
80. Argyroploce striana S c h i f f . Syst. Verz. p. 129; T r. VIII p. 178; Wo o d f. 1009;
D u p. IX t. 255 f. 6; H S.. IV p. 209; H e i n. p. 102; S n e 11. II, l.p. 295; M e y r. p. 469; rusticana
H b . f. 66; fasciolana H b . f. 260; T r. VIII p. 199; Wo o d f. 1010.
Vorderflügel gestreckt, saümwärts nur wenig verbreitert, Coste, nur schwach gebogen, Saum
schräg, kaum gebogen; Hinterflügel breit, gerundet, Saum unter dífif* Spitze flach ekgezogen. Spannweite
bis 19 mm. T a f . XVII, F i g . 44 d, 45 rf (Varietät).
Die Vorderflügel sind braunrötlich mit etwas Glanz, von zahlreichen violettbräunlichen
dunliieren Querwellenlinien bedeckt, von iäänen eine etwas stärkere ein Wurzelfeld abgrenzt, das
nur manchmal auch in der Grundfarbe etwas dunkler ist. In der Mitte der Costa beginnt eine violett-
braune oder kastanienbraune Querbinde, die sich weiterhin zackig nach beiden Seiten etwas verbreitert,
um dann wieder schmal in der Mitte des Dorsum zu endigen. Sie ist verschieden deutlich.
Auf sie folgen an der Costa braune Häkchen Und Strichei, ebenfalls in Größe und Deutlichkeit recht
■wechselnd, manchmal kaum zu erkennen; aus ihnen entspringen die dunkeln Wellenlinien, die gebogen
zum Dorsum und Tornus ziehen; eine derselben verdickt sich vor dem Toffius öfters zu einem hohen
schmalen Praetomalfleck Bin hinter dem Tomus sich erhebender Saumstreifen von kastanienbrauner
Barbe zieht fast parallel dem Saume entlang und gabelt sich in einen zum Apex und einen
i |m dritten praeapikalen Costalhäkchen ziehenden Ast; d®Saum selbst ist schmal braun. -Me
Fransen sind rötlichbraun mit dunkler Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau, die Fransen
bräunlich- bis gelblichweiß mit kräftiger brauner Teilungslinie, ■
Aus Südrußland hatte ich mehrfach Exemplare (Fig. 45), deren Vorderflügel braünröBiöh,
an der Costa leicht gelblich getönt, sind, deren einzige Zeichnung durch zahlreiche bräunliche Quer-
weflenlinien und einige bräunliche Fleckenreste der Mittelbinde gebildet wird; besonders im Sfitzen-
teil ziehen die Linien parallel gebogen in den Saum, ohne daß ein Sau mH eck öder besonders .verstärkte
Costalhäkchen gebildet werden. Die Fransen sind rötlich.
Kopf und Thorax entsprechen in ihrer Färbung im allgemeinen der Vorderflügelbasis,,-oder
sind dunkler braun, das Abdomen ist gelblichgrau.
Die Eaupe ist gelblichweiß, der Kopf hellbraun, Nacken- und Analschild sind blaßgelblich.
Sie lebt im April bis Mitte Mai und in zweiter Generation im Juli in einem leichten Gespinst an
der Wurzel von Leontodon taraxacum, oder auch in der Wurzel, wobei der Kot durch ein Bohrloch
ausgestoßen wird; sie wechselt die Pflanze und verpuppt sich in einem zähen Erdcocön, Der Falter
fliegt von Ende Mai bis Ende September in zwei Generationen.
Hab. Zentral- und Südeuropa, Schweden-.
81. Argyroploce helvinana Ke n n . Iris XIII p. 138 t. 5 f. 14.
Größer, Vorderflügel breiter, Costa in der ersten Hälfte leicht gebogen, dann gerade, Saum
ziemlich steil, fast gerade; Hinterflügel auffallend lang, Saum fläch gebogen, unter der Spitze flach
eingezogen. Spannweite 22 mm. T a f . XVII, F i g . 46 d Ty p e .
Die Vorderflügel sind rötlich ockergelb, gegen das Dorsum hin reiner gelblich; an der Costa
stehen zahlreiche feine dunklere Schrägstrichel, die nicht bis zur Spitze reichen; in der Dorsalhälfte
und im Saumdrittel bemerkt man zarte bräunliche Querwellen, die aber keine durchgehenden Limen
bilden. Die Fransen sind der Fläche gleichgefärbt, haben eine feine dunkle Basal- und eine ebensolche
postbasale Teilungslinie, gegen ihr Ende eine zweite schwache. Die Hinterflügel sind ockergelblich,
saümwärts etwas dunkler, die Fransen trüb gelblich mit brauner Teilungslinie. Kopf und
Schulterdecken sind Bkergelb, der Thorax ist dunkleräikerbraun, das Abdomen gelbgrau, der
Analb usöh gelblich.
