
Die Eaupe lebt vom September bis Mai, in zweiter Generation im Juli in den Blüten, Samen
und Stengeln von Lampsana communis, Solidago, Cbenopodium, Prenanthes muralis und purpurea.
Der Falter fliegt im Juni bis Ende August.
Hab. Deutschland, Böhmen, Schweiz, Livland, Südschweden, Südfrankreich.
48. Phalonia curvistrigana Wilk. p. 302 t. 2 f. 10; S ta in t. Man. II p .'272; He in . p. 87-
Meyr. p. 553. ’ ’
Vorderflügel saumwärts etwas verbreitert, Costa fast gerade, Apex gerundet, Saum weniger
schräg, leicht gebogen; Hinterflügel rundlich trapezoid, unter der Spitze deutlicher eingezogen Snann-
weite 14 mm. T a f . XII, F i g. 51
Der Kopf ist bleich, der Thorax dunkler und trüber ockergelb; die Vorderflügel sind im basalen
Teil ockerbräunlich, im Saumteil blaß ockergelb, hier vor dem Tomus und hinter der Querader mit
ockerbraunlichen Wolkenflecken. Durch eine bleiche, silberglänzende, gebogene Linie vom Wurzelfeld
abgegrenzt, steht in der Flügelmitte eine breite Querbinde, die an der Costa mit drei breiten
dunkelgrauen Fleckchen beginnt, das basale läuft schwärzlichgrau durch bis zum Dorsum, die beiden
anderen verblassen nach der Subcostalis, so daß die Binde hier hell unterbrochen erscheint; dann
aber beginnt sie in voller Breite wieder.in rostbrauner, distal schwarz gesäumter Farbe, trägt in der
Falte ein schwarzes Längsstrichel und am Dorsum einige ebensolche Häkchen. Saumwärts ist sie
H ^ em®e^a®t " O schmaler Praeapikalfleck zieht sich in einen rostbraunen Streifen aus, der unter
der Mitte des Saumes schwarz in ihn einmündet; die Saumlinie ist schwarz, die Fransen dunkel
raungrau mit schwärzlicher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind braun, ihre Fransen heller bräunlich
mit dunklerer Teilungslinie.
Die Eaupe ist schmutzig bräunlich, der Kopf hellbraun, das Nackenschild gelblich, hinten mit
feinen schwarzen Pünktchen. Sie lebt vom September an (überwinternd), dann wieder im Juni bis
Juli in Bluten, resp. Samen von Solidago virgaurea und Prenanthes muralis, wo sie von Blüte zu
Blute wandert. Sie verpuppt sich außerhalb in einem Cocon. Der Falter fliegt im Mai und dann im
Juli bis August.
Hab. Deutschland, bei Wien, England, Livland, Südschweden, Südfrankreich.
49. Phalonia sangaisorbana HS. VI p. 158; f. 412; H e in , p, 71.
Vorderflügel breit, saumwärts noch verbreitert, Costa sehr wenig gebogen, Apex stumpf,
Saum steil, gebogen. Hinterflügel breit, Saum gerundet. Spannweite 14—15 mm T a i XII
F ig . 52
V i H Ü Und Th0raX S“ d trüb ockerbra™. ms Gelbe ziehend, die Palpen bleich gelblich. Die
Vorderflügel sind kräftig bräunlich orangegelb, in der Gegend der Querader etwas heller, Die Costa
j H | S “ b“ ^ Mitt® dunkel Pnrpmbraun angelassen, gegen die Mitte verbreitert sich
ese Färbung gegen das Dorsum hin als Anfang einer Querbinde. Gegen diese Stelle steigt von %
des Dorsum ein breiter und hoher dunkel purpurbrauner Fleck empor, der dick blausilbem eingefaßt
m die costale Verdunkelung hineinragt, wodurch eine an der Costa zerflossene Querbinde gebildet
wird. Der Saum vom Apex bis zum Tornus ist breit dunkel purpurbraun mit einer Eeihe dicker
blausilberner Fleckchen, die fast zusammenfließen. Von der Costa aus ziehen einige hell weißliche
glanzende (nicht metallische) Schräglinien gegen den Saum; am Dorsum stehen einige schwarze
Pünktchen zwischen Querbmde und Tornus. Die Fransen sind dunkel schwarzgrau, bleifarbig glänzend
Das Abdomen und die Hinterflügel sind dunkel schwarzgrau, die Fransen heller, mit rötlichem AnfW
und dunkelgrauer Teilungslinie.
Die Raupe ist rotbräunlich, der Kopf, das Halsschild und die Analklappe sind dunkelbraun;
sie lebt im August und September in den Blüten- und Samenköpfen von Sanguisorba officinalis und
verpuppt sich außerhalb der Wohnung. Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Westdeutschland, Bayern, Schlesien, Schweiz (lokal).
50. Phalonia dubitana Hb. f. 71; Tr. VIII p. 283; Dup. VI p.420 t. 258 f. 1; S te p h . 111. IV,
183; HS. IV p. 192; H e in . p. 90; Snell. II, 1 p. 253; Meyr. p. 553.
Vorderflügel schmäler, saumwärts etwas verbreitert, Costa schwach gebogen, Apex gerundet,
spitzer als bei voriger, Saum nicht sehr schräg, schwach gebogen; Hinterflügel rundlich trapezoid,
unter der Spitze nicht eingezogen. Spannweite 14—16 mm. T a f . XII, F i g. 53 $ (etwas zu rötlichgelb,
das Grau zu bleich).
Die Vorderflügel sind oft kreideweiß und nur wenig mit gelblich gemischt, in anderen Fällen
dagegen in der basalen Flügelhälfte von ockergelblichen Querlinien, in der Saumhälfte von ebensolchen
unregelmäßigen Wolken und Stricheln bedeckt, daß sie im allgemeinen trüber, ockergelblich
erscheinen. Die Wurzel ist mehr oder weniger deutlich abgegrenzt, oft auch ganz verwaschen schwärzlich
und diese Färbung erstreckt sich längs der Costa bis zur Mitte, wo zwei dickere, fast schwarze
Strichei mit grauer Füllung zwischen sich stehen; auch auf der Zwischenstrecke stehen feine schwarze
Costalstrichel. Vor der Mitte des Dorsum steht ein breiter rhombischer Fleck, aus zwei schwarzen
Randstricheln mit blaugrauer und brauner Mischung zwischen sich bestehend; mitunter steht er durch
graue Linien mit dem Costalfleck in undeutlicher Verbindung, eine vollständige Querbinde kommt
jedoch kaum zustande. Im distalen Teil der Costa folgen auf einige feine Pünktchen etwa drei schwarze
Praeapikalhäkchen, aus denen schwarze Linien zum Saum ziehen; übrigens ist der ganze Saum,
an der Spitze am breitesten, dunkel grau, mit Bräunlich gemischt bestäubt, ohne scharfe Abgrenzung
gegen die vorhergehende bräunlich gewölkte Fläche. Am Tornus steht bisweilen ein dunklerer Wisch.
Die Saumlinie ist fein schwarz, die Fransen schwarzgrau, am Tornus weißlich, mit schwarzer Teilungslinie.
Die Hinterflügel sind heller oder dunkler braungrau, beim <£ öfters weißlichgrau, die Fransen
sind bleicher, mit dunklerer Teilungslinie. Der Kopf ist gelblich, der Thorax dunkel schwärzlichgrau,
das Abdomen bräunlich.
Die Raupe ist bräunlichweiß oder weiß, der Kopf hellbraun, das Nackenschild bräunlich,
hinten schwarz punktiert. Sie lebt von Ende August bis Ende Oktober, in zweiter Generation im
Juni und Juli in Blüten von Crepis, Senecio, Solidago, Cirsium lanceolatum, Picris hieracium, Hieracium
murorüm, umbellatum, Carduus nutans. Der Falter fliegt im Mai bis Juni und Mitte Juli bis in
den August.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Andalusien, Piemont, Südostrußland, Kaukasus.
51. Phalonia posterana Z. Isis 1847 p. 740; HS. IV p. 190; Hein. p. 88; Sne ll. II, 1 p. 252;
ambiguana Tr. VIII p. 282; X, 3 p. 148; HS. f. 64.
Vorderflügel schmal, saumwärts verbreitert, Costa gerade, oft sogar etwas konkav gebogen,
Apex stumpf gerundet, Saum schräg, etwas gebogen. Hinterflügel schmal, Apex spitz. Spannweite
13—16 mm. T a f. XII, F ig . 54
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind rein weiß, oder etwas trüber gelblich- bis grauweiß; die
Costa der Vorderflügel ist von der Wurzel bis über die Mitte bräunlichgrau gestrichelt, wobei meist die
Zwischenräume zwischen zwei Stricheln in der Nähe der Basis und zwischen den drei letzten immer grau
ausgefüllt sind, wodurch zwei größere graue Costalfleckchen entstehen; von einzelnen dieser Strichei
ziehen auch zartgraue Querlinien über den Flügel. In der Mitte des Dorsum stehen drei größere,