
dunkeln Costalhäköhen zumeist ungeteilt, der vor dem Tornus am Dorsuih stellende dunkle, hoch
dreieckige-Heck. steht nicht mit dem Costalhäkchen vor der Spitze in Verbindung und der ganze
Saumteil ist durch Zusammenfließen der dunkeln Zeichnungen gleichmäßiger gedeckt. Indessen
.gibt. es alle "Übergänge zu der häufigsten, oben beschriebenen Form, die auch innerhalb eng begrenzter
Distrikte variiert. ' -
Die Baupe Ä braun, ihr Kopi und Nackenschild sind schwarz, das Analschildchen ist- braun;
sie; lebt an Mod^ besonders in Nadelwald, im Mai find Juni. Der Falter fliegfc Von Mitte Juni
bis Ende August.
Hab. Alpen, Ost-Ungarn, Deutschland, Niederlande, Schottland, Bußland, Finnland, Norwegen,
Lappland, südöstliches Sibirien; die Ab. meMosana Lah, ist mehr Hochgebirgsform.
49. Argyroploce schaefferana HS. f. 144, 145; He i n . p. 121; W a llig r ; Tidskr. 1889
p. 101; Schaefferiam F. B. Beitr. p. 154; furfurcma H S, IV p. 211.
Vorderflügel ziemlich dreieckig, 'saumwärts deutlich verbreitert; Ossta; iast gerade, Apex
gerundet,. Saum ziemlich schräg, leicht gebogen, Dorsum in ganzer Länge schwach gebogen®aüm
der Hinterflügel gleichmäßig gerundet, unter der Spitze kaum eingezogen. ' Spannweite 25 mm.
Taf. XVII, Fi g . 6
Kopf und Thorax sind dunkelbraun, die Palpen heller. Die hellen Stellen der Grundfarbe
der Vorderflügel sind bräunliehweiß, im Saumfeld, reiner weiß.' Bin dunkleres Basalfeld wird gebildet
durch eine Anzahl schwarzer Querlinien; die teilweise bogenförmig ganz durchlaufen, teilweise auf
die costale Flügelhälfte beschränkt sind. Zwischen ihnen ist der Grund etwas trüber;, ün'd zwischen
den beiden letzten von der Costa ausgehenden Linien ist'er rostbraun, Wodurch eine halbe Abschlüß-
-binde des Wurzelfeldes entsteht; das folgende helle Band der Grundfarbeift* ziemlich#hmal und
-von emer. feinen Wellenlinie durchzogen; die dunkle Mittelbinde ist rostbraun; sie entspringt vor
der Mitte der Costa aus drei schwarzen Schrägstricheln, zieht zuerst in der Bichtung auf den Tornus
zu, biegt aber über der Flügelmitte unter stumpfem Winkel ab und zieht gleichbreit zur M ® ,% '
Dorsum, hier durch drei schwarze Strichei verdunkelt; an der Knickurigstelle springt der distefÄ
Band der Binde mit-rundlichem Höcker vor. Zwischen Mittelbinde und Apex stehen an der Costa
m gleichen Abständen drei schwarze, fast viereckige Costalfleckchen, mit sehr fein geteilten hellen
Zwischenräumen; aus jedem entspringt eine rostbraune Bandlinie, die erste zieht, sich verbreiternd,
etwas geschwungen zum Dorsum vor dem Tornus, die zweite zugespitzt genau in den Tornus, die
dritte, einmal gebrochen, in den Saum über dem Tomus, dem Saum annähernd parallel. Im Apex
steht noch ein schwarzer Fleck, der sich in eine kurze, rostbraune Bogenlinie zum Saum unter der
-Spitze fortsetzt. Die Säumlime selbst ist schwarz und den Adern entsprechend punktartig verdickt.
Die Fransen sind einfarbig graubraun, gegen den Tomus heller, an ihrer Basis ganz
schmal weißlich. Die Hinterflügel sind graubraun, ihre Fransen gelblich mit breiter' dunkler
Teilungslinie.
Der Falter fliegt Ende Juni und im Juli, und ist ein ausgesprochenes Hochgebirgstier.
Hab. Alpen (5—6000 Fuß Höhe), Gebirge und Norden Norwegens.
50. Argyroploce bifasciana H w. Lep. Brit. p. 468: S t e p h. 111. IV, 136; Wo o d f . 1023;
W i 1 k. Brit.' Tortr. 273; S t a i n t .Ma n . II, 264; Wall g r . Tidskr. 1889 p. 105; M e y r i c k p. 468^
deerepttana H S. IV p. 216; f. 222; He i n . p. 128; S n e 11. II, 1 p. 292; olterncma Wo o d f. 1013;
sUpUnaUiW. Eevue et Mag. Zool. 1874 p. 247; Ann. Sc. nat, Cannes 1875: t.- l f. 8, 9.