Hab. Mongolei (JJrga^M
82. Argyroploce mygindana S-ehi ff . S y S v e rz . p. 131; H b . f. 181; HS. IV p. 210;
He i n . p. 101; M-ey r. p. 466; flammeana Hb. f. 321; Dup . X t. 247 t .» ; formosema C u r t. Brit.
Ent. VIII t. 364; ftdcipunclana Hw. p. 400; Wi l k . 260.
Vorderflügel saümwärts verbreitert, Costa-stark gebögen, Saum sehr schräg, kaum gebogen;
Hinterflügel kurz, Saum gerundet, unter der Spitze flach, Spannweite 19 mm. T a f. XVII, F i g. 179.
Köpf und Thorax sind violei.tgran, das Abdomen ist aschgrau. Die Vorderflügel sind in einer
pöstbasalen Querbinde und im Spitzendrittel violettrötEch, von zahlreichen Silberlinien quer durchzogen,
;die aber auch rötlichen Schimmer zeigen. Ein Basalfeld, schräg abgeschnitten, an der Costa
kürzer als .am Dorsum,. ist dunkler violettbraun, von dunkelbraunen Bogenlinien durchquert und
durch eine stärkere abgegrenzt. Von der Mitte der Gfeste; zieht eine 'dunkel violettbraune Sehräg-
binde zum Dorsum vor dem Tomus und nimmt noch den Praetornalflecfrsvon dunkelbrauner Farbe '
in sich auf, da der Baum zwischen diesem und der Binde dunkel bleigrau ausgefüllt ist; in der Mitte
und im Dorsalleil der Binde stehen noch dunklere Flecke. Hinter der Binde Stehen an der Costa
} ziemlich senkrecht längere rotbraune Linien und schwärzliche scharfe Häkchen abwechselnd, ein
.¡Letztes im Apex selbst, Aus dem Tornus steigt eine rotbraune Linie auf, aus dem Saum über dem
Tomus ein kolbenförmig anschwellender Saumstreif gleicher Färbung; die Silberlinien im Saumfeld
sind besonders glänzend. Die Fransen sind an der Basis gelblich, nach außen bleigrau, glänzend,
die Basallinie ist Schwarzbraun. Die Hinterflügel sind hellgrau, die Fransen weißlich, mit grauer
Teilungslinie.
Die Baupe ist rotbraun, der Kopf klein, schwarz, Nacken- und Analschild sind gleichfalls,,
wie auch die Wärzchen, schwarz. Sie lebt, im April und Mai :n Gespinst, an VaCcinium uliginosum,
vitis Idaea, Myrtea gale, Arbutus uvae ürsi; der Falter fliegt im Juni und Juli in moorigen
Gegenden, oft häufig.
Hab, Deutschland, Alpen (bis 6000 Fuß Höhe), Galizien, England, Nordeuropa; Armenien.
83. Argyroploce rufana S c 0 p. Ent. Cam. No. 591; He i n . p. 102; S n ei l . II, 1 p. 295;
Me y r . p. 465; rosetana H b . f. 130, 222; Tr. VIII p. 94; X, 3 p. 69; Dup . IX t. 240 f. 8; H S. IV
p. 204; mewma Lah. Tort. Nd&ill9.
Yia.,pwpurana Hw. Lep. Brit. p. 400; Wo o d f. 1036; Wille, p. 261; B a r r . Monthly
Mag. XI p. 29; M e y r. p, 466; rosucema S c h l ä g. Ber. p) <220; erytlirana T n g s t r. Bidr. p. 75.
Costa der Vorderflügel gebogen,, Saum weniger schräg als bei voriger, leicht gebogen,. Flügel
saümwärts kaum verbreitert; Hinterflügel tr a ^ o id , Saum bäuchig, unter der Spitze flach eingezogen.
Spannweite bis 20 mm. Taf. XVII, Fi g . 48 ijj. Fi g . 49p|(Var. purpurnem Hw.),
Die Vorderflügel der gewöhnlichen Form sind heller oder dunkler rostfarben, bald mehr ins
Eosenrote, bald mehr ins Olivbräunliche ziehend, in der ganzen Flügellänge von z a h lre ic h e n parallelen
Silberlimen bogenförmig durchzogen; im Saümteil sind auch die Adern bräunlich, wodurch die
Silberlinien in Bogenreihen kleiner Fleckchen avdgelöstjlerden. In der Mitte d e r b s t e sind zwei
breitere rostfarbene Streifen, welche eine Mittelbinde mehr oder weniger deutlich andeut'en, die
zuerst senkrecht bis zur Falte und von da wurzelwärts zu V« des Dorsum zieht. Die Fransen sind
rotbräunlich mit feiner dunklerer Basal- und Teilungslinie. Die von L a H a r p e 1. c. als arenana
bezeichnete Form ist mehr olivbräunlich,