abgegrenzt ist; die dorsale Linie ist wurzelwärts breit schwärzlich
angelegt; im Wurzelfeld sind mehrere dunkle Querlinien. Darauf folgt ein ziemlich helles, rötlichgraues
Querband, dessen distaler Rand schwach gebogen und etwas unregelmäßig ist; seine Ränder
sind mehr oder weniger silberglänzend und sein Grund von feinen Wellenlinien durchzogen. Von
der Mitte der Costa zieht ein dunkelbraunes scharfes Schrägband, gleichmäßig breit zum Dorsum
vor dem Tornus; es ist schwarz gesäumt und hat in der Mitte ein schwarzes Längsstrichel. Das Saumfeld
ist rötlichgrau, mit Silberlinien, die von der Costa als Begleitung des Schrägbandes und des
Saumflecks zum Tornus ziehen. Der Saumfleck ist braun, zum Teil glänzend;.er steht auf dem Saum
unmittelbar hinter dem Tornus und erhebt sich etwas gebogen bimförmig bis unter die Costa, wo
er einen schwarzen Querstrich hat und mit dem breiteren praeapikalen schwarzen Costalhäkchen
in Verbindung steht. Außerdöm sind noch einige dunkle Costalhäkchen vorhanden mit hellen, fein
geteilten Zwischenräumen; aus letzteren ziehen die gemannten Silberlinien zum Tornus, aus dem ersten
vor der Spitze zieht eine dunkle und zwei helle Linien in den Saum unter der Spitze. Die Fransen
sind dunkel braungrau, unter dem Apex zweimal fein hell durchschnitten. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau,
die Fransen heller, mit breit verwaschener Teilungslinie.
Die Raupe ist weißlich grün oder grünlichgelb, der Kopf gelbbraun oder rotbraun, Nackenschild
gelblich oder grünlich; sie lebt an Pinus picea, auch Pinus cephalonica zwischen den Trieben
unter leichtem Gespinst von April bis Ende Juni. Der Falter fliegt im Juli und August.
Hab. Mitteleuropa (mit Ausnahme von Holland), Nordwestrußland.
9. Semasia binotana Wck e . Cat. Staüd. Ed. I No. 913; bimaculma S c h l ä g . Ber. 1847
p. 232; HS. IV p. 277; f. 396; binotatana He i n . p. 214.
Vorderflügel saumwärts eine Spur verbreitert, breiter als bei voriger, Saum steiler, gestreckt;
Hinterflügel breiter, mehr trapezoid, Saum unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 13—14 mm.
T a f . XIX F i g . 9 <J. (Etwas zu einfarbig braun.)
Kopf und Thorax sind braungrau, die Palpen hellgrau, das Abdomen ist dunkler grau. Bei
gut gezeichneten Stücken ist ein stumpfwinkelig abgeschnittenes Wurzelfeld nicht sehr dunkel rötlichgrau,
aber durch braungraue gebogene, gegen den Rand hin geknickte Querlinien so dicht bedeckt,
daß es dunkler erscheint; am Dorsalteil des Randes fließen diese Linien so zusammen, daß hier eine
recht dunkle Stelle entsteht, dreieckig mit etwas saumwärts gebogener Spitze. Bei vielen Stücken
sind die Wellenlinien so schwach, daß sie kaum hervortreten, und dann ist dieses dunkle Dreieck das
einzige, was vom Wurzelfeld übrig ist. Von der Mitte der Costa entspringt aus einem schwärzlichen
Doppelhäkchen eine schmale schwärzlichbraune Schrägbinde, die zum Tornus zieht; in ihrem ganzen
Verlauf, besonders aber am Dorsum ist sie stellenweise schwärzlich bestäubt; auch sie kann costal-
wärts ziemlich verloschen sein, so daß nur ein dunkler Fleck am Tornus von ihr übrig bleibt. Der
breite Raum zwischen ihr und dem Wurzelfeld, oder wenn dieses nicht gut ausgebildet ist, bis zur
Wurzel ist rötlichgrau, an der Costa mit dunkleren Schrägstricheln und im übrigen von bräunlichen
Wellenlinien durchzogen. Hinter dem dunklen Schrägband ist der Grund rötlichgrau, von einem
Schattenstreif durchzogen, welcher aus zwei hellen Costalstricheln entspringt und zum Tornus zieht;
zwischen seinen beiden Wurzeln steht ein schwarzes Costalhäkchen, dem noch zwei weitere mit
helleren, fein dunkel geteilten Zwischenräumen folgen; aus ihnen entspringen zwei dunkelbraune
Streifen, die sich vereinigen und als Saumfleck zugespitzt zum Saum über dem Tornus ziehen;
der Apex selbst ist dunkelbraun. Die Fransen sind dunkelgrau, ohne helle Durchschneidung. Die
Hinterflügel sind braungrau, die Fransen etwas heller mit verwaschener dunklerer Teilungslinie.
Der Falter fliegt Ende Juni und im Juli.
Hab. Mitteldeutschland, Niederösterreich, Ungarn, Siebenbürgen — lokal.
10. Semasia corticana Hb. f. 209, 270; Tr. VIII p. 193; Dup . IX t. 255 f. 3; H S . IV
p. 207; Wi lk . p. 185; He i n . p. 211; Mey r . p. 475; communana W o o d f. 1029; adustana
S n e 11. II, 1 p. 336.
ab. adustana H b. f. 218.
ab. steiniana S o r h. Berl. ent. Zeit. 1882 p. 141.
ab. nigricans S o r h. ibid.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, im ganzen ziemlich breit; Costa gebogen, Saum steil,
gestreckt oder gebogen; Hinterflügel mit gleichmäßig oder etwas bauchig gebogenem Saum, unter
der Spitze ganz flach eingezogen. Spannweite bis 17 mm. Taf . XIX Fig. 10 11 <?, 12 J!, 13 <$.
Diese Art variiert in der Färbung sehr stark, so daß die Vorderflügel im allgemeinen genommen
von gelblich moosgrün, durch grünlichbraun, braungrau, graubraun, schwärzlichbraun bis fast schwarz
erscheinen können; am häufigsten ist wohl ein helleres bis dunkleres Moosgrün oder Braungrün;
am hellsten ist der Vorderflügel längs der Costa, wo er bei helleren Stücken bis zu weißlich abgetönt
sein kann. Ein Wurzelfeld ist selten deutlich ausgeprägt, doch kann man bisweilen ein solches angedeutet
finden, wie in Fig. 10, die zunächst als normal gezeichnetes Exemplar der Beschreibung zugrunde
gelegt werden soll. Längs der Costa stehen von der Wurzel an scharfe schwarze Schrägstrichel, denen
sich bald stärkere Häkchen beimischen und schon vor der Mitte beginnen regelmäßige schwarze
Häkchen, deren helle Zwischenräume fein schwarz geteilt sind. Die Flügelwurzel ist moosgrünlich mit
weißlicher.Mischung, von einigen schwarzen Zackenlinien durchquert; in einiger Entfernung von der
Zoologien. Heft 54. *