Vorderflügel mehr gleichmäßig breit, als bei voriger Art, Costa leicht gebogen, Saum
schräg, gebogen; Hinterflügel schmäler, Saum unter der Spitze leicht eingezogen. Spannweite
14—15 mm. Taf . XVII, F i g. 7 <?.
Diese Art hat in Färbung und Zeichnung viel Ähnlichkeit mit der vorigen, unterscheidet
sich jedoch, abgesehen von der verschiedenen Flügelform, durch folgende Einzelheiten: Die helle
Binde der Grundfarbe, die auf das Wurzelfeld folgt, ist breiter und enthält eine stärkere und mehrere
feinere bräunliche Querlinien; die dunkle Mittelbinde ist fast ganz gerade und mehr graubraun;
sie beginnt hinter der Mitte der Costa in voller Breite aus drei Häkchen und zieht gleichbreit quer
durch den Flügel; am Dorsum ist der viel kleinere Praetornalfleck noch in sie einbezogen. Zwischen
Mittelbinde und Apex stehen nur noch zwei dunkle Costalhäkchen, aus denen matt rostfarbige Bandlinien
gegen Tornus und Saum ziehen; die Flügelspitze selbst ist braungrau, die Basallinie der Fransen
fein, dunkel, die Fransen selbst sind braungrau, am Tornus und über der Mitte des Saumes hell
durchschnitten. Die .Hinterflügel sind graubraun, die Fransen heller mit zarter Teilungslinie. Kopf
und Thorax haben die Färbung der Flügelbasis, das Abdomen ist ein wenig grauer.
Die Raupe ist hellgrau, der Kopf fast schwarz, Nackenschild und Analklappe sind dunkelbraun.
Sie lebt im Mai in den männlichen Blüten von Kiefern, besonders Pinus maritimus (Disque);
nach Sorhagen in versponnenen Blättern von Vaccinium myrtillus und Vacc, vitis idaea, nach E.
Hof mann auch an Pvrola secunda und Rhododendron. Der Falter fliegt im Juni bis Juli.
Hab. Süddeutschland, Österreich, Tirol, Dalmatien, Südfrankreich, England, Belgien.
51. Argyroploce rurestrana Dup. Hist. nat. Lep. Suppl. IV 1842 p. 426 t. 84 f. 6; H S. IV
p. 215; f. 211, 212; rupestrana He i n. p. 126; disertana He i n. p. 127.
Forma lucivagana Z. Isis 1846 p. 229; HS. f. 335—337; He i n . p. 128; F u c h s Stett.
ent. Zeit. 1881 p. 483; S n e 11. II, 1 p. 287; lucana G n. Ind. p. 23; H S. IV p. 217. Gener. aestiva
remissana F u c h s Stett. ent. Zeit. 1897 p. 326.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts mäßig verbreitert, Costa ganz leicht gebogen, Saum mäßig
schräg, gestreckt. Hinterflügel nicht ungewöhnlich breit, trapezoid, Saum gerundet, unter der Spitze
flach eingezogen. $ meist kleiner, Flügel stumpfer. Spannweite 14W--17 mm.
Taf . XVI I , Fig . 8 (Forma r u r e s t r a n a <$); Fig. 27 (Forma lucivagana $).
Beides sehr dunkle Stücke.
Schon F u c h s wies (1881) darauf hin, daß rwpestrana die südliche Form von lucivagana
sei, und besonders in der zweiten Generation im Rheintal in Übergängen zu dieser fliege. Die Untersuchung
der Kopulationsorgane ergab die Übereinstimmung beider Formen und die sichere Zusammengehörigkeit
zu einer Art; für diese hat der ältere Name rurestrana Dup. (rupestrana ist nur
ein Druckfehler!) Gültigkeit.
Die in den hellen Stellen zutag tretende Grundfarbe der Vorderflügel ist weiß bis gelblich-
oder bräunlichweiß, mit mehr oder weniger Seidenglanz; sie bildet ein Querband vor der Mitte von
ziemlich gleichmäßiger Breite und im Saumdrittel ein unregelmäßiges, gegen den Tornus öfters
gegabeltes Schrägband. Die dunklen Stellen sind lehmgelb bis ockerbraun, öfter ins Grünliche
ziehend, verschieden stark schwarzbraun und schwarz gemischt; bei dunklen Stücken wird das Lehmgelb
fast ganz verdrängt. Bei der Form rurestrana ist ein dunkles, von schwarzen Querlinien durchzogenes
Wurzelfeld scharf stumpfwinkelig abgegrenzt, bei lucivagana geht es ohne deutliche Grenze
in das folgende helle Querband über. Letzteres ist von einer schärferen und meist noch von mehreren
schwächeren bräunlichen Querlinien durchzogen und tritt in der Regel als heller Längsstrahl noch
in die folgende dunkle Querbinde ein, Diese ist bagalwärts gewöhnlich scharf begrenzt und beginnt
Zoologie». JEfeft 54, 51