
Teilungslinie. Kopf und Thorax sind gelblichbraun, oft'aber hell ockergelblich, das Abdomen ist
bräunlichgrau.
Die Raupe ist einfarbig blaßgelblich, am Nackenschild ist öfters seitlich je ein dunkler Punkt
oder Strich; sie lebt im Mai an Populusarten, besonders Populus alba zwischen zwei aufeinanderliegenden
Blättern. Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Europa (mit Ausnahme des hohen Nordens); Nordafrika.
46. Semasia obtusana Hw. Lep. Brit. p. 453; Wood p. 949; HS. f. 320; Wilk . p. 140;
Hei n . p. 241; S n e 11. II, 1 p. 350; M e y r. p. 483; derasana Dup Suppl. IV t. 79 f. 7; segmentaria,
HS . IV p. 283; distortana Gn. Ind. p. 48.
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa an der Wurzel gebogen, dann fast gerade,
Saum mäßig schräg, leicht geschwungen; Hinterflügel nicht sehr breit, rundlich trapezoide Spannweite
13 mm. T a f . XIX Fi g . 68 ?.
Kopf und Thorax sind gelblich rostbraun, das Abdomen ist grau. Die Vorderflügel sind in
einem von der Costa aus sehr schräg und etwas geschwungen, kurz vor dem Dorsum senkrecht abgeschnittenen
Wurzelfeld lebhaft rotbraun, gegen Basis und Costa zu dunkel ockergelb abgetönt;
das Wurzelfeld reicht an der.Costa bis %, am Dorsum bis 34 der Länge. Ihm folgt ein schmaler gelblichweißer,
grau geteilter Schrägstreif, der sich am Dorsum bis zum Tornus verbreitert und hier
in den großen dreieckigen gelblichgrauen Spiegelraum übergeht. Der Spiegelraum enthält einen
hoch dreieckigen braunen Fleck, hinter und vor diesem stehen bräunliche Wellen. Der ganze Rest
des Flügels ist stark rotbraun, an der Costa stehen sechs bis sieben scharfe gleichmäßige rotbraune
Schrägstrichel mit weißen schmalen Zwischenräumen; von der Mitte der Costa zieht eine feine weiße
Linie, gefolgt von einer ebenso feinen rotbraunen, sehr schräg zum Augenpunkt des Saumes. Die
Fransen sind bräunlichgelb mit feiner schwärzlicher Teilungslinie, am Augenpunkt fein hell durchschnitten.
Die Hinterflügel sind braun, die Fransen bräunlich mit dunklerer Teilungslinie.
Die Raupe ist weißlich mit undeutlichen blaßbräunlichen Linien und lichten Pünktchen,
der Kopf hellbraun, das Nackenschild und die Analklappe sind von Körperfarbe, ersteres hat an der
Seite je einen großen, hinten zwei sehr kleine schwarze Punkte. Sie lebt im Oktober an Rhamnus
frángula. Der Falter fliegt im Mai.
Diese Art neigt zur Gattung Ancylis hin, von der sie wahrscheinlich abgezweigt ist durch
Verlust der jene Gattung auszeichnenden Merkmale; dafür spricht sowohl die Zeichnungsanlage der
Flügel, als auch die Färbung der Raupe und ihre Lebensweise.
Hab. Mitteleuropa, Finland, Sarepta, Bithynien.
{G. E'pinotia M e y r. Saum der Vorderflügel geschwungen oder leicht gebogen, Ader III3
und IVX der Hinterflügel entspringen dicht beisammen, oder aus einem Punkt, oder gestielt, oder
fallen ganz zusammen; Ader II und IIL dicht beisammen oder gestielt entspringend!)
47. Semasia abacana Er sch. Hör. Soc. Ent. Ross. XII, 1877 p. 342; Mém. Roman. II t. 16
f. 14; opidentana Chr . Bull. Soc. Nat. Moscou 1881, II p. 413.
Vorderflügel gestreckt, Costa schwach gebogen, saumwärts nicht verbreitert, Saum sehr
schräg, beim $ fast gerade, beim'c? unter der vorgestreckten Spitze stark zurücktretend, geschwungen
in den flachen Tomus übergehend; Hinterflügel beim 3 schmal, spitz, beim? etwas breiter, mehr
rundlich trapezoid. Spannweite 15—17 mm. T a f . XIX Fi g . 69 <J, 70 $.
Diese Spezies ist nicht nur im Flügelschnitt, sondern auch in der Färbung merkwürdig sexuell
dimorph.
Beim ist Kopf und Thorax schneeweiß, das Abdomen ist ein wenig grauer. Der Vorderflügel
ist rein weiß mit ziegelrotem Wurzelfeld und solcher Schrägbinde, sowie mit großem hell aschgrauem
Spiegel. Das Wurzelfeld ist sehr schräg abgeschnitten, nach der Costa zu heller, bis weißlich, an der
Wurzel des Dorsum mit aschgrauem Fleck und über der Mitte seines Randes weiß eingebuchtet mit etwas
aschgrauer Bestäubung in der Bucht. Die ziegelrote Schrägbinde ist gleichmäßig breit, ein wenig geschwungen;
der vorhergehende weiße Schrägraum ist dorsalwärts aschgrau bestäubt. Hinter der Mitte
trägt die Costa ein kleines und zwei größere ziegelrötliche Häkchen, und der Apex selbst ist ebenso gefärbt.
Das erste Häkchen verlängert sich, beiderseits fein silbern eingefaßt, geschwungen zum Saum unter der
Spitze; eine feine helle Linie zieht aus dem zweiten Zwischenraum wurzelwärts, etwas geschwungen
gegen die Mitte der roten Schrägbinde. Unter dieser Linie ist der große Spiegelraum aschgrau, mit
feinen weißen Aderlinien; über dem Tornus liegen im Spiegel drei Längsreihen schwarzer Punkte auf
gelbem Grund, in den beiden obersten Reihen je 4, in der untersten 3 Punkte; vor und hinter ihnen,
sowie in der Mitte steht je eine kurze senkrechte Silberlinie, die oberen Punktreihen in Gruppen von
je 4 einteilend. Saumwärts ist der Spiegel schwarz, basalwärts fein silbern begrenzt, am Tornus selbst
ist ein grauer Wisch. Die Fransen sind aschgrau, distal fein dunkel bestäubt. Die Hinterflügel sind
graubraun, wurzelwärts etwas heller, die Fransen bräunlichweiß mit zwei feinen Teilungslinien.
Beim ? sind Kopf und Thorax gelbbraun, die Vorderflügel völlig gelblich-braungrau verdunkelt,
so daß sich die nun fast kastanienbraunen Zeichnungen nur wenig abheben; das Wurzelfeld ist nur
an der Costa schräg, am Dorsum senkrecht abgeschnitten; das ganze Spitzendrittel ist fast einfarbig
braungrau, aber mit den feinen Silberlinien und den zweimal vier schwarzen Punkten des Spiegels.
Die Fransen sind bräunlich, dunkelgrau bestäubt, die Hinterflügel dunkler braun, die Fransen blasser
mit den feinen Teilungslinien.
Hab. Tarbagataigebiet, Daurien, Ost-Sibirien, Amurregion.
48. Semasia oculatana Ke n n . Iris XIII p. 143 t. 5 f. 19.
Vorderflügel kurz und breit, Costa schwach gebogen, Saum mäßig schräg, gestreckt, Apex
nicht vorgezogen (?); Saum der Hinterflügel gleichmäßig gerundet, Apex nicht vorgestreckt. Spannweite
11 mm. T a f . XIX Fi g . 71 $ T y p e.
Der vorigen Art recht ähnlich, aber von ganz anderem Flügelschnitt. Kopf und Thorax sind
weiß, das Abdomen wenig grauer. Die Vorderflügel sind weiß; ein ebenfalls weißes Wurzelfeld ist
durch eine etwas schräg verlaufende, ganz stumpfwinkelig gebrochene rostgelbe Binde abgeschlossen.
Eine von der Mitte der Costa zum Dorsum vor dem Tornus ziehende rostgelbe Schrägbinde steht
steiler als bei voriger Art und ist nicht so geschwungen. Der weiße Raum vorher ist scharf bindenförmig;
durch eine graue Linie, dorsalwärts verbreitert, geteilt. Der Spiegel ist weiß mit blaugrauem
Kern, worin zwei senkrechte Reihen von je vier kurzen schwarzen Stricheln stehen, durch eine feine
Silberlinie voneinander getrennt, und vorn sowie hinten von solchen Linien begrenzt. Costalwärts
vom Spiegel ist ein dunkelgrauer Längsschatten mit einigen feinen Aderlinien und an der Costa sind
drei rötlichgelbe Schrägstrichel und die schmal gleichgefärbte Spitze. Die Fransen sind bräunlichgrau,
tornalwärts weißlich, mit fein dunkler Basal- und mehreren ganz feinen Teilungslinien. Die Hinterflügel
sind braun, die Fransen rein weiß mit brauner feiner Teilungslinie. bisher unbekannt.
Hab. Irkutsk.
49. Semasia pupillana CI. Icon. t. 11 f. 9; St ph. Illustr. IV p. 122 t. 34 f. 2; Wood f. 985;
D u p. IX t. 248 f. 8; Wi lk . p. 244; He i n . p. 168; S n ei l . II, 1 p. 305; Me y r . p. 486;
dbsynthiana Hb . f. 34; T r. X, 3 p. 112; H S. IV p. 245.