
80. Phalonia perfidana Kenn. Iris XIII, 1900, p. 236.
Vorderflügel schmäler, wie bei dipoltdla, Costa im mittleren Teil gerade, Apex gerundet, Saum
schräg, etwas gebogen; Hinterflügel mehr trapezoid, Palpen kürzer, als bei den vorhergehenden.
Spannweite 12—17 mm. T a f . XIII, F i g . 5 ? Ty p e .
Die Grundfarbe des Vorderflügels ist rein weiß, ohne Glanz; die Zeichnungen matt goldbraun,
fast alle in ganz gleichem Ton; goldbraun sind ein kleines Wurzelfeld, etwas weiß gemischt, so daß
sein Rand als winkelig gebrochenes Band erscheint; eine gleichmäßig breite, ganz ungebrochene
Schrägbinde von 2/s des Dorsum zur Mitte der Costa; vor ihr stehen einige feine Costalpünktchen
und zwei Strichei, die schräg in die Binde ziehen; hinter der Mitte des Dorsum ein hoher, der Binde
paralleler Schrägfleck, der bis zur Querader reicht, ein ldeiner dreieckiger Praetornalfleck; an der
Costa hinter der Schrägbinde zwei kleine Strichei, ein langer, bindenartiger Praeapikalfleck, der gegen
den Praetornalfleck strebt, ihn aber nicht erreicht, und unmittelbar vor der Spitze noch ein kleineres,
etwas gebogenes Häkchen; am Saume stehen vier, vom Apex zum Tornus an Größe zunehmende
Flecke. Die Fransen sind bräunlich mit feiner dunklerer Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß
bräunlich, ihre Fransen bräunlichweiß mit dunklerer Teilungslinie. Der Kopf ist weißlich, der Thorax
goldbraun und weißlich gemischt, das Abdomen braun.
Der Falter fliegt im Juni.
Hab. Spanien (Castilien).
81. Phalonia pannosana nov. spec.
Vorderflügel infolge starker Wurzelkrümmung des Dorsum gleichmäßig breit, Costa fast gerade,
Apex gerundet, Saum mäßig schräg, schwach gebogen; Hinterflügel breit, trapezoid, unter der Spitze
flach eingezogen, Palpen den Kopf um dessen halbe Länge überragend. Spannweite 22 mm. Taf . XIII
Fi g . 6 H
Diese Axt wurde mir schon vor Jahren von Herrn v o n C a r a d j a zugesandt. Ihr Kopf
ist bleich ockergelblich, Stirn und Palpen sind fast weiß; der Thorax ist intensiver ockergelb, das
Abdomen wieder bleich, gelblichweiß. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist hell, gelblichweiß (reiner
als in der Abbildung), stark perlmutterglänzend mit recht verworrenen und zerrissenen ockerbräunlichen
Schrägzeichnungen (etwas reiner braungelb als in der Abbildung). An der Costa stehen in
ganzer Länge recht dunkle gelbbraune Punkte und Schrägstrichel, von denen zwei Paare, eines bei 1/ 3,
das andere etwas hinter der Mitte der Costa durch ockerbraune Füllung ihrer Zwischenräume zu
größeren Fleckchen ausgebildet sind. In der Nähe der Flügelbasis steht, näher dem Dorsum, ein
vierkantiger Fleck, hinter ihm ein aus dem Dorsum kommender Schrägstreifen, der sich in der Hälfte
der Flügelbreite gabelt und einen Ast in direkter Verlängerung gegen das basale Doppelhäkchen der
Costa, einen anderen senkrecht zur Costa zu einem der dort stehenden Pünktchen sendet, wo er sich
fleckartig verbreitert; dann folgt die eigentliche Schrägbinde, vor der Mitte des Dorsum mit zwei
Stricheln entspringend, schmal, costalwärts durch schwärzliche Schüppchen verdunkelt, etwas steiler
als der Saum; sie endigt über der Flügelmitte vor dem in der Mitte der Costa stehenden Fleckchen;
ihr folgt ein blässerer, am Dorsum wieder zweiwurzeliger Schattenstreif, der über der Flügelhälfte
zackig wird und sich an das genannte Costalfleckchen anlehnt; vor dem Tornus erhebt sich ein weiterer
Schrägstreif, wieder aus zwei Wurzeln, die basale dunkelbraun bestäubt, der hinter der Querader
bis zur Costa zieht; sein distaler Rand ist scharf und einfach geschwungen, sein basaler zeigt mehrere
wurzelwärts vorspringende Zacken; aus zwei Praeapikalhäkchen entspringt ferner ein mehrfach
gezackter vor dem Saum zum Tornus ziehender Streif, der mehrere Verbindungen mit der gleichfalls
ockerbräunlichen Saumlinie aufweist; die Flügelspitze selbst ist fein bräunlich. Die Fransen sind
bleich gelblich mit sehr zarter Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß graubräunlich, ihre Fransen
sehr bleich, gelblichweiß mit äußerst schwach sichtbarer Teilungslinie.
Hab. Anatolien.
82. Phalonia luteopictana Kenn. Iris XIII, 1900, p. 130 t. 5 f. 6.
Vorderflügel gleichmäßig breit, Costa leicht gebogen, Apex spitz gerundet, Saum sehr schräg,
leicht gebogen, unmerklich ins Dorsum übergehend; Hinterflügel mit flach gerundetem Saume, Apex
spitz. Spannweite 14 mm. T a f . XIII, F ig . 7 $ Type.
Kopf und Thorax sind blaß, gelblichweiß, das Abdomen ist ein wenig bräunlicher; die Vorderflügel
sind sehr hell gelblichweiß, matt, nur die Umrandung der Zeichnungen hat schwachen Glanz.
Die Zeichnungen sind äußerst bleich ockergelblich und heben sich nur wenig ab (in der Abbildung
tritt die Umrahmung derselben zu stark linienartig hervor). Die Flügelwurzel selbst ist gelblich
angelassen, ferner ein Schrägband von Vs des Dorsum zur Mitte der Costa, leicht geschwungen, resp.
vor der Costa stumpf gebrochen; weiterhin ein sehr undeutliches Schattenband vor der Spitze entspringend
und verschmälert gegen den Tornus ziehend; es erfüllt undeutlich den Raum hinter der
Knickungslinie; die Flügelspitze selbst ist gelblich und ebenso ein undeutliches Dreieck am Dorsum
zwischen Schrägbinde und Tornus; die Knickungslinie zeigt den meisten Perlmutterglanz, an der
Costa stehen feine undeutliche bräunliche Strichei. Die Fransen sind rein weiß mit kaum bemerkbarer
Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bräunlichweiß, ihre Fransen lang, rein weiß mit schattenhafter
Teilungslinie. —
Der Falter fliegt im Juni.
Hab. Nordost-Persien (Schakkuh).
83. Phalonia chamomillana HS. IV p. 183 f. 377; Led. Tortr. p.276; pentadinana Mn. zool.
bot. Ver. V, 1855 p. 26.
Vorderflügel schmal, saumwärts etwas verbreitert, Costa gerade, Apex spitz, Saum schräg,
leicht geschwungen; Hinterflügel breit, halbrund, unter der Spitze nicht eingezogen. Palpen lang.
Spannweite 18—20 mm. Taf . XIII, Fi g . 8
Die Vorderflügel sind gelbbräunlich, an der Wurzel und längs der Costa bis zur Spitze dunkler
bräunlich angeflogen; vor dem Apex sind an der Costa die Enden einiger Adern und davor ein Schrägstrichel
braun verdunkelt, ebenso, aber blasser die Zwischenräume zwischen den in den Saum mündenden
Adern, ferner ein Wisch zwischen Ader IVX und IV2; außerdem ein schattenhaftes Schrägband
aus 2/5 des Dorsum. An der Querader steht ein tief schwarzer Punkt, und im Flügelteil vor der Knik-
kungslinie stehen dem Aderverlauf entsprechend Längsreihen äußerst feiner schwarzer Pünktchen.
Die Fransen sind graubraun, ihre Saum- und Teilungslinie dunkelbraun. Die Hinterflügel sind bräunlichgrau,
ihre Fransen bräunlichweiß mit breiter grauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind blaß
bräunlichgrau, die Schulterdecken dunkler bräunlich, das Abdomen ist bräunlichgrau.
Der Falter fliegt im April und Mai (unter Olivenbäumen).
Hab. Andalusien, Corsica, Kleinasien (Brussa); Tunesien.
84. Phalonia tetricana Mn. Wiener Monatsschr. 1864 p. 183 t. 4 f. 11.
Vorderflügel schmal, saumwärts kaum verbreitert, Costa gerade, fast ein wenig konkav, Apex
gerundet, Saum sehr schräg, gebogen; Hinterflügel schmal, Saum gerundet, Apex spitz. Spannweite
14 mm. Taf . XIII, F i g . 9 <£ O r i g i n a l .
Die Vorderflügel sind an der Wurzel, längs der Costa, im Spitzen- und Saumteil graubraun