
Vorderflügel saumwärts kaum oder wenig verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex spitz, Saum
sehr schräg, gestreckt; Saum der Hinterflügel flach gerundet, unter der Spitze nicht eingezogen,
letztere spitz gerundet. Spannweite 18—22 mm. Taf. XV, Fig. 15, 16
Kopf und Thorax sind blasser bis dunkler gelb, die Palpen außen braun; die Farbe der Vorderflügel
wechselt zwischen sehr bleichem Ockergelblich bis ziemlich kräftigem Dottergelb. Bisweilen
sind die Flügel ganz einfarbig, zeichnungslos; bei normaler Zeichnung findet sich vor der Mitte des
Dorsum ein rostbräunlicher Schrägstreif, der in der Flügelmitte quer abgeschnitten endet und ein
zweiter vor dem Tornus, zuerst saumwärts gebogen, dann nach einer Knickung gegen die Spitze
hin zielend; er erlischt zugespitzt bei Ader I I 5. Die Fransen sind gelblich weiß, ohne bemerkbare
Teilungslinie. Die Hinterflügel sind dunkler bis ganz blaß grau, ihre Fransen gelblich weiß mit äußerst
schwacher Teilungslinie; das Abdomen ist dunkler grau.
Hab. Südfrankreich im April und Mai.
75. Euxanthis declivana Kenn. Iris XIII 1900 p. 243.
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts nicht breiter, Costa gleichmäßig gebogen, Apex spitz,
Saum ziemlich steil, leicht eingebogen; Hinterflügel trapezoid, Apex ziemlich spitz. Spannweite
14 mm (ohne Fransen). Taf . XV, F i g. 17 $ Ty p e .
Kopf und Thorax sind blaß bräunlichgrau, Stirn und Palpen weißlich, letztere außen braun.
Die Vorderflügel sind blaß graubräunlich, an der Costa gegen die Wurzel hin dunkler; bei Vs des
Dorsum steht ein sehr schräger dunkelbrauner Streifen, der bis an die costale Ecke der Mittelzelle
reicht, hinter ihm ein blasser Parallelschatten; die Knickungslinie ist saumwärts schmal braun angelegt,
gegen den Tornus dunkler und breiter. Durch das Saumfeld ziehen mehrere blaßbraune Wellenlinien
quer von der Costa zum Dorsum und Saum; die Saumlinie ist fein braun, die Fransen am Tornus
braun (fehlten sonst bei dem vorhandenen Exemplar). Die Hinterflügel sind kräftig braun, das Abdomen
ist blasser braun.
Hab. Amur (?)
76. Euxanthis impurana Mn. Zool.-bot. Ver. 1855 p. 553; favillana Stdgr. Stett. ent. Zeit.
1859 p. 230.
Vorderflügel sehr schmal, saumwärts ein wenig verbreitert, Costa leicht konkav, Apex gerundet,
Saum schräg, gebogen; Hinterflügel schmal, Saum flach gerundet, Apex ziemlich spitz (in der Abbildung
zu stumpf und rund). Auf den Vorderflügeln Ader I II3 und IVX gestielt, sonst alles wie bei Euxanthis.
Spannweite 14—15 mm. Taf. XV, F ig . 18
Die Palpen und die Stirn sind weißlich, der übrige Kopf und der Thorax aschgrau; die Vorderflügel
sind hell aschgrau, vor dem Tornus weißlich, gegen die Wurzel hin allmählich dunkler grau,
besonders an der Costa entlang; in der Mitte des Dorsum steht ein fast quadratischer dunkelgrauer
Fleck mit feinen dunkleren Pünktchen an seiner Basis, solche stehen auch noch zwischen ihm und
dem Tornus in der hellen Stelle. Uber dem Tornus ist eine unbestimmte grauere Wolke, und aus
der Costa vor der Spitze ziehen einige feine dunklere Linien dem Saume fast parallel zu der hellen
Stelle am Dorsum. Die Fransen sind dunkel braungrau mit noch dunklerer Basal- und Teil ungslinie.
Die Hinterflügel sind bräunlichgrau, die Fransen sehr lang, blasser grau mit dunklerer Teilungslinie.
Die Raupe wird in Distelköpfen vermutet; der Falter fliegt im Mai und Juni.
Hab. Corsica, Südfrankreich, Nordspanien, Dalmatien, Kleinasien (Brussa).
77. Euxanthis aureopunctana Rag. Ann. Sac. Ent. France 1894 p. 189.
Vorderflügel ziemlich breit und kurz, saumwärts kaum verbreitert; Costa gebogen, Saum
steil, schwach gebogen, Apex stumpfwinkelig gerundet; Hinterflügel breit, Saum gerundet, Apex
stumpf. Spannweite 14—16 mm. Taf . XV, F i g . 19 <$.
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind schneeweiß, letztere am ersten Drittel der Costa mit
zusammengeflossenen goldbraunen Stricheln; vor der Mitte zieht ein goldbraunes Querband leicht
gebogen von Costa zum Dorsum; es trägt auf der Ader a und in der Falte je zwei und darüber noch
ein erhabenes goldglänzendes Wärzchen mit fein schwarzer Umrandung. Auch am Saum befindet
sich eine breite Querbinde gleicher Farbe, ebenso mit Goldpunkten in zwei Reihen besetzt. Zwischen
Mittel- und Saumbinde stehen noch zwei goldbraune kleine Costalhäkchen. Die Fransen sind weiß,
nach außen goldbraun gescheckt mit ebensolcher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlich weiß,
gegen die Spitze hin dunkler gesprenkelt, ihre Fransen weißlich mit brauner Teilungslinie. Das
Abdomen ist bräunlichgrau.
Hab. Syrien.
78. Euxanthis aeneana Hb. f. 188; Ha w. p. 404; Steph. Ul. IV p. 176; Wood f. 1122;
Meyr. p. 558; D is qué Stett. ent. Zeit. 1890 p. 56 (Raupe).
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts etwas verbreitert, Costa schwach gebogen, Apex gerundet,
Saum ziemlich steil, gebogen; Hinterflügel gerundet, Saum unter dem stumpfen Apex etwas
eingezogen. Spannweite 16—18 mm. T a f . XV, F i g. 20 $.
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind lebhaft orangegelb, letztere an der Querader und vor dem
Tomus mit kleinen hellgelben perlmutterglänzenden Stellen; längs der Costa stehen feine schwarze
Schrägstrichel; die Flügelwurzel selbst ist in ganz geringem Umfang blaumetallisch; vor der Mitte
findet sich ein breites schwarz und orange gemischtes, leicht gebogenes Querband, beiderseits mit
großen, blaumetallischen, tiefschwarz umsäumten Fleckchen besetzt; das Saumfeld ist bis gegen
die Querader hin tief schwarz bestäubt, mit orangefarbener Einmischung, auch die Adern sind daselbst
fein schwarz; am Saume entlang zieht eine Reihe blausilberner Punkte, am Tornus stehen zwei
größere solche Fleckchen und ein weiteres, längliches, durch schwarze Adern zerteiltes steht nahe
der Costa vor der Spitze. Die Costa selbst ist bis zur Spitze orangefarben mit schwarzen Schrägstricheln.
Die Fransen sind an ihrer Basis orangerötlich, nach außen gelber, über dem Tornus breit
schwarzblau. Die Hinterflügel sind tief dunkelbraun, die Fransen vom Tornus bis zur Mitte des
Saumes grau, von da bis zur Spitze hell orangegelb. Das Abdomen ist dunkelbraun.
Die Raupe ist sehr gestreckt, gelblichweiß, der Kopf gelbbraun. Sie lebt vom September
bis Ende April in Wurzel und Stengel von Senecio paludosus und jacobaea; der Falter fliegt im Mai
und Juni.
Hab. Westdeutschland (Rheinpfalz), Schweiz, England, Frankreich, Norditalien